Sonntag, 22. März 2020

Einen Sommer lang








    Einen Sommer lang!

Magret sah ihn und ihr Atem blieb stehen. So ein gut aussehender Mann. Sie ging im Park spazieren und dachte sich, wenn ich so einen Mann mal als Freund hätte, dass wäre doch schon schön. Magret, eine durchaus ansprechende Person mit brünetten Haaren und grünen Augen. Sie hatte diesen Mann noch nicht gesehen hier im Park. Er fiel ihr sofort auf. Er strich sich durch seine schwarzen Haare  die er halblang trug. Er sah sehr groß aus, als er auf der Parkbank saß. Er war alleine. Sie ging auf ihn zu und fragte: „ Kann ich mich zu ihnen setzen?“ „ Ja, bitte sehr.“ Sie saß schon ein, zwei Minuten. Sie merkte wie ihr Puls schneller ging. Dann sprach sie ihn an: „ Ich habe sie hier noch nie sitzen sehen. Und ich gehe fast jeden Tag durch diesen Park.“ „ Sie können  mich auch noch nicht gesehen haben, weil ich erst seit einer Woche hier wohne.“ „ Ach, sie wohnen hier. Und wie gefällt es ihnen?“ „ Das kann ich noch nicht sagen nach einer Woche.“ „ Hier in Althaus ist es sehr ruhig und friedlich. Es gibt nicht viel hier. Aber wenn man zu sich selber finden möchte, ist es genau der richtige Ort. Darf ich fragen wie sie heißen?“ „ Frank. Ich heiße Frank. Und wie heißen sie?“ „ Magret. Ich wohne hier in der Nähe.“ Plötzlich klingelte sein Handy. „ Ja, Kathrin. Ist alles in Ordnung? Ich komme sofort. Bis gleich“, sagte er ins Handy. „ Entschuldigung, ich muss wieder.“ Sofort stand er auf und ging Richtung Innenstadt. Magret saß noch eine Weile auf der Bank. Sie war sichtlich erschrocken. Frank sprach etwas besorgt in das Handy. Und sein plötzlicher Aufbruch. Sie hatte nicht viel erfahren von Frank. Aber er gefiel ihr. Sie fand ihn sogar sehr nett. Kathrin, war dass Frank seine Frau?
Sie traf Frank nun öfter im Park. Er mochte auch diesen ruhigen Ort. Aber mehr als Grüßen war nicht drin. Doch eines Tages sprachen Magret und Frank noch einmal miteinander. Dabei kam heraus, dass Frank Magret auch sehr mochte, aber er hatte im Moment wenig Zeit. Er musste sich um seine Schwester kümmern, die sehr krank war. Was seine Schwester hatte, wollte er nicht sagen. Und so gut kannte Frank Magret auch noch nicht. Er könnte nun auch nicht mehr so oft in den Park kommen, sagte er zu Magret. Seine Schwester brauchte seine ganze Aufmerksamkeit. Als Magret ihn traurig anschaute, küsste er sie auf die Wange und ging. Sie sollte in lange nicht mehr sehen. Aber sie dachte ganz oft an ihn.




















2

Eines Tages sah sie ihn im Park wieder. Er lachte, als sie ihm entgegen ging. „ Hallo, Magret.“ Das erste Mal sah sie ihn lachen. „ Hallo Frank. Geht es ihrer Schwester besser.“ „ Ja. Gott sei Dank. Ich bin so froh. Es geht ihr besser. Sie hatte ein Geschwür, aber es hat sich zurück gebildet. Es war gutartig.“
„ Es ist schön dich lachen zu sehen, Frank. Richtig schön.“ „ Wenn ich dich sehe möchte ich immer lachen.“ „ Ich auch.“ Er gab ihr einen Kuss auf die Wange. Sie gab ihm auch einen Kuss. Auf den Mund. Sie gingen Hand in Hand durch den Park. Von dem Tag an waren sie ein Paar. Magret und Frank waren schwer verliebt. Sie genossen diesen Sommer mit allem was er hergab. Sie verabredeten sich oft. Meist trafen sie sich im Park. Sie lernten sich erst einmal richtig kennen und dann eines Abends gingen sie zusammen essen in einem schönen griechischen Restaurant. Sie speisten draußen vor dem Restaurant. Er hatte sie eingeladen. Sie aßen Gyros mit Reis und einen großen Himbeerbecher als Nachtisch. Es schmeckte ihnen köstlich. Danach brachte er sie nach Hause. „ Kommst du noch mit hoch, auf einen Kaffee?“ „ Ja, gerne.“ Er war das erste Mal in ihrer Wohnung. Auf dem Flur zog er ihr die Jacke aus. Und dann  küsste er sie während er den Arm um ihre Schultern legte. Er drückte sie stark an sich. Sie spürte seine Kraft, als er sie auf den Arm nahm und ins Schlafzimmer trug. Sie verbrachten eine wunderschöne Nacht miteinander.
Am nächsten Morgen blieben sie noch eine weile liegen und nach dem sie sich frisch gemacht hatten zeigte sie ihm ihre Wohnung. Als sie in der Küche saßen und sich verliebt anschauten fragte sie: „ Stellst du mir deine Schwester bald vor?“ Ja schon bald. Sie ist noch sehr schwach. Sie muss sich noch ein bisschen erholen.“ Willst Du jetzt wieder nach Hause zu deiner Schwester?“ „ Ja das würde ich gerne. Sie braucht noch etwas Pflege. Wir können uns ja heute Abend wieder sehen, Magret. Wenn Du magst?“ „ Und ob ich mag. Was für eine Frage.“ Okay. Dann bis heute Abend.
Magret wurde der Tag sehr lang. Sie konnte es kaum erwarten ihren neuen Freund wieder in die Arme zu schließen.
Als sie ihn kommen sah, lief sie ihm entgegen. Er schloss sie fest in den Arm und küsste sie.
Sie war sehr glücklich mit ihrem Frank und er mit ihr. Sie genossen jeden Moment, in dem sie zusammen waren, aber Frank seiner Schwester ging es wieder schlechter auf einmal. Und er musste sie oft und lange pflegen. Und vorstellen konnte er Magret seine Schwester auch noch nicht. Sie war zu krank.


















3

So verging der ganze Sommer. Einen ganzen Sommer lang war die Schwester von Frank krank. Aber er hatte trotzdem jeden Abend für seine Magret Zeit gehabt. Sie waren sehr verliebt aber die Krankheit von Kathrin belastete die Anfänge ihrer Liebe. Aber Magret wusste von der Krankheit von Anfang an Bescheid.  Die Krankheit von Kathrin, Frank seiner Schwester, gehörte zu dieser Romanze von Anfang an dazu.
Eines Tages als sie sich wieder im Park trafen, sah Frank  dass Magret ein ganz besonderes lächeln um ihren Mund hatte. Und er fragte sie: „ Was ist los mit dir?“ „ Ich bin schwanger, Frank.“ Frank hob seine Magret in die Luft und wollte sie fest drücken. „ Nicht so fest“, sagte Magret. Und Frank war vorsichtig und ließ lockerer. „In welchem Monat bist du?“ „ Im dritten Monat, Frank.“ „ Und freust du dich auch so wie ich, Magret.“ „ Ja, ich freue mich auch so.“ Die beiden waren sich einig dass sie das Kind wollten. „ Aber wie schaffst du das, Frank. Deine Schwester krank und ich schwanger?“ „ Das schaffen wir schon irgendwie. Das weiß ich ganz genau.“
Als Frank seiner Schwester von der Schwangerschaft erzählte ging es ihr von dem Tag an immer besser. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt das Kind ihres Bruders unbedingt kennen zu lernen. Und von da an ging ihr Geschwür jeden Tag etwas mehr zurück, bis sie ganz wieder gesund wurde. Als das Kind zur Welt kam stand die Tante Kathrin mit am Wochenbett ihrer Schwägerin in spe. Als Kathrin und Frank am Wochenbett von Magret standen fragte Frank die junge Mutter: „ Magret willst Du mich heiraten?“ Und sie lachte und sagte: „ Ja, ich will Frank. Und zwei Monate später waren die beiden jungen Eltern die einen Sommer lang schwer verliebt waren und es noch heute sind, verheiratet. Und später als die Taufe von Mia war, sagte die Tante zu Mia am Taufbecken. „Durch dich bin ich wieder ganz gesund geworden.“ Und bald schon wohnten Frank und Magret mit Mia und der Tante Kathrin in ein und demselben Haus.

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