Einen Sommer lang!
Magret sah ihn und ihr Atem blieb stehen. So ein gut
aussehender Mann. Sie ging im Park spazieren und dachte sich, wenn ich so einen
Mann mal als Freund hätte, dass wäre doch schon schön. Magret, eine durchaus
ansprechende Person mit brünetten Haaren und grünen Augen. Sie hatte diesen
Mann noch nicht gesehen hier im Park. Er fiel ihr sofort auf. Er strich sich
durch seine schwarzen Haare die er
halblang trug. Er sah sehr groß aus, als er auf der Parkbank saß. Er war
alleine. Sie ging auf ihn zu und fragte: „ Kann ich mich zu ihnen setzen?“ „
Ja, bitte sehr.“ Sie saß schon ein, zwei Minuten. Sie merkte wie ihr Puls
schneller ging. Dann sprach sie ihn an: „ Ich habe sie hier noch nie sitzen
sehen. Und ich gehe fast jeden Tag durch diesen Park.“ „ Sie können mich auch noch nicht gesehen haben, weil ich
erst seit einer Woche hier wohne.“ „ Ach, sie wohnen hier. Und wie gefällt es
ihnen?“ „ Das kann ich noch nicht sagen nach einer Woche.“ „ Hier in Althaus
ist es sehr ruhig und friedlich. Es gibt nicht viel hier. Aber wenn man zu sich
selber finden möchte, ist es genau der richtige Ort. Darf ich fragen wie sie
heißen?“ „ Frank. Ich heiße Frank. Und wie heißen sie?“ „ Magret. Ich wohne
hier in der Nähe.“ Plötzlich klingelte sein Handy. „ Ja, Kathrin. Ist alles in
Ordnung? Ich komme sofort. Bis gleich“, sagte er ins Handy. „ Entschuldigung,
ich muss wieder.“ Sofort stand er auf und ging Richtung Innenstadt. Magret saß
noch eine Weile auf der Bank. Sie war sichtlich erschrocken. Frank sprach etwas
besorgt in das Handy. Und sein plötzlicher Aufbruch. Sie hatte nicht viel
erfahren von Frank. Aber er gefiel ihr. Sie fand ihn sogar sehr nett. Kathrin,
war dass Frank seine Frau?
Sie traf Frank nun öfter im Park. Er mochte auch diesen
ruhigen Ort. Aber mehr als Grüßen war nicht drin. Doch eines Tages sprachen
Magret und Frank noch einmal miteinander. Dabei kam heraus, dass Frank Magret
auch sehr mochte, aber er hatte im Moment wenig Zeit. Er musste sich um seine
Schwester kümmern, die sehr krank war. Was seine Schwester hatte, wollte er
nicht sagen. Und so gut kannte Frank Magret auch noch nicht. Er könnte nun auch
nicht mehr so oft in den Park kommen, sagte er zu Magret. Seine Schwester brauchte
seine ganze Aufmerksamkeit. Als Magret ihn traurig anschaute, küsste er sie auf
die Wange und ging. Sie sollte in lange nicht mehr sehen. Aber sie dachte ganz
oft an ihn.
2
Eines Tages sah sie ihn im Park wieder. Er lachte, als sie
ihm entgegen ging. „ Hallo, Magret.“ Das erste Mal sah sie ihn lachen. „ Hallo
Frank. Geht es ihrer Schwester besser.“ „ Ja. Gott sei Dank. Ich bin so froh. Es
geht ihr besser. Sie hatte ein Geschwür, aber es hat sich zurück gebildet. Es
war gutartig.“
„ Es ist schön dich lachen zu sehen, Frank. Richtig schön.“
„ Wenn ich dich sehe möchte ich immer lachen.“ „ Ich auch.“ Er gab ihr einen
Kuss auf die Wange. Sie gab ihm auch einen Kuss. Auf den Mund. Sie gingen Hand
in Hand durch den Park. Von dem Tag an waren sie ein Paar. Magret und Frank
waren schwer verliebt. Sie genossen diesen Sommer mit allem was er hergab. Sie
verabredeten sich oft. Meist trafen sie sich im Park. Sie lernten sich erst
einmal richtig kennen und dann eines Abends gingen sie zusammen essen in einem
schönen griechischen Restaurant. Sie speisten draußen vor dem Restaurant. Er
hatte sie eingeladen. Sie aßen Gyros mit Reis und einen großen Himbeerbecher
als Nachtisch. Es schmeckte ihnen köstlich. Danach brachte er sie nach Hause. „
Kommst du noch mit hoch, auf einen Kaffee?“ „ Ja, gerne.“ Er war das erste Mal
in ihrer Wohnung. Auf dem Flur zog er ihr die Jacke aus. Und dann küsste er sie während er den Arm um ihre
Schultern legte. Er drückte sie stark an sich. Sie spürte seine Kraft, als er
sie auf den Arm nahm und ins Schlafzimmer trug. Sie verbrachten eine
wunderschöne Nacht miteinander.
Am nächsten Morgen blieben sie noch eine weile liegen und
nach dem sie sich frisch gemacht hatten zeigte sie ihm ihre Wohnung. Als sie in
der Küche saßen und sich verliebt anschauten fragte sie: „ Stellst du mir deine
Schwester bald vor?“ Ja schon bald. Sie ist noch sehr schwach. Sie muss sich
noch ein bisschen erholen.“ Willst Du jetzt wieder nach Hause zu deiner
Schwester?“ „ Ja das würde ich gerne. Sie braucht noch etwas Pflege. Wir können
uns ja heute Abend wieder sehen, Magret. Wenn Du magst?“ „ Und ob ich mag. Was
für eine Frage.“ Okay. Dann bis heute Abend.
Magret wurde der Tag sehr lang. Sie konnte es kaum erwarten
ihren neuen Freund wieder in die Arme zu schließen.
Als sie ihn kommen sah, lief sie ihm entgegen. Er schloss
sie fest in den Arm und küsste sie.
Sie war sehr glücklich mit ihrem Frank und er mit ihr. Sie
genossen jeden Moment, in dem sie zusammen waren, aber Frank seiner Schwester
ging es wieder schlechter auf einmal. Und er musste sie oft und lange pflegen.
Und vorstellen konnte er Magret seine Schwester auch noch nicht. Sie war zu
krank.
3
So verging der ganze Sommer. Einen ganzen Sommer lang war
die Schwester von Frank krank. Aber er hatte trotzdem jeden Abend für seine
Magret Zeit gehabt. Sie waren sehr verliebt aber die Krankheit von Kathrin
belastete die Anfänge ihrer Liebe. Aber Magret wusste von der Krankheit von
Anfang an Bescheid. Die Krankheit von
Kathrin, Frank seiner Schwester, gehörte zu dieser Romanze von Anfang an dazu.
Eines Tages als sie sich wieder im Park trafen, sah
Frank dass Magret ein ganz besonderes
lächeln um ihren Mund hatte. Und er fragte sie: „ Was ist los mit dir?“ „ Ich
bin schwanger, Frank.“ Frank hob seine Magret in die Luft und wollte sie fest
drücken. „ Nicht so fest“, sagte Magret. Und Frank war vorsichtig und ließ
lockerer. „In welchem Monat bist du?“ „ Im dritten Monat, Frank.“ „ Und freust
du dich auch so wie ich, Magret.“ „ Ja, ich freue mich auch so.“ Die beiden
waren sich einig dass sie das Kind wollten. „ Aber wie schaffst du das, Frank.
Deine Schwester krank und ich schwanger?“ „ Das schaffen wir schon irgendwie.
Das weiß ich ganz genau.“
Als Frank seiner Schwester von der Schwangerschaft erzählte
ging es ihr von dem Tag an immer besser. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt das
Kind ihres Bruders unbedingt kennen zu lernen. Und von da an ging ihr Geschwür
jeden Tag etwas mehr zurück, bis sie ganz wieder gesund wurde. Als das Kind zur
Welt kam stand die Tante Kathrin mit am Wochenbett ihrer Schwägerin in spe. Als
Kathrin und Frank am Wochenbett von Magret standen fragte Frank die junge
Mutter: „ Magret willst Du mich heiraten?“ Und sie lachte und sagte: „ Ja, ich
will Frank. Und zwei Monate später waren die beiden jungen Eltern die einen
Sommer lang schwer verliebt waren und es noch heute sind, verheiratet. Und
später als die Taufe von Mia war, sagte die Tante zu Mia am Taufbecken. „Durch
dich bin ich wieder ganz gesund geworden.“ Und bald schon wohnten Frank und
Magret mit Mia und der Tante Kathrin in ein und demselben Haus.
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