Sonntag, 22. März 2020

Eine zweite Chance für Blacky









   Eine zweite Chance für Blacky

Klaus bekam zu seinem zwölften Geburtstag von seinen Eltern einen Schäferhund geschenkt. Vier Wochen vorher waren sie in das Tierheim gefahren und Klaus hat sich sofort in den 1 Jahr alten Schäferhund Blacky verliebt. „Der Hund ist aber etwas schwierig, “ sagte der Tierheimleiter. „ Er gehorcht nicht so gut. Aber wenn Ihr Sohn diesen Hund unbedingt haben will, dann können sie ihn natürlich auch haben. Und wenn es überhaupt nicht klappt mit Blacky, wenn Schwierigkeiten auftreten sollten, können sie ihn auch wieder zurück bringen, “ sagte der Tierheimleiter. „Klaus, “ sagte der Vater, hast du dir das auch richtig überlegt, willst du unbedingt diesen Hund haben?“ „ Ja, Vater . Der soll es sein und kein Anderer“
Der Vater war von Anfang an etwas skeptisch gewesen was den Hund betraf. Und tatsächlich in den ersten Tagen zeigte sich, dass der Hund nicht gehorchen wollte. Er machte was er wollte. Er hörte nicht auf Klaus und erst recht nicht auf Klaus sein Vater. Die Mutter von Klaus hielt sich erst einmal raus. Klaus wie auch sein Vater konnten dem Hund „ Platz“ Oder „ Sitz“ nicht beibringen. Der Hund lief durch die Wohnung wie ein geölter Blitz. Gott sei Dank schlief er nachts, dann hatten sie wenigstens ein bisschen Ruhe. Aber so vergingen zwei Wochen und der Hund besserte sich nicht. Man konnte ihn einfach nicht erziehen, wie man wollte. Eines Tages, als die Mutter am Herd stand und das Mittagessen zubereitete, passierte etwas fast Schlimmes. Klaus saß wie immer auf seinem Stuhl und wartete, wie sein Vater auf das Essen, als plötzlich mit lautem Schrei eine Katze am Küchenfenster vorbei lief. Sofort wollte Blacky hinterherlaufen. Als der dann loslief hatte sich die Leine am Stuhl von Klaus verfangen und Blacky kippte mit der leine den Stuhl von Klaus um und zwar in so einem Tempo, dass Klaus sein Stuhl nach hinten  kippte. Er flog nach hinten rüber kam mit dem Kopf an den Topf, der auf dem Herd stand und Klaus fiel zu Boden. Der Topf, mit dem heißen Wasser hinterher. Klaus hatte Glück, das der Topf und das heiße Wasser knapp neben ihm, auf den Boden landete. Nicht auszudenken was hätte passieren können, wenn der Topf mit dem heißen Wasser Klaus getroffen hätte. Er hätte hochgradige Verbrennungen haben können. Die Mutter und der Vater waren entsetzt. Sie fragten sofort, ob alles in Ordnung war mit Klaus. „ Ja, es ist alles in Ordnung, “ sagte er. „ Ich habe mich nur ein bisschen erschrocken.“ Der Vater wurde jedoch laut. „ Jetzt reicht es mir. Der Hund geht zurück ins Tierheim. Das ist ja lebensgefährlich mit ihm.“ Klaus seine Mutter war der gleichen Meinung wie ihr Mann. Klaus aber sagte: „Das war mein Fehler. Ich habe die Schlaufe der Leine unter dem Stuhl liegengelassen.
















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Blacky würde nie etwas machen was mir Schaden würde. Er hat nur die Katze gehört und wollte sie vertreiben und dabei hat die Schlaufe, die ich unter dem Stuhl habe liegengelassen, sich verfangen und so kam es zu dem Unglück. Ich würde ihn gerne behalten.“ „ Das kommt überhaupt nicht in Frage, “ sagte der Vater. Doch Klaus redete so lange auf ihn ein, dass sich sein Vater auf folgenden Kompromiss einließ. Klaus wollte mit Blacky auf eine Hundeschule gehen. Vier Wochen gab ihm sein Vater Zeit aus Blacky einen gut erzogenen Hund zu machen. Wenn er das nicht schaffte müsste Blacky wieder ins Tierheim zurück „ Jeder verdient eine zweite Chance, “ sagte Klaus zu seinem Vater. „Das waren mal deine Worte, Papa.“ „ O.K. Ich gebe Dir und vor allem deinem Blacky die zweite Chance. Aber wenn es nicht klappt, dann geht Blacky zurück ins Tierheim. Und ich entscheide ob ja oder nein.“ „ Abgemacht, Papa. Du wirst es nicht bereuen, “ sagte Klaus.
Klaus mochte Blacky von Anfang an und deshalb glaubte er an Blacky, nein er wusste sogar, dass die beiden es schaffen würden. Klaus ging mit Blacky jeden Tag zu einer Hundeschule in der Nähe. Der Hundelehrer kannte Klaus gut. Klaus sprach gleich von Anfang an offen mit dem Hundelehrer. Er schilderte ihm was passiert war und dass er und sein Vater diesen Kompromiss geschlossen hatten. Das war gut, dass Klaus von Anfang an ehrlich mit dem Hundelehrer war. So wusste er von Anfang an worum es ging und worauf es ankam. Und so stellte sich sofort großer Erfolg ein. Aber der größte erfolg kam durch Klaus seine Liebe zu dem Hund. Und auch Blacky mochte Klaus immer lieber, sonst wären diese Erfolge nicht so schnell eingetreten. Die vier Wochen gingen schnell rum und so kam der Tag immer näher, wo Klaus sein Vater entscheiden musste, ob Blacky  wieder ins Tierheim zurück musste. Eine Nacht vor dem entscheidenden Tag hörte Klaus und auch seine Eltern komische Geräusche an der Wohnungstür. „ Wach auf, Liebes. Ich glaube es sind Einbrecher im Haus.“ Als Klaus und seine Eltern nach unten gingen um nachzuschauen, hörten sie auf dem Weg zur Stube auf einmal lautes Hundegebell. Sie machten die Stubentür auf und das Licht an und sie sahen einen Einbrecher in der Stubenecke stehen der ganz schön Angst zu haben schien. Blacky stand vor dem Einbrecher und fletschte die Zähne und ließ ihn nicht raus aus der Ecke. Erst als die Polizei, die Klaus sein Vater alarmiert hatte, den Einbrecher festnahm hörte Blacky auf zu fletschen. „ Da haben sie aber einen guten Wachhund, “ sagte der Polizist. Und Klaus sein Vater sagte: „Das haben wir. Übrigens, Klaus meine Entscheidung steht natürlich fest. Du kannst Blacky behalten, auch wenn morgen erst entschieden werden sollte.“ Klaus nahm seinen Vater in den Arm und seine Mutter gleich dazu und sagte: „ Siehst du Blacky. Jeder hat eine zweite Chance verdient, und wenn man sie so nutzt wie du, dann kann es ja nur ein Happy End geben.“

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