Entsorgung mit Hindernissen
Als Mike eines Mittags die Post aus dem Briefkasten holen
wollte, war nur ein Flyer im Kasten drin. Er war eigentlich ein bisschen
enttäuscht, weil er andere Post erwartete.
Aber als er sich den Flyer genauer ansah, war er gleich
wieder besser gelaunt. Denn es wurde auf diesem Flyer auf eine kommerzielle Sammlung
hingewiesen. Da er wusste, dass sein Vater noch alte Fernseher und andere
elektrische Geräte im Keller stehen hatte, zeigte er seinem Vater Rudi den
Flyer. Der war sofort einverstanden damit, dass er mit Mike einige Sachen
zusammen suchen wollte. Auch Mike hatte noch einen alten Fernseher in seiner
Wohnung stehen. Als erstes holte er das Fernsehgerät aus seiner Wohnung und
stellte ihn in die Veranda.
So nach und nach holten sie so in kurzer Zeit viele Sachen
in die Veranda. Auch auf dem Hof standen noch ein E- Herd und eine alte Spüle. Es
dauerte nicht lange da standen viele Sachen, die Mike und sein Vater zusammen
geholt hatten, an der Straße. Den Abend vor der Sammlung hatten sie alles vor
dem Haus hingestellt und mit Planen abgedeckt.
Spät abends sagte Mike noch zu seinem Vater: „ Hoffentlich
nehmen sie alles mit:“ „ Ja, hoffentlich, “ sagte sein Vater.
Morgens zwischen 6 und 8 Uhr wollten die Schrotthändler alles
abgeholt haben. Um 7 Uhr 30 war Mike aufgestanden und leider musste er seinem
Vater sagen, dass die Händler die Hälfte haben stehen gelassen. Ein kleiner
Teilerfolg für Mike und Rudi, aber eigentlich hatten sie ja gehofft, dass
nichts mehr vor der Tür stand von den alten und kaputten Sachen.
Jetzt müssten sie den Rest wieder ins Haus bringen. Aber das
wollten sie nicht so richtig.
Sie schauten auf ihre Umweltkalender, ob und wann es eine
Abholung durch die Stadt gab, aber sie hatten Pech. Erst zwei Wochen später
sollte eine Abholung sein. So lange konnten sie die alten Geräte nicht vor der
Haustür stehen lassen. Aber die beiden lasen in dem Umweltkalender, dass es
einen Container in der nächstgelegenen Stadt gibt, wo man elektrische Geräte
entsorgen kann, und darüber waren sie sehr froh.
Sie luden die Geräte in ihren Pkw und fuhren zur Stadt um
die Teile in den Container zu werfen. Aber die Fernseher konnten sie auch hier
nicht in den Container werfen. Aber wenigstens PC Zubehör konnten sie da
lassen. Nun hatten sie nur noch zwei Fernseher im Auto. Als sie so durch die
Stadt fuhren, sah Mike auf einmal an einem Straßenschild stehen. „Entsorgungsfirma“.
Sofort drehte Rudi mit dem Wagen wieder zurück und sie fuhren auf den Hof der
Firma. Dort hatten sie tatsächlich Glück. Die Firma nahm die beiden
Fernsehgeräte. Ein paar Euro mussten sie allerdings dafür bezahlen.
Aber so hatten Mike und Rudi, mit kleinen Hindernissen, es
geschafft ihre alten Geräte in zwei Tagen alle zu entsorgen. Und als sie wieder
zu hause ankamen gaben sie sich die Hände und waren froh, dass es im Haus
wieder mehr Platz für Neues gegeben hat.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen