Montag, 23. März 2020

Entsorgung mit Hindernissen






Entsorgung mit Hindernissen

Als Mike eines Mittags die Post aus dem Briefkasten holen wollte, war nur ein Flyer im Kasten drin. Er war eigentlich ein bisschen enttäuscht, weil er andere Post erwartete.
Aber als er sich den Flyer genauer ansah, war er gleich wieder besser gelaunt. Denn es wurde auf diesem Flyer auf eine kommerzielle Sammlung hingewiesen. Da er wusste, dass sein Vater noch alte Fernseher und andere elektrische Geräte im Keller stehen hatte, zeigte er seinem Vater Rudi den Flyer. Der war sofort einverstanden damit, dass er mit Mike einige Sachen zusammen suchen wollte. Auch Mike hatte noch einen alten Fernseher in seiner Wohnung stehen. Als erstes holte er das Fernsehgerät aus seiner Wohnung und stellte ihn in die Veranda.
So nach und nach holten sie so in kurzer Zeit viele Sachen in die Veranda. Auch auf dem Hof standen noch ein E- Herd und eine alte Spüle. Es dauerte nicht lange da standen viele Sachen, die Mike und sein Vater zusammen geholt hatten, an der Straße. Den Abend vor der Sammlung hatten sie alles vor dem Haus hingestellt und mit Planen abgedeckt.
Spät abends sagte Mike noch zu seinem Vater: „ Hoffentlich nehmen sie alles mit:“ „ Ja, hoffentlich, “ sagte sein Vater.
Morgens zwischen 6 und 8 Uhr wollten die Schrotthändler alles abgeholt haben. Um 7 Uhr 30 war Mike aufgestanden und leider musste er seinem Vater sagen, dass die Händler die Hälfte haben stehen gelassen. Ein kleiner Teilerfolg für Mike und Rudi, aber eigentlich hatten sie ja gehofft, dass nichts mehr vor der Tür stand von den alten und kaputten Sachen.
Jetzt müssten sie den Rest wieder ins Haus bringen. Aber das wollten sie nicht so richtig.
Sie schauten auf ihre Umweltkalender, ob und wann es eine Abholung durch die Stadt gab, aber sie hatten Pech. Erst zwei Wochen später sollte eine Abholung sein. So lange konnten sie die alten Geräte nicht vor der Haustür stehen lassen. Aber die beiden lasen in dem Umweltkalender, dass es einen Container in der nächstgelegenen Stadt gibt, wo man elektrische Geräte entsorgen kann, und darüber waren sie sehr froh.
Sie luden die Geräte in ihren Pkw und fuhren zur Stadt um die Teile in den Container zu werfen. Aber die Fernseher konnten sie auch hier nicht in den Container werfen. Aber wenigstens PC Zubehör konnten sie da lassen. Nun hatten sie nur noch zwei Fernseher im Auto. Als sie so durch die Stadt fuhren, sah Mike auf einmal an einem Straßenschild stehen. „Entsorgungsfirma“. Sofort drehte Rudi mit dem Wagen wieder zurück und sie fuhren auf den Hof der Firma. Dort hatten sie tatsächlich Glück. Die Firma nahm die beiden Fernsehgeräte. Ein paar Euro mussten sie allerdings dafür bezahlen.
Aber so hatten Mike und Rudi, mit kleinen Hindernissen, es geschafft ihre alten Geräte in zwei Tagen alle zu entsorgen. Und als sie wieder zu hause ankamen gaben sie sich die Hände und waren froh, dass es im Haus wieder mehr Platz für Neues gegeben hat.

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