Montag, 23. März 2020

Roboter als Putzhilfe






   Roboter als Putzhilfe

Dr. Maria Kanne und Dr. Wilfried Heberlein sind seit einem Jahr ein Paar. Die beiden Zahnärzte, die gemeinsam eine Zahnarztpraxis führen, wohnen seit einer Woche zusammen. Da aber beide wenig Zeit haben ihre Wohnung sauber zu halten haben sie sich entschieden eine Putzhilfe für ihre Wohnung einzustellen. Die beiden gaben eine Annonce in der Zeitung auf und hofften nun, dass sich viele meldeten. Aber die Anrufe fingen schleppend an und wenn sich mal eine Putzkraft bei ihnen meldete war sie ihnen zu teuer. In der Zeit, als sie darauf warteten, dass sie eine geeignete Putzkraft finden würden, kam eines Tages in ihre Praxis. „ Ich verkaufe Roboter die dafür geeignet sind Wohnungen zu putzen und allgemein sauber zu halten.“ „Ja, sagte Maria Kanne. Ich habe schon so etwas gehört, dass Roboter im Haushalt arbeiten verrichten können. Aber was genau kann denn ihr Roboter?“ „ Er putzt er saugt, er gießt die Blumen, er wischt den Fußboden in der Küche und im Badezimmer, er spült und er faltet die Wäsche die er vorher in die Waschmaschine getan hat und anschließend aus dem Trockner geholt hat. Er kann auch Fenster putzen, wenn man das bei ihm einstellt.“ „ Dann ist dieser Roboter bestimmt teuer, oder?“ Wenn man jede Woche die Putzfrau bezahlen muss dann kommt im Jahr schon einiges Zusammen was man ihr bezahlen muss. Dieser Roboter ist eine einmalige Anschaffung und er kostet ungefähr so viel, was ihre Putzhilfe in einem Jahr von ihnen an Geld bekommt. Nach einem Jahr rentiert sich so zusagen ihr Roboter.“ „ Also gut. Ich werde mal mit meinem Mann darüber sprechen.“ „ keine Problem ich lasse ihnen meine Handynummer für alle Fälle da.“
Maria Kanne sprach mit ihrem Mann und schließlich entschieden sie sich für den Roboter.
Der Vertreter war ein paar Tage später wieder in der Zahnarztpraxis und erklärte dem Ärztepaar wie der Roboter funktionierte. Sie konnten ihn sogar per Fernaktivierung von ihrer Praxis aus bedienen und ihn so zu sagen starten und ihm sagen was er machen sollte.
Maria Kanne probierte es sofort aus und gab ihm einige Befehle. Er sollte das Geschirr spülen und abtrocknen und die Blumen gießen danach sollte er alle Schränke und was darauf stand putzen und zum Schluss den Teppich saugen. Das sollte erst einmal reichen.
Als die Beiden nach Hause gingen freuten sie sich darauf, dass hoffentlich alles geputzt und gespült war, und sie einen ruhigen Feierabend verbringen konnten. Sie gingen in den Flur und zogen ihre Jacken aus. Als sie in die Küche kam fing sie an zu schreien. „ Wilfried, das ganze Geschirr liegt kaputt auf dem Fußboden.“



















 Und er schrie aus dem Wohnzimmer zu ihr: „ Und hier liegen die ganzen Sachen die auf dem Schrank standen auf dem Boden und ich glaube der Roboter ist auch noch mit dem Staubsauger darüber gefahren. Und guckt dir mal die Blumen an. Der Roboter hat die Blumen regelrecht ertränkt, so viel Wasser muss er darauf gegossen haben. Die beiden Ärzte brauchten den ganzen Abend um alles wieder aufzuräumen und in Ordnung zu bringen. Und als letztes schmissen sie den Roboter in den Müll. Das war einfach zu viel gewesen. Der Vertreter war nicht mehr auf zu finden, der das Geld jedoch für den Roboter schon erhalten hatte. Maria und Wilfried besorgten sich nun eine menschliche Putzhilfe, bei der sie wenigstens wussten, dass abends wenn sie nach hause kamen auch alles sauber und aufgeräumt war. Und sie dann auch wirklich Feierabend machen konnten. Von Robotern hatten sie erst einmal die Nase voll. Und sie können nur jedem raten, sich keinen Roboter als Putzhilfe anzuschaffen.

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