Roboter als Putzhilfe
Dr. Maria Kanne und Dr. Wilfried Heberlein sind seit einem
Jahr ein Paar. Die beiden Zahnärzte, die gemeinsam eine Zahnarztpraxis führen,
wohnen seit einer Woche zusammen. Da aber beide wenig Zeit haben ihre Wohnung
sauber zu halten haben sie sich entschieden eine Putzhilfe für ihre Wohnung
einzustellen. Die beiden gaben eine Annonce in der Zeitung auf und hofften nun,
dass sich viele meldeten. Aber die Anrufe fingen schleppend an und wenn sich
mal eine Putzkraft bei ihnen meldete war sie ihnen zu teuer. In der Zeit, als
sie darauf warteten, dass sie eine geeignete Putzkraft finden würden, kam eines
Tages in ihre Praxis. „ Ich verkaufe Roboter die dafür geeignet sind Wohnungen
zu putzen und allgemein sauber zu halten.“ „Ja, sagte Maria Kanne. Ich habe
schon so etwas gehört, dass Roboter im Haushalt arbeiten verrichten können.
Aber was genau kann denn ihr Roboter?“ „ Er putzt er saugt, er gießt die Blumen,
er wischt den Fußboden in der Küche und im Badezimmer, er spült und er faltet
die Wäsche die er vorher in die Waschmaschine getan hat und anschließend aus
dem Trockner geholt hat. Er kann auch Fenster putzen, wenn man das bei ihm
einstellt.“ „ Dann ist dieser Roboter bestimmt teuer, oder?“ Wenn man jede
Woche die Putzfrau bezahlen muss dann kommt im Jahr schon einiges Zusammen was
man ihr bezahlen muss. Dieser Roboter ist eine einmalige Anschaffung und er
kostet ungefähr so viel, was ihre Putzhilfe in einem Jahr von ihnen an Geld
bekommt. Nach einem Jahr rentiert sich so zusagen ihr Roboter.“ „ Also gut. Ich
werde mal mit meinem Mann darüber sprechen.“ „ keine Problem ich lasse ihnen
meine Handynummer für alle Fälle da.“
Maria Kanne sprach mit ihrem Mann und schließlich entschieden
sie sich für den Roboter.
Der Vertreter war ein paar Tage später wieder in der
Zahnarztpraxis und erklärte dem Ärztepaar wie der Roboter funktionierte. Sie
konnten ihn sogar per Fernaktivierung von ihrer Praxis aus bedienen und ihn so
zu sagen starten und ihm sagen was er machen sollte.
Maria Kanne probierte es sofort aus und gab ihm einige
Befehle. Er sollte das Geschirr spülen und abtrocknen und die Blumen gießen
danach sollte er alle Schränke und was darauf stand putzen und zum Schluss den
Teppich saugen. Das sollte erst einmal reichen.
Als die Beiden nach Hause gingen freuten sie sich darauf,
dass hoffentlich alles geputzt und gespült war, und sie einen ruhigen
Feierabend verbringen konnten. Sie gingen in den Flur und zogen ihre Jacken
aus. Als sie in die Küche kam fing sie an zu schreien. „ Wilfried, das ganze
Geschirr liegt kaputt auf dem Fußboden.“
Und er schrie aus dem
Wohnzimmer zu ihr: „ Und hier liegen die ganzen Sachen die auf dem Schrank
standen auf dem Boden und ich glaube der Roboter ist auch noch mit dem
Staubsauger darüber gefahren. Und guckt dir mal die Blumen an. Der Roboter hat
die Blumen regelrecht ertränkt, so viel Wasser muss er darauf gegossen haben.
Die beiden Ärzte brauchten den ganzen Abend um alles wieder aufzuräumen und in
Ordnung zu bringen. Und als letztes schmissen sie den Roboter in den Müll. Das
war einfach zu viel gewesen. Der Vertreter war nicht mehr auf zu finden, der
das Geld jedoch für den Roboter schon erhalten hatte. Maria und Wilfried
besorgten sich nun eine menschliche Putzhilfe, bei der sie wenigstens wussten,
dass abends wenn sie nach hause kamen auch alles sauber und aufgeräumt war. Und
sie dann auch wirklich Feierabend machen konnten. Von Robotern hatten sie erst
einmal die Nase voll. Und sie können nur jedem raten, sich keinen Roboter als
Putzhilfe anzuschaffen.
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