Spazieren gehen als Therapie
Sascha ist ein Mensch, der durch eine Krankheit sehr zurück
gezogen lebt. Viele Jahre ging er nur vor die Tür, wenn es draußen schon dunkel
war und nur mit seiner Mutter zusammen. Viele Jahre ging das so. Die Krankheit
ist chronisch und wird wahrscheinlich nicht so einfach wieder gehen. Er hatte
Angst alleine nach draußen zu gehen. Seine Mutter die selber schwer erkrankte
konnte mit ihm auch nicht mehr hinausgehen, weil sie bettlägerig wurde. In der
Zwischenzeit lernte er eine nette Frau im Krankenhaus kennen die in seinem
Alter war. Er hatte sich sofort in sie verliebt und besuchte sie jedes
Wochenende in einem Wohnheim. Sie war
selber auch chronisch krank. Aber die Kraft der Liebe schaffte es, dass beide
etwas gesundeten. Sie trauten sich plötzlich viel mehr zu als früher und sie
schafften auch mehr. Sascha schaffte es auf einmal jedes Wochenende alleine mit
seinem Auto sie zu besuchen. Was früher nicht möglich gewesen wäre. Und auch
Sabine machte große Fortschritte. Die Anfälle, die sie früher hatte, kriegte
sie auf einmal in Griff. Nach zehn Jahren schafften sie es sogar zusammen zu
ziehen. Durch die Unterstützung ihrer beiden sehr netten Familien, die bis
heute noch zu ihnen halten und helfen wo sie können, schaffen es die beiden
ihren Alltag, trotz Handicap´s sehr gut
zu schaffen. Durch die Hilfe von anderen Menschen die sich um sie rührend
kümmern schafft es Sascha schon seit längerem fast jeden Tag spazieren zu gehen
mit Betreuern, und Sabine schafft es sogar in eine Einrichtung, wo sie
fachmännisch betreut wird, vier mal die Woche dort hinzugehen. Dort wird sie
beschäftigt und es wird ihr Tag strukturiert gestaltet. Während Sabine tagsüber
in dieser Einrichtung ist macht Martin den Haushalt, so gut es geht, zusammen
mit seinem Vater. Die Spaziergänge macht er auch weiter
Und ab und zu geht er sogar schon mal ein kleines Stück
alleine spazieren.
So kann man sagen durch die kraft ihrer Liebe zueinander und
die Hilfe von Menschen, die es gut mit ihnen meinen , haben sie es geschafft
ein Stück Lebensqualität zurück zu erhalten. Und so wollen sie weiter machen.
Und vielleicht noch ein bisschen mehr erreichen. Denn alles geht nun doch noch
nicht. Aber die beiden wissen, nur wenn sie dran bleiben, können sie noch mehr
erreichen. Aber wie es heute läuft sind die beiden zufrieden und glücklich.
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