Eine
Wanderung mit Schnee
Ulrich möchte mit seinen Eltern am Wochenende eine
Schneewanderung machen. Nachdem sie in der Wettervorhersage im Fernsehen am
Donnerstag gehört haben dass es Freitag viel Schnee geben soll waren sich die Drei
sicher, dass sie am Samstag eine Schneewanderung machen wollten. Ulrich freute
sich so sehr auf Schnee. Viel Schnee hatte er noch nicht gesehen in seinem
Leben. Und eine Schneewanderung hatte er noch nie gemacht.
Es wurde auf jeden Fall am Freitag ziemlich kalt, aber es
fiel kein Schnee. Ulrich schaute öfter aus dem Fenster um zu sehen wann es denn
endlich anfangen würde zu schneien, aber bis er ins Bett ging sah er keinen
einzigen Schneeflocken vom Himmel fallen. Er ging enttäuscht ins Bett und sagte
vorher zu seinen Eltern noch: „ Ohne Schnee. Was ist das denn für eine Schneewanderung?“ „ Wir gehen
trotzdem spazieren morgen früh“, sagte Ulrichs Papa. Ulrich hatte zwar keine
Lust aber es sollte wohl so sein. „ Vielleicht schneit es ja noch über Nacht“,
sagte sein Vater noch. Ulrich ging traurig ins Bett.
Am nächsten Morgen als Ulrich wach wurde machte er als
erstes die Rollladen auf um aus dem Fenster zu gucken. Aber er sah schon
gleich, es hatte nicht geschneit heute Nacht.
Traurig ging er nach unten in die Küche, wo seine Eltern
schon auf ihn warteten. „ Was für eine Pleite“, sagte Ulrich. „ Kein Fitzelchen
Schnee.“ Seine Eltern waren auch ein bisschen traurig, aber sie zeigten es
Ulrich nicht. „ Der Vater sagte: „ Dann machen wir halt eine ganz normale
Wanderung.“
Nach dem Frühstück zogen sich alle Mütze, Schal, Handschuhe,
Schuhe und eine Jacke über und sie gingen einfach drauf los. Ulrich war nicht
gut aufgelegt. Was der Vater auch versuchte er konnte seinen Sohn nicht
aufmuntern.
Doch was war das? Als sie eine viertel Stunde unterwegs
waren, fing es auf einmal sehr kräftig an zu schneien. Ulrich sang und tanzte
mit den Schneeflocken um die Wette. Und es wurde ein dichtes Schneegestöber. Es
schneite so viel, als sie eine ganze
Weile weiter gegangen waren, lag schon viel Schnee auf der Straße und den
Feldern. Um sie herum wurde es weiß und weißer. Nicht nur Ulrich freute sich
wie ein Schneekönig, nein alle drei waren begeistert von diesem Schneesturm.
Und plötzlich war alles weiß, wo sie auch hinguckten.
Es war wie ein kleines Wunder. Und sie gingen noch lange
durch die schneebedeckte Weltgeschichte. Als sie zu Hause ankamen waren alle
drei überglücklich über dieses weiße Wunder und Ulrich sagte zu seinem Vater:
„Gott sei Dank, dass wir losgegangen sind. Ich bin so froh und dankbar. Diese
Wanderung mit Schnee werde ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen.“ „ Wir
auch nicht“, sagten seine Eltern und alle drei lachten sich an.
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