Weihnachtsmann mit Verspätung
Klaus Nolting war auf der Landstrasse unterwegs. Es war
Heilige Nacht und er war noch gut in der Zeit. Klaus Nolting arbeitete in einer
Stadt, die zwei Stunden von seinem zu Hause entfernt war. Eine Stunde war er
schon unterwegs. Zu Hause. Da warteten seine Frau Lena und seine zwei Kinder
Mia und Oliver. Die drei warteten auf das Christkind. Mia 4 Jahre und Oliver 6
Jahre alt freuten sich schon auf die Bescherung. Meistens kam der Papa von Mia
und Oliver kurz vor der Bescherung auch nach Hause. Was die beiden Kinder nicht
wussten, dass ihr Papa mit dem Weihnachtsmann beruflich zu tun hatte. Weil der
Weihnachtsmann immer so viel zu tun hat am heiligen Abend vertrat Klaus Nolting
den Weihnachtsmann und der Papa brachte auch die Geschenke vom Weihnachtsmann
den Kindern immer auf heilig Abend mit. Er verkleidete sich dafür immer, denn
die Kinder sollten ja nicht merken, dass er den Weihnachtsmann vertrat.
Als Klaus Nolting auf der Landstrasse weiterfuhr sah er
schon von weitem, dass auf der Strasse etwas passiert sein musste. Blaulicht,
Krankenwagen. Ein schwerer Unfall war passiert und die Strasse die ihn nach
Hause führen sollte, war voll gesperrt. Er musste eine Umleitung fahren und
dadurch würde er zu spät kommen Er
wollte seine Frau über Handy benachrichtigen. „ Du, Lena. Ich werde mich um
eine halbe Stunde verspäten. Bitte sag den Kindern, dass der Weihnachtsmann
später kommt.“ „ Aber sie werden etwas merken, denke ich, Klaus.“ „ Sag der
Weihnachtsmann hat viel zu tun dieses Jahr, er verspätet sich etwas.“ „ O.K.
Klaus. Fahr vorsichtig.“
Lena blieb nichts anderes übrig als ihren Kindern zu sagen,
dass sich die Bescherung in diesem Jahr
etwas verspäten wird. Als die Mutter das gesagt hatte erwiderte Oliver: „ Warum
kommt der Weihnachtsmann später?“ „ Er hat dieses Jahr viel zu tun.“ „ Und wo
ist Papa?“ fragte Mia. „ Papa kommt dieses Jahr auch etwas später.“
Lena hatte Angst dass die Kinder dieses Jahr misstrauisch
wurden und sie telefonierte.
Zehn Minuten später klingelte es an der Haustür. Das wird
der Weihnachtsmann sein, Kinder. Und tatsächlich war es der Weihnachtsmann. Er
brachte die Geschenke für die Kinder und alle waren froh.
Als Klaus Nolting nach Hause kam riefen die Kinder schon als
er noch in der Haustür stand, „ Papa du kommst zu spät. Der Weihnachtsmann war
schon da,“ sagte Oliver. „ Aber das kann doch nicht sein, Lena?“
2
Aber seine Frau gab ihm nur einen Zettel in die Hand mit einem
Augenzwinkern wo drauf stand: „ Lieber Bruder. Bin für dich eingesprungen. Wenn
der Gehilfe vom Weihnachtsmann Verspätung hat, muss der Stellvertreter ran.“
Als Klaus und Lena zu späterer Stunde, als die Kinder schon schliefen, ihren
Bruder besuchten und ihm Frohe Weihnachten wünschten lachten Alle drei und
sagten: „Weihnachtsmann mit Verspätung. Das gibt es doch gar nicht.“
„Jedenfalls nicht in unserer Familie,“ sagte Klaus zu seinem Bruder und
zwinkerte ihm zu.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen