Montag, 23. März 2020

Weihnachtsmann mit Verspätung








  Weihnachtsmann mit Verspätung

Klaus Nolting war auf der Landstrasse unterwegs. Es war Heilige Nacht und er war noch gut in der Zeit. Klaus Nolting arbeitete in einer Stadt, die zwei Stunden von seinem zu Hause entfernt war. Eine Stunde war er schon unterwegs. Zu Hause. Da warteten seine Frau Lena und seine zwei Kinder Mia und Oliver. Die drei warteten auf das Christkind. Mia 4 Jahre und Oliver 6 Jahre alt freuten sich schon auf die Bescherung. Meistens kam der Papa von Mia und Oliver kurz vor der Bescherung auch nach Hause. Was die beiden Kinder nicht wussten, dass ihr Papa mit dem Weihnachtsmann beruflich zu tun hatte. Weil der Weihnachtsmann immer so viel zu tun hat am heiligen Abend vertrat Klaus Nolting den Weihnachtsmann und der Papa brachte auch die Geschenke vom Weihnachtsmann den Kindern immer auf heilig Abend mit. Er verkleidete sich dafür immer, denn die Kinder sollten ja nicht merken, dass er den Weihnachtsmann vertrat.
Als Klaus Nolting auf der Landstrasse weiterfuhr sah er schon von weitem, dass auf der Strasse etwas passiert sein musste. Blaulicht, Krankenwagen. Ein schwerer Unfall war passiert und die Strasse die ihn nach Hause führen sollte, war voll gesperrt. Er musste eine Umleitung fahren und dadurch würde er zu spät kommen  Er wollte seine Frau über Handy benachrichtigen. „ Du, Lena. Ich werde mich um eine halbe Stunde verspäten. Bitte sag den Kindern, dass der Weihnachtsmann später kommt.“ „ Aber sie werden etwas merken, denke ich, Klaus.“ „ Sag der Weihnachtsmann hat viel zu tun dieses Jahr, er verspätet sich etwas.“ „ O.K. Klaus. Fahr vorsichtig.“
Lena blieb nichts anderes übrig als ihren Kindern zu sagen, dass sich die Bescherung in diesem  Jahr etwas verspäten wird. Als die Mutter das gesagt hatte erwiderte Oliver: „ Warum kommt der Weihnachtsmann später?“ „ Er hat dieses Jahr viel zu tun.“ „ Und wo ist Papa?“ fragte Mia. „ Papa kommt dieses Jahr auch etwas später.“
Lena hatte Angst dass die Kinder dieses Jahr misstrauisch wurden und sie telefonierte.
Zehn Minuten später klingelte es an der Haustür. Das wird der Weihnachtsmann sein, Kinder. Und tatsächlich war es der Weihnachtsmann. Er brachte die Geschenke für die Kinder und alle waren froh.
Als Klaus Nolting nach Hause kam riefen die Kinder schon als er noch in der Haustür stand, „ Papa du kommst zu spät. Der Weihnachtsmann war schon da,“ sagte Oliver. „ Aber das kann doch nicht sein, Lena?“

















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Aber seine Frau gab ihm nur einen Zettel in die Hand mit einem Augenzwinkern wo drauf stand: „ Lieber Bruder. Bin für dich eingesprungen. Wenn der Gehilfe vom Weihnachtsmann Verspätung hat, muss der Stellvertreter ran.“ Als Klaus und Lena zu späterer Stunde, als die Kinder schon schliefen, ihren Bruder besuchten und ihm Frohe Weihnachten wünschten lachten Alle drei und sagten: „Weihnachtsmann mit Verspätung. Das gibt es doch gar nicht.“ „Jedenfalls nicht in unserer Familie,“ sagte Klaus zu seinem Bruder und zwinkerte ihm zu.

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