Wo war
Manfred ?
Wie jedes Jahr zu Weihnachten fuhr Manfred, der in einer
Großstadt in Niedersachsen wohnt, nach Hause, wo er mit seinem Vater, Bruder
und Schwägerin seit Jahren zusammen Weihnachten feierte. Einen Tag vor Heilig
Abend kam er zu Hause an. Er schmückte mit seinem Vater den Tannenbaum und Alle
freuten sich, dass sie wieder einmal für die Weihnachtstage zusammen waren. Am
heiligen Abend kochte der Vater schon morgens Kartoffeln und Eier für den
Kartoffelsalat, den sie Abends mit schlesischen Bratwürstchen, nach der
Bescherung essen wollten. Manfreds Bruder Stefan machte wie immer mit seiner
Lebensgefährtin Martina den Kartoffelsalat mit selbst gemachter Mayonnaise für
den Abend fertig. Papa Josef ging am Nachmittag in die Christmette um
Weihnachten, mit den anderen Dorfbewohnern, zu feiern. Als der Vater wieder zu
Hause war, setzten sich Alle an den Stubentisch, wo sie Weihnachtslieder
zusammen sangen. Manfred las von seinem Bruder ein Weihnachtsgedicht vor,
welches der Bruder selbst geschrieben hatte. Danach war die Bescherung im Hause
Schmitt. Alle waren gespannt was der Weihnachtsmann dieses Jahr unter den Baum
gelegt hatte. Der Vater staunte nicht schlecht, als er den großen Fernseher sah,
der für ihn unter dem Tannenbaum lag. Aber auch Manfred, Stefan und Martina
waren sehr zufrieden mit ihren Geschenken. Nachdem sie alle ihre Geschenke
ausgepackt hatten, ging Papa Josef in die Küche und legte die schlesischen
Würstchen in die Pfanne, die sie, als
sie fertig gebraten waren, zusammen mit dem Kartoffelsalat, sich schmecken
ließen.
Spät am Abend kamen wie jedes Jahr die Blaskapelle, die dem
Vater Josef ein Ständchen brachte. Vorher gingen Stefan und Martina in ihre
Wohnung, die sich oben im Haus befand, und schauten ein bisschen Fernsehen.
Papa Josef wartete mit Manfred in Papas Wohnung darauf, dass die Blaskapelle
kam und ihm ein Ständchen brachte. Um Mitternacht gingen Manfred und sein Vater
nach draußen vor die Tür, um sich die Blasmusiker anzuhören. Sie spielten zwei Stücke
auf ihren Instrumenten. Zuerst spielten sie " Oh du fröhliche", und
danach " Stille Nacht, heilige Nacht". Nachdem die Musiker etwas
getrunken hatten und sich gestärkt hatten, bedankte sich Vater Josef bei Ihnen
und ging mit Manfred wieder ins Haus. Die Musiker verabschiedeten sich von den
beiden und gingen zur nächsten Station, wo sie ihr Ständchen fortsetzten. Stefan
und Martina hatten die schöne Musik noch in ihrem Schlafzimmer mitgehört und
schliefen dann ein. Auch Manfred und Papa Josef gingen dann zu Bett. Am
nächsten Morgen saßen alle noch etwas müde am Frühstückstisch in der Stube und
freuten sich dass Weihnachten war. Mittags aßen sie alle zusammen
Burgunderbraten mit Kartoffel und Semmelknödel und Rotkohl. Es schmeckte allen
sehr gut, wie immer wenn Papa Josef gekocht hatte.
2
Heute am 1. Weihnachtsfeiertag wollte Manfred abends ins
Dorf gehen und Freunde treffen in einer Gastwirtschaft. Er erzählte vorher
seinem Bruder und seiner Schwägerin, dass er wohl anschließend noch in ein
Musiklokal wollte um ein bisschen zu tanzen. Ein DJ wollte alte Platten
auflegen. Als er ging, wünschten ihm alle einen schönen Abend.
Am 2. Weihnachtstag musste Papa Josef mit dem Kirchenchor,
indem er seit einigen Jahren sang, in einer Kirche ein Konzert geben. Das
dauerte den ganzen Vormittag. Zum Mittagessen saßen dann aber wieder alle
zusammen und ließen sich die Rouladen mit Rotkohl und Pommes schmecken. Nach
dem Essen wollten sich Stefan und Martina etwas hinlegen um sich etwas
auszuruhen. Um den Kaffeetisch zu decken gingen die beiden aber wieder um 14UHr
30 runter in die Wohnung von Papa Josef. Als sie die Treppe hinunter gingen,
kam ihnen schon die andere Schwägerin Petra mit ihren Söhnen Klaus und Jürgen mit
Freundinnen entgegen. Sie alle hatten sich vorher zum Kaffee trinken
angemeldet. Sie waren mit ihrem Auto, aus einem anderen Ort gekommen um bei Opa
den 2. Weihnachtsnachmittag und Abend zu verbringen. Da Stefan ein bisschen
Probleme hat, wenn mehrere Personen an einem Tisch sitzen und immer schon ein
bisschen Menschenscheu war, blieb er den ganzen Nachmittag oben in der Wohnung,
während die anderen Familienmitglieder unten den 2. Weihnachtstag feierten.
Martina war zwar auch krank, aber sie schaffte es etwas besser mit ihrer
Krankheit umzugehen, so dass sie unten mit feierte. Aber ab und zu guckte sie
nach ihrem Lebensgefährten und brachte ihm Kuchen nach oben. Die anderen Familienmitglieder
wussten von Stefans Handykap und kannten es schon, dass ihr Onkel nicht mit
unten war zum Feiern.
Als Martina ihrem Stefan Kuchen nach oben in die Wohnung
brachte, erzählte sie ihm dass sein Bruder Manfred zu Papa Josef gesagt hatte,
dass er mal mit dem Auto weg wollte und eine Stunde später wieder da sein
wollte. Eigentlich wollte er zu seinem Cousin gehen und ihn besuchen, wie jedes
Jahr. Aber als es Abendbrot gab war Manfred immer noch nicht da. Stefan und
Martina machten sich etwas Sorgen, weil er keinem sagte wo er überhaupt
hinwollte. Auch der Besuch wunderte sich, wo Manfred blieb, der sonst immer mit
Kaffee trank und auch mit Abendbrot aß. Stefan fragte Martina besorgt:" Wo
ist Manfred?" Keiner wusste , wo er hingefahren sein konnte. Er hatte
nichts gesagt.
Stefan sagte zu Martina: "Ruf doch mal unseren Cousin
an ob Michael vielleicht doch bei ihm ist." Aber als Martina das
Telefongespräch beendet hatte sagte sie nur: " Bei unserem Cousin war er
auch nicht, sagte die Frau des Cousins." Wo war Manfred?
3
Stefan wollte nun doch wissen ob vielleicht etwas passiert
war und schickte seinem Bruder Manfred eine whats app mit den Worten :"Wo
bist du? Melde dich." Als er nach zwanzig Minuten später immer noch nicht
geantwortet hat schrieb Stefan ihm erneut eine Nachricht.
" Ruf mich doch mal an. Wir machen uns Sorgen, Manfred.
Dein Bruder Stefan."
Inzwischen war es
schon 21UHr 30. Der Besuch verabschiedete sich bereits und gerade als der
Besuch fahren wollte, kam Manfred nach Hause. Alle konnten nun beruhigt wieder
nach Hause fahren. Stefan sagte seinem Bruder" Wo warst Du. Wir haben uns
Sorgen gemacht."
Und Manfred erzählte seinem Bruder und seiner Schwägerin,
dass er beim Tanzen am 1. Weihnachtstag jemanden kennen gelernt hatte und sich
mit dieser Frau verabredet hatte. Er hatte also ein Rendezvous gehabt. Stefan
sagte zu Manfred: " Wir haben uns schon große Sorgen gemacht, aber gut,
dass dir nichts passiert ist."
Eine Stunde später fuhr Manfred wieder nach Hause und
Weihnachten war vorbei. Und alle winkten ihm noch hinterher, als er mit dem
Auto wegfuhr und ihnen fiel ein Stein
vom Herzen, dass es doch noch ein gutes Ende war.
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