Montag, 23. März 2020

Wo war Manfred?










  Wo war Manfred ?

Wie jedes Jahr zu Weihnachten fuhr Manfred, der in einer Großstadt in Niedersachsen wohnt, nach Hause, wo er mit seinem Vater, Bruder und Schwägerin seit Jahren zusammen Weihnachten feierte. Einen Tag vor Heilig Abend kam er zu Hause an. Er schmückte mit seinem Vater den Tannenbaum und Alle freuten sich, dass sie wieder einmal für die Weihnachtstage zusammen waren. Am heiligen Abend kochte der Vater schon morgens Kartoffeln und Eier für den Kartoffelsalat, den sie Abends mit schlesischen Bratwürstchen, nach der Bescherung essen wollten. Manfreds Bruder Stefan machte wie immer mit seiner Lebensgefährtin Martina den Kartoffelsalat mit selbst gemachter Mayonnaise für den Abend fertig. Papa Josef ging am Nachmittag in die Christmette um Weihnachten, mit den anderen Dorfbewohnern, zu feiern. Als der Vater wieder zu Hause war, setzten sich Alle an den Stubentisch, wo sie Weihnachtslieder zusammen sangen. Manfred las von seinem Bruder ein Weihnachtsgedicht vor, welches der Bruder selbst geschrieben hatte. Danach war die Bescherung im Hause Schmitt. Alle waren gespannt was der Weihnachtsmann dieses Jahr unter den Baum gelegt hatte. Der Vater staunte nicht schlecht, als er den großen Fernseher sah, der für ihn unter dem Tannenbaum lag. Aber auch Manfred, Stefan und Martina waren sehr zufrieden mit ihren Geschenken. Nachdem sie alle ihre Geschenke ausgepackt hatten, ging Papa Josef in die Küche und legte die schlesischen Würstchen  in die Pfanne, die sie, als sie fertig gebraten waren, zusammen mit dem Kartoffelsalat, sich schmecken ließen.
Spät am Abend kamen wie jedes Jahr die Blaskapelle, die dem Vater Josef ein Ständchen brachte. Vorher gingen Stefan und Martina in ihre Wohnung, die sich oben im Haus befand, und schauten ein bisschen Fernsehen. Papa Josef wartete mit Manfred in Papas Wohnung darauf, dass die Blaskapelle kam und ihm ein Ständchen brachte. Um Mitternacht gingen Manfred und sein Vater nach draußen vor die Tür, um sich die Blasmusiker anzuhören. Sie spielten zwei Stücke auf ihren Instrumenten. Zuerst spielten sie " Oh du fröhliche", und danach " Stille Nacht, heilige Nacht". Nachdem die Musiker etwas getrunken hatten und sich gestärkt hatten, bedankte sich Vater Josef bei Ihnen und ging mit Manfred wieder ins Haus. Die Musiker verabschiedeten sich von den beiden und gingen zur nächsten Station, wo sie ihr Ständchen fortsetzten. Stefan und Martina hatten die schöne Musik noch in ihrem Schlafzimmer mitgehört und schliefen dann ein. Auch Manfred und Papa Josef gingen dann zu Bett. Am nächsten Morgen saßen alle noch etwas müde am Frühstückstisch in der Stube und freuten sich dass Weihnachten war. Mittags aßen sie alle zusammen Burgunderbraten mit Kartoffel und Semmelknödel und Rotkohl. Es schmeckte allen sehr gut, wie immer wenn Papa Josef gekocht hatte.

















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Heute am 1. Weihnachtsfeiertag wollte Manfred abends ins Dorf gehen und Freunde treffen in einer Gastwirtschaft. Er erzählte vorher seinem Bruder und seiner Schwägerin, dass er wohl anschließend noch in ein Musiklokal wollte um ein bisschen zu tanzen. Ein DJ wollte alte Platten auflegen. Als er ging, wünschten ihm alle einen schönen Abend.
Am 2. Weihnachtstag musste Papa Josef mit dem Kirchenchor, indem er seit einigen Jahren sang, in einer Kirche ein Konzert geben. Das dauerte den ganzen Vormittag. Zum Mittagessen saßen dann aber wieder alle zusammen und ließen sich die Rouladen mit Rotkohl und Pommes schmecken. Nach dem Essen wollten sich Stefan und Martina etwas hinlegen um sich etwas auszuruhen. Um den Kaffeetisch zu decken gingen die beiden aber wieder um 14UHr 30 runter in die Wohnung von Papa Josef. Als sie die Treppe hinunter gingen, kam ihnen schon die andere Schwägerin Petra mit ihren Söhnen Klaus und Jürgen mit Freundinnen entgegen. Sie alle hatten sich vorher zum Kaffee trinken angemeldet. Sie waren mit ihrem Auto, aus einem anderen Ort gekommen um bei Opa den 2. Weihnachtsnachmittag und Abend zu verbringen. Da Stefan ein bisschen Probleme hat, wenn mehrere Personen an einem Tisch sitzen und immer schon ein bisschen Menschenscheu war, blieb er den ganzen Nachmittag oben in der Wohnung, während die anderen Familienmitglieder unten den 2. Weihnachtstag feierten. Martina war zwar auch krank, aber sie schaffte es etwas besser mit ihrer Krankheit umzugehen, so dass sie unten mit feierte. Aber ab und zu guckte sie nach ihrem Lebensgefährten und brachte ihm Kuchen  nach oben. Die anderen Familienmitglieder wussten von Stefans Handykap und kannten es schon, dass ihr Onkel nicht mit unten war zum Feiern.
Als Martina ihrem Stefan Kuchen nach oben in die Wohnung brachte, erzählte sie ihm dass sein Bruder Manfred zu Papa Josef gesagt hatte, dass er mal mit dem Auto weg wollte und eine Stunde später wieder da sein wollte. Eigentlich wollte er zu seinem Cousin gehen und ihn besuchen, wie jedes Jahr. Aber als es Abendbrot gab war Manfred immer noch nicht da. Stefan und Martina machten sich etwas Sorgen, weil er keinem sagte wo er überhaupt hinwollte. Auch der Besuch wunderte sich, wo Manfred blieb, der sonst immer mit Kaffee trank und auch mit Abendbrot aß. Stefan fragte Martina besorgt:" Wo ist Manfred?" Keiner wusste , wo er hingefahren sein konnte. Er hatte nichts gesagt.
Stefan sagte zu Martina: "Ruf doch mal unseren Cousin an ob Michael vielleicht doch bei ihm ist." Aber als Martina das Telefongespräch beendet hatte sagte sie nur: " Bei unserem Cousin war er auch nicht, sagte die Frau des Cousins." Wo war Manfred?

















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Stefan wollte nun doch wissen ob vielleicht etwas passiert war und schickte seinem Bruder Manfred eine whats app mit den Worten :"Wo bist du? Melde dich." Als er nach zwanzig Minuten später immer noch nicht geantwortet hat schrieb Stefan ihm erneut eine Nachricht.
" Ruf mich doch mal an. Wir machen uns Sorgen, Manfred. Dein Bruder Stefan."
 Inzwischen war es schon 21UHr 30. Der Besuch verabschiedete sich bereits und gerade als der Besuch fahren wollte, kam Manfred nach Hause. Alle konnten nun beruhigt wieder nach Hause fahren. Stefan sagte seinem Bruder" Wo warst Du. Wir haben uns Sorgen gemacht."
Und Manfred erzählte seinem Bruder und seiner Schwägerin, dass er beim Tanzen am 1. Weihnachtstag jemanden kennen gelernt hatte und sich mit dieser Frau verabredet hatte. Er hatte also ein Rendezvous gehabt. Stefan sagte zu Manfred: " Wir haben uns schon große Sorgen gemacht, aber gut, dass dir nichts passiert ist."
Eine Stunde später fuhr Manfred wieder nach Hause und Weihnachten war vorbei. Und alle winkten ihm noch hinterher, als er mit dem Auto wegfuhr  und ihnen fiel ein Stein vom Herzen, dass es doch noch ein gutes Ende war.

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