Montag, 23. März 2020

Der Taschendieb







   Der Taschendieb

Gregor Tischler ist ein junger aufgeweckter Mann. Er hat schon als kleiner Junge gerne Streiche gemacht, aber was er in  letzter Zeit machte, dass hatte mit einem "dummen Jungen" Streich nichts mehr zu tun.
Man suchte ihn schon. Er klaute nämlich Handtaschen. Und zwar auf so dreiste Art und Weise, wie man es nicht für möglich halten würde. Mitten auf dem Gehweg beklaute er Fußgängerinnen, in dem er mit seinem Fahrrad von hinten dicht an den Frauen vorbei fuhr und die Handtasche mit einer Hand, den Frauen von den Schultern riss und dann schnell mit dem Fahrrad weg fuhr.
Die Polizei war schon lange hinter ihm her, aber bis jetzt hatte er immer Glück gehabt. Auch heute Morgen hat es wieder geklappt. Er konnte wieder einer Frau die Handtasche klauen mit seinem Fahrrad. Und dieses Mal hatte es sich richtig gelohnt für Gregor. 2000 Euro waren in der Handtasche. Er freute sich, aber im nächsten Moment, nämlich als er den Personalausweis sieht, kriegt er einen riesigen Schrecken.
Der Personalausweis, den er in der Handtasche fand, war auf Susanne Wut ausgestellt. Susanne Wut war die Freundin seines Vaters. Was sollte er nur machen. Er sah seine Opfer fast nie, weil er ja immer von hinten an Ihnen vorbei fuhr. Als er nach Hause kam, war die Freundin seines Vaters schon da und sie erzählte seinem Vater was passiert war.
Gregor sagte nichts dazu, sondern ging in sein Zimmer ohne sich um die Beiden zu kümmern.
Er wusste aber auch warum Susanne Wut, also sein Opfer, so viel Geld mit hatte in ihrer Handtasche.
Sein Vater und seine Freundin sprachen in letzter Zeit fast nur noch darüber.  Sie wollten in den Urlaub fahren. Das Geld hatte Susanne von der Bank abgeholt um im Reisebüro den Urlaub vorab zu bezahlen. Nun könnten die Beiden ihren ersten gemeinsamen Urlaub abhaken.
In den nächsten Tagen waren sein Vater und Susanne sehr traurig. Sie hatte eine Anzeige bei der Polizei gemacht auf Unbekannt. Aber sie glaubte nicht, dass es etwas nützen würde. Sie musste sich wohl damit abfinden, dass das Geld weg war und der urlaub ausfallen musste.
Gregor hatte ein schlechtes Gewissen. Bei den anderen Taten war das anders. Aber jetzt hatte er die Freundin seines Vaters beklaut und sie konnten nun nicht in den Urlaub fahren. Was sollte er nur machen. Er konnte Susanne das Geld nicht geben, ohne aufzufliegen, oder doch ?
Er redete mit seinem Vater und der war entsetzt, dass sein Sohn der Taschendieb ist, den die Polizei suchte. Aber Gregor tat ihm leid. Er würde eine saftige Strafe bekommen von einem Gericht, wenn er sich der Polizei stellen würde.
















2

Der Vater dachte nach und fragte Gregor: " Hast du das Geld noch, Gregor?" Und natürlich hatte er noch die 2000 Euro. " Dann gib sie Susanne zurück. Wenn sie einverstanden ist regeln wir die Sache unter uns Dreien."
Und Gregor hatte Glück. Susanne wollte ihn nicht anzeigen. Aber sein Vater und auch Susanne wollten, dass er damit aufhörte und den anderen Opfern auch das Geld zurück gab. Natürlich war Gregor damit einverstanden !
Er schickte an Alle Frauen, die er beklaut hatte, das Geld mit der Post zurück. Und Gregor hatte großes Glück. Seine Taten blieben unentdeckt.
Immer würde er seinem Vater uns Susanne dankbar sein für das Schweigen seiner Taten.
Susanne und Gregors Vater konnten in den Urlaub fahren.
Und Jahre später machte Gregor eine Ausbildung als Automechaniker und hat nie mehr etwas geklaut.

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