Montag, 23. März 2020

Das Geheimrezept








   Das Geheimrezept

Frieda Blum ist eine sehr gute Bäckerin und Konditorin. Ihre Spezialität sind Torten. Und sie hat viele Kunden von weit her, die extra wegen der gut schmeckenden Torten in ihre Bäckerei kommen. Zu der Bäckerei gehörte auch ein Cafe´. In das Cafe kamen auch sehr viele Gäste. Das Cafe war ein richtiges Ausflugsziel geworden. Und Frieda mit ihrer fröhlichen, lockeren Art kam sehr gut an bei den Gästen, so dass durch Mundpropaganda immer mehr Leute zu dem Cafe´ fahren wollten. Die Konkurrenz im Dorf hatte keine Chance gegen die Torten von Frieda Blum.
Aber Frieda war nicht mehr die jüngste und Frieda wurde mit der Zeit immer vergesslicher. So kam es leider vor, dass Frieda einige Zutaten beim Backen vergaß und die Torten wurden nicht mehr so lecker wie früher. Das merkten auch die Kunden. Und so blieben die Gäste mit der Zeit aus. Und das Geschäft schien den Bach herunter zu gehen. Die Nichte war schon seit längerem im Cafe´ als Bedienung angestellt. Sie sollte einmal das Cafe´ weiterführen.   
Frieda Blum bekam mit der Zeit immer mehr gesundheitliche Probleme bis der Arzt eines Tages ihr eine Altersdemenz bescheinigte. Frieda hatte immer ein Geheimnis aus ihren Rezepten gemacht. Sie hat ihre Rezepte nie aufgeschrieben. Aber in ihrem Kopf waren sie alle drin. Nur das Problem war die Krankheit von Frieda.
Aber Frieda wollte ihrer Nichte unbedingt die Rezepte überliefern, damit das Cafe´ wieder so gut besucht wurde wie früher.
Frieda bekam aber Tabletten von ihrem Arzt und Gott sei dank war ihre Krankheit noch nicht so fortgeschritten, so dass sie mit der Zeit an manchen Tagen sich wieder an ihre Rezepte erinnerte. Und mit viel Geduld wurden alle ihre Rezepte wieder lebendig in ihrem Kopf. Sie schrieb die Rezepte alle für ihre Nichte auf. Die lernte die Rezepte auswendig, und vernichtete diese Rezepte danach, so dass nur Sie und Tante Frieda die Rezepte kannten.
Und so blieben die Rezepte ein Geheimnis der Familie Blum. Und das Cafe` war wieder so gut besucht wie früher. Und Tante Frieda lebte noch ein paar Jahre mit dem ruhigen Gewissen, dass die Rezepte bei ihrer Nichte gut aufgehoben waren.     

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