Montag, 23. März 2020

Der überraschte Einbrecher








    Der überraschte Einbrecher !


Albrecht Schneider ist ein Einbrecher wie er im Buche steht. Seit er als junger Mann das erste Mal in eine Wohnung eingebrochen war und nicht erwischt wurde dabei oder danach, war er sagen wir mal ein Fan von dieser Unart geworden. Und je länger er diesem „Hobby“ nachging, desto mehr bekam er gefallen daran.
Eines Abends im November, als es dunkel war, verspürte er einmal wieder Lust zum Einbruch. Er hatte sich schon länger Häuser einer bestimmten Siedlung ausgeguckt, wo er meinte es könnte sich lohnen dort einzubrechen. Als er in der Siedlung ankam, machte er sich sofort daran, in ein haus unbemerkt zu gelangen. Aber so schnell wie er sonst in eine Wohnung kam, so schnell ging es dieses Mal nicht. Die Häuser waren alle gut gesichert. Nach einer viertel Stunde, als er schon nach zwei vergeblichen Versuchen, auch in das dritte Haus zu gelangen, nicht weiter kam, gab er zum Schluss doch auf und ging wieder nach Hause.
Von weitem sah er, dass er in seinem Haus wohl das licht vergessen hatte auszustellen. Als er an seiner Haustür ankam und aufschließen wollte, merkte er, dass die Tür aufgebrochen war. Sofort dachte er, dass dieses ein Einbruch ist. Das kann doch nicht wahr sein. Bei ihm, dem Einbrecher vom Dienst, wird gerade selber eingebrochen. Was sollte er nur machen? Die Polizei wollte er nicht anrufen, aber tatenlos zusehen wie er sein eigenes Haus leer geräumt wurde, das wollte er auch nicht. Er ging ins Haus und als er gerade ein Stückchen mit dem Kopf im Flur war, bekam er einen leichten Schlag auf den Kopf. Danach fiel er zu Boden und um ihn herum, wurde alles dunkel. Als er wieder wach wurde, war es mitten in der Nacht. Er ging vorsichtig ins Haus hinein und sah voller entsetzen, dass aber wirklich auch fast alles aus dem haus verschwunden war. Aber er hatte noch immer nicht den Mut bei der Polizei anzurufen. Er wollte sich morgen früh überlegen, was er tun konnte.
Am nächsten Morgen hatte er sich überlegt, dass er erst einmal seinen Bruder anrufen wollte. Er war richtig traumatisiert von diesem Vorfall. Er hat am eigenen Leibe erlebt, wie schlimm das ist ausgeraubt zu werden. Seine beule am Kopf tat auch noch weh.
„ Du, Friedrich. Du wirst es nicht glauben, was mir passiert ist.“ „ Bei dir ist eingebrochen worden.“ „ Woher weißt du das? Das gibt es doch gar nicht.“ „ Doch das gibt es. Ich war der Einbrecher und habe dir einen über den Schädel gehauen, Albrecht.“
„ Spinnst du jetzt total, aber warte mal, woher weißt du das man mir einen auf den Kopf gehauen hat? Dann bist du ja wirklich bei mir eingebrochen. Warum hast du das gemacht?“
















2 

„ Damit du einmal am eigenen Leib erlebst, wie es ist, wenn bei jemandem eingebrochen wurde. Und wie geht es dir jetzt? Bist du kuriert, oder brichst du weiter in Wohnungen ein?“ „ Das war mir eine Lehre. Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen. Ich breche jedenfalls nirgends wo mehr ein, das kannst du mit glauben, Bruder.“ „ Na dann hat sich die ganze Sache gelohnt, und ich helfe dir gerne beim Einräumen deiner Sachen, die ich dir gestohlen habe. Und wenn ich dann bei dir bin, können  wir bestimmt schon darüber lachen. Tschüss, Albrecht.“

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