Der verbrannte Weihnachtsbraten
Ilse Kujat wollte ihrer Familie dieses Jahr zu Weihnachten
ein ganz besonderes Weihnachtsfest bereiten indem sie für alle Mitglieder der
Familie kochen wollte. Nur Ilse kochte normalerweise nicht so viel, weil sie
berufstätig war und auch sonst nicht viel kochen brauchte. Meistens war sie
alleine. Nach der Arbeit wartete keiner auf sie, denn sie hatte im Moment
keinen Partner. Aber sie hatte sich vorgenommen dieses Jahr zu beweisen, dass
sie auch kochen konnte. Die gesamte Familie freute sich schon auf das Essen.
Aber der eine oder andere bezweifelte dass Ilse dieses alleine hinkriegte.
Deshalb waren alle gespannt auf Ilses Kochkünste.
Ilse kaufte Kartoffeln, Blumenkohl, Brokkoli, Spargel und
Bohnen ein. Es sollte deftig werden. Dazu wollte sie einen Schweinebraten
machen, den sie in einem Supermarkt holte. Sie erzählte dem Schlachter, dass
sie dass erste mal kocht für immerhin 10 Personen. Es sollte ein Essen sein,
das die Familie nicht so schnell vergessen sollte.
Sie erzählte dem Fleischverkäufer, dass sie sehr nervös sei ob
der Braten auch gut gelingt. Der beruhigte Ilse ganz schnell. „ Wenn der Braten
nicht gelingt, kommen sie einfach wieder. Wir braten auch für unsere Kunden,
eigentlich nur auf Bestellung aber da sie so eine große Angst haben dass der
Braten nicht gelingt, würde ich einen Braten mehr vorbereiten Und wenn ihr
Braten nicht gelingt dann nehmen sie einfach unseren fertigen Braten. Und wenn
ihr Braten, was ich natürlich hoffe, gelingt, dann nehme ich unseren Braten
selber. Dann haben sie vielleicht mehr Sicherheit.“ „ Das würden sie machen?“ „
Sie sind immer so nett, dass würde ich machen für sie.“ „ Aber dann würde ich
sie als Dank dafür gerne einladen zum Kaffee trinken zwischen den Feiertagen.“
„ O.K. Ich freue mich schon.“
Nun hatte Ilse nicht nur alles für das Essen zusammen
sondern auch eine nette Verabredung.
Ilse war sehr nervös als sie morgens aufwachte am 1.
Weihnachtsfeiertag. Aber das brauchte sie ja eigentlich nicht zu sein. Denn
wenn der Festtagsbraten nicht gelingt, sie hatte ja noch eine zweite Option.
Der Schweinebraten aus dem Supermarkt. Und es war gut dass sie diese
Möglichkeit hatte, denn sie stellte die Gradzahl auf ihrem neuen Backofen viel zu hoch ein. Und so verschmorte
der Braten. Er sah ganz verkohlt aus. Schnell rief sie den Schlachter im
Supermarkt an und fragte ihn: „Haben sie an meinen Schweinebraten gedacht?“ „
Selbstverständlich. Was ich verspreche, dass halte ich auch.“ Ilse fiel ein
schwerer Stein vom Herzen. Das Weihnachtsessen war gerettet.
Keiner merkte dass
sie den Braten vom Supermarkt hatte, weil der Verkäufer durch einen
Hintereingang den Braten brachte, sogar mit Bratensoße. Alle lobten Ilse und
waren begeistert von ihren Kochkünsten.
Ilse hielt auch ihr Versprechen und trank mit Matthias
zusammen Kaffee. Und die beiden verstanden sich so gut dass sie sich noch öfter
trafen. Die beiden waren bald schon ein Paar. Nun kochte Ilse regelmäßig für
ihren Matthias. Und als sie wieder für die Familie kochte auf Weihnachten, da
war Matthias dabei. Und dieses Mal gelang ihr der Braten vorzüglich. Aber die
Beiden behielten ihr Geheimnis für sich und Matthias sagte zu Ilse: „ Gut dass
du damals noch nicht kochen konntest, sonst hätten wir uns nie kennen gelernt.“
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