Der Marktschreier
Helmut Kuhl arbeitet seit seiner frühen Jugend auf dem Markt
und verkauft Bananen. Er nimmt seit 24 Jahren am Marktschreierwettbewerb in
Hamburg auf dem Fischmarkt teil. Jedes Jahr hat er gewonnen und nun wollte er
das 25. Mal voll machen und dann seine „ Karriere“ an den Nagel hängen. Helmut
hatte auch schon einen Nachfolger für seinen Stand. Lars Polle, ebenfalls ein
großer „Schreihals“. Er stand seinem Vorgänger in Nichts nach. Lars begleitete
Helmut zu dem Wettbewerb nach Hamburg. Alles sah so aus als würde Helmut den
Wettbewerb wieder gewinnen, aber ein Tag vor dem Wettbewerb bahnte sich eine
Erkältung bei Helmut an. Er Hatte starken Husten und das schlimmste von Allen
war, dass er nicht mehr sprechen konnte, weil seine Stimme immer weg blieb. Was
sollte er denn jetzt bloß machen. Den Wettbewerb konnte er wohl jetzt
vergessen. Helmut schrieb für Lars etwas auf einen Zettel. „ Lars, wenn ich
nicht antreten kann, musst Du für mich einspringen. Das wäre ein guter Einstand
für Dich.“ Lars las es und antwortete: „ Aber ich werde bestimmt nicht gewinnen
können.“ Daraufhin schrieb Helmut „ Ich traue Dir aber sehr viel zu, Lars. Willst
Du es für Dich und deinen neuen Arbeitsplatz nicht mal versuchen. Glaube mir,
dass ich den Wettbewerb gewonnen habe all die Jahre hat mir ganz schön viel
Kunden eingebracht.“ Lars antwortete:„ Ich überlege es mir bis morgen.“ „
Überlege es Dir gut, “ schrieb Helmut zuletzt noch auf den Zettel.
Am nächsten Morgen wachte Helmut auf. Erst wusste er gar
nicht wo er war, aber als er dann später richtig wach war, fiel es ihm wieder
ein. Und als er zu sprechen versuchte, kriegte er keinen einzigen Ton heraus.
Er ging auf das Zimmer von Lars und der merkte sofort, dass Helmut immer noch
nicht sprechen konnte und er sagte: „ O.K. Helmut. Ich versuche es.“ Helmut war
beruhigt und ging mit Lars auf den Markt um sich das Spektakel anzuschauen und
besser noch anzuhören.
Die Konkurrenten von Helmut waren froh, als sie hörten dass
Helmut dieses Jahr nicht antrat.
Und nun rechneten sich viele Chancen aus nach 24 auch einmal
gewinnen zu können. Aber als der Wettbewerb begann merkten die Konkurrenten zum
entsetzen, wie gut der Nachfolger von Helmut ist. Und schließlich gewann Lars
dann auch den Wettbewerb. Und der sonst zweitplazierte sagte Helmut. „ Jetzt
habe ich gedacht, ich könnte gewinnen und dann setzt du uns so einen guten
Nachfolger auf deinen Thron. Da kann man nichts machen. Aber das war dieses
Jahr sowieso das letzte Mal für mich.“ Helmut schrieb seinem Konkurrenten einen
Zettel und darauf stand: „ Tut mir leid. Ich wünsche Dir einen schönen
Ruhestand. Ich höre auch auf.“
2
Der Konkurrent las den Zettel und sagte zu Helmut: „ Das
wünsche ich Dir auch. Zumindest habe ich dieses Mal das letzte Wort. Alles
Gute, Helmut.“
Helmut fuhr mit Lars wieder nach Hause und Helmut war sehr
zufrieden, dass er so einen guten Nachfolger gefunden hatte und die beiden
feierten noch ein bisschen.
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