Das Malbuch
Christina hat ein neues Malbuch bekommen. Nur Stifte bekam
sie nicht dazu. Ihre Mutter hatte nicht genug Geld um auch noch die Stifte zu
bezahlen. Malen, dass konnte Christina
nur in dem Kindergarten, in den sie seit einigen Wochen untergebracht war. Dort
hatten sie genug Stifte zum Malen. Deshalb freute sich Christina immer, wenn
sie in den Kindergarten ging. Denn dort konnte sie nach Herzenslust in ihrem
neuen Malbuch kritzeln. Ihre Kindergärtnerin guckte sich das einige Wochen an
und sah mit Begeisterung wie emsig Christina beim Malen war. „ Du kannst aber
gut malen, sagte die Kindergärtnerin zu Christina: „Warum malst du denn nur im
Kindergarten? Du kannst doch auch zu Hause malen.“ „ Nein eben nicht, “ sagte Christina. Meine Mutter hat nicht so
viel Geld, dass sie mir auch noch Stifte kaufen kann.“ Als die Kindergärtnerin,
dass hörte wurde sie ganz traurig.
Sie kannte kein anderes Kind, das für ihr Malbuch keine
Stifte hatte. Dann hörte die Kindergärtnerin, dass Christina in zwei Tagen
Geburtstag hatte. Sie fragte die anderen Kinder im Kindergarten, ob sie
Christina, die immer nett und höflich war, nicht eine Freude machen wollten zum
Geburtstag. Alle anderen Kinder hatten genug Stifte. Und so erzählte die
Kindergärtnerin den anderen Kindern von Christinas Übel. Und sie fragte die
Kinder, ob sie Christina nicht jeder einen Buntstift von sich abgeben und ihn
Christina zum Geburtstag schenken wollten.
Als Christina auf ihrem Geburtstag in den Kindergarten kam
standen die anderen Kinder schon bereit und sie alle sangen ihr ein Ständchen.
Dann ging jedes Kind einzeln zu Christina und gratulierten ihr und gaben ihr
jeder einen Buntstift. Jeder Buntstift den Christina bekam hatte eine andere
Farbe. Und zum Schluss gab ihr die Kindergärtnerin ein neues Malbuch. Die
Kindergärtnerin hat schon lange nicht mehr so eine glücklich aussehende
Christina gesehen. Und die anderen Kinder freuten sich alle mit. Das war bis zu
dem Zeitpunkt der glücklichste Moment in Christinas Leben. Und am nächsten Tag
kam die Mutter in den Kindergarten und
bedankte sich bei den Kindern und der Kindergärtnerin. So einfach kann es sein
Menschen glücklich zu machen.
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