Sonntag, 22. März 2020

Das Malbuch









  Das Malbuch

Christina hat ein neues Malbuch bekommen. Nur Stifte bekam sie nicht dazu. Ihre Mutter hatte nicht genug Geld um auch noch die Stifte zu bezahlen. Malen, dass  konnte Christina nur in dem Kindergarten, in den sie seit einigen Wochen untergebracht war. Dort hatten sie genug Stifte zum Malen. Deshalb freute sich Christina immer, wenn sie in den Kindergarten ging. Denn dort konnte sie nach Herzenslust in ihrem neuen Malbuch kritzeln. Ihre Kindergärtnerin guckte sich das einige Wochen an und sah mit Begeisterung wie emsig Christina beim Malen war. „ Du kannst aber gut malen, sagte die Kindergärtnerin zu Christina: „Warum malst du denn nur im Kindergarten? Du kannst doch auch zu Hause malen.“ „ Nein eben nicht, “  sagte Christina. Meine Mutter hat nicht so viel Geld, dass sie mir auch noch Stifte kaufen kann.“ Als die Kindergärtnerin, dass hörte wurde sie ganz traurig.
Sie kannte kein anderes Kind, das für ihr Malbuch keine Stifte hatte. Dann hörte die Kindergärtnerin, dass Christina in zwei Tagen Geburtstag hatte. Sie fragte die anderen Kinder im Kindergarten, ob sie Christina, die immer nett und höflich war, nicht eine Freude machen wollten zum Geburtstag. Alle anderen Kinder hatten genug Stifte. Und so erzählte die Kindergärtnerin den anderen Kindern von Christinas Übel. Und sie fragte die Kinder, ob sie Christina nicht jeder einen Buntstift von sich abgeben und ihn Christina zum Geburtstag schenken wollten.
Als Christina auf ihrem Geburtstag in den Kindergarten kam standen die anderen Kinder schon bereit und sie alle sangen ihr ein Ständchen. Dann ging jedes Kind einzeln zu Christina und gratulierten ihr und gaben ihr jeder einen Buntstift. Jeder Buntstift den Christina bekam hatte eine andere Farbe. Und zum Schluss gab ihr die Kindergärtnerin ein neues Malbuch. Die Kindergärtnerin hat schon lange nicht mehr so eine glücklich aussehende Christina gesehen. Und die anderen Kinder freuten sich alle mit. Das war bis zu dem Zeitpunkt der glücklichste Moment in Christinas Leben. Und am nächsten Tag kam die Mutter in den  Kindergarten und bedankte sich bei den Kindern und der Kindergärtnerin. So einfach kann es sein Menschen glücklich zu machen.             

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