Sonntag, 22. März 2020

Ein Traum wird wahr








   Ein Traum wird wahr!

Margarethe Klein feiert in ein paar Tagen 60. Geburtstag. Die Kinder wussten nicht was sie ihr schenken sollten. Es war immer schwer ein schönes Geschenk zu finden für ihre Mutter. Aber zum 60. sollte es was ganz besonderes sein. Die Kinder wussten, dass ihre Mutter einen großen Wunsch hatte. Noch nie hatte sie auf einem Mottorad gesessen. Selber fahren dass wollte und konnte sie nicht, aber einmal mit jemandem mitfahren. Hinten drauf sitzen sozusagen. Das war ein großer Traum von Margarethe. Die Kinder fragten im Dorf herum ob jemand vielleicht ihrer Mutter den Traum erfüllen konnte. Die Mutter wusste von nichts.
Am Morgen ihres Geburtstages wurde sie von ihren zwei Kindern mit einem Geburtstagsständchen geweckt. Als sie richtig wach war und das Ständchen zu Ende gesungen war, stand sie auf und nahm ihre zwei Kinder in den Arm und bedankte sich für das Ständchen. Etwas später kamen die ersten Gäste. Sie hatte sich schon etwas gewundert warum sie kein Geschenk von ihren Kindern bekommen hatte. Sie hatten ihr doch immer etwas geschenkt zum Geburtstag, aber ausgerechnet zu ihrem 60. Geburtstag hatten sie vergessen ihr etwas zu kaufen? Sie war etwas traurig darüber. Wenigstens eine Kleinigkeit hätte es ja sein können. Blumen oder Pralinen. Aber gar nichts.
Beim Kaffee trinken mit der Verwandtschaft hörte sie dann ein lautes Geräusch. Es war ein Motorrad, das auf den Hof, neben dem Haus, fuhr. Sie konnte es vom Fenster aus sehen. Es war ein großes und schönes Mottorad. Es glänzte in der Sonne.
Nun kamen die Kinder ins Spiel. „ Mama, hast  Du Lust mitzufahren. Das ist unser Geschenk für Dich. Eine schöne Fahrt mit einem Mottorad, davon hast Du doch immer geträumt:“
Die Mutter war sprachlos und nahm ihre beiden Kinder in den Arm und drückte sie. Und sie weinte vor Rührung. „ So ein tolles Geschenk habe ich noch nie gekriegt. Vielen Dank ihr beiden. Ich liebe Euch.“
Sie ging nach draußen und setzte sich, nachdem sie den Helm aufgesetzt hatte, sofort auf das Mottorad. Den Fahrer kannte sie. Es war ein Mann aus dem Dorf. „ Können  wir losfahren, Frau Klein?“ „ Ja, bitte gerne.“ Sie freute sich die ganze Fahrt lang und sie war Selig. Nachdem sie wieder zu Hause ankamen bedankte sie sich bei dem Fahrer, der nur sagte: „ War mir ein Vergnügen, Frau Klein.“ Sie war so richtig glücklich und nahm ihre beiden Kinder noch einmal in den Arm. „ Ihr habt mir so eine große Freude gemacht, ein Traum wurde wahr.“ „ Das haben wir gerne gemacht, “ sagten die beiden Kinder und alle Drei gingen gemeinsam, glücklich ins Haus.   

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