Adventsbasar
Der kleine Michael war zum ersten Mal mit seinen Eltern auf
einem Adventsbasar. Er staunte nicht schlecht, als er in die Gaststätte kam, wo
der Adventsbasar für das ganze Dorf stattfand, wie viele schöne Sachen man dort
erwerben konnte. Es lagen Holzsterne, Adventskränze, kleine Holzengel,
Adventsgestecke und viele andere nützliche Sachen die man so in dieser Zeit gut
gebrauchen konnte. Außerdem freute sich Michael auf die Torten, die in großer
Stückzahl auf den Tischen standen. Seine Lieblingstorte ist die
Schwarzwälderkirschtorte. Und er aß drei Stücke von dieser Torte und trank
einen heißen Kakao dazu. Alle Leute waren gut gelaunt. Auch Michael war guter
Dinge und als er so durch den großen Raum in der Gaststätte schaute sah er in
einer Ecke des Zimmers mehrere Kinder stehen, die an einem Glücksrad standen.
Dieses Glücksrad wurde kräftig gedreht. Und der ein oder andere bekam einen
Trostpreis. Michael interessierte sich für dieses Drehrad, so dass er seinen
Eltern bescheid gab: „ Mama und Papa ich schaue mich mal ein bisschen um hier.“
Er ging langsam aber zielsicher auf das Glücksrad zu. Er staunte nicht
schlecht, was man alles gewinnen konnte bei diesem Spielrad. Er schaute ein paar
Mal zu, wenn die Kinder an dem Rad drehten und er sagte sich, so schwer kann
das ja eigentlich gar nicht sein. 50 Cent kostete es wenn man einmal am
Glücksrad drehen wollte. Die 50 Cent waren eine Spende für Kinder denen es
nicht so gut ging. Das ist eine gute Sache, dachte sich Michael. Ich helfe
anderen Kindern und habe außerdem die Chance etwas zu gewinnen. Ich probiere es
einmal. Als er an der Reihe war und das Glücksrad das erste Mal drehte hatte er
Pech. Er war ganz knapp an einem Preis vorbei gedreht mit dem Drehrad. Er hatte
zu viel Schwung in den Versuch gelegt. Aber er versuchte es gleich noch einmal.
Er zahlte seine 50 Cent und legte einen gekonnten Schwung hin. Das Rad drehte
sich und blieb auf dem Hauptgewinnfeld stehen. Die Frau, die das Glücksrad
beaufsichtigte, sagte zu Michael: „ Du darfst dir etwas aussuchen von den
Sachen die hier auf dem Tisch liegen.“ Und es lagen sehr schöne Sachen auf dem
Tisch. Nachdem er etwas geguckt hatte, sagte er zu der Frau: „ Kann ich mir die
drei Küchenmesser, die in einer Packung zusammen gehörten, wohl nehmen?“ „ Du
hast freie Auswahl.“ Na, dann nahm sich Michael die Messer. Die konnte seine
Mutter gut in der Küche gebrauchen. Aber er drehte noch ein paar Mal das
Glücksrad. Und er hatte so viel Glück an diesem Glücksrad, dass er noch drei
Mal den Hauptgewinn erreichte.
2
Als er zu seinen
Eltern an den Tisch zurück ging zeigte Michael ihnen seine Errungenschaften. Da
hatte er die drei Messer, ein Adventsgesteck, eine Softballspiel und eine Thermoskanne
gewonnen. Die Messer schenkte er sofort seiner Mutter, die Thermoskanne seinem
Vater, das Softballspiel seinen beiden Brüdern und das Adventsgesteck stellte
er zu Hause auf den Stubentisch. So brauchte er keine Weihnachtsgeschenke mehr
kaufen und durch das Glücksrad drehen hatte er noch anderen Kindern in der Welt
geholfen. Und am Abend sagte er zu seinen Eltern: „ Das ist eine feine Sache,
so ein Adventsbasar. Mir hat es richtig Spaß gemacht. Zufrieden schlief er ein
und seine Eltern waren mächtig stolz auf ihren kleinen Michael.
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