Montag, 2. Juni 2014
Spielgeld
Hans-Walter Kaufmann ist ein sehr genauer Bankangestellter. Er arbeitet schon länger in der Bank. Er ist sehr glücklich in seinem Beruf. Er wüsste nicht, wann ihm einmal ein Fehler unterlaufen ist. Jeder Geldschein, der eingezahlt wurde, ist doppelt von ihm geprüft worden, bevor er in die Kasse gelegt wurde. Hans-Walter Kaufmann war von seinen Kollegen sehr geschätzt, aber da er immer so genau war, wollten sie ihn etwas foppen oder ärgern. Die Kollegen dachten sich etwas fieses aus. Er sollte auf seinem Arbeitsplatz reingelegt werden. Als Hans-Walter Kaufmann am morgen die Arbeit antrat, machte er alles so wie jeden Tag. Nur eines war anders. Er hatte so früh am Morgen noch nie Kundschaft gehabt. Gleich zwei Minuten nach Dienstantritt ging er auf den Mann älteren Alters zu und begrüßte ihn. " Guten Morgen, was kann ich für sie tun?" " Ich möchte eine größere Summe auf mein Konto einzahlen." " Oh, das ist ja mal was anderes. Die meisten wollen Geld abheben. Das jemand etwas einzahlt, dass kommt nicht so oft vor. Wieviel wollen sie denn einzahlen?" " Zehntausend Euro." " OH, das ist aber ein Batzen Geld. Aber gut, wenn sie das Geld einzahlen wollen, dann können sie das natürlich machen." Der Bankangestellte sagt:" Dann geben sie mir das Geld einmal." Der Mann griff in seine Aktentasche und holte Zehntausend Euro, aber in Monopolygeld, aus seiner Tasche heraus. Der Bankangestellte staunte nicht schlecht und dachte, das kann doch nur ein Spaß sein. Der Mann muss verwirrt sein. Aber der Mann sagte:" So, bitte schön. Wenn sie nachzählen wollen, bitte." Der Bankangestellte sagte nun ernst zu dem Mann:" Guter Mann das ist kein richtiges Geld. Das ist Spielgeld." " Ich bitte sie, das habe ich ehrlich gewonnen beim Monopoly spielen." Aber Entschuldigung. Sie kennen aber schon den Unterschied zwischen Spielgeld und echter Eurobanknoten." " Natürlich kenne ich den Unterschied, aber man kann doch Spielgeld bei einer Bank in richtiges Geld eintauschen." " Guter Mann, das Spielgeld was sie meinen, das gibt es im Casino und die heißen Jeton." " Das weiß ich auch. Aber ich habe auch mein Geld erspielt. Und zwar beim Monopoly spielen und nun wollte ich mir mein Gewinn auszahlen lassen. Wo soll ich mir denn sonst meinen Gewinn auszahlen lassen, wenn nicht auf einer Bank."
" Sie kriegen für dieses Geld kein "Echtes". Monopoly ist ein Spiel. Das Geld, was sie dafür benötigen ist Spielgeld. Dieses Geld ist wertlos.Sie können damit auch nichts kaufen. Haben sie das jetzt begriffen.?" " Aber warum werden sie denn so unfreundlich, Herr Bankangestellter? ich möchte lediglich das haben, was mir zusteht." " Ihnen steht aber nichts zu. Zum letzten mal, das ist Spielgeld." " Wenn sie mir jetzt das Geld nicht auszahlen, dann werde ich mich bei ihrem Vorgesetzten beschweren. Ich warte hier so lange, bis sie was unternehmen.
Der Bankangestellte wollte den Kunden wegen Belästigung schon rausschmeißen lassen, aber er dachte, dass der mann nicht ganz bei Trost sei und er wollte doch lieber seinen Chef dazu holen. Er sagte zu dem Kunden:" Einen Moment, dann hole ich jetzt eben den Chef dieser Bank." Er erklärte seinem Chef die Lage und ging dann wieder zum Schalter. " Als Hans-Walter Kaufmann seinem Chef den Kunden vorstellte sah er auf einmal, das an dem Schalter echtes Geld lag. Der Chef zählte das nach, und es waren genau Zehntausend Euro. Er entschuldigte sich bei dem Mann und wandte sich seinem Mitarbeiter zu. " Was haben sie sich denn da geleistet, Herr Kaufmann? Das wird noch ein Nachspiel haben." Hans Walter war völlig verdutzt und stand zehn Minuten regungslos da. Auf einmal kam der Mann mit dem Monopoly Geld wieder in die Bank und Kaufmann ahnte schlimmes. Aber was war das? Sein Chef und alle seine Kollegen folgten dem Mann und sagten zusammen: " Reingelegt. Das war alles nur ein Scherz."
Hans-Walter Kaufmann guckte erst böse und fing dann lauthals an zu lachen, bis alle in lautes Gelächter ausbrachen. Für heute schlossen sie die Bank und machten sich einen schönen Tag.
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