Mittwoch, 4. Juni 2014

Der Stadtparkwächter



Er hat schon immer Jobs gehabt, die außergewöhnlich waren.Erst waren es Nachtwächterposten bei verschiedensten Firmen, danach war Personal Trainer im Fitnessstudio. Dazwischen war er Tätowierer. Und zum Schluss war er Parkplatzwächter.Ronald Dietrich war ein Mann, der sehr mutig und aufgeschlossen war. Seit einer Woche nun ist er Stadtparkwächter im Englischen Garten in München. Seine Aufgabe ist es für Recht und Ordnung zu sorgen. Er ist so zusagen wie ein " Sheriff in Nottingham Forrest." Aber weil der Park durch eine Kraft nicht zu überwachen geht, arbeitet er mit drei anderen Kollegen zusammen. Die neuen Kollegen erzählten ihm, dass ein Hundebesitzer gegen Unbekannt Anzeige erstattet hat, weil sein Hund vergiftetes Fleisch in dem Park gefressen hatte. Als er bemerkte was passiert war, gab es schon keine Hoffnung mehr. Der Hund starb noch im Park und zwar in seinen Armen. Seitdem sind die Parkwächter angehalten auf verdächtige Personen zu achten. Ronald Dietrich besaß selbst ein Schäferhund, den er immer auf seine Arbeitsstelle mit brachte.Wenn er sich vorstellte, dass sein Hund vergiftet werden würde, dann ginge ihm die Galle hoch. Jeden Tag gehen hunderte Menschen mit ihren Hunden durch diesen Park. Es wird nicht leicht werden den Täter ausfindig zu machen. Ronald Dietrich sprach sich mit seinen Kollegen jeden Tag aufs Neue ab, wie der Arbeitstag auszusehen hatte. Und ihr Vorgesetzter sagte, dass sie die Augen offen halten sollten nach dem Hundemörder. Weil ihm der Bürgermeister im Nacken saß. Manche Hundebesitzer  sagten dem Stadtvorsitzenden, dass ihre Hunde ihre einzigen Freunde sind und das auch bleiben sollten. Sie würden demnächst woanders ihre Hunde ausführen zum Gassi gehen. Dass ist doch lebensgefährlich für unsere Vierbeiner, mit ihnen durch den Park zu gehen.  Finden sie sobald als möglich diesen Hundemörder oder Hasser, wie auch immer man diesen Menschen nennen mag.
Aber wieviele Menschen jeden Tag den Park besuchten, konnte man nur schätzen. Jetzt wollte der Bürgermeister nicht gleich die Leute durchsuchen lassen an den Eingängen des Parks. Er wollte auf keinen Fall, dass sich eine Massenpanik ausbreitete. Es kamen immer noch genug Leute, die ihre Hunde im Park ausführten. Aber es gingen ja auch noch viele Familien und Kinder in den " Englischen Garten" in München. Deshalb setzte der Bürgermeister einen entsprechenden Artikel in die Zeitung, wo er auf die Gefahr im Park für Hunde und Menschen hinwies. Ausserdem waren an den Eingängen des Parks Warnschilder aufgestellt worden. Damit hatte der Bürgermeister seine Pflicht und Schuldigkeit erst einmal getan.
Die Parkwächter wurden verdoppelt, so dass nun acht Hüter des Parks an der Zahl aufpassten, dass nicht noch ein Köder ausgelegt wurde und sie beobachteten die Leute nun etwas genauer als gewöhnlich. Ronald Dietrich hatte zwar schon etwas Erfahrung im Überwachen von Parkplätzen oder Gebäuden, aber dies war etwas ganz neues für ihn. Ein Park, besonders so ein grosser wie der in München wahr schwer zu kontrollieren. Man konnte halt nicht auf allen Stellen gleichzeitig sein. Die Parkwächter waren mit Fernglas, Funkgerät und einer kleinen Pistole für den Notfall ausgerüstet. Die meiste Zeit brauchten die Parkwächter nur genau aufpassen, dass alles in Ordnung war. Eingreifen mussten die Parkwächter selten.
Aber es gab auch schon mal ein paar Leute, die sich daneben benahmen. Meistens waren es besoffene Männer, die andere Parkgänger anpöbelten, oder belästigten. Manchmal mussten die Wächter dazwischen gehen, wenn es eine Prügelei gab. Viele grillten im Sommer im Park, und hinterließen ihre Plätze unsauber. Sie wollten Flaschen und anderen Müll einfach da liegen lassen, wo sie sich den ganzen Tag aufgehalten hatten. Dann konnte es schon mal sein, dass die Wächter die Leute ansprechen mussten, dass sie die Sachen mitnehmen und den Müll nicht einfach liegen lassen konnten. Manchmal mussten sie auch schon mal eingreifen und ein Bußgeld verhängen. Aber es gab auch viele nette Leute, die im Park sich tagsüber aufhielten. Manche sprachen auch schon mal ein paar Worte mit den Parkwächtern.
Bei den Hundebesitzern gab es nur noch ein Thema und zwar ob sie den Hundemörder bald schnappen würden. Alle sprachen davon im Park. Aber bis jetzt war niemandem etwas aufgefallen in der Richtung. Der Bürgermeister hatte nämlich auch die Bevölkerung aufgerufen mit auf zu passen im Park. Und verdächtiges gleich zu melden. Aber seit dem tragischen Tod eines Hundes im Park, hatte sich nichts weiter ereignet. Das hieß aber nicht, dass die Gefahr schon vorbei sein sollte.
Eines Tages fiel einem Hundebesitzer ein Stück Fleisch auf, dass im Gebüsch im Park lag. Er ging näher zu dem Busch und kriegte einen grossen Schrecken. Hinter diesem Busch lag ein Schäferhund auf dem Rasen und atmete schwer, wie dem Mann gleich auffiel. Sofort machte er sich auf die Suche nach einem Parkwächter. Er fragte sich bei anderen Parkbesuchern durch, ob sie einen Wächter gesehen hatten. Und schließlich traf er auf Ronald Dietrich. Der Parkbesucher berichtete Ronald was er gesehen hat. Ronald rief sofort mit seinem Funkgerät seinen Boss an. " Chef es ist wieder ein toter Hund gefunden worden. Ich melde mich gleich noch mal von dem Fundort Rufen sie schon mal einen Tierarzt an." " Alles klar, Ronald," sagte Heinz Rettig. Sofort rief Rettig einen Tiearzt an Als der Tierarzt an dem Fundort ankam konnte er nichts mehr machen. Der Hund war bereits tot. Vergiftet worden. " Schade um das schöne Tier," sagte Rettig. " Und haben sie jemanden gesehen in der Nähe? fragte Rettig den Spaziergänger . " Nein, es war weit und breit niemand zu sehen."
" Ich brauche ihre Personalien," sagte Rettig. " Nur Routinemäßig. Sie werden auch noch eine Aussage bei der Polizei machen müssen. Aber wie gesagt. Reine Routine.
Als der Arzt wieder ging, kam auch schon ein Wagen, und fuhr den Schäferhund aus dem Park heraus. Dieses mal, war es ein streunender Hund ohne Hundemarke gewesen, der im Park tot aufgefunden wurde. Über den Tod des Hundes im Englischen Garten in München stand in jeder größeren deutschen Zeitung ein Bericht. Hundebesitzern und Eltern mit Kindern wird geraten im Park mit aufzupassen, das nichts weiter passiert, und den Hundebesitzern wird empfohlen ihre Hunde an der Leine zu halten.
Es ist Sommer in München. Der englische Garten ist um 15 Uhr gut besucht. Alle leute geniessen die Sonne und liegen auf den Wiesen im Park. Auch viele Leute sind zu dem Zeitpunkt mit ihren Hunden unterwegs. Ronald Dietrich ging mit seinem Schäferhund auf seinen Rundgang wie jede angefangene Stunde im Münchener Park. Seine Kollegen machten das gleiche. Am Sonntagnachmittag im Sommer um diese Uhrzeit, war es unmöglich für die Parkwächter alles im Auge zu behalten. Die Parkwächter hatten im Sommer viel mit den Menschen zu tun, die auf Rasenflächen mit offener Kohle grillen. Dieses ist aber untersagt in den vielen öffentlichen Parks in Deutschland. Aber viele brauchen eine extra Einladung um den Anweisungen der Parkwächter folge zu leisten. Deswegen gab es auch viele Auseinandersetzungen mit den Parkwächtern. Für Ronald Dietrich war dies Neuland, aber seine Kollegen waren an den Auseinandersetzungen mit den Parkbesuchern schon gewohnt. Also an den Wochenenden hatten die Wächter im Park immer etwas Stress.
In der Woche war es ruhiger, und sie konnten ganz in Ruhe ihre Kontrollgänge machen. Alle Parkwächter hatten einen Schäferhund als Begleiter, der abgerichtet war, für alle Fälle. Die Parkaufseher fühlten sich mit ihren Hunden etwas sicherer bei der Arbeit.
Wenn irgendein Problem auftauchte funkten sie sich an und holten so Unterstützung bei ihren Kollegen. Sie mussten jeden Tag ihre Augen offen halten und manchmal fühlten sie sich wie Polizisten, die den Park und alle
ihre Besucher beschützen mussten. So uingefähr stimmt das auch, nur das die Parkwächter keine richtigen Polizisten sind. Wenn irgendetwas nicht in Ordnung war dürfen sie nur im Notfall eingreifen, ansonsten mussten sie die Polizei einschalten. Nur wenn Gefahr in Verzug war dann durften sie entscheiden und dann auch handeln. Oder wenn ihr eigenes Leben in Gefahr war, dann durften sie auch in Aktion treten ohne vorherige Absprache mit der Polizei.
Aber Ronald Dietrich ist kein Angsthase, er hat schon mehrere Männer überwältigt und entwaffnet auf seinen früheren Arbeitsstellen. Ronald Dietrich traute sich was zu, er war aber auch ein kräftiger Kerl, deswegen hatte ihn Heinz Rettig unter anderem eingestellt. Aber einen Menschen zu finden der Hunde vergiftet, dass ist auch für Ronald Dietrich etwas Neues. Man weiß nicht was der Mensch für einen Grund haben könnte einen Hund zu vergiften und wann er das nächste Mal zuschlägt.
Heinz Rettig setzte sich mit seinen Stadtparkwächtern zusammen um eine Krisensitzung zu machen. Ronald Dietrich war der erste Ansprechpartner von Heinz Rettig, weil er scheinbar am kräftigsten und sehr aufgeweckt war. " Ronald, ich möchte dass du die Hauptarbeit leistest bei unserem Fall mit den vergifteten Hunden. Ich habe viel Vertrauen in deine Person und ich finde dass du ein fähiger Mann bist," sagte Heinz Rettig. " Wie stellen sie sich die Arbeit vor, Chef?" " Du sollst die anderen Parkwächter anweisen, ihnen sagen, was sie machen sollen." " Etwas konkreter müssten sie schon werden, Herr Rettig." " Du bekommst drei Parkwächter die du einsetzt wo du sie am meisten brauchst. Ihr seid dann mit dir insgesamt vier Parkwächter, die sich nur um diesen Fall kümmern, von allen anderen Aufgaben die ihr sonst habt seid ihr befreit. Damit ihr euch nur auf diesen einen Fall konzentrieren könnt. Nennen wir eure Gruppe Sonderkommission Hund( SOKO HUND)." " O.K., Chef. Danke für ihr Vertrauen, dass sie mir zusprechen. Ich hoffe wir haben auch bald Erfolg."
Am nächsten Tag, war der erste Tag an dem die SOKO HUND in Kraft trat. Ronald Dietrich sprach mit den anderen drei Kollegen über seine Vorgehensweise in diesem besonderen Fall. Vier Parkwächter verteilten sich in dem Park so, dass jeder eine bestimmte Fläche ins Auge fassen konnte. Als einer der Vier Parkwächter durch sein Fernglas schaute, sah er einen Mann in weiter Entfernung weglaufen. Sofort schickte er seinen Schäferhund auf die Reise. Die Möglichkeit dass der Hund den Mann noch erreichen konnte bestand. Und tatsächlich bevor der Mann über den Zaun springen wollte schnappte der Hund nach seinem Mantel und riss ein Stück des Mantels mit seinen Zähnen da raus. Dadurch konnte der Mann doch noch über den Zaun, und er verschwand im Gebüsch. Ronald Dietrich nahm seinen Hund wieder an die Leine. Der Mann war sowieso nicht mehr aufzuholen. Aber er sah sofort dass Mantelstück, was sein Hund in der Schnauze hatte. Es kam ihm irgendwie bekannt vor aber er wusste nicht, wo er so eine Farbe schon einmal gesehen hatte. Als er in Ruhe zurück ging sah er am Parkwegesrand etwas liegen. Er ging näher hin und dachte, dass darf doch nicht wahr sein. Dass, was er dort gefunden hatte, war ein Stück rohes Fleisch. Und wie sich nacher herausstellte war es vergiftet. Als er das hörte überlegte er angestrengt wo er so einen Mantel schon einmal gesehen hat. Plötzlich fiel es ihm ein, und er fuhr in die Stadt um etwas zu kontrollieren. Als er klingelte machte ein Mann auf. Als er Ronald Dietrich sah wollte er die Haustür schnell wieder zu machen, Aber Ronald war schneller und stieß die Tür auf. Heinz Rettig, den hatte Ronald nämlich aufgesucht, fiel auf den Boden und Ronald ließ Handschellen, die er extra bei sich hatte, zuschnappen. Den Mantel, wo das Stück heraus gebissen war, hatte Rettig noch an. Ronald Dietrich rief die Polizei an und die Beweise waren eindeutig, so dass die Polizei ihm in Gewahrsam nahm.
Heinz Rettig gab an dass er Hunde hasste, weil ein Hund seinen Sohn vor ein paar Jahren in den Arm gebissen hatte und sein Sohn nur noch mit einem Arm leben muss.
Ronald Dietrich wurde Chef der Stadtparkwächter. Heinz Rettig wurde verdonnert zu einer Gefängnisstrafe   und zwei mal in der Woche muss er im Tierheim die Hundkäfige sauber machen und er musste sich verpflichten an einer Therapie teilzunehmen, wo er seinen Hass gegen Hunde verlieren sollte.
Als er nach ein paar Jahren wieder aus dem Gefängnis frei kam, stellte ihn Ronald Dietrich wieder als Parkwächter ein. Und es gab nie wieder ein Zwischenfall im "Englischen Garten" in München mit Heinz Retti. Ganz im gegenteil, Heinz mochte Hunde wieder sehr gerne.

















































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