Dienstag, 3. Juni 2014
Das schmutzige Brautkleid
Iris war zurzeit überglücklich, denn in ein paar Tagen, wollte sie ihren Verlobten Mario heiraten. Sie war sichtlich nervös, denn es musste noch so viel vorbereitet werden für die Hochzeitsfeier. Allerdings das Hochzeitskleid war schon fertig. Darüber war sie sehr froh. Am Abend vor der Hochzeit wollte sie ihr Kleid noch einmal anprobieren. Ihre drei Cousinen und ihre Schwester Claudia waren auch dabei. Sie alle durften das Kleid schon vor der Hochzeit begutachten. Aber sonst niemand, besonders nicht der Zukünftige. Holger, der morgen das Ja- Wort aussprechen durfte, hatte keine Ahnung wie das Kleid aussah. Das war auch gut so, denn das brachte ja Unglück laut einer Redewendung, wenn der Bräutigam das Kleid vor der Hochzeit zu Gesicht bekommt. An dem Abend als Iris das Brautkleid ihren Cousinen und ihrer Schwester zeigte war feucht- fröhlich.
Die Cousinen tranken alle Sekt und ihre Schwester Claudia hatte Durst auf Rotwein. Als Iris ihr Kleid anprobierte staunten die anderen Frauen nicht schlecht. Denn es war ein wunderschönes weisses Kleid. Gerade wollte Claudia genauer hinsehen und ging dafür näher an das Kleid heran, als sie plötzlich über den Fuss ihrer Cousine stolperte. Im hohen Bogen fiel sie nach vorne, das Rotweinglas in der Hand, welches sich in die Luft schwang und der gesamte Inhalt sich über das Kleid ergoss. Claudia konnte sich, als sie Richtung Boden fiel, gerade noch abstützen. Ihr passierte Gott sei dank nichts. Sie stand sofort wieder auf und sah schon was sie angerichtet hatte. In dem schönen weissen Kleid war ein riesiger Rotweinfleck. Als Iris an sich herunter guckte, kriegte sie erst einen riesigen Schrecken, und dann sagte sie:" Wie soll der große Fleck denn wieder heraus gehen? Morgen Mittag ist doch schon die Hochzeit. So schnell kriege ich den Fleck doch niemals heraus gewaschen. Was mache ich denn jetzt bloß? Ich kann doch nicht in einem Hosenanzug zu meiner eigenen Hochzeit gehen." " Tut mir leid, Iris. Ich könnte mich Ohrfeigen, dass ich nicht besser aufgepasst habe." Alle standen wie erstarrt da und waren sprachlos. Bis Claudia sagte:" Du kannst doch mein Brautkleid anziehen. Es ist noch fast wie neu wie du weisst." Claudia hatte vor zwei Jahren geheiratet. Iris und Claudia hatten ungefähr die gleiche Figur. " Aber ich habe doch ein schönes Brautkleid, und ich wollte doch ganz gerne mein eigenens Brautkleid anziehen." " Weißt du was wir machen Iris. Wir stecken dein Brautkleid in die Waschmaschine und sollte es bis morgen Mittag noch nicht sauber sein, dann nimmst du meins. Wollen wir das so machen, Iris." " Was bleibt mir denn anderes übrig. O.K."
Schnell hatten sie das Brautkleid in die Waschmaschine getan. Und bei 40 Grad mit extra Fleckentferner angestellt. Über Nacht muss das Kleid sauber werden und vor allem trocken. Denn in den Trockner zu stecken, das ging wohl nicht. Es musste auf eine Wäscheleine im Keller aufgehängt werden.
Als sie am frühen Morgen das Kleid aus der Waschmaschine holten war es wieder sauber, aber einen leichten Rotweinschatten hatte es immer noch. Aber wer nicht wusste, dass der Rotwein im Kleid gewesen war, konnte es schwer erkennen.
Als Iris und Claudia es im Keller auf die Leine hängten, machten sie noch extra die Heizung an, damit das Kleid schneller trocknen konnte. Und dann musste es noch gebügelt werden. Aber ein bis zwei Stunden musste das Kleid mindestens trocknen. In der Zwischenzeit hatte Claudia ihr Brautkleid von zu Hause aus dem Schrank geholt.
Iris probierte das Kleid an, und Gott sei Dank es passte. Aber natürlich wollte Iris gern ihr eigenes neues Kleid anziehen. Aber das musste erst einmal noch trocknen. Mitlerweile war schon einige Zeit vergangen und es waren nur noch zwei Stunden bis zur Hochzeit von Iris und Holger.
Das Kleid war trocken und Claudia nahm es von der Leine im Keller herunter. Sofort ging sie mit dem Kleid in die Küche und legte es auf das Bügelbrett. Sofort begab sich Claudia an das Bügeln des Kleides. Aber als Iris ihr Brautkleid anzog, sah man den Rotweinfleck immer noch. Auf einmal hatte Claudia eine Idee.
Vor der Kirche wartete schon Holger auf sie. Als Iris aus dem Auto stieg und zu Holger ging war der fasziniert von dem schönen Kleid, dass er zu Iris sagte:" Schatz, du siehst wirklich bezaubernd aus. Und so schön kurz das Kleid." Was Holger nämlich nicht wusste, dass Claudia das Kleid so gekürzt hat mit einer Schere, dass man den Rotweinfleck nicht mehr sehen konnte. Und das gute war, das niemand außer den drei Cousinen und der Schwester von dem Rotweinfleck wussten"
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen