Mittwoch, 11. Juni 2014

Gute Freunde sind selten





Karin hatte, als ihre Mutter vor einem Jahr starb, eine große menge Geld geerbt, und darauf hatte es Rüdiger abgesehen.

Sie hatte eine Vorliebe für Süßigkeiten. Es störte sie auch nicht, daß sie deswegen etwas fülliger war, um nicht zu sagen richtig dick. Karin fand sich aber so wie sie war rundum glücklich. Ganz im Gegenteil fand ihr Mann Rüdiger sie häßlich und unattraktiv. Das war jedoch nicht immer so. Als die beiden heirateten war Karin noch schlank. Sie waren beide glücklich und Rüdiger fand seine junge Frau hübsch. Auch so verstanden sich die beiden sehr gut. Sie waren eben ein frisch verliebtes Ehepaar.
Heute sind die beiden 20 Jahre verheiratet. Je mehr Karin aß und je dicker sie wurde, desto mehr änderte sie sich auch in anderen Dingen. Früher wusste Rüdiger, daß er eine liebevolle und tüchtige Frau hatte. Wenn er früher nach Hause kam begrüßte Karin ihn schon mit Küßchen an der Haustür. Das Essen war fertig, und sonst war im Haushalt alles picobello.
Aber seit ein paar Jahren war von dem, alles nichts mehr vorhanden. Wenn er heute nach Hause kommt muß er sich das Essen meistens selber kochen. Seine Frau kommt nicht mehr an die Tür und begrüßt ihn, und die Räume sahen aus wie ein einziger Schweinestall. Karin saß den lieben langen Tag im Sessel guckte Fernsehen und stopfte sich mit allen möglichen Leckereien voll. Sie war stinkend faul. So konnte es nicht weitergehen. Und Rüdiger hatte auch schon eine ganz natürliche Handlung vollzogen, er hatte eine Geliebte.
Karin hatte, als ihre Mutter vor einem Jahr starb, eine grosse menge Geld geerbt, und darauf hatte es Rüdiger abgesehen. Er und seine Geliebte Simone waren sich einig und wollten das Erbe von Karin, und zusammen glücklich werden.
Bis Karin eines natürlichen Todes von dieser Welt ging, wollten sie aber nicht warten. Ihr Entschluss stand fest, sie wollten Karin umbringen. " Wie wollen wir das anstellen?" fragte Simone etwas verzweifelt. Sie ist doch den ganzen Tag zu Hause, geht nie raus. Wenn, dann müssen wir sie bei euch zu Hause umbringen." " Ich weiß auch schon wie, sagte Rüdiger. Wir vergiften sie. Als Krankenschwester wird es dir bestimmt nicht schwer fallen an solche bestimmten Mittel dran zu kommen. Wir spritzen ihr etwas in ihre heißgeliebten Pralinen. Das dürfte kein Problem sein, weil ich ja sowieso immer einkaufen gehe." Genau so wollten sie es machen. Seit einem jahr hatten Simone und Rüdiger einen gemeinsamen Freund. Sein Name war Willi. Er kannte die ganze Geschichte von Rüdiger und Karin. Rüdiger erzählte ihm, wann und wie sie Karin beseitigen wollten.
Simone hatte Zyankali besorgt, und Rüdiger spritze es in die Pralinen, die er für Karin gekauft hatte. Als Rüdiger nach Hause kam, gab er Karin die Pralinen sofort, in der Hoffnung, dass sie sich wie immer vollstopfte mit dem Zeug. Aber zum  Erstaunen Rüdigers packte sie keine einzige davon an. Plötzlich kamen zwei Männer hinter dem Vorhang hervor. Rüdiger war völlig erstaunt. Einen der beiden Männer kannte Rüdiger nur zu gut. " Was soll das? Und was machst du hier Willi?" " Darf ich vorstellen, dass ist Willi Krüger.  Er ist Privatdetektiv und arbeitet seit einem Jahr für mich," sagte Karin in aller Ruhe. " Seit ich das Geld von meiner Mutter geerbt hatte, kamst du mir immer verdächtiger vor, und darum habe ich Herrn Krügerauf dich angesetzt. Ich habe die ganze Zeit über alles bescheid gewusst." " Ich muss blind gewesen sein," sagte Rüdiger. " Wie unhöflich von mir. Ich habe dir den anderen  Mann noch gar nicht vorgestellt. Das ist Hauptkommissar Schneider. Herr Krüger war so nett und hat Herrn Schneider über alles informiert. " Herr Müller, ich nehme sie fest wegen Mordversuch an ihre Frau Karin Müller, sagte der Hauptkommissar. Die Pralinen nehmen wir natürlich mit und werden sie von unserem Labor untersuchen lassen, was eigentlich nur noch Routine ist. Als der Hauptkommissar, Rüdiger abführte, sagte Willi Krüger zu Rüdiger:" Es ist doch immer schön, wenn man gute Freunde hat." 


































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