Montag, 2. Juni 2014
Die große Spende
Kurz vor Weihnachten, am Ende des Jahres, werden immer wieder für Menschen, denen es nicht so gut geht, Gelder gesammelt. Mit einer Spende, egal wie hoch die auch sein mag, können jedes Jahr Menschen geholfen werden.
Und so eine Spende hat sich auch der Höxteraner Kindergarten ausgedacht. Die Kinder hatten sich gut auf diesen Tag vorbereitet. Sie haben sich einen Tanz mit Musik ausgesucht, den sie an diesem Tag vorführen wollten. Es gab Kaffee und Kuchen, Bratwürstchen und Pommes und noch viele andere leckere Sachen zum Essen und Trinken für wenig Geld. Das gesamte Geld sollte für einen guten Zweck nach Afrika geschickt werden und zwar für Kindergartenkinder die nicht so viel zu Essen haben wie die Kinder in Höxter.
Ulf war ein aufgeweckter Junge, der auch in den Kindergarten in Höxter ging. Er freute sich schon auf diesen Tag und hatte sich schon gut darauf vorbereitet. Ulf war der Junge von einem Unternehmer in Höxter. Er kannte kein Leid oder kannte es nicht, nicht einschlafen zu können vor Hunger, weil man den ganzen Tag nichts zu essen hatte.
Ulf war traurig darüber, dass es Kinder gab die hungern mussten. Er fand es sogar richtig ungerecht, deswegen hoffte er, dass viel Geld zusammen kamen als Spende.
Der Tag im Kindergarten war sehr schön und es waren auch sehr viele Besucher da, die richtig viel spendeten. Aber ein Vermögen würde bestimmt nicht zusammen kommen, dachte sich Ulf.
" Das ist nicht fair, sagte Ulf. Warum ist es manchmal so ungerecht in der Welt." Die Kindergärtnerin sagte zu Ulf:" So ist es nun mal auf dieser Welt. Es gibt reiche und arme Leute. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte im Leben. Wir haben es gut hier aber auch hier bei uns in Deutschland gibt es Armut, Ulf. Man muss immer das beste daraus machen. Deswegen ist das Spenden auch eine gute Gelegenheit, Menschen denen es nicht so gut geht wie uns, ein bisschen zu helfen. Aber nicht jeder denkt so, manche wollen auch nichts abgeben. So ist das im Leben. Der Reiche will plötzlich immer mehr und vergißt den Armen dabei."
Ulf ging wieder woanders hin, aber er ging ganz schön bedröppelt davon. Er konnte es einfach nicht verstehen, diese Ungerechtigkeit. Etwas später wurden die Blechdosen, die als Spendenhosen benutzt wurden aufgemacht und die Kindergärtnerinnen zählten das Geld.
Aber plötzlich als sie eine Dose öffneten guckten die Kindergärtnerinnen alle verdutzt. Da kamen vier fünfzig Euro Scheine zum Vorschein. Das gibt es doch gar nicht, wer hat denn so viel Geld gespendet? Alle waren sprachlos.Und die Leute waren auch sprachlos als die Gesamtsumme bekannt gegeben wurde. Ulf freute sich ganz besonders darüber.
Als Ulf mit seinen Eltern wieder zu Hause war, ging Ulf schnell in sein Zimmer. Plötzlich klopfte es an seiner Zimmertür und der Vater kam herein. Ulf hatte schon damit gerechnet. " Da ist eine ganz schöne Summe zusammen gekommen, nicht wahr Ulf. Das muss ein reicher Mensch gewesen sein, und ein sehr guter Mensch der freiwillig so viel Geld spendet, nicht wahr Ulf " " Ein sehr netter Mensch." sagte Ulf. " Ulf mir scheint, du weißt wer so viel gespendet hat." " Woher soll ich das wissen." " Ulf wir haben doch immer gesagt, dass wir immer ehrlich zueinander sein wollen. Wenn du wissen solltest wie so viel Geld in die Dose gekommen ist, dann musst du das sagen." Plötzlich wurden die Augen von Ulf ganz feucht. " Aber ich habe es doch nur gemacht, damit die Kinder in Afrika etwas zu essen haben. Wir haben doch so viel Geld und in Afrika haben die Menschen gar nichts." " Was hast du gemacht, Ulf." " Ich habe das Geld aus deinem Tresor genommen. Ich dachte, es trifft ja keinen Armen. Es stimmt doch, dass es uns besser geht als vielen anderen." " Da hast du recht, Ulf. Aber zwei Hundert Euro ist auch für uns eine Menge Geld. Spenden ist eine wichtige Sache, aber der der spendet, darf sich selber durch eine Spende nicht in Geldnot bringen. Sie mal, wir sind eine Familie und wir, Mama und Ich sorgen für dich. Wir arbeiten, damit wir geld verdienen um uns zu versorgen mit Essen und mit Kleidung. Und damit nicht wir auch einmal auf spenden angewiesen sind, und andere für uns Spenden müssen, leenen wir mit unserem Geld auszukommen. Wer unverschuldet in Not geraten ist, der kann sich nicht anders helfen, da ist eine Spende lebensnotwendig. Aber wir brauchen eigentlich keine Spende. Verstehst du was ich sagen will, Ulf." " Ein bisschen, ja." " Weißt du, Ulf. Hättest du mich gefragt, ob ich ein bisschen mehr spenden könnte, hätte ich es wahrscheinlich auch getan, und dann wäre alles in Ordnung gewesen. Was machen wir denn jetzt, Ulf."
" ich gehe zu der Kindergärtnerin und sage, das ich das Geld einfach ohne zu fragen genommen habe." " Das würdest du tun, Ulf. Das finde ich ja gut.Und weil du diesen guten Gedanken hattest, schlage ich dir vor, das wir die sache für uns behalten. Wenn du mir versprichst so etwas nicht noch einmal zu machen." " Das verspreche ich dir, Papa. Ich habe sehr viel dazu gelernt und werde so etwas nicht noch einmal machen, aber weißt du was Papa." " Nein, weiß ich nicht Ulf." " Die kinder in Afrika werden sich trotzem freuen." " Du bist ein guter Mensch, Ulf." " Du auch, Papa."
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