Donnerstag, 12. Juni 2014
Freundschaft auf harte Probe gestellt
Olaf hatte ein super Verhätnis mit seinem Freund Markus. Die beiden, heute erwachsenen jungen Männer kannten sich schon seit der Grundschule. Sie haben alles gemeinsam erlebt, die erste Jugendliebe, beide haben sogar am selben Tag geheiratet. Eine Männerfreundschaft, die durch nichts zu erschüttern ist möchte man meinen. Trotzdem fühlte sich einer seit kurzem benachteiligt. Beide arbeiteten bei der selben Firma. Eine Marketingfirma die wirklich gut lief. Man sieht, dass die beiden wirklich alles gemeinsam machten. Doch seit Olaf von ihrem Chef befördert wurde, fand Markus, dass überhaupt nicht lustig. Es war das erste mal in ihrer Freundschaft, dass jemand mehr Erfolg und darum mehr Wert war als der andere. Markus fühlte sich weniger Wert dadurch, alles hatten sie geteilt, nur der Erfolg in der Firma, der sollte Olaf alleine gehören. Das fand er ungerecht. Olaf dachte sich erst nichts dabei, als der neuen Posten annahm, aber mit der Zeit kriegte er doch mit, das Markus nicht so ganz damit klar kam. Die beiden Freunde trafen sich natürlich privat noch regelmäßig, aber es gab in letzter Zeit immer wieder Streit zwischen den beiden. Markus konnte einfach nicht ertragen, dass sein Freund mit dem er immer alles geteilt hatte, plötzlich erfolgreicher war als er, und dass er jetzt auch mehr verdienen würde.
Olaf und Markus machten viel gemeinsam. Sie spielten zusammen Badminton, Tennis, sie gingen jede Woche gemeinsam schwimmen, jedes Wochenende gingen sie zusammen in die Kneipe, und verbrachten viel Zeit zusammen mit ihren Frauen, die, wie sollte es auch anders sein, sich auch sehr gut verstanden.
Die beiden Frauen versuchten immer wieder zu schlichten, aber die Wutausbrüche von Markus wurden immer häufiger und intensiver. Immer wieder versuchte seine eigene Frau auf ihn einzureden, doch sie bekam immer nur die Antwort, dass sie das nicht verstehen würde. Markus steigerte sich immer mehr in die Situation hinein. Es war auch nicht einfach damit fertig zu werden, da er ja tagtäglich mit seinem Freund zusammen arbeiten musste. Dabei hatte er es doch wirklich genau so verdient gehabt wie Olaf befördert zu werden.
Er steigerte sich sogar so in die Sache hinein, dass er seinen besten Freund, zu hassen begann. Markus ging sogar noch einen Schritt weiter. Er dachte daran es seinem Freund heimzuzahlen, er wollte ihn vernichten, und zwar nicht beruflich oder privat, nein er wollte ihn beseitigen, sprich umbringen. Er wusste nur noch nicht wie. Er versprach sich dadurch eine gewisse Befriedigung. Er wollte auf einen günstigen Moment warten.
Zum Samstag Abend hatten sich die beiden zum Saunen verabredet. Schon oft haben die beiden in Olafs Sauna zusammen geschwitzt. Markus kam pünktlich um 8 Uhr, und eine viertel Stunde später waren die beiden schon kräftig am Schwitzen, da Olaf früh genug den Ofen angeschmissen hatte. Die beiden unterhielten sich so unbeschwert wie schon lange nicht mehr. Olaf war so richtig erstaunt über seinen Freund, der in letzter Zeit wirklich nur mit ihm gestritten hatte. Markus war richtig gut gelaunt. Markus sagte zu seinem Freund, dass er mal auf die Toilette müsste und verließ die Sauna. Kurze Zeit später hörte Olaf in der Sauna von draussen Geräusche, als wenn jemand etwas über den Boden schiebt. Bevor er begreifen konnte, was da eigentlich vor sich ging, war es schon zu spät. Markus hatte einen kleinen Schrank, der aber schwer genug war ihn einfach wegzuschieben, vor die Saunatür geschliffen. Da die Sauna von aussen regelbar war, drehte Markus die Sauna jetzt auf volle Touren. In etwa einer viertel Stunde, müsste der Kreislauf von Olaf zusammen brechen und er hätte dass erreicht, wodran er die ganze Zeit schon immer gedacht hatte, Olaf umzubringen. Was Mmarkus aber nicht wusste, dass die Sauna noch einen zweiten Ausgang hatte, den man schlecht erkennen konnte, wenn man nicht davon wusste. Olaf ging sozusagen aus dem Notausgang nach draussen, verschloss aber seinerseits den Notausgang von aussen zu. Olaf schlich sich vorsichtig zur Saunavorderseite ohne dass Markus ihn sehen konnte. Als Markus den scheinbar toten Freund entfernen wollte und in die Sauna ging, lief Olaf schnell zur Tür und versperrte nun seinerseits die Tür mit dem Schrank. Es war die selbe Situation wie Olaf noch in der Sauna war, nur mit dem einen Unterschied, dass markus keinen Notausgang zur Verfügung hatte. Markus sprach durch die Tür mit seinem Freund. Er weinte bitterlich und beteuerte, dass er nicht ganz bei Verstand gewesen sein musste, als er Olaf dort einsperrte. Er wollte alles wieder gut machen. Olaf merkte, das Markus es ernst meinte, und ließ ihn schließlich aus dem überhitzten Gefängnis hinaus. Die beiden Freunde lagen sich weinend in den Armen. Alles soll wieder so wie früher werden beteuerte Markus. Er sagte das es wirklich albern war, dass er auf Olaf eifersüchtig war. Olaf verzieh seinem Freund. Den ganzen Abend bis spät in die Nacht, sprachen die beiden Freund miteinander, bis Olaf zum guten Schluss sagte: " Du bist und bleibst mein bester Freund, Markus."
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