Montag, 16. Juni 2014
Die Villa mit dem geheimnisvollen Zimmer
Markus Reiter war wirklich gespannt auf sein Erbe. Letzte Woche bei der Testamentseröffnung hatte Markus erfahren, zum ersten, dass er eine Tante in Rostock hatte, die mit 80 Jahren verstorben ist, zum zweiten, dass er der Alleinerbe einer Villa ist. Auf dem Weg nach Rostock gingen ihm viele Dinge durch den Kopf. Warum wusste er nicht, dass er eine Tante hatte und wie sah die Villa aus, war sie gut erhalten, oder musste er viel Geld hinein stecken, um die Villa zu renovieren. Vielleicht fand er ja noch Fotos, Briefe ecetera von seiner Tante in der Villa. Seine Tante war die Schwester seines Vaters und hieß Evelin Reiter. Sie hatte nie geheiratet und hatte auch keine Kinder. Warum hatte sein Vater nie von ihr erzählt.
Fragen über Fragen, und keine einzige Antwort. Aber vielleicht würde er in der Villa Antworten kriegen auf seine Fragen. Als er an der Villa angekommen war, staunte er nicht schlecht. Die Villa war in einem hervorragenden Zustand. Er hatte von dem Rechtsanwalt seiner Tante am Tage der Testamentseröffnung die Schlüssel für die Villa bekommen. Er ging zum Eingang der Villa und schloss die Tür auf, langsam öffnete er diese. Als er hinein ging kam er aus dem Staunen nicht mehr heraus. Er stand in einer grossen Eingangshalle, die Lampen, der Fussboden, die Türen der angrenzenden Zimmer, alles vom Feinsten. An den Wänden hangen viele Bilder. Er ging von Zimmer zu Zimmer und hatte noch nie so gute Möbel in einem Haus gesehen. Als er in den ersten Stock angelangt war, sah es nicht anders aus, wie unten in der Villa. Die Räume waren alle mit teuren Möbeln ausgestattet. Ein Raum hatte er noch nicht gesehen, am Ende des Flures, aber als er in den Raum gehen wollte, blieb die Tür verschlossen. Er dachte erst, dass vielleicht die Tür klemmte, aber sie war richtig abgeschlossen. Er suchte vergeblich nach einem Schlüssel. Er fragte sich, warum die anderen Türen alle offen waren aber dieses eine Zimmer verschlossen. Gab es einen Grund dafür? Was verbarg sich hinter dieser Tür in diesm Zimmer? Hatte Tante Evelin, von der er nie in seinem Leben wusste, ein Geheimnis? Er musste unbedingt wissen, was sich hinter dieser Tür verbarg, das wollte schon seine Neugier so. Aber wie kam er an einen Schlüssel?
Er dachte an den Rechtsanwalt seiner Tante, vielleicht wusste er ja von einem Schlüssel ! Aber von einem Schlüssel wusste der Anwalt auch nichts. Markus rief darauf einen Schlüsseldienst an, die für ihn die Tür offen schliessen sollten. Als der Schlüsseldienst da war und an der Tür sich versuchten, war Markus überzeugt davon, dass er bald wusste, was hinter dieser Tür sich befand. Aber es sollte ganz anders kommen. " Also so etwas ist mir in meinem ganzen Berufsleben noch nicht vor gekommen, Herr Reiter. aber ich muss mich geschlagen geben. Es tut mir leid, aber ich kann die Tür nicht aufkriegen." Da kann man nichts machen, aber trotzdem vielen Dank für ihre Mühen. Schicken sie mir die Rechnung."
Markus wurde immer neugieriger, was konnte denn da so wertvolles hinter sein, dass sogar der Schlüsseldienst aufgeben musste, beim Öffnen dieser Tür des geheimnisvollen Zimmers.
Markus wollte erst einmal in Rostock in dieser Villa bleiben, und nach dem Schlüssel für das Zimmer in den anderen Räumen suchen. Es musste doch irgendwo ein Schlüssel versteckt sein. Er ging nach unten und wollte jeden einzelnen Raum nach dem Schlüssel absuchen. Aber wo er auch guckte er konnte keinen Schlüssel entdecken. Er war mutlos, als er fast jeden einzelnen Raum durchsucht hatte, als ihm plötzlich eine Idee kam. Er sah die vielen Bilder an der Wand hängen und er wollte hinter jedes Bild gucken, ob sich dort ein Schlüssel verbarg. Einen Schlüssel fand er nicht , aber hinter einem Bild fand er einen Tresor, der der in die Wand eingelassen wurde. Da konnte vielleicht der Schlüssel der Zimmertür drin sein, dachte Markus. Es musste schon etwas sehr wertvolles in diesem Zimmer sein, wenn die Tante den Schlüssel so gut aufbewahrt hatte, dachte er. An dem Tresor war ein Zahlenschloss, von dem man die Code-Nummer herausfinden musste. Wer wusste die Zahlenkombination von diesem Tresor? Markus wusste auf diese Frage keine Antwort. Plötzlich entdeckte er hinter diesem Bild einen Zettel. Auf dem Zettel stand ein Name und eine mehrstellige Zahl. Es sah so aus, als handelte es sich bei der Zahl um eine Telefonnummer. Markus tippte die Nummer in sein Handy, und wartete gespannt ob sich jemand meldete. Er wollte schon wieder auflegen, als sich eine dunkle Männerstimme meldete: " Ja, wen wollen sie sprechen?" Markus antwortete:" Spricht dort Herr Weber?" " Wer will das wissen." " Oh, entschuldigung hier spricht Markus Reiter. Ich bin der Neffe
von Evelin Reiter und habe ihre Telefonnummer hinter dem Bild in der Villa von Tante Evelin gefunden." Hallo, Herr Reiter, hier spricht Herr Weber. Ihre Tante hat mir von ihnen erzählt. Ich bin ein guter Freund von Evelin. Sie war sehr vorsichtig mit allem, aber wenn sie in das Zimmer gucken werden sie schon sehen. "
" Kennen sie denn die Zahlenkombination für diesen Tresor?" fragte Markus Herrn Weber . " Das sage ich ihnen bestimmt nicht am Telefon, wenn sie noch viel Zeit haben, bleiben sie dort wo sie jetzt sind, und ich werde in einer viertel Stunde bei ihnen seien. " " O.K. Ich bleibe in dem Haus und warte auf sie , bis sie da sind. Bis Gleich."
Markus war froh, dass der Herr Weber bald da sein würde, und er war schon sehr gespannt, was sich in dem Zimmer befindet.
Als Herr Weber in der Villa war, sprach er Markus direkt an:" Ihre Tante hat zwar ein grosses Geheimnis aus dem Zimmer gemacht, aber es ist nichts verbotenes darin, Markus. Aber es sind dort Sachen darin, die sehr wertvoll sind, und weil sie schon einmal ausgeraubt wurde, legte sie dieses sozusagen für sie, Markus, geheimnisvolles Zimmer an, und nur für sie. Sie verstand sich mit ihrem Vater nicht so gut, Markus. Aber Evelin war immer allein geblieben und sie hatte keine eigenen Kinder. Aber an sie Markus hatte sie immer gute Erinnerungen. Als sie kleiner ware, hatte sie noch Kontakt zu ihrem vater und sie hatte sie ins Herz geschlossen. Als der Kontakt dann abbrach , blieb ihr immer eines in guten Gedanken, was für ein lieber Junge sie waren. Und so beschloss sie, dass sie alles erben sollten." " Ich bin sprachlos," sagte Markus nur kurz." Das werden sie ja gleich sehen, nur eines vorweg, ihre Tante war sehr vermögend. Sie war selbständig und hatte ein Juweliergeschäft in der Stadt.
Aber nun möchte ich erst einmal den Tresor für sie öffnen, damit sie an den Schlüssel kommen um die Tür zum geheimnisvollen Zimmer auf zu bekommen."
Markus ging mit Herrn Weber in die obere Etage und stand nun vor dem Zimmer. bevor er aufschloss, sagte er zu Herrn Weber:" Das ist ja wie Weihnachten. Ich bin sehr gespannt." Als Markus Reiter die Tür öffnete und mit Herrn Weber in das Zimmer ging glaubte er seinen Augen kaum zu trauen. Ein grosses Klavier stand mitten im Raum, daneben stand eine Geige, auf einem Ständer, ein Cello und ein Contrabass. Aber nicht gewöhnliche Musikinstrumente sondern alles Raritäten. Die Geige war zum Beispiel eine echte Stradivarie.
Ausser den Instrumenten waren noch mehrere Schatullen mit wertvollen Münzen und Briefmarken in dem Zimmer. Markus kriegte den Mund nicht mehr zu. Außerdem waren noch viele Schmuckschatullen mit Schmuckstücken gefüllt. Als Markus sich ein bisschen beruhigt hatte fand er auf einem kleinen Sekretär
einen Umschlag. " Ist der auch für mich?" fragte Markus. "Ja, bitte lesen sie nur. Er ist von ihrer Tante." Markus machte den Umschlag langsam auf und las:" Lieber Markus. Du bist mein letzter Nachkomme. Du warst immer nett zu mir gewesen, und deshalb soll alles dir gehören, was ich in den Jahren gesammelt habe. Ich hoffe du bist heute immer noch so vernünftig wie früher. Pass gut auf das Haus und ihre Schätze auf. Eine bitte hätte ich allerdings noch. Ich würde mich freuen, wenn du das Juweliergeschäft weiter führen würdest. Herr Weber kann dir helfen. Er ist auch ein Juwelier und ein langjähriger Weggefährte von mir. Deine Tante Evelin."
" Herr Weber, sie sehen mich sprachlos. aber ich würde gerne das Juweliergeschäft meiner Tante weiterführen. Leider habe ich keine Ahnung von diesem Geschäft. Würden sie mir helfen Herr Weber?"
" Das würde ich sehr gerne machen. Ich helfe dir wie und wo ich kann, " sagte Herr Weber .
Und so wurde es gemacht. Und das geheimnoisvolle Zimmer ließ Markus so, wie er es vorgefunden hatte. Dadurch blieb es eine Villa mit einem geheimnisvollen Zimmer.
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