Mittwoch, 7. März 2018

Der Fuchs ( Teil6) Die Entführung


Der Fuchs ( Teil 6)

Die Entführung

" Wenn sie ihren Enkel lebend wieder sehen wollen, dann müssen sie dafür viel Geld hinlegen." Wolfgang Schrader, genannt der Fuchs, traute seinen Ohren nicht. Es war der zweite Tag, da Kevin nicht nach Hause kam. " Hören sie mal, wenn unserem Kevin irgendetwas passieren sollte, dann Gnade ihnen Gott. Ich werde sie finden und dann.."
" Dann, was. Herr Schrader. Sie haben nur eine Möglichkeit ihren Enkel wieder zu sehen, wenn sie zahlen. Ansonsten werden sie ihn nicht mehr zu Gesicht bekommen. 500 000, das sollte ihnen ihr Enkel wert sein. Ich melde mich wieder:" " Warten sie. Hallo. Hören sie." Aber der Mann hatte schon wieder aufgelegt. Der Fuchs war schockiert, fassungslos. Er hatte einen kleinen Schock. Ein paar Minuten saß er so da auf dem Stubensessel und bewegte sich nicht vom Platz. Dann kam seine Frau hinein und sah ihren Mann dort sitzen. " Was ist los, Wolfgang?" " Sie haben Kevin entführt."
Frau Schrader stand da und konnte nichts sagen. " Wir müssen es Kevin´s Eltern erzählen. Aber behutsam, du weißt wie unsere Tochter ist." sagte der Fuchs. " Sag du es ihnen, Liebes. Ich fahre mit dem Auto nach Patrik in das Präsidium. Schaffst du das? " "Ja, Wolfgang. Ich muss es schaffen." Wolfgang Schrader fuhr in windes Eile zu Patrik ins Präsidium. Patrik Dirkes war der Nachfolger auf dem Hauptkommissarsessel vom Fuchs. Er selber hatte ihn dahin gebracht. Patrik traute seinen Ohren nicht. " Was hat der Entführer denn genau gesagt, Wolfgang?" Schrader erzählte Wort für Wort was dieser Unmensch am Telefon zu ihm gesagt hat." " 500 000 Euro. Und bis wann? Und wo will er das Geld entgegennehmen. " " Patrik, du hast recht. Das ist mir gar nicht aufgefallen. Er muss noch mal anrufen. Den kriegen wir." "Wir installieren sofort alles an eurem Telefon, Wolfgang." Patrik sagte nicht, den kriegen wir. Er wusste genau, wenn das ein Profi ist, ist auch durch eine Fangschaltung  nicht Hundertprozentig sicher ist, das sie den Standort ausfindig machen. Aber ein Versuch war es wert. " Mensch, Patrik, wenn Kevin was passiert. Ich weiß nicht was ich dann mache." " Beruhige dich erst einmal. Wir finden euren Kevin schon. Das verspreche ich Dir."
Wolfgang blieb noch eine Weile bei Patrik im Präsidium, und er fuhr dann wieder nach Hause. Als er ins Haus ging waren schon ganz viele seiner ehemaligen Kollegen im Haus und installierten alles notwendige für einen erneuten Anruf des Entführers.
Kevin wurde langsam wieder wach. Sein Kopf tat weh und er machte langsam die Augen auf. Doch es blieb dunkel. Nur ein winziger Lichtstrahl fiel in das Zimmer. Er wollte aufstehen, aber es ging nicht. Er war festgebunden und er lag auf einem Sofa oder Bett. Er konnte nur seinen Kopf hoch machen.
















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Seine Arme und Beine waren festgebunden. Er konnte nur die Hände und die Füße bewegen. Er überlegte wie er hier wohl hingekommen ist, aber er konnte sich erst nicht erinnern. Doch auf einmal fiel ihm ein, das er vom Fußballtraining nach Hause gehen wollte und plötzlich er von hinten einen Arm spürte und eine Hand die ihm einen Lappen vor Mund und Nase hielt. Ein paar Sekunden später wurde ihm schlecht und es wurde dunkel um ihn. An mehr konnte er sich nicht erinnern. Nun lag er hier in diesem Raum. Plötzlich wurde eine Tür aufgeschmissen und ein Mann mit einer schwarzen Maske und schwarzen Klamotten betrat den Raum. Der Mann sagte kein Wort, stellte ihm einen Teller mit Suppe dahin, machte ihm die Handfesseln los und verließ wieder den Raum, aber er ließ das Licht im Raum an.
Kevin schaute sich um im Raum. Wo war er bloß gelandet? Auf jeden Fall war dies ein Kellerraum, da war er sich ziemlich sicher. Eigentlich hatte er Hunger, aber sein Opa hat ihm immer gesagt: " Kevin, du sollst nichts von Fremden essen oder trinken. Aber Durst hatte er auf jeden Fall. Aber es war nichts zum Trinken in der Nähe. Deshalb nahm er einen kleinen Löffel von der Suppe. Und die schmeckte gut. Er nahm aber nur einen Löffel, dass er etwas Flüssigkeit in den Körper bekam. Danach wartete er erst einmal ab. Vielleicht war ja etwas drin in der Suppe? Das ihn müde machte oder so.
Kevins Mutter stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Sie bekam vom Arzt eine Beruhigungsspritze und schlief kurze Zeit danach ein. Kevins Vater setzte sich auf das Sofa vor seine Frau und hielt ihre Hand. Frau Schrader hatte noch immer kein Wort gesprochen und der Fuchs war auch sehr besorgt darüber , wie es Kevin wohl ging jetzt.
Patrik Dirkes traf bei den Schraders ein. Er wollte sich überzeugen, dass alles richtig angeschlossen war, damit sich irgend eine Spur auftat, wo sich Kevin befand. " Wolfgang am besten gehst du an das Telefon. Du kennst dich mit so etwas am besten aus und es könnte auch sein, dass der Täter dich von früher kennt: Vielleicht jemanden, den du hinter Gittern gebracht hast? Und der sich nun an dir rächen will?" " Patrik, das war mein erster Gedanke als ich mit dem Entführer sprach."
Es saßen viele Menschen in dem Wohnzimmer vom Fuchs. Das Telefon war verkabelt und ein Tonbandgerät war an das Telefon angeschlossen. Patrik Dirkes, Wolfgang Schrader, sein Schwiegersohn und noch weitere drei Polizisten saßen in der Stube vom Fuchs und warteten nur auf das eine. Das das Telefon klingelte. Alles war vorbereitet dafür, falls der Entführer wieder anrief. Das er wieder anrief war klar, aber wann?


















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Wolfgang Schrader schlug nervös seine Oberschenkel gegeneinander. Es waren alle nervös in dem Wohnzimmer. Sie warteten eine ganze Weile, aber es klingelte einfach nicht das blöde Telefon. Sie warteten den ganzen Abend lang und da plötzlich, als sie schon nicht mehr damit gerechnet hatten klingelte es, aber nur einmal. Zehn Minuten später klingelte es noch einmal. Auch wieder nur einmal. Aber beim dritten Mal klingelte es auch weiter. Der Fuchs nahm ab und sagte:" Ja. Hier bei Schrader." " Sag nur, sagte der andere Mann. " Der Chef persönlich. Hör zu Schrader, ich habe deinen Enkelsohn und diesmal geht dir die Muffe. Aber es geht nun nach meinen Spielregeln." " Was wollen sie?"  fragte der Fuchs. " Nichts weiter. Ich will dich nur ein bisschen ärgern." " Was soll das?" fragte der Fuchs. " Ganz einfach. Ich habe deinen Enkelsohn und du musst ihn suchen." " Und was ist mit dem Lösegeld. Die 500 000?" Aber die Leitung war tot. Keiner meldete sich mehr. Der Entführer hatte einfach aufgelegt. Der Fuchs war fassungslos. " Patrik, das ist kein normaler Entführer. Der Mensch will nur Rache an mir üben. Habt ihr feststellen können woher der Anruf kam?" " Ja. Aus einer Telefonzelle am Hauptbahnhof. Die Kollegen sind schon unterwegs."
Als Patrik Dirkes später bescheid kriegte, meldeten seine Kollegen, dass sie niemanden Verdächtigen gesehen hätten am Bahnhof. Der Anrufer war über alle Berge so zu sagen.
" Patrik nun  ist klar, dem Menschen geht es nur um mich. Er will mich am Boden haben. Er will mir Schmerzen zufügen, indem er mir das liebste nimmt. Meinen Kevin." " Wolfgang, er wird wieder anrufen." " Ja, aber wann?" " Wolfgang ich werde alle deine letzten Fälle überprüfen und wir werden bald wissen wer der Entführer ist. Das glaube mir. Und ich werde eigens eine Suchkommission "Kevin" bilden. Vier bis sechs Polizisten werden rund um die Uhr nach Kevin Ausschau halten. Das werde ich sofort in die Wege leiten."
Wolfgang Schrader war wie am Boden zerstört.
Patrik Dirkes brachte noch an diesem Tag die Suchkommission " Kevin" ins Leben. Sechs Polizisten wurden extra auf den Fall angesetzt. Nur um brauchbare Spuren, Hinweisen nachzugehen. Oder eventuelle verstecke aufzuspüren. Bei den sechs Polizisten dreht sich die Arbeit nur um Kevin. Und Schrader hat sich vorgenommen selber nach Kevin zu suchen. Immer wenn er nicht mit Patrik zusammen seinen Jungen suchte, wollte er durch den Stadtteil Berlin Grunewald gehen und nach Kevin suchen.
Doch zwei Tage später kommt ein Anruf vom Entführer. Als der Fuchs an den Apparat ging sagte er sofort , dass er ein Lebenszeichen von Kevin haben wollte. Und der Entführer war für einen Moment still und der Fuchs hörte die Stimme seines Enkels. " Opa, ich will hier raus." Mehr hörte er nicht da der Entführer wieder sprach.




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"Ich mache sie fertig, Sie Unmensch." " Nein dieses mal werden sie fertig gemacht, Schrader.  das kann ich ihnen nicht ersparen. Ich habe schon gesehen, dass sie nach Kevin suchen lassen. Viel Spaß bei der Suche." " Sie Scheusal," rief Schrader in den Hörer. Aber der Anruf war schon beendet. " Ich glaube der Entführer hat seinen ersten Fehler gemacht, Wolfgang. Er hat gesagt, dass er es gesehen hat, dass wir nach Kevin suchen. Er muss die Polizisten der Soko " Kevin" gesehen haben, dass heißt wir brauchen nur noch mal nachfragen wo sie gesucht haben und dann nehmen wir das Gebiet auf die Hörner. Wir drehen jeden einzelnen Stein um, um etwas zu finden was uns weiterbringt." " Und wenn der Entführer die Polizisten  da gesehen hat, wo sich Kevin gar nicht aufhält, dann stehen wir dumm da." " Wir müssen halt allem nachgehen. Wir finden ihn schon, Wolfgang. Gib nicht auf. " " Ich aufgeben.
Das wäre das letzte was ich machen würde." " Ich weiß Wolfgang. War blöd von mir." " Alles gut, Patrik. Unsere Nerven liegen halt blank. "
Hast du eigentlich schon mal geguckt, wer so alles aus dem Knast gekommen ist, Patrik?" " Ja ich habe alle notiert auf diesem Blatt. Du solltest die Namen und Passbilder einmal durchgucken. Vielleicht erkennst du ja den einen oder anderen." " Das sind bestimmt viele die ich erkenne, da ich auch viele in den letzten Jahren in den Bau geschickt habe. Ja ich sehe schon da gibt es so viele auf dieser Seite, die ich kenne. Da kommen viele in Betracht." "Die Frage ist doch, wem würdest du eine Entführung zutrauen?" " Patrik, das ist schwer zu sagen. Aber du könntest ja einige vielleicht aufspüren und überprüfen.
Kevin nahm noch einmal eine Löffel voll Suppe. Es schien nichts in der Suppe zu sein, dachte er, sonst wäre er vorhin schon müde geworden. Er hatte großen Durst und auch etwas Hunger, aber die Suppe tat ihm gut. Wer weiß, wann er das nächste mal etwas von dem Mann bekam. Er hatte noch nicht nach Hilfe geschrieen. Es war bestimmt auch sinnlos, dachte er sich. Er fing an zu husten und seine Nase war etwas verstopft. Er hatte sich schon vorher etwas schlecht gefühlt, bevor er gekidnappt wurde. Er schien eine Erkältung zu kriegen. Das fehlt mir noch, dachte Kevin. Er wusste überhaupt nicht wo er sich befand, er wusste nur dass er in einem Kellerraum war. Er lag so ein paar Minuten da und dachte nach was wohl werden würde, als plötzlich die Tür wieder aufgeschmissen wurde. Der gleiche Mann, der ihm die Suppe gebracht hatte holte nun auch den Teller wieder. Der Mann sagte keinen Ton. Kevin sagte plötzlich: " Wo bin ich, was soll das Ganze." Aber der Mann machte das Licht wieder aus und wollte den Raum wieder verlassen. Kevin rief ihm hinterher:" Mein Opa wird euch schon kriegen, das verspreche ich Euch." " Dein Opa kann uns mal." sagte der Mann mit einer

















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dunklen Stimme und verließ den Raum. Kevin lag im Dunkeln und fror ein bisschen. Sein Husten nahm zu und sonst hätte er sich die Nase geputzt, aber seine Arme hatte der Mann , bevor er den Raum verließ, wieder festgebunden. Kevin hatte Angst. Alleine in einem dunklen Raum ohne zu wissen , was als nächstes passiert. Hoffentlich hatte Opa schon eine Ahnung wo der Mann mich festhielt, dachte er. Aber was hat der Mann da gesagt: " Dein Opa kann uns mal." Jetzt war sich Kevin sicher, dass es mindestens zwei Entführer sind.
Patrik und auch Wolfgang überprüften einige Wohnungen und einige schwere Jungs, die erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurden, aber sie stellten nichts Verdächtiges fest.
" Wir hatten noch keinen einzigen Anhaltpunkt bis jetzt, wo sich Kevin ungefähr aufhalten konnte. Wie soll das nur weitergehen, Patrik?" " Die Anhaltspunkte kommen noch, ein bisschen Geduld und wir wissen bald mehr, Wolfgang."
Kevin rief aus seinem dunklem Raum: " Hallo, ist da jemand." Er rief noch einmal, weil auf das Rufen keiner antwortete. Dann hörte er wie Schritte die lauter wurden. Und es ging die Tür auf." " Und warum hast du gerufen?" " Ich bin stark erkältet,  ich brauche Medikamente." " Ach was, das bisschen Schnupfen und Husten. Das geht von alleine wieder weg." Der Mann ging wieder weg, machte das Licht in dem Raum aus und verschloss die Tür. Kevin hörte nichts mehr. Es war still und blieb still. Sofort fing er wieder an zu Husten und seinen Nase war völlig verstopft. Und er bekam einen warmen Kopf und er fror immer noch.
Als die Entführer später wieder anriefen beim Fuchs sagte der gleich am Telefon: " Was wollt ihr eigentlich genau von mir, ihr wollt kein Geld und nichts anderes. Warum habt ihr Kevin denn entführt?" " Wir wollen dich am Boden sehen. Du sollst Angst kriegen und Sorgen haben, dir soll es richtig schlecht gehen. Genau wie es uns auch gegangen ist." " Ihr wollt Euch nur an mir rächen. Warum kommt ihr dann nicht zu mir, warum entführt ihr meinen Enkel?" " Das musst du uns schon überlassen: Wir machen die Spielregeln und du hast dich daran zu halten. " Ich möchte ein weiteres Lebendzeichen von meinem Enkel haben. " Opa hol mich hier raus." Der Fuchs sagte noch:" Hab keine Angst, Kevin. Ich werde dich finden." Aber Kevin war nicht mehr zu hören. Und der Entführer hatte schon wieder aufgelegt.
Wolfgang sagte zu Patrik: " Ist dir auch etwas aufgefallen, Patrik?" " Nein, eigentlich nicht," sagte Patrik." " Doch ich habe es deutlich gehört, Kevin hörte sich ein bisschen verschnupft an. Lass uns das Band noch einmal abspielen," sagte er zu seinen Kollegen.
Als das Tonbandgerät den Telefonanruf  noch einmal abspielte bestätigten alle Kollegen dem Fuchs. Der Junge hört sich verschnupft an. Ja fast schon erkältet.

















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" Das könnte uns helfen, wenn die Täter Medikamente holen müssen für Kevin. Wir müssen ein paar Fotos an die Apotheken schicken. Vielleicht geht der Täter selber in die Apotheke. Die Polizei übergab sämtlichen Apotheken Fotos von den vermeintlichen Tätern. Aber sie waren etwas zu spät dran. Der Täter hatte schon bevor die Fotos an die Apotheken gingen Medikamente gekauft. Denn in  einer Apotheke konnte sich die Apothekenhelferin an einen Mann erinnern, als sie die Fotos durchging. " Der war hier und hat Medikamente für eine starke Erkältung gekauft. Ich erkenn ihn genau wieder." Nun wussten sie mit wem sie es zu tun hatten. Es war das Foto von Uwe Lange, genannt Dola, ein Sektenführer der wegen mehrfachen Mordes hinter Gittern kam. Der Fuchs hatte den damaligen Fall gelöst und ihn vor Gericht gebracht. Als er vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen wurde, verlor sich seine Spur und er hatte keinen festen Wohnsitz. Keiner weiß, wo er sich im Moment aufhält und daher weiß auch keiner wo er Kevin festhält. Aber wer der Komplize ist, dass wissen Schrader und Kollegen nicht. Aber es gingen sofort Steckbriefe von Uwe Lang heraus. Die gesamte Polizei wusste nun über den Fall " Kevin bescheid. Und alle hielten Ausschau nach Uwe Lange oder irgendwelchen Hinweisen, die zu dem Mann oder dem Versteck von Kevin führten. Auch in die Zeitung kam ein Bild von Uwe Lange mit dem Text darunter:" Wer hat diesen Mann in den letzten Tagen gesehen:"
Sachdienliche Hinweise die zur Klärung dieses Falles beitragen, sind als Belohnungen ausgesetzt. Wolfgang Schrader hoffte, da nun feststand wer der Entführer ist, dass er seinen Enkel bald wieder in seine Arme schließen konnte. Etliche Hinweise gingen bei dem Kommissariat ein. In dem Keller wo sich die Entführer mit Kevin aufhielten wurden sie langsam nervös. Uwe Lange war fuchsteufelswild, dass Wolfgang Schrader schon zu diesem Zeitpunkt wusste, dass er der Entführer von Kevin war. " Alles nur wegen der scheiß Medikamente," fluchte Lange. So langsam ging ihnen die Muffe. Aber Dola war sich sicher, wenn sie jetzt ein bisschen vorsichtiger waren, das Versteck würden die Polizisten nicht so schnell finden. Kevin ging es immer schlechter mit seiner Erkältung. Dola hatte für alle Fälle auch ein Fieberthermometer gekauft in der Apotheke. " Los halt mal den Arm hoch damit das Thermometer da runter kommt. Als 5 Minuten vergangen waren nahm Dola das Thermometer und schaute darauf. 38,7° Körpertemperatur hatte Kevin bereits. Dola holte zwei Decken und legte sie über Kevins Körper.



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Dola überlegte. Überall suchten sie nach ihm. Er überlegte ob er Kevin woanders hinbringen sollte, aber er fand, und auch sein Kollege, dass dieses Versteck gut genug war um nicht entdeckt zu werden. Aber er wusste auch dass der Focus der Polizei nur auf ihn gerichtet war. Kevin war richtig krank geworden. Er hustete ständig und seine Nase tropfte. " Wenn das Fieber höher geht bei dem Knaben, dann müssen wir zum Arzt mit ihm," sagte Dolas Kollege.
Dola antwortete: " Auf keinen Fall können wir mit ihm zum Arzt gehen. Dann haben sie uns doch gleich am Haken die Polizei." " Und wenn er so krank wird dass er uns hier unter den Händen wegstirbt. " " Ich passe schon auf, das er nicht stirbt," sagte Dola.
Der Kollege war nicht beruhigter dadurch aber er sagte nichts weiter. Und er dachte sich auch, wenn der Junge die Medikamente nahm konnte nichts passieren.
Wolfgang musste als er nach Hause kam so stark an Kevin denken dass er ein bisschen träumte was er  mit Kevin noch die letzte Zeit so gemacht hatte. " Opa, Komm ins Wasser. Es ist eine herrliche Abkühlung bei diesem Wetter.  " Ja Kevin. Ich komme sofort." Als der Opa im Wasser bei Kevin war machten sie wie immer einen Wettkampf wer schneller schwimmen konnte. Opa Wolfgang schwamm extra etwas langsamer, aber ohne das Kevin was merkte. Denn Opa Wolfgang ließ Kevin immer gewinnen, egal was sie zusammen machten. Und sie machten viel zusammen. Ob es Minigolf spielen, Federball, Fußball oder Fahrradfahren war. Sogar beim Fahrrad fahren ließ Wolfgang ihn gewinnen. Und es machte beiden Spaß. Als sie aus dem Becken im Schwimmbad waren wurde das Wetter ungemütlich. Es fing auf einmal feste an zu regnen. Sie zogen sich schnell etwas an und fuhren wieder nach Hause. Opa Wolfgang erinnerte sich, dass Kevin als sie wieder im Hause waren gefroren hatte. Da muss er sich erkältet haben, im Schwimmbad, dachte Opa Wolfgang. Nicht so erfreulich aber dieses Mal hatte es auch etwas Gutes dass sich Kevin erkältet hatte. Denn sonst hätte der Fuchs nicht am Telefon mitbekommen, dass Kevin erkältet ist und dann wäre er auch nicht auf die Idee gekommen bei den Apotheken Fotos zu hinterlegen. Und nun wussten sie wenigstens wer verantwortlich war für Kevins Entführung. Nämlich Dola.
Wolfgang wurde in die Realität zurück geholt, weil seine Frau ihn zum Essen rief. Und er sagte leise:" Kevin, mein kleiner Kevin." Und er ging zum essen ins Haus. Nach dem Essen legte er sich etwas hin, weil er die letzten Tage und Nächte kaum geschlafen hatte, wie übrigens auch der Rest der Familie Schrader. Sie alle waren in Sorge um Kevin.
Aber Dola wollte genau das erreichen, dass der Fuchs und seine Familie sich sorgten. Dola hatte so einen Hass auf den Fuchs im Gefängnis bekommen, dass er den Fuchs

















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auch bestrafen wollte. Er wurde von dem Fuchs bestraft und er wollte dass auch der Fuchs einmal eine Strafe bekommt. Deshalb die Entführung von Kevin.
Wolfgang war verzweifelt. Er sprach mit seiner Frau bevor er einschlief. Als er aufwachte war er kaum erholter wie vorher. Er konnte nicht entspannt schlafen. Müde fuhr er ins Präsidium nach Patrik. Aber als er mit ihm sprach hörte er nur, dass sich nichts Neues ergeben hatte. Traurig und abgespannt sah der Fuchs aus.
Kevin kriegte Fieber gemessen. Er war schwitzig am ganzen Körper und rot im Gesicht. Richtige Fieberbäckchen hatte er . Als Dola das Thermometer wieder an sich nahm um zu gucken, wie viel Grad Körpertemperatur Kevin hatte fluchte er laut auf. " Was ist denn?" fragte sein Kollege. Was soll schon sein? Der Junge hat 40° Fieber. So ein mist. Der Junge stirbt uns noch, wenn wir ihn nicht zu einem Arzt bringen." " Aber wo sollen wir hingehen?" " Pass auf, ich rufe meinen Hausarzt von früher an. Ach Quatsch. Wir müssen mit dem jungen hier wegfahren zu einem Arzt. Aber nicht in der Nähe, sondern wir fahren über die Grenze nach Polen. Ich kenne dort einen Arzt, der nicht so schnell Fragen stellt. Verstehst du?" " Ja. Okay. Aber wie kommen wir dahin?" " Ganz einfach du gehst in die Stadt und knackst ein Auto auf und kommst hier wieder hin. Das hast du doch schon einmal gemacht, oder? "
" Ein, zwei mal." " Mein Gott, was bist du denn für ein Gangster. Du wirst doch ein Auto aufbrechen können." " Und warum machst du das nicht?" " Drei Mal darfst du raten. Weil jeder mein Gesicht hier kennt und nach mir gefahndet wird mit Belohnung." " Okay. Aber ich kann dir nichts versprechen." "Was bleibt mir anderes übrig. Stell dich mal ein bisschen schlauer an wie sonst. Ohne Auto können wir den Jungen nicht Polen bringen. Denk daran, wenn du ein Auto knacken willst. Oder willst du lieber wieder ins Gefängnis? " Bloß das nicht mehr." Der Kollege von Dola ging schnellen Schrittes aus dem Keller und auf die Straße. Es war ein ganzes Stück bis zur Stadt. Er beeilte sich, schließlich hatte er ja auch Angst, dass der Junge sterben könnte. Auf Grund dieses Gedankens schaffte er es auch spielend einen Wagen aufzubrechen. Schnell fuhr er mit dem Wagen zu dem Versteck ging hinein und sagte nur: " Es kann los gehen." Dola machte Kevin von den fesseln los und er musste ihn tragen, da er nicht mehr alleine gehen konnte. Er trug den jungen in das Auto, setzte sich hinters Steuer und fuhr, als sein Kollege auch eingestiegen war, mit dem Wagen los. Er fuhr Vorschriftsmäßig mit dem Wagen, schließlich wollte er ja nicht auffallen.
Er fuhr in die Richtung der polnischen Grenze.


















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Schrader horchte auf als ein Anruf ins Präsidium kam. Patrik Dirkes ging an den Apparat und staunte nicht schlecht. Ein Mann rief an der Gesehen hat, das zwei Männer mit einem kleinen Jungen auf dem Arm ein Haus verlassen haben sollen. Und er ist sich sicher dass es der gesuchte Mann ist, der den Jungen aus dem haus getragen hat. Sie sind dann mit einem Auto weitergefahren. Ein silberner Golf war das, aber das Kennzeichen hat er nicht erkannt. Sofort liefen die beiden Polizisten aus dem Präsidium hinaus und warfen sich in ihr Dienstauto. Als sie unterwegs waren rief Patrik Dirkes den silbernen Golf zur Fahndung aus. Als sie an dem Keller ankamen war der Raum na klar verlassen, aber Schrader suchte nach Spuren. Erst wollten sie beide wieder den Raum verlassen, als der Fuchs sich noch einmal umdrehte und unter dem Bett ein Stofftaschentuch fand. Es war ein blaues Stofftaschentuch mit einem weißen " K" wie Kevin, darauf. " Das Taschentuch habe ich Kevin erst kürzlich geschenkt. Hier haben sie ihn also festgehalten, meinen Kevin. Diese Verbrecher. Das wird Lebenslänglich für Dola und seinen Komplizen mit anschließender Sicherheitsverwahrung, dafür sorge ich höchstpersönlich." Patrik  und Wolfgang fuhren zu dem Mann, der Dola gesehen hatte. " Wann haben sie Dola gesehen, " fragte der Fuchs den Mann. Das war so ungefähr um 9Uhr 30." " Warum haben  sie dann erst um 10 Uhr angerufen?" " Weil mir die Haustür zu gefallen war und der Schlüssel von innen steckte." Was haben sie dann gemacht? " Ich klingelte bei meiner Nachbarin, aber dann fiel mir ein dass die ja gestern in den Urlaub gefahren ist, so dass ich ein Stockwerk tiefer klingeln musste. Aber der Junge hatte die Musik so laut dass er erst nach einigen Minuten mich klingeln hörte und mir dann die Tür aufgemacht hat. Ich bin dann sofort an ein Telefon in der Wohnung gegangen, nachdem ich den jungen gefragt hatte ob ich mal telefonieren dürfte. Und dann war ein Kollege von Ihnen am Telefon." " Alle klar. Wenn der Fall gut ausgeht bekommen sie eine Belohnung, mein Herr. Haben sie gesehen wo das Auto hingefahren ist?" " Ja in Richtung Innenstadt."
Als die beiden Polizisten wieder auf der Straße in ihrem Dienstwagen saßen, sagte Patrik. "Wir können jetzt nur auf weitere Hinweise warten. Vielleicht wird ja der silberne Golf irgendwo auf der Straße gesehen.  Wir wissen ja nicht welche Richtung genau der Wagen gefahren ist. Etwas später wurde berichtet dass ein silberner Golf auf einer belebten Straße in einem kleinen Ort nahe der polnischen Grenze gefunden wurde. Der Wagen wurde untersucht aber es konnten keine sachdienlichen Hinweise gefunden werden.




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 Kevin lag in dem Auto auf der Rückbank und schlief. Dola und sein Kollege hatten Angst um Kevin. Dem Fuchs Angst einjagen ist das eine aber dass Kevin stirbt das wollten beide Entführer nicht. Keiner der beiden Entführer wusste wie es weiter gehen sollte. Sie hatten keinen richtigen Plan mehr, seit sie ihr Versteck im Keller verlassen mussten. Bis nach Polen mussten sie es schaffen, am besten bis zu Dolas befreundeten Arzt. Und sie schafften es ohne gesehen zu werden bis Dr. Kaminski. Kaminski war früher selber ein Gangster gewesen, bis er auf den richtigen Weg gekommen ist und Medizin in Polen studierte. Heute ist er ein ganz normaler Hausarzt. Aber manchmal hilft er noch Verbrechern aus der Patsche, weil er früher selber zu den Verbrechern zählte. Dola kannte ihn schon da war er noch ein Schurke gewesen. Als sie in seiner Praxis waren sagte Dola: " Kaminski, du musst uns helfen. Der Junge hier hat hohes Fieber. Wir sind auf der Flucht vor der Polizei. Bitte mach ihn wieder gesund. " "Mensch Dola. Machst du immer noch so ein Scheiß. Was ist das für ein Junge?" " Du kennst doch bestimmt noch den Fuchs, Kommissar Schrader. Das ist sein Enkel." " Bist du wahnsinnig geworden, Dola. Na klar kenne ich den Fuchs noch. Wie kann ich den vergessen. Schließlich haben  wir ja beide wegen ihm gesessen. Bist du verrückt, Dola. Und was hast du jetzt mit dem Jungen vor?" "Ich weiß es auch nicht mehr. Der Plan hat sich durch die Krankheit des Jungen total geändert. Aber bestimmt fällt mir noch etwas ein. Mach du ihn wieder gesund, bitte." " Ich werde erst einmal das Fieber senken. Ein paar Tage wird es aber dauern bis ihr wieder mit ihm weiter könnt. Wo wollt ihr denn mit ihm hin?" " Ich weiß es noch nicht:" sagte Dola.
Nachdem sie den silbernen Golf gefunden haben wussten der Fuchs und auch Patrik auch nicht weiter. Dola war ihnen entkommen, erst einmal. Sie wussten nicht wo Dola und sein Komplize mit Kevin abgeblieben sind. " Vielleicht fahren sie ja mit Kevin zu einem Arzt," sagte der Fuchs. Aber welcher Arzt hilf den Entführern weiter?" " Ruf doch mal in dem Präsidium an und sage den Beamten dort sie sollen sich nach Ärzten  die im Zusammenhang mit Dola stehen erkundigen. Vielleicht kriegen die ja etwas heraus:" " Ich ruf sofort an Wolfgang. Und was machen wir in der Zwischenzeit?" " Wir können nur warten, bis neue  Hinweise eingehen."
Dola und sein Komplize machten es sich gemütlich in der Arztwohnung. Ein paar Tage mussten sie nun warten bis der Junge wieder gesunder war. Dola glaubte, das sie hier erst einmal sicher waren. Kaminski schloss seine Praxis wegen Krankheit. Nicht, dass noch andere Leute etwas mitkriegten.

















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Die Polizei in Berlin- Grunewald leistete volle Arbeitskraft. Und tatsächlich bekamen die Beamten heraus das ein Gewisser Kaminski mit Dola schon einmal zusammen gesessen hat und heute als Arzt in Polen praktiziert. Der Fuchs machte sich sofort auf den Weg, zusammen mit Patrik, nach Polen zu dem Arzt Kaminski.
Dola wurde immer nervöser, weil es Kevin immer schlechter ging. Dola hatte ein ungutes Gefühl dabei. " Bestimmt ist die Polizei nicht mehr weit, lass uns abhauen," sagte Dola zu seinem Kollegen. "Und was wird aus dem Jungen?" fragte Dolas Komplize. " Der muss hier bleiben. Du hast doch Kaminski gehört, ein Transport ist nicht zu verantworten. Wir müssen nun unsere eigenen Haut retten. Ich habe mir die Entführung auch anders vorgestellt, aber keiner konnte wissen  das der Junge so krank wird."
Deshalb fuhren Dola und der andere Mann bei einer Nacht und Nebelaktion mit dem Auto weiter. Sie ließen Kevin einfach zurück bei Kaminski und flüchteten in der Hoffnung nicht geschnappt zu werden. Sie fuhren schon früh in der Nacht los, so dass Kaminski erst wenn er erwachte bemerkte dass die Beiden getürmt waren. Als Kaminski Kevin alleine vorfand und die anderen wie vom Erdboden verschluckt waren, kriegte er Angst. Wenn die Polizei den Jungen bei mir findet war es das für mich. Er packte den Jungen in seinen Wagen und fuhr mit ihm nahe eine Försterhauses und legte ihn dort auf den Straßenrand. Dann rief er die Feuerwehr an und meldete einen Brand, der in dem Försterhaus sein sollte. danach fuhr er wieder nach Hause und hoffte das Kevin von der Feuerwehr gefunden wurde. Und tatsächlich hörte er eine Minute später den Feueralarm. Die Feuerwehr fuhr natürlich zum Försterhaus und sah keinen Brand sondern Kevin am Straßenrand liegen. Sofort kümmerten sie sich um Kevin, merkten dass er Fieber hatte und sie brachten ihn zum nächsten Krankenhaus. Dort kam er auf eine Intensivstation und wurde auch sofort behandelt.
Schrader war krank vor Sorge als er mit Patrik auf dem Weg nach Polen war. Als sie bei Dr. Kaminski ankamen schellte der Fuchs Sturm bei Kaminski. Als er aufmachte bekam er einen Riesen Schrecken. " Wo ist Kevin,"  fragte Schrader wütend. " Wen meinen Sie?" " Hören sie auf Theater zu spielen, dafür ist die Sache zu ernst, Kaminski. Wo ist er?"
Ihr Kevin müsste im Krankenhaus sein." " Was heißt hier müsste?" " Ich rufe sofort dort an, Fuchs." Schrader war bald am platzen so wütend war er. " Er ist im Krankenhaus."
Der Fuchs fuhr mit Patrik und Kaminski, den sie festgenommen haben zum Krankenhaus. Der Fuchs sagte zu Patrik:" Ist es in Ordnung wenn ich hier bei Kevin bleibe?" " Natürlich Wolfgang. Ist doch klar. Den Rest übernehmen wir nun. Ich verspreche Dir wir werden Dola

















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und seinen Komplizen jagen. Der Fuchs ging sofort auf die Intensivstation des Krankenhauses
und sah wie sein Kevin durchgeschwitzt und schlafend in seinem Bett lag. Er nahm seine Hand und weinte. Die ganze Anspannung, ob es ihm gut ging und ob er ihn überhaupt lebend wieder sehen würde, fiel nun bei ihm ab. Als er kurze Zeit so bei ihm saß kam der Chefarzt auf Wolfgang Schrader zu. " Hallo Herr Schrader. Tut mir leid dass sie ihren Enkel hier so bei uns liegen sehen, aber er kam in diesem Zustand schon zu uns. Er hat eine starke Lungenentzündung und ist in ein kleines Koma gefallen. Aber wir hoffen dass er bald aus dem Koma erwacht und dann auch wieder ganz gesund wird." " Das hoffe ich auch," sagte der Fuchs. Vielen Dank, Herr Doktor. Darf ich denn  hier auf der Intensivstation bleiben." Aber natürlich. Es wäre sogar besser so. Halten sie ihm die Hand und sprechen sie ruhig mit ihm. Er kann sie hören, auch wenn er nicht reagiert. Ich muss weiter, Herr Schrader, morgen werde ich wieder herein schauen bei Ihnen und Kevin."
Schrader rief seine Familie an und berichtete ihnen wie es Kevin ging. Er sagte: " Ihr braucht nicht extra nach Polen fahren. Ich bleibe bei Kevin. Ich bringe ihn euch gesund wieder."
Patrik hatte die Verfolgung von Dola aufgenommen. Er schaltete Interpol ein und nun wurde er auch international gesucht. Es dürfte eigentlich nicht mehr lange dauern bis sie ihn hätten. In ganz Europa war ein Fahndungsfoto von Dola bekannt. Und Patrik Dirkes ging sogar noch weiter und ließ im deutschen Fernsehen Dola auf einem Foto ablichten.
Am nächsten Abend hatten sie die beiden noch in Polen geschnappt und sofort festgenommen. Patrik rief gleich bei dem Fuchs an und erzählte ihm die schöne Nachricht. Der Fuchs freute sich auch, aber er musste Patrik die traurige Nachricht überbringen, dass Kevin immer noch im Koma lag. Patrik Dirkes ließ die beiden Verbrecher nach Berlin-Grunewald in Polizeigewahrsam bringen. Er selber fuhr zum Krankenhaus wo Kevin und der Fuchs sich befanden und wollte hier so lange bleiben, bis er wusste, dass es Kevin besser ging. Er setzte sich auf den Flur der Intensivstation und fragte eine Schwester dort: Sagen sie mir bescheid, wenn es Kevin besser geht?" Aber natürlich mache ich das. Machen sie sich keine Sorgen": sagte die Krankenschwester zu Patrik Dirkes.
Dirkes schlief im Sitzen auf dem Flur ein. Die Krankenschwester legte ihm eine Decke über.
Schrader machte die ganze Nacht kein Auge zu. Er betete, sprach mit Kevin streichelte seine Hände und betete wieder. Doch morgens muss er dann doch noch eingeschlafen sein. Er wurde durch irgendetwas wach. Und als er so richtig bei Sinnen war, dachte er dass Kevin ihm seine Hand streichelte, so wie er es vorher gemacht hatte. Da, noch einmal.

















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" Kevin, Kevin," sagte er zweimal. Und dann wusste er es genau. Kevin hatte ihm seine Hand gedrückt. Es gab keinen Zweifel mehr. Und kurze Zeit später machte Kevin die Augen auf und sagte:" Opa wo bin ich. Was ist passiert?" " Kevin ich freue mich so  dass du lebst." Und Kevins Opa musste weinen. Aber er nahm sich schnell wieder zusammen und fragte kannst du schon deine Mutter anrufen? " Ich kann es ja mal versuchen. Der Fuchs wählte die Nummer von zu Hause und Kevins Mutter war überglücklich als sie die Stimme ihres Jungen hörte. Auch sie weinte, aber erst als Kevin es nicht mehr mitbekam, nachdem er wieder aufgelegt hatte. Zu Hause erzählte sie ihrem Mann und der Oma von Kevin die frohe Botschaft. Alle waren aus dem Häuschen. " Gott sei dank," sagten alle drei aus tiefstem Herzen. Der Doktor kam später auch noch vorbei. Und er sagte: Hallo Kevin. Schön, ich wusste das du und dein Opa das schaffen. " " Ja, sagte Kevin zu dem Arzt: " Mein Opa und ich sind halt ein unschlagbares Team" Der Fuchs, der Doktor und auch Kevin mussten lachen.
" Wann kann ich wieder nach Hause, Herr Doktor?" Na eine Woche musst du bestimmt noch bleiben. Du willst doch wieder richtig gesund werden, oder? " Na, klar." Siehst du. Wenn deine Lungenentzündung wieder abgeklungen ist, dann kannst du auch wieder nach Hause mit deinem Opa. Vorausgesetzt er bleibt so lange hier? " Aber natürlich, sagte der Fuchs . " Ich habe auch nichts anderes erwartet," sagte der Doktor und zwinkerte dem Fuchs mit einem Auge zu. "Jetzt müssen sie aber ihren Kumpel auf dem Flur wecken, " sagte der Doktor.
 "Welchen Kumpel?" fragte der Fuchs. Der Arzt machte die Tür zum Flur auf und der Fuchs und alle mussten lachen. Patrik Dirkes schlief immer noch auf dem Flur unter der Decke. "Patrik, sagte der Fuchs als er ihn behutsam weckte. " Wach auf." So ganz langsam machte Patrik die Augen auf und sagte ganz durcheinander: " Was ist passiert? Wo bin ich?" Erst dann sah er Kevin und Patrik lachte aus dem ganzen Gesicht. " Darf ich zu ihm, Doktor." " Ausnahmsweise, gehen sie schon rein." Patrik freute sich für den Fuchs und Kevin mit. Der Arzt ging dann wieder. Patrik stellte Kevin ein paar Fragen. Er konnte sich an alles erinnern bis er im Keller bewusstlos wurde. Von da an hatte er einen Filmriss. Aber es ging ihm sehr gut dabei, als er Patrik alles erzählte. " Danke Kevin. Ich fahre nun wieder nach Berlin- Grunewald und werde deine Entführer ins Gefängnis bringe. Du brauchst keine Sorgen haben, die beiden kommen nie wieder auf freien Fuß. Tschüß Kevin Bis bald." Wolfgang ging noch mit aus dem Krankenzimmer, als Patrik fahren wollte. " Patrik, Danke dass du noch mit gewartet hast bis Kevin aus dem Koma erwacht ist. " War doch selbstverständlich, Wolfgang.


















14

Kevin erholte sich ziemlich schnell im Krankenhaus und Opa Wolfgang war die ganze Zeit bei ihm. Nach einer Woche konnten sie endlich wieder nach Hause.
Kevin traute seinen Augen nicht, als er in ihre Straße zu Hause einfuhren. Sind die Alle wegen mir gekommen? fragte Kevin als er die vielen Menschen vor seinem zu Hause sah. Und der Opa fragte ganz dumm: " Meinst du etwa die Leute sind wegen mir gekommen, Kevin." " Und die beiden lachten sich kaputt im Wagen." Kevin stieg aus dem Wagen und als erstes kam seine Mutter und drückte ihn ganz fest an sich. " Ab jetzt passen wir noch mehr auf dich auf, das verspreche ich dir Kevin." "Das weiß ich doch Mama." Und Kevin musste dann so viele Hände schütteln, dass ihm die Hand anschließend  weh tat.
Aber die Hauptsache war doch dass er wieder zu Hause. Ende gut. Alles gut.

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