Mittwoch, 7. März 2018

Der Fuchs (Teil 5) Der Tote in der letzten Reihe








Der Fuchs Teil 5

Der Tote in der letzten Reihe



Wolfgang Schrader, genannt der Fuchs, saß mit seiner Frau im Kino. Es war ganz schön gefüllt. Es war Thementag in dem Stammkino der Schraders. Sie zeigten alle Filme von Sylvester Stallone. Und Wolfgang Schrader sah sich mit seiner Frau " Rocky 4" an. Der Fuchs war ein ausgesprochener Sylvester Stallone Fan und seine Frau teilte mit ihm sein Hobby. Sie waren schon öfter in dem Kino an der Hubertstraße. Natürlich hatte Wolfgang schon alle " Rocky" Filme zu Hause auf DVD.  Aber im Kino war halt immer eine besondere Atmosphäre. Wolfgang und seine Frau tranken eine Flasche Cola Light und aßen wie immer Popcorn dazu. Sie amüsierten sich sehr gut bei dem Rocky Klassiker und waren Happy als der Film zu Ende war. Sie standen auf um den Abspielraum zu verlassen. Wolfgang nahm seine Frau unter den Arm und machte sich auf den Weg zum Ausgang, als er sich noch einmal umdrehte. " Guck mal, Schatz. Da hinten in der letzten Reihe ist jemand eingeschlafen. Ich werde ihn  wecken." Frau Schrader schaute nach hinten und tatsächlich schien jemand eingenickt zu sein. " Der Fuchs" ging zur letzten Reihe und wollte den Schläfer wecken. Er stupste ihn vorsichtig an der Schulter, doch er wurde nicht wach. Als Wolfgang Schrader sich über ihn beugte sah er, dass der Mann einen roten Fleck in seinem T-Shirt hatte. Er ging zu seiner Frau und sagte ihr leise: "Du gehst am besten schon mal vor, Liebes. Hier ist ein Verbrechen passiert. Ich sage Dir, wenn ich nach Hause komme weiteres." Frau Schrader ging aus dem Kino und sofort nach Hause. Wolfgang Schrader rief sofort seinen Nachfolger, Patrik Dirkes an und sagte ihm am Telefon: " Hallo Patrik. Hier ist ein Toter im Kino. Wahrscheinlich wurde er erstochen. Komm, bitte schnell."
Es dauerte keine zehn Minuten bis Patrik Dirkes, Hauptkommissar und Nachfolger vom Fuchs, an Ort und Stelle war. Nämlich am vermeintlichen Tatort. Der Notarzt, den Schrader auch sofort benachrichtigt hatte, konnte nur noch den Tod bestätigen. " Wolfgang, seit Du nicht mehr im Dienst bist beschaffst Du mir aber immer eine ganze Menge Arbeit." " Ich kann doch nichts dafür, oder verdächtigst du mich jetzt etwa, Patrik? " Patrik Dirkes musste lachen. " Kennst Du den Toten, Wolfgang?" " Er wollte sich mir einfach nicht mehr vorstellen. Aber das nächste mal frage ich ihn bevor er tot ist." Patrik lachte wiederum. " Du bist aber gut aufgelegt, Wolfgang. Aber Spaß bei Seite. Kennst Du den jungen Mann? " " Nein, noch nie gesehen."



















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" Aber Wolfgang, wenn du schon wieder mitten in meinem neuen Fall mitwirkst, hilfst du mir bestimmt wieder bei der Aufklärung, oder?" " Ich komme einfach nicht zum Rentnerdasein, was ich auch tue. Wenn du willst, helfe ich dir wieder gerne." " Dann sage mal Wolfgang, ist dir der Mann nicht schon beim Betreten des Kinos aufgefallen?" " Nein, Patrik. Und ich sage dir auch warum. Wir haben uns etwas verspätet und sind gerade noch zum Filmanfang in das Kino gekommen, aber da war schon alles dunkel. Wir hatten reserviert und haben uns sofort hingesetzt. Das Kino war ansonsten schon gefüllt mit Zuschauern." " Dann werde ich mal den Kinobesitzer etwas befragen, Wolfgang. Wenn du hier warten könntest und dem Arzt etwas entlocken könntest, wäre ich sehr froh." " Aber klar, mache ich doch glatt, Patrik." Der Fuchs stand bei der Leiche und nervte den Arzt etwas mit Fragen." " Der Tote ist auf keinen Fall im Kino erstochen worden, sagte Dr. Klein. Die Wunde ist schon etwas älter." " Wie alt ungefähr, " fragte Wolfgang Schrader. " "Das kann ich noch nicht genau sagen, mehr dazu nach einer Obduktion des Toten. Die Tatwaffe könnte ein Messer gewesen sein, oder ein ähnlicher spitzer Gegenstand. Aber dazu auch erst mehr nach einer Untersuchung."
" Vielen Dank. Herr Doktor." Der Fuchs ging zum Eingang und sah dort Patrik mit dem Herrn Schreiner stehen, dem Kinobesitzer, die im Gespräch vertieft waren. Als Herr Schreiner den Fuchs sah ging er auf ihn zu und sagte: " Wolfgang ich sehe schon die Schlagzeilen in der Zeitung stehen. Toter im  Kino. Müssen wir nun erst einmal schließen, oder was. Ich bin ganz durcheinander." " Reg dich nicht auf, Robert. Es wird sich alles aufklären." " Für Heute schließen sie erst einmal ihr Kino," sagte Patrik Dirkes zu Herrn Schreiner. Damit unsere Kollegen reibungsfrei arbeiten können und wir vernünftig ermitteln können. Morgen früh komme ich noch einmal zu ihnen. Sie könnten mir eine Liste mit all Ihren Kinomitarbeitern aufstellen. Bis Morgen, Herr Schreiner," sagte der Hauptkommissar Dirkes und nahm den Fuchs beiseite. " Wolfgang, es ist schon spät. Du fährst am besten nach Hause und schläfst eine Runde. Morgen wissen wir bestimmt schon mehr. Wenn du morgen früh ins Präsidium kommen könntest? Das wäre echt gut." " Bis morgen früh, Patrik." Der Fuchs ging vom Kino aus zu Fuß nach Hause. Als er dort ankam schlief schon alles im Haus. Nur seine Frau war noch wach. " Was ist los, Wolfgang. Wir haben einen toten Mann in der letzten Reihe im Kino gefunden. Ich habe sofort Patrik angerufen, der in dem fall schon ermittelt. Ich treffe ihn morgen früh auf dem Präsidium."

















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" Das ist ja schrecklich, Wolfgang. " " Der Fuchs" beruhigte seine Frau und sie gingen etwas später zu Bett.
Am nächsten Morgen fuhr Wolfgang, wie abgesprochen, ins Präsidium. " Morgen, Wolfgang. Du wirst es nicht glauben, aber der Tote ist der Hausmeister des Kinos. Herr Schreiner und auch die Frau des Toten haben die Leiche schon gesehen in der Gerichtsmedizin. Beide haben bestätigt, dass es sich bei dem Toten um Hartwig Hubert handelt. Seine Frau Martha Hubert kriegte einen Weinkrampf, als sie den toten Ehemann sah. Ich schickte sie nach Hause und sagte ihr, dass ich sie später befragen werde." " Und ist die Tatwaffe gefunden worden, Patrik." " Negativ. Wir haben das ganze Kino und auch den dazugehörigen Parkplatz abgesucht. Nichts haben wir gefunden." Weiß denn der Arzt etwas über die Tatwaffe?" " Er sagte nur, dass ein spitzer Gegenstand benutz worden sein muss. Der Hausmeister wurde erstochen. Aber ob es nun ein Messer oder eine Schere oder ein anderer Gegenstand benutzt worden ist, dass kann er noch nicht sagen." " Und der Tatzeitpunkt?" " Er muss schon einen ganzen Tag dort tot gesessen haben in der letzten Reihe des Kinos." " Aber wie ist das möglich. Es muss doch jemand etwas gesehen haben, Patrik." " Ich habe den Besitzer des Kinos danach befragt und der sagte mir, dass vorgestern, also in der Zeit wo der Mann vermutlich erstochen wurde, dass Kino geschlossen war. Wir haben immer Montags geschlossen, sagte mir der Besitzer." "Also ist der Mord passiert, als Ruhetag war im Kino."   
" So sieht es aus, Wolfgang." " Das hört sich nach einer Menge Arbeit für uns an, Patrik."
" Wo wollen wir anfangen, Wolfgang." " Ich würde sagen wir befragen zuerst einmal Frau Hubert, damit wir mehr über den Toten erfahren." " Also gut."
" Der Fuchs" und Patrik Dirkes fuhren mit dem Dienstwagen zu der Frau des Toten Hausmeisters. Wolfgang Schrader, der eigentlich seine Pension genießen wollte, war schon wieder mittendrin in der Polizeiarbeit. Aber er konnte auch irgendwie nicht anders. Aber seine Familie musste darunter etwas leiden, besonders sein Enkelkind Kevin, der dachte, wenn Opa in Pension geht, könne er viel mehr mit seinem Opa spielen, Fußball oder Fahrrad fahren. Aber Kevin kannte seinen Opa ziemlich gut. Kevin wusste dass sein Opa ein guter Polizist war und noch immer ist, aber dennoch nahm er sich manchmal auch Zeit für Kevin. Aber heute war nichts mehr mit spielen, dass wusste selbst Kevin. Denn immer, wenn sein Opa einen neuen Fall hatte gab es viel zu tun. Deshalb fragte Kevin heute einmal seine Oma
ob sie für ihn Zeit hatte. " Was hast du denn vor, Kevin?" " Ich würde gerne mit dem Fahrrad etwas ausfahren, Oma." " Da hast du aber Glück. Ich habe etwas Zeit heute und auch Lust mit meinem Enkel Fahrrad zu fahren."






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" Oh Prima, Oma. Das finde ich aber gut." Als die beiden losfuhren mit dem Fahrrad von zu Hause, klingelte "der Fuchs" gerade an der Haustür von Frau Hubert. " Guten Tag Frau Hubert. Herzliches Beileid." "Danke schön Herr..." " Ach Entschuldigung. Schrader ist mein Name. Und das ist Hauptkommissar Patrik Dirkes. Aber Herrn Dirkes kennen sie ja schon." " Ja." "Frau Hubert wir hätten einige Fragen an sie, sind sie in der Lage uns diese zu beantworten?" " So weit es mir möglich ist, natürlich." "Ihr Mann und sie waren kinderlos. Ist das richtig." "Ja, das ist richtig. Mein Mann konnte keine Kinder zeugen." Wollten sie denn welche?" " Ja, wir wollten Kinder haben. Aber wie gesagt, es konnte nicht klappen." Haben ihr Mann und sie noch Geschwister?" " Mein Mann hat noch einen jüngeren Bruder und ich habe auch noch einen Bruder." "Aber warum fragen sie das?" " Wir müssen in alle Richtungen ermitteln, Frau Hubert. Nur deshalb fragen wir," sagte der Fuchs.
"Hatte ihr Mann Feinde?" " Mein Mann war Hausmeister in einem Kino, wie soll der Feinde gehabt haben?" " Was hat ihr Mann denn sonst so gemacht, in seiner Freizeit?" Er war Fußballtrainer in einem kleinen Verein." " Was für Mannschaften hat er denn so trainiert, Jugendmannschaften?" " Nein er hat die erste Mannschaft von dem 1.FC Grunewald, ein kleiner Verein am Rande von Berlin trainiert. Der 1 FC spielt in der Kreisklasse Fußball."
" Na dann hatte er auch genug zu tun mit dem Verein nehme ich an." " Das kann man wohl sagen." " Das hört sich aber nicht so begeistert an." " Ach hören sie auf. Ich gebe es ja zu. Mein Mann war ja fast mehr mit dem Verein verheiratet, als mit mir. Warum soll ich da ein Geheimnis daraus machen." Wolfgang Schrader und auch Patrik Dirkes wollten Frau Hubert nicht gleich beim ersten Gespräch überfordern, und genug Anhaltspunkte zum ermitteln hatten sie auch. Deshalb ließen sie Frau Hubert erst einmal alleine und fuhren  zum Präsidium zurück. " Weißt du was, Patrik. Entweder lösen wir den Fall ganz schnell oder es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Weißt du wie groß manchmal so ein Fußballverein sein kann." " Ja, ich weiß Wolfgang. Aber wer weiß ob jemand aus dem Verein etwas damit zu tun hat. Vielleicht, vielleicht aber auch nicht." " Na ja. Wie auch immer, ich werde mal mit dem 1. Vorsitzenden des Vereins sprechen müssen, sagte Wolfgang Schrader. Fährst du zum Kino, Patrik, und holst die Liste mit seinen Angestellten drauf von Herrn Schreiner, die er hoffentlich zusammen hat." " Aber sicher doch. Vielleicht kann ich den einen oder anderen Angestellten dann schon befragen." "Okay. Patrik, wenn ich bei dem 1. Vorsitzenden von dem Fußballverein war, wollte ich nach Hause. Und morgen kann ich nicht. Da habe ich Kevin versprochen mit ihm Minigolf spielen zu gehen. Ist das in Ordnung?"

















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" Aber klar, Wolfgang. Ich bin schon froh, dass du mir überhaupt so viel hilfst. Also dann bis übermorgen." " Tschüß Patrik. Bis dann."
Patrik fuhr zum Kino und holte sich die Liste von den Mitarbeitern vom Kinobesitzer. Wolfgang fuhr zu dem 1 Vorsitzenden des 1.FC Grunewald. Der wohnte ganz in der Nähe des Fußballplatzes vom Verein. " Guten Tag", sagte Wolfgang zu dem älteren Herren, der die Tür vorsichtig aufmachte. " Ja, bitte." " Entschuldigung, sind sie der Herr Franke." " Ja, was kann ich für sie tun?" " Mein Name ist Wolfgang Schrader. Ich bin Hauptkommissar a.D. Und ich helfe meinem Nachfolger ein bisschen bei der Arbeit. Kann ich herein kommen, Herr Franke." " Wenn ich erfahren darf worum es geht." " Es geht um ihren Trainer der ersten Mannschaft im Verein." " Hat er was angestellt?" " Nein, das nicht. Aber wollen wir das nicht besser im Haus klären?" " Entschuldigung, ja. Kommen sie herein."
Als der Fuchs im Wohnzimmer Platz nahm sah er einen optisch alt aussehenden Mann, der von der Statur aber noch sehr rüstig und sportlich aussah. So stellte sich " der Fuchs " einen 1. Vorsitzenden eines Fußballvereines auch vor. Sportlich und auch in dem Alter. " Wie lange sind sie schon Vorsitzender im Verein?" " Was schätzen sie, Herr Kommissar." " Bestimmt schon lange. So etwa 12 Jahre vielleicht." " Ich hatte letztes Jahr " Silberhochzeit" so zu sagen." " Nein", sagte Schrader. " 25 Jahre. Alle Achtung." " Aber wieso sind sie hier, Herr Schrader?" " Ich wollte ihnen ein paar Fragen stellen. Herr Franke sie scheinen wirklich noch nichts zu wissen. " " Nein was ist passiert?" " Ihr Trainer Herr Hubert ist gestern tot im Kino aufgefunden worden. Ermordet." Gut, dass Herr Franke schon saß. Die Frau, die in der Küche alles mitbekam, brachte ihm einen Schluck Wasser. " Alles in Ordnung, Herr Franke?" Geht es wieder?" fragte der Fuchs gleich im Anschluss. Herr Franke war etwas blass. Es schien ihn sehr mitzunehmen. " Herr Franke kann ich ihnen ein paar Fragen stellen?" "Sie gehen besser sagte Frau Franke, mein Mann ist Herzkrank." " Der Fuchs wollte schon wieder gehen, als Herr Franke sagte: " Nein, Nein. Herr Kommissar bleiben sie ruhig. Es geht schon wieder." Schrader sah plötzlich, dass sich Herr Franke wie ein Wunder schnell erholt hatte. Na nu, dachte Schrader. War alles nur gespielt? Na ja.
" Wie lange war der Herr Hubert bei Ihnen schon Trainer bei der 1. Vereinsmannschaft im Verein?" " Das sind so etwa 6 Jahre." " Und sollte er bleiben, machte er seine Arbeit gut?" " Ja wir waren sehr zufrieden mit seiner Arbeit als Trainer im Verein." Gab es auch mal Zeiten wo es anders war?" Ich glaube so etwas gibt es immer mal im Laufe des Fußballsports. Wissen sie, mal gewinnt man mal verliert man."

















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" Hatten sie schon einmal an einen Trainerwechsel gedacht, Herr Franke?" " Nein nie." " Waren sie immer zufrieden mit ihrem Trainer?" " Ja." " So etwas findet man selten im Sport. Sechs Jahre lang. Das muss eine gute Zusammenarbeit gewesen sein." Okay. Herr Franke. Ich habe glaube erst einmal genug Fragen gestellt. Aber halten sie sich bitte für weitere Fragen zur Verfügung." " Gut das mache ich, Herr Kommissar." Wolfgang Schrader fuhr mit seinem Wagen nach Hause und freute sich schon auf seine Familie. Als er in die Hofeinfahrt fuhr rannte sein Enkel, der seinen Opa ganz toll fand, das beruhte übrigens auf Gegenseitigkeit, ihm schon entgegen. " Opa fängst du wieder Verbrecher?" " Ja, Kevin." " Das ist ja cool. Was meinst du, was meine Klassenkameraden alles wissen wollen über dich." " Und was sagst du ihnen dann?" " Das du der beste und cleverste Opa bist, den es gibt." " Oh vielen Dank. Die Komplimente kann ich meinem Enkel auch zurückgeben." " Oh danke Opa. Ich möchte auch Polizist werden." " Das überleg dir aber noch mal. Es gibt heute so viele andere Berufe, die dir vielleicht Spaß machen können. Aber du hast ja noch eine ganze Weile Zeit, bis du aus der Schule kommst und arbeiten darfst. Wollen wir morgen Minigolf spielen, Kevin?" " Ja, sehr gerne. Ich freue mich schon. Musst du morgen mal keine Verbrecher jagen?" " Morgen habe ich mir Zeit für dich genommen, Kevin." " Das ist ja super. Danke, Opa."
Der Fuchs ging mit Kevin zusammen ins Haus. Die Oma von Kevin wartete schon auf ihren Mann, Wolfgang, mit dem Abendbrot.  Der Fuchs war froh, dass er Feierabend hatte. Er wollte mit seiner Frau sich einen gemütlichen Abend machen. Sie guckten ein bisschen Fernsehen und beide tranken ein Gläschen Rotwein zum entspannen. Etwas später gingen sie noch etwas heraus und wollten sich die Beine vertreten. Ein Spaziergang war genau das richtige. Als sie wieder zu Hause waren gingen sie früh schlafen.
Am nächsten morgen wurden die beiden von ihrem Enkelsohn lauthals geweckt. Kevin rief ein paar mal: " Opa, aufstehen. Du wolltest doch mit mir Minigolf spielen." " Der Fuchs" schaute auf seine Armbanduhr und musste sich beherrschen, weil es war erst 6.30 Uhr. " Aber, Kevin. Es ist noch zu früh. Der Minigolfplatz öffnet erst um 9 Uhr. Wir haben also noch genug Zeit." " Was mache ich jetzt so lange, Opa? Ich kann nicht mehr schlafen. " " Okay, Kevin. Ich stehe mit auf. Und wenn ich mich frisch gemacht habe dann können wir in Ruhe frühstücken. Wir haben Brötchen, Kevin, und Aprikosenmarmelade." "Lecker." " Kevin, dann sag deinen Eltern Bescheid dass du bei uns frühstückst. " Kevin war schon auf dem Weg nach unten, als der Fuchs ihn noch mal zurückrief. " Du, Kevin. Warte noch ein bisschen damit es ist noch früh. Setze dich schon mal vor unseren Fernseher und schau dir den Kindersender an, ja. Ich bin gleich so weit"






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" Alles klar, Opa." Der Fuchs ging derweil ins Badezimmer wo seine Frau sich schon am Waschen war. " Ich bin noch richtig müde, Liebes. Ich brauche gleich erst einmal eine starke Tasse Kaffee." " Ich mache gleich das Frühstück fertig, Wolfgang." " Nein mach du nur den Kaffee, ich werde mit Kevin den Rest machen." " Oh, das finde ich aber toll. Da freue mich aber." " So war es auch gedacht von mir." Wolfgang deckte mit Kevin den Frühstückstisch. Kevin war gut gelaunt. Schließlich war er voller Vorfreude auf das Minigolf spielen. Kevin aß mit seinen Großeltern zusammen. Er machte sich zwei Brötchenhälften mit Aprikosenmarmelade. " Ah, das schmeckt mir." Und er lachte dabei so schön, dass seine Großeltern nicht anders konnten und auch lachten.
Wolfgang fuhr mit Kevin zusammen auf dem Fahrrad zum Minigolfplatz. Es war noch ziemlich leer auf dem Minigolfplatz. Kevin freute das sehr. " Dann kommen wir schneller durch und brauchen nicht warten, Opa." " Genau Kevin." Die beiden hatten viel Spaß beim spielen und als sie so spielten wurde es immer voller auf dem Minigolfplatz. " Guck mal, Opa. Wir sind gleich schon fertig und die anderen müssen alle warten, weil es so voll ist. Das haben wir gut gemacht, Opa. Nicht wahr." "Nein, Kevin. Das haben wir nicht gut gemacht, sondern sehr gut." Kevin hat übrigens wieder gewonnen. Er weiß allerdings nicht, dass sein Opa immer ein bisschen schummelt und extra schlechter spielt, damit sein Enkel ein Erfolgserlebnis hat. So war Kevin gut gelaunt. Die beiden tranken noch eine kühle Cola zusammen und fuhren dann wieder mit dem Fahrrad zurück nach Hause. Auf dem Nachhauseweg fragte " der Fuchs " seinen Enkel was er sich denn zu seiner Firmung wünscht die dieses Jahr stattfindet in der Gemeinde und ob er sich schon darauf freut. " Na Klar, freue ich mich. Ich wünsche mir ein neues Fahrrad. Ich habe vor kurzem in der Stadt ein schönes Mountainbike im Fahrradgeschäft gesehen."
Da hatte der Opa schon mal ein Teil, was er Kevin zur Firmung schenken konnte. Er hatte bis gerade nämlich keine Idee gehabt. Gut, dass er Kevin darauf angesprochen hat. Gleich morgen wollte er zum Fahrradgeschäft fahren  und sich ein Fahrrad für Kevin aussuchen. Ein Mountainbike.
Als die beiden zusammen zu Hause ankamen gab es erst einmal Mittagessen. " Was gibt es bei Oma und dir heute zum Mittag?" " Erbsensuppe." " Alles klar. Bei uns gibt es Nudeln mit Ketchup. Du wirst verstehen warum ich heute nicht bei euch Mittag esse, Opa." "Der Fuchs" musste lachen. " Alles klar, Kevin. Ich verstehe dich. Bis später."
Kevin lief schnell in die Küche wo seine Eltern schon auf ihn warteten.

















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Nach dem Mittag legte sich der Fuchs immer ein bisschen hin, wenn er zu Hause war.
Er schlief  bis nachmittags. Um ca. 16 Uhr wurde er wieder wach. Es war doch etwas anstrengend gewesen mit Kevin. " Der Fuchs " war ja auch nicht mehr der Jüngste.
Der Rest des Tages war sehr ruhig. Kevin war bei seinen Eltern unten im Haus und er guckte etwas Fernsehen mit seiner Frau, aß noch eine Kleinigkeit zum Abendbrot und ging dann früh schlafen.
Am nächsten morgen fuhr er zum Präsidium, wo Patrik schon auf ihn wartete. " Gute Morgen, Wolfgang. Wie sieht es aus bei Dir? " " Alles gut, Patrik." " Warst du denn gestern noch bei dem Vorsitzenden des Fußballvereins?" " Ja ich war bei Herrn Franke, Patrik." " Und was hat er gesagt? " " Er wusste noch gar nicht, dass der Trainer von seinem Verein tot ist. Und er brach bald zusammen als ich ihm das sagte. Die Frau wollte mich schon wieder wegschicken, aber plötzlich erholte sich Herr Franke auf wundersame Weise und er erzählte mir dass er mit dem Trainer seit sechs Jahren zufrieden war. " " Komisch." " Und Patrik hast du die Liste der Mitarbeiter vom Kino bekommen?" " Ja, habe ich. Aber viele sind da nicht. Außer dem Kinobesitzer, einer Verkäuferin und einer Putzfrau und zwei Filmvorführern und dem Hausmeister sind da keine weiteren Mitarbeiter. Vielleicht ist ja jemandem etwas aufgefallen von dem Kinopersonal." " Wie ist der tote überhaupt in das Kino gekommen in die letzte Reihe. Jemand muss ihn da hineingetragen haben." " Eine Frau fällt also aus als Täter?" " Nicht unbedingt. Ihr kann jemand geholfen haben, vielleicht ein Mittäter." " Hatte der oder die Täter einen Schlüssel zum Kino oder hatten sie den Schlüssel gar dem Opfer nach der Tat aus der Hosentasche genommen. Das sind alles fragen die sich auf den unmittelbaren Bekanntenkreis des Opfers beziehen. Und ich glaube dort muss auch unser Ermittlungsansatz liegen." " Ich glaube du hast recht, Wolfgang. Der Täter kannte das Opfer. Ich nehme an sogar sehr gut. Am Besten wir beide befragen erst einmal das Kinopersonal.
Wolfgang Schrader und sein Nachfolger Patrik Dirkes fuhren gemeinsam zum Kino um das personal einzeln zu befragen. Aber zuerst stellte " der Fuchs" allen die Frage. " Wer Hat alles einen Schlüssel zum Kino?" " Alle von uns haben einen Schlüssel zum Kino." " O.K. Dann sind auch alle erst einmal im Kreis der Verdächtigen. denn  irgendwer muss ja den Toten ins Kino gesetzt haben, in die letzte Reihe." Fangen wir mit Ihnen an Herr Schreiner. Was haben sie an ihrem freien Tag gemacht. " Ich, " sagte er verwundert. Verdächtigen sie etwa mich?" " Ich sagte schon zu erst sind alle Verdächtigt, die Zugang zum Kino hatten." " Also was haben sie gemacht abends? " Ich war mit einem Kumpel auf Kneipentour."

















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 " Okay. Dann schreiben sie uns die Adresse ihres Freundes auf und die Kneipennamen die sie besucht haben." " Aber. " " Nichts aber. Und nun würde ich gerne von der Reinigungskraft wissen wo sie an dem Abend waren. Ich war mit meinem Mann zu Hause und habe Fernsehen geguckt:" Was haben sie sich denn angeguckt?" " Auf einem privaten Sender haben  wir eine Ratesendung geguckt mit Günther Jauch. Den gucken wir immer Montagabends."
" Auch das werden wir überprüfen. Und die beiden Filmvorführer was haben sie gemacht?" " Wir waren zusammen auf einer Messe für Film und Fernsehen. Sozusagen eine Weiterbildung in Köln." " Da werden sie bestimmt noch eine Fahrkarte oder etwas anderes haben? " " Die haben wir weggeschmissen. Wer denkt denn auch gleich, das etwas passiert. Aber Moment mal, ich habe noch die Eintrittskarte von der Messe in der Tasche." " Sie auch?" " Nein tut mir leid," sagte der andere Filmvorführer. Aber mein Kollege kann bezeugen, dass ich mit ihm zusammen da war." " Ja, das kann ich." " Na wunderbar. Da haben ja alle ein sicheres Alibi. Trotzdem wir das überprüfen. Das verstehen sie ja." Wolfgang und Patrik fuhren wieder ins Präsidium. "Komisch. Alle haben Alibis, Wolfgang. Als ob sie wussten, dass sie eines brauchten." Ja aber den beiden Messegängern glaube ich noch am ehesten. Beide hatten die Tickets für den Zug weggeschmissen und dann kam aber doch noch einer von den Beiden mit einer Eintrittskarte rüber. Die Putzfrau schließe ich einfach mal aus, weil sie ist eine Frau." " Oder ihr Mann hat ihr bei der Tat bzw. beim Tragen der Leiche geholfen."
" Ja einen klaren Verdächtigen haben wir noch nicht. Außerdem ist die Tatwaffe immer noch nicht aufgetaucht." " Die finden wir bestimmt noch, Wolfgang."
"Vielleicht haben wir noch mehr Verdächtige. Du weißt ja unser Opfer war im Fußballverein. Und die Frau des Toten, Martha Hubert. Als sie gesagt hat, dass ihr Mann mehr mit dem Verein als mit ihr verheiratet war, dass hört sich doch genau so an als wenn sie einen Geliebten hatte." " Und das werden wir auch noch herausfinden. Du siehst also, Patrik. Nach Arbeit brauchen wir uns nicht umsehen, die haben wir genug."" Wir sind ja auch noch am Anfang dieses Falles. Das wird schon."
Nachdem die beiden Polizeibeamten Feierabend gemacht hatten fuhr Wolfgang Schrader noch in die Stadt. Er fuhr zum Fahrradgeschäft und ging hinein um mal zu gucken, ob er ein schönes Fahrrad für Kevin ausfindig machen konnte. Als er in den Laden ging kam ihm gleich ein Verkäufer, auf halbem Weg, entgegen. " Kann ich etwas für sie tun, mein Herr?"
Gerade das wollte Schrader vermeiden. Er hätte erst einmal lieber selber geguckt, in Ruhe. Aber vielleicht war es ja gar nicht so verkehrt wenn ihm der Verkäufer etwas helfen würde.





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" Ja gerne, " sagte "der Fuchs" zu dem Verkäufer. " Ich suche ein Fahrrad für mein Enkelkind. Ich möchte es ihm zur Firmung schenken." " Oh, das finde ich gut. Fahrrad fahren ist ganz schön angesagt bei den Kids. Darf ich ihnen mal ein paar Modelle präsentieren." " Ja eigentlich wollte ich erst einmal alleine gucken was mir oder was meinem Enkel so gefallen könnte. Und wenn ich fragen habe komme ich auf sie zu." " Sehr gut der Herr. So machen wir das." Schrader guckte erst einmal bei den Mountainbikes und zwar besonders bei den blauen Modellen. Sein Enkel liebte Blau. Wenn, dann würde er sich sicher über ein blaues Fahrrad freuen. Und es sollten mindestens 21 Gang sein. Das hatte " der Fuchs" noch so im Hinterkopf behalten als er und sein Enkelsohn sich über Fahrräder unterhalten haben. Es war vier blaue Mountainbikes zu sehen. " Sind diese blauen Mountainbikes alle gleich ausgestattet, oder gibt es da Unterschiede?" wollte Schrader von dem Verkäufer wissen. Der kam gleich mit riesigen Schritten an und sagte zu Wolfgang Schrader:" " Zwei davon sind mit 21Gang ausgestattet und die anderen beiden mit einer 24er Gangschaltung." " Und was würden sie empfehlen? Mein Enkel sprach von 21 Gang, ist das O.K.. " " Ganz wie ihr Enkel das haben möchte. Die Fahrräder sind alle vier gut und preiswert noch dazu." " Was kostet denn so ein Fahrrad hier zum Beispiel?" Der Fuchs zeigte auf das ihm am nächsten stehende.
" Diese hier auf das sie gerade zeigen kostet 450 Euro." " Ja das ist preiswert," sagte der Fuchs, der keine Blöße zeigen wollte, aber eigentlich dachte, dass die Dinger auch immer teurer werden. "Und die anderen drei." "Die sind etwas teurer als dieses hier."
" Oh dann habe ich heute wohl einen sparsamen Blick." " Wie meinen, der Herr?" " Ach es sollte nur ein Spaß sein." Der Verkäufer hatte seinen kleinen Witz nicht ganz begriffen. " Gut," sagte der Fuchs. Ich muss da einen Nacht drüber schlafen bevor ich mich entscheide und außerdem hat da meine Frau auch noch ein Wörtchen mit zu reden. Ich werde die nächsten Tage wieder kommen, wenn ich das Fahrrad kaufen möchte:" " Ja gut, mein Herr. Wir könnten, wenn sie wollten dieses bestimmte Fahrrad was sie sich ausgesucht haben für sie reservieren." " Oh das würden sie machen?" " Aber selbstverständlich, mein Herr. Wenn sie mir freundlicherweise ihren Namen nennen würden." " Aber sicher. Mein Name ist Wolfgang Schrader. Und sie stellen das Fahrrad für mich zur Seite?" " Aber gerne doch, mein Herr." "Der Fuchs bedankte sich bei dem netten Verkäufer und verließ den Laden. Einen  guten Service hat der Laden aber. Wenn ich nicht woanders noch ein besseres Angebot finde, werde ich das Rad wohl dort kaufen. Wolfgang fuhr sehr zufrieden wieder nach Hause.
Er wollte seine Frau gleich von dem Fahrradladen erzählen.

















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Als Wolfgang in der Wohnung war und seine Frau rief, fragte er zuerst ob Kevin irgendwo in der Nähe ist. " Warum," fragte seine Frau. " Weil ich eine Überraschung für Kevin habe. Und er darf doch nichts davon mitbekommen." " Was hast du für eine Überraschung?" wollte seine Frau wissen. " Na weißt du. Ich war doch mit Kevin Minigolf spielen und auf dem Nachhauseweg hat er mir verraten, dass er sich ein Fahrrad wünscht zu seiner Firmung. Und deshalb bin ich heute in ein Fahrradgeschäft gegangen und habe mir Fahrräder angeguckt."
der Fuchs erzählt seiner Frau wie schön und auch wie teuer das Fahrrad ist.
" Na , wenn dir es gut gefällt. Du kennst am besten den Geschmack des Jungen. Und blau ist es auch noch. Dann kauf es doch morgen, Wolfgang." " Du bist einverstanden. Das finde ich gut."
Am nächsten Tag fuhr Wolfgang noch bevor er zum Präsidium kam, bei dem Fahrradgeschäft vorbei und kaufte das Rad. 450 Euro bezahlte er im Geschäft und sagte dem Verkäufer, dass er das Rad nach Feierabend abholen werde. Der Verkäufer war sehr erfreut darüber. Kevin wird staunen auf der Firmung, wenn er das Rad sieht. Wolfgang freute sich schon darauf, wenn Kevin sein Geschenk vor der Tür stehen sieht. Bestimmt ist er von den Socken, wenn er das erste mal damit fährt.
" Morgen, Patrik. Wie geht es dir?" " Ganz gut." "Was hältst du davon, wenn ich mir am Wochenende ein Spiel vom 1 FC Grunewald anschaue. Ich habe schon lange nicht mehr zugeguckt bei einem Fußballspiel, außer im Fernsehen die Bundesliga. Ich könnte mich ja ein bisschen umhören bei den Spielern, Mitgliedern und Fans des Vereins." " Das finde ich eine gute Idee, Wolfgang. Das finde ich toll, dass du mir hilfst bei der Ermittlung des Falles. Übrigens die Tatwaffe haben wir immer noch nicht. Ich schicke ein paar Polizisten zum Kinogebäude und lasse noch einmal auch um das Kino herum suchen." " Irgendwo muss das Messer oder so etwas ähnliches doch zu finden sein."
Patrik Dirkes schickt ein paar Polizisten, die das Kino und das Kinogelände noch mal durchsuchen sollen, los. Wolfgang ging wie versprochen zum Fußballplatz am Sonntag. Als er dort ankam waren schon viele Zuschauer am Spielfeldrand vertreten. Er stellte sich mitten in die Menge, um vielleicht etwas mit zu bekommen von den Gesprächen der Leute. Natürlich war der Mord an dem Trainer Thema Nr1. Die Leute sagten aber nur allgemeine Sachen darüber wie zum Beispiel, wer macht den so etwas und hoffentlich kriegen sie bald den Mörder. Aber ein Wortfetzen kriegte er dann doch noch mit, als nämlich ein junger Mann sagte:" Ich kann mir schon denken wer das war, aber verdächtigen möchte ich hier ja keinen."

















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Wolfgang Schrader hatte genau gesehen wer das gesagt hatte und merkte sich das Gesicht ganz genau. Das Fußballspiel lief aber auch ohne den Trainer ganz gut. Es war schon ein neuer Trainer im Einsatz: So schnelllebig ist es heute im Sport der eine geht der nächste kommt. Aber vor dem Spiel hat der Verein mit einer Gedenkminute an den alten Trainer gedacht. Und die Spieler spielten alle mit einer Trauerbinde zum Gedenken an Trainer Hartwig Hubert. Das Ergebnis war Nebensache. Es war ein trauriger Moment in der Vereinsgeschichte.
Als das Spiel zu Ende war schaute "der Fuchs" Ausschau nach dem Mann, der gesagt hatte, er könne sich denken wer das getan hatte. Er ging auf den Mann zu und sprach ihn an. " Hallo, ich bin Wolfgang Schrader und helfe bei den Ermittlungen zu dem Mordfall Hartwig Hubert. " Hallo," sagte der Mann und wollte schon weitergehen. " Ich habe vorhin mitbekommen, dass sie zu den anderen Zuschauern sagten, sie könnten sich vorstellen wer das gemacht hat." " Da müssen sie sich verhört haben." "Oh nein. Ich habe mich nicht verhört. Und wenn sie einen Verdacht haben, wäre ich froh, wenn sie diesen  äußern würden. Schließlich geht es hier um einen Mord. Wenn sie nicht mit mir reden wollen, Okay. Ich kann sie auch auf das Präsidium bestellen, wenn ihnen das lieber ist?" "Also gut. Ich habe einen Verdacht. Ich habe mitgekriegt wie der Trainer mit dem 1. Vorsitzenden gestritten hat. Ich habe nicht alles gehört, worüber sie gesprochen haben, aber es ging wohl um Geld. Und in letzter Zeit haben sie sich öfter in der Wolle gehabt." " Sie stritten also schon über einen längeren Zeitpunkt." " In der letzten Zeit kam das vor, ja. Aber hören sie, Herr Kommissar. Diese Informationen haben  sie nicht von mir." " Ich kann ihnen nicht versprechen, sie da ganz herauszuhalten aber danke für diese Information. Vielleicht brauchen wir sie gar nicht, aber sie könnten was sie gerade mir gesagt haben auch beschwören." " Ja, das würde ich tun." Vielen Dank der Herr.
Ich schreibe mir gleich ihre Personalien auf und dann war es das erst einmal. Danke."
Am Montag morgen fuhr Wolfgang Schrader ins Präsidium und erzählte Patrik was er auf dem Fußballplatz erfahren hat. Patrik hörte aufmerksam zu. Als "der Fuchs" ihm alles berichtet hat sagte Patrik:" Ich habe auch eine Neuigkeit für Dich, Wolfgang. Unsere Kollegen haben im Müllcontainer hinterm Kino auf dem Parkplatz, eine Messer gefunden."
" Aha. Es geht also voran. Und habt ihr auch schon Fingerabdrücke gefunden auf der Tatwaffe?" " Blutspuren vom Opfer und Fingerabdrücke vermutlich vom Täter." Sehr gut", sagte Schrader.  Patrik ich würde am liebsten nach Herrn Franke fahren und ihn nach dem Streit befragen den er mit dem Trainer hatte."






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 " Dann fahre ich zu Frau Hubert, um sie zu fragen ob sie einen Geliebten hatte."
Als Kommissar Schrader an der Haustür klingelte kam Herr Franke und machte die Tür auf. " " Ja, bitte. " Guten Tag, Herr Franke. Ich habe da noch ein  paar Fragen an sie. Könnte ich bitte mit ihnen sprechen?" " Ja, kommen sie herein. Schrader ging mit Herrn Franke ins Haus. Sie setzten sich wieder ins Wohnzimmer. Als die beiden saßen ging der Fuchs auch gleich in Medias Res. " Herr Franke sie sagten zu mir die Tage als ich bei ihnen war, das sie stets gut mit dem Trainer Hubert ausgekommen sind. Wie mir aber jetzt zu Ohren gekommen ist, war das in der letzten Zeit ganz anders. Sie hatten öfter Streit mit Hubert. Wieso haben sie mir das nicht gleich erzählt?" " Ja wissen sie, weil es eigentlich eine Lappalie war worum wir uns gestritten haben." " Worum ging es denn?" Er wollte mehr Geld für seinen Trainerposten, schließlich war er schon Jahren erfolgreich mit der Mannschaft gewesen. Aber wir sind ein kleiner Verein. Wir müssen sehen, wie wir über die Runden kommen." " Und haben sie es ihm auch so erklärt?" " Ja." " Aber?" " Aber er bestand auf einer Erhöhung des Trainergehaltes. " " Und was sagten sie dazu " " Erst war ich dagegen. Aber dann habe ich einer Erhöhung des Gehaltes zugestimmt und die Sache war vom Tisch." " Und der Rest des Vorstandes war damit einverstanden?" "Ich habe noch nicht mit ihnen darüber gesprochen, dass wollte ich bei der nächsten Vorstandssitzung machen." " Das hat sich ja nun erledigt, " sagte Herr Schrader mit vorwurfsvollem Unterton." " Warum wollten sie mir das nicht gleich erzählen, Herr Franke?" " Ich hatte Angst, dass sie mich deshalb verdächtigen würden, aber man bringt doch keinen um wegen so einer Lappalie." " Was meinen sie, was ich schon komische Motive für einen Mord kennen lernen musste, und es gab auch Morde wegen niedrigen Beweggründen. Das waren aber wirklich Lappalien. Aber bei unserem Fall hier geht es sogar um Geld. Wie viel Geld wollte der Trainer denn mehr haben?" " Es ging um 50 Euro." " Aber immerhin. Und das jeden Monat. Sie sind ein kleiner Verein, Herr Franke. Ihre Worte sind das. Und das ist nicht unbedingt eine Lappalie wie sie sagen. Ich würde sie am liebsten mit auf das Revier nehmen, aber es besteht keine Fluchtgefahr, nehme ich an. Wenn sie mir versprechen sich zur Verfügung zu halten, dann können sie zu Hause bleiben."
" Ich verspreche ihnen, Herr Kommissar. Ich werde zu Hause bleiben." Okay. Aber sie sind Mitverdächtiger, wir könnten sie jederzeit festnehmen. Und ich sage ihnen gleich. Ich werde eine Polizeistreife vor ihrem Haus aufstellen, damit sie keinen Unfug machen."
Herr Schrader fuhr, nachdem er Herrn Franke unmissverständlich beigebracht hatte, dass er zum Kreis der Verdächtigen gehört, wieder zum Präsidium zurück.

















14

Dort wartete er auf Patrik, der bald zurück sein musste von Frau Hubert. Er war gespannt, was er von Patrik über Frau Hubert zu hören bekam. Aber es dauerte noch eine ganze Weile bis Patrik wieder kommen sollte. Somit beschloss "der Fuchs " mal wieder in die Cafeteria, die sich im Präsidium befand, zu gehen und alte Kollegen zu treffen.
Als der Fuchs in der Cafeteria bemerkt wird, staunen die jungen Polizeibeamten nicht schlecht. Die alten Beamten freuten sich über den Besuch des alten Kollegen. Die jungen Beamten hatten sehr viel Respekt vor dem Fuchs, weil er hatte einen sehr guten Ruf. Alle kannten ihn als schlauen Ermittler, wodurch er auch den Spitznamen "der Fuchs" schon ganz früh in seiner Polizeilaufbahn bekam. Jeder hier im Präsidium und auch viele Verbrecher und alle anderen in der Szene kannten den Fuchs. Seit Jahrzehnten war er schon bekannt und man würde ihm später wenn er nicht mehr lebt bestimmt ein Denkmal setzen. Bewunderung das war es was er bei den jungen wilden Polizisten erntete.
Und als sich "der Fuchs" an den Tisch der älteren Kollegen setzte, fingen gleich mehrere mit ihm zu plaudern an. Er redete eine ganze Weile mit seinen Kollegen und die jungen Burschen beobachteten den Fuchs sogar ein bisschen. Und als er wieder die Cafeteria verließ guckten ihm die jungen Polizisten hinterher. Und einer sagte leise in die Runde: " War das der berühmte Fuchs?" " Und einer antwortete ihm leise: " Ja, das war der Fuchs."
Erst zwei, drei Minuten als der Fuchs die Cafeteria verlassen hatte, fing eine Normalität im Cafe ein. Es war so als ob ein Zeitsprung gemacht wurde. Und ein paar der jungen Kollegen würden wenn sie ihre Freundin abends aus der Boutique oder sonst wo in der Stadt von der Arbeit abholen würden von dem Fuchs erzählen und zwar mit Bewunderung.
Patrik kam von der Befragung der Frau Hubert zurück. Er wusste was er da für eine "Berühmtheit" neben sich hatte, der ihm bei diesem Fall half. Aber er kannte den Fuchs schon so lange, dass er ihn als normalen Polizisten ansah. Die jungen wilden Polizisten kannte den Fuchs einfach nicht gut genug. Auch er ist nur aus Fleisch und Blut und ein netter Kerl noch dazu. " Na, Patrik. Was hast du erreicht?" " Frau Hubert kam nach langer Befragung endlich heraus, dass sie einen Geliebten hatte. Und ich habe auch die Adresse von ihm." " Gut gemacht, Patrik." " Wollen wir ihn uns morgen gleich vornehmen den Geliebten von der Frau Hubert, Wolfgang?" " Sehr gerne. Bin mal gespannt was er zu sagen hat." " Okay, Wolfgang. Dann machen wir am Besten heute Feierabend." " Ich bin auch ganz schön erschöpft, muss ich ehrlich sagen. Bis morgen, Patrik." " Schönen Feierabend. Bis morgen, Wolfgang.

















15

Wolfgang Schrader fuhr zum Fahrradladen und holte das Geschenk für Kevin zur Firmung ab und fuhr damit, hinten im Kofferraum drin, nach Hause.
Als Schrader auf den Hof fuhr schaute er nach Kevin aus und als der nicht zu sehen holte er das Fahrrad aus dem Kofferraum heraus. Aber als er so da stand mit dem rad überlegte er. Kevin wuselte im ganzen Haus herum, dachte Wolfgang. Der findet das Fahrrad noch bevor es ein Tag im Keller steht. Deshalb schob er das Fahrrad schnell zu seinem Nachbarn und klingelte an der Tür. Der hatte Wolfgang schon ankommen sehen und hatte die Haustür schon offen gemacht. " Willst du mir ein Fahrrad schenken, Wolfgang?" " Hast du auch Firmung." " Nee." "Na siehst du. Beide lachten. Ich wollte dich fragen, ob du das Fahrrad hier für mich bei euch im Keller verstecken kannst?" " Hast du das Fahrrad geklaut?" " Ach so. Nein. Ich möchte das Fahrrad Kevin zur Firmung schenken. Aber er soll es vorher nicht sehen. Würdest du es verstecken bis zur Firmung?" " Aber klar doch, Nachbar. Da mache ich gerne mit." " Das ist ja toll. Ich gebe dir beim Nächsten gemeinsamen Kneipenbesuch einen aus dafür." " Okay. Abgemacht. " " Vielen Dank, Herr Nachbar."
Wolfgang Schrader ging wieder nach Hause. Nun war er beruhigt. In diesem Moment kam Kevin ihm entgegen. " Hallo, Opa. Hast du was ausgefressen?" " Nein, sehe ich so aus?" "Nein. Wollte dich nur einmal ärgern und gucken was du sagst." Wolfgang war erleichtert. Er dachte schon Kevin hatte gesehen, wie er das Fahrrad zum Nachbarn gebracht hat.
Am nächsten Tag im Präsidium trafen sich der Fuchs und auch Patrik wieder. "Sag mal, Patrik. Wollen wir den Geliebten von Martha Hubert nicht ein anderes Mal befragen und lieber noch einmal zu Herrn Franke fahren. " " Du magst recht haben. Im Moment ist er der Hauptverdächtige für uns. Aber wie soll der ältere Mann das Opfer in das Kino gekriegt haben. Denn wie wir ja wissen ist das Opfer nicht im Kino getötet worden sondern nur dort hingeschafft worden." " Aber täusch dich nicht. Es gibt viele ältere Männer, die noch über viel Kraft verfügen. Und der Herr Franke hat sein Leben lang viel Sport getrieben." 
Wolfgang klingelte erneut an der Tür von Herrn Franke." Als er die Tür aufmachte donnerte er gleich los: " Muss das sein , dass der Polizeiwagen direkt vor meiner Haustür steht. Ich bin doch kein Schwerverbrecher!" " Das muss noch abgewartet werden, Herr Franke. Schließlich haben wir ja einen Toten," sagte der Fuchs. " Und jetzt backen sie mal wieder kleinere Brötchen und gehen schön ins Haus um uns Fragen zu beantworten:" " Dürfen sie dass alles hier überhaupt?" " Sie werden sich noch wundern was wir alles dürfen. Ich sagte Ihnen gestern bereits, dass ich sie auch mit auf die Wache bringen könnte und in Untersuchungshaft. Wollen  sie dass, Herr Franke. Ich glaube nicht. Also seien sie ganz friedlich."

















16

" Also gut, dann kommen sie herein." " Das hört sich schon besser an," sagte der Fuchs. Als die beiden Polizisten mit Herrn Franke im Haus waren wurde er schnell ruhiger. " Das ist der Hauptkommissar Patrik Dirkes. " Guten Tag, Herr Franke. Mein Kollege hat völlig recht. Sie sind nicht in der Position, dass sie Ansprüche stellen können oder gar meckern. " Aber was werfen sie mir denn vor?" " Sie hatten Streit mit dem Opfer und sie hatten ein Motiv." "Aber was für ein Motiv soll es denn sein:" Sie wollten  ihm sein Gehalt nicht erhöhen. Und der Verein hätte es sowieso nicht können. Sie hätten ihn aus eigener Tasche bezahlen müssen. Und das wollten sie nicht. Warum haben sie denn nicht mit dem Vorstand gesprochen. Oder einen anderen Trainer geholt. Da stimmt irgendetwas nicht. Ich glaube sie verschweigen uns etwas, Herr Franke." " Aber ich habe ihnen alles gesagt."
Die beiden Kommissare kamen bei Herrn Franke nicht weiter. So dass sie erst einmal nach Herrn Bode fuhren dem Geliebten von Frau Hubert.
" Als sie an der Tür klingelten, dauerte es ziemlich lange bis sie etwas hörten, aber es war nicht die Tür, die offen ging. Nein, es war das knattern eines Motorrades dass sie hörten. Und wo sie noch an der Haustür standen, kam Herr Bode aus der Einfahrt neben dem Haus und fuhr mit schnellem Tempo Richtung Stadt. Die beiden Polizisten reagierten sehr schnell. Sofort liefen sie zum Auto, machten die Sirenen an und das Blaulicht, und fuhren mit einem Affentempo hinter dem Motorradfahrer hinterher. Sofort riefen sie Verstärkung. Aber der Motorradfahrer war schon ein ganzes Stück weiter, als sie es waren. Er donnerte über rote Ampeln und Dirkes immer hinterher. Sie kamen dem Motorradfahrer immer näher und Dirkes wollte ihn gerade ausbremsen, als der Mann durch einen kleinen Pattweg fuhr und die beiden Polizisten davor bremsen mussten, denn  mit ihrem Auto kamen sie hier nicht mehr weiter." Mist, der ist weg, " sagte Schrader. " Versuch drum herum zu fahren vielleicht kriegen wir ihn ja auf der anderen Seite. Und als sie dort ankamen wartete schon ein anderer Polizeiwagen auf die beiden. Und dabei stand das Motorrad und der Fahrer daneben. In Handschellen. " Nun kriegen sie aber ganz schön Ärger. Schrader und Dirkes nahmen den Mottoradfahrer mit aufs Revier. Unterwegs fragte der Fuchs: " Sind sie der Herr Bode.:" Ja," sagte der kleinlaut.
" Dann können sie uns aber erst einmal einige Fragen beantworten."
Im Präsidium angekommen machten sie ihm die Handschellen ab. " Kommen sie mit ins Büro. Setzen sie sich, Herr Bode. Es wird einiges auf sie zukommen. Da Können sie sich drauf gefasst machen." sagte der Fuchs.
 



17

" Also Herr Bode. Warum sind sie vor uns abgehauen und wie ein Wahnsinniger durch die Stadt gefahren. Sie haben Leute gefährdet. War ihnen das klar. Dafür werden sie auf jeden Fall bestraft." " Ich hatte Angst?" " Vor wem, vor uns?" " Ich bin vorbestraft und wo Martha mich angerufen hatte, dass Ihr Mann tot aufgefunden wurde, da habe ich Angst gehabt, dass sie mich verhaften." " Und jetzt sind sie verhaftet. Dabei wollten wir nur erst einmal mit ihnen sprechen." Weswegen sind sie denn vorbestraft?" "Wegen Körperverletzung. " Haben sie gesessen? " Ja." " Dann war es auch bestimmt gefährliche Körperverletzung. " Wie lange waren sie im Gefängnis." " Zwei Jahre." " Also gut. Sie sind also der Geliebte von Frau Hubert?" " Ja, das war ich." " Wieso waren sie dass, hat sie ihnen den Laufpass gegeben. Ja erst einmal. Sie denkt ich hätte etwas mit dem Tod ihres Mannes zu tun. " " Und? Haben sie?" 
" Sehen sie. Deshalb bin ich vorhin vor ihnen geflüchtet. Das war der Grund." " Aber wenn sie nichts getan haben hätten sie auch nichts befürchten müssen. So haben sie sich nur noch mehr Verdächtig gemacht mit dieser Motorradaktion. " Aber ich habe dem Mann von Martha nichts getan. Warum sollte ich auch." Warum wohl, um sie für sich ganz alleine zu haben." Deshalb bringe ich niemand um. Ich bringe sowieso niemanden um. " " Was meinen sie wohl was wir nun denken, Herr Bode nach dieser Aktion." " Okay das mit dem Motorrad war nicht überlegt von mir, aber wenn man vorbestraft ist dann kriegt man ganz schön viel Respekt vor der Polizei. Darum die Flucht. Aber jemanden umbringen. Ich weiß wie lange man da sitzen muss. Ich bin doch nicht verrückt?" Anscheinend aber verrückt genug um sich mit der Polizei ein Verfolgungsrennen durch die Stadt zu leisten."
" Sie bleiben erst einmal in Haft. Sie kriegen auf jeden fall eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und ob sie für den Mord an Herrn Hubert auch verantwortlich sind, das werden wir ja dann noch sehen." "Aber sie können doch mich nicht so einfach hier festhalten. Ich möchte einen Anwalt." "Das ist ihr gutes recht, Herr Bode. Aber der kann sie auch nicht hier heraushauen. Bitte rufen sie ihren Anwalt an." Herr Bode flehte seinen Anwalt an ihn da raus zu holen, aber er konnte auch nichts machen erst einmal. Solange Tatverdacht bestand, konnte ihm auch seine Anwalt nicht helfen.
Kevin war schon richtig nervös. Denn Heute sollte sein großer Tag sein. Seine Firmung. Und die Verwandten kamen nur wegen ihm. Er war richtig stolz. Und seine Eltern und Großeltern waren es auch. Es fing morgens in der Kirche an. Die Firmlinge wurden noch einmal gefragt, ob sie der Kirche treu bleiben wollten. Es wurden schöne Lieder gesungen und die Kirche war richtig voll heute.

















18

Kevin war erst sehr nervös doch je länger die Messe dauerte, um so freier wurde er. Alle waren gut angezogen. Kevin hatte einen dunkelblauen Anzug und ein weißes Hemd an und einen Schlips um den Hals. Es war ein sehr schöner und gelungener Gottesdienst. Der Fuchs war auch sehr nervös, weil Kevin ist schließlich sein einziger Enkelsohn. Und auch der Fuchs war stolz auf Kevin. Wie die Zeit vergangen ist, seitdem Kevin geboren wurde. Nun dauerte es nicht mehr lange, dann wird er seine eigenen Wege gehen, dachte der Fuchs so bei sich. Er schaute zu Kevin herüber und dachte wie groß er schon ist. Aber noch kann er mit Kevin  viel Zeit verbringen und der Gedanke machte ihn wieder fröhlicher.
Als die Firmlinge, nach der Kirche, auf den Treppen standen vor der Kirche, wurden ordentlich Fotos gemacht. Auch der Fuchs machte gleich mehrere Fotos von den ganzen Firmlingen und hinterher machte er ein paar Einzelfotos von Kevin wie er vor einem Baum an der Kirchmauer steht. Danach gingen die Schraders zusammen von der Kirche aus zu Fuß nach Hause. Als alle Verwandten Kevin vor der Haustür gratuliert hatten, gingen sie anschließend ins Haus um Mittag zu essen. Ein Partyservice brachte das Essen nach Hause. Und das Essen kam pünktlich um halb eins und alle freuten sich. Es ging alles sehr schnell bis die Gerichte auf dem Tisch im Nebenzimmer standen und Kevin sagte dann ganz laut und stolz wie Oscar: " Das Buffet ist eröffnet."
Es gab wirklich reichlich Spargel, Pilze, Bohnen mit Speck, Blumenkohl und dazu entweder Kartoffeln, Kartoffelgratin oder Kroketten dazu. Und Fleisch gab es natürlich auch dazu. Hähnchenfleisch mit weißer Soße, Zwiebelsahneschnitzel oder Rollbraten. Da konnten alle nach Lust und Laune schlemmen. Als alle satt waren und vielleicht noch mehr als satt,        machten viele einen Spaziergang oder rauchten eine Zigarette zur Verdauung. Andere tranken einen Verdauungsschnaps. Jeder wie er mochte. Und dann kurz vor dem Kaffee  trinken
kam für Kevin der interessanteste Teil des Festes. Nun holten alle ihre Geschenke für Kevin her. Er war sichtlich glücklich als er alle Geschenke ausgepackt hatte. Aber plötzlich fiel ihm auf: " Opa und Oma, habe ich von Euch schon etwas gekriegt." " Nein," sagte der Fuchs vergnügt. Du musst mal nach draußen auf den Hof gehen, da ist dein Geschenk." " Als Kevin die Tür aufmachte glaubte er seinen Augen kaum. " Bo, ein Fahrrad. Ich werde verrückt. Das ist ja nicht zu glauben." Und rannte dann sofort zu dem Rad hin und setzte sich auch sofort in den Sattel. Er drehte überglücklich ein  paar runden mit dem Fahrrad auf dem Hof und alle Festgäste klatschten vor Freude. 


















19

Kevin fuhr ganz stolz weiter. Das war eine schöne Firmung für alle Beteiligten. Kevin lief, nachdem er das Fahrrad mal für eine Minute hinstellte, zu seinen Großeltern und drückte beide ganz kräftig und bedankte sich für das schöne blaue Fahrrad. Der Fuchs war froh, dass Kevin so glücklich über das Fahrrad war.
Am nächsten Tag kamen noch einmal Gäste anlässlich der Firmung aber nur zum Kaffee trinken. Die Nachbarn waren alle eingeladen. Auch der Tag ging so schnell zu Ende wie er gekommen war. So war alles schnell wieder vorbei. Schade eigentlich, dachte Kevin.
Der Fuchs war sichtlich begeistert von der Firmung seines Enkelsohnes. " Es war eine schöne Feier," sagte Schrader zu seinem Enkel. " "Am Besten von allen Geschenken hat mir das Fahrrad gefallen." Als Kevin das gesagt hat war der Fuchs richtig zufrieden und glücklich.
Am nächsten Tag kam er deshalb gut gelaunt im Präsidium an. Doch die gute Laune sollte nicht lange anhalten. " Wolfgang, wir haben Fingerabdrücke von Bode genommen. Es sind nicht dieselben die auf der Tatwaffe waren. Wir müssten ihn aus der U -Haft entlassen." " Wenn er es nicht getan hat, dann ist er wohl wirklich nur vor uns abgehauen, weil er Angst hatte. Dann müssen wir ihn frei lassen. Aber wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr wird er eine Strafe bekommen. "
"Also doch Herr Franke. Wir müssen die Fingerabdrücke von ihm nehmen. Er ist der einzige noch übrig gebliebene Verdächtige. Ich wüsste sonst nicht, wer sonst noch in Frage käme. Wir fahren hin und nehmen ihn fest."
Der Fuchs fuhr mit Patrik zu Herrn Franke hin. Als sie dort ankamen saß Franke zu ihrer Überraschung schon im Polizeiwagen drin. " Hauptkommissar Dirkes," sagte der Polizist der am Wagen stand, " der Herr Franke hat ein Geständnis abgelegt. Ich nehme an der Druck auf ihn wurde zu groß." " Also gut. Fahren sie ihn zum Präsidium. Wir kommen hinterher gefahren," sagte der Fuchs.
Im Präsidium nahmen sie gleich die Fingerabdrücke von Herrn Franke und sie waren identisch mit denen auf der Tatwaffe. " Ich trug ihn in das Kino und setzte ihn in die letzte Reihe. Ich hatte noch einen Schlüssel, früher habe ich mal im Kino gearbeitet," sagte Franke.
Er schilderte noch den ganzen Tathergang und er wurde in Haft genommen.
Und warum haben sie ihn umgebracht, Herr Franke?" fragte der Fuchs. " Ich habe viele Spendengelder unterschlagen und er ist dahinter gekommen. Ich hätte meinen Posten als ersten Vorsitzenden verloren." Da fällt mir nichts mehr zu ein, Herr Franke. Das ist einfach ohne Worte."

















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" Da nahm es dann doch noch ein schnelles Ende um das Rätsel mit dem Toten in der letzten Reihe," sagte der Fuchs zu Patrik Dirkes. " "Gott sei dank," Und bedankte sich bei dem Fuchs für die große Hilfe in diesem Fall. Franke konnte noch lange über seine Tat nachdenken, denn er bekam lebenslänglich.









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