Freitag, 4. Juli 2014

Eine aufregende Nacht in der Scheune







                                                  Eine aufregende Nacht in der Scheune!

Luis Franke war ein achtjähriger Junge, der einen sehr strengen Vater hatte. Der Vater war sehr daran interessiert, dass sein Sohn gute Noten in der Schule bekam. Weil er selber nicht so schlau war und nun auch arbeitslos ist, wollte er wenigstens, dass es seinem Sohn etwas besser ging später.
Es war der letzte Schultag für Luis vor den Ferien und wie immer gab es dann auch Zeugnisse. Das war sein zweites Zeugnis, was er nach Hause brachte. Und er hatte noch die Worte seines Vaters im Ohr, als er letztes Jahr mit dem Zeugnis nach Hause kam. „ Das nächste Zeugnis muss aber besser ausfallen, sonst bekommst du zwei Wochen Stubenarrest und weniger Taschengeld.“ Luis war kein guter Schüler und er wusste ganz genau, dass sein Zeugnis schlechter ausgefallen war als im Vorjahr. Deswegen musste er auf dem  Weg nach Hause immer an seinen Vater denken. Er wusste wie sein Vater schimpfen konnte, dass bekam er immer mit, wenn seine Eltern mal stritten. Auf seinem Weg nach Hause kam er immer an einer Scheune vorbei.
Aus Angst, sein Vater könnte schimpfen, und wegen des Hausarrestes wollte er nicht nach Hause gehen. Er ging in die Scheune und wollte dort erst einmal bleiben.
Er geht in die Scheune, wo keine Menschenseele war. Er war der Meinung, hier würde ihn keiner finden, auch nicht sein Vater. Er legte sich in das Heu und ein bisschen später schlief er im Heu ein. Ein paar Kilometer entfernt von der Scheune fuhren zwei Fahrradtouristen auf einem Fahrradweg. Herr und Frau Werner haben schon ein gutes Stück hinter sich gebracht, als sie sahen wie es dunkel wurde und der Wind heftiger wurde. Und die ersten Regentropfen bekamen sie auch schon ab. „ Lisa, ich glaube das gibt gleich einen richtigen Schauer  Regen, wir sollten uns was zum Unterstellen suchen.“ Aber leider kannten sie sich kaum aus hier in dieser Gegend. Als der Regen nur so herunter prasselte, es war mittlerweile ein richtiges Unwetter geworden, sahen die beiden eine Scheune. „ Lukas, da vorne ist eine Scheune, wollen wir uns da nicht unterstellen, bis der Regen vorbei ist.“ „ Du hast Recht Lisa, in der Scheune können wir sicherlich eine Weile bleiben.“ Lukas machte die Scheunentür auf und die beiden gingen  hinein und sie waren froh, dass sie einen Unterschlupf gefunden hatten.
Nun waren sie schon eine halbe Stunde in der Scheune und es regnete wie aus Eimern. Und es sah auch nicht danach aus, als ob es aufhören wollte zu regnen.


















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Und weil sie beide müde waren beschlossen sie die Nacht in dieser Scheune zu übernachten und erst morgen weiter zu fahren mit dem Fahrrad.
In der Nacht hörte es nicht auf zu regnen, aber trotzdem waren viele Menschen draußen und suchten Luis. Die Eltern von Luis waren auch mitgegangen um ihn zu suchen. Sogar die Polizei  war eingeschaltet. Die Eltern machten sich große Sorgen, dass Luis vielleicht etwas passiert sein könnte. Die Eltern gingen den Schulweg ab, den Luis Tag für Tag ging, aber wo sie auch suchten, sie können ihn nirgendwo finden. Bis sie plötzlich die Idee hatten, einmal in der Scheune zu gucken.  Als sie die Scheunentür öffneten waren sie sehr überrascht, weil sie niemanden darin erwartet hätten. Aber dort schlief ein Pärchen im Heu und daneben standen Fahrräder. „ Machen  wir schnell die Tür wieder zu, sonst wecken wir sie noch,  hier ist Luis bestimmt nicht. Die Eltern gingen wieder heraus. Als es schon bald wieder hell wird, gaben die Eltern das Suchen erst einmal auf. Sie gingen nach Hause und legten sich tot müde ins Bett. „ War ich doch zu streng zu Luis, fragte er seine Frau. Ich glaube ja. Wenn wir unseren Luis wieder bekommen, dann werde ich mich ändern. Das ist mir eine Lehre. Ich mach mir solche Vorwürfe.“ „Die Polizei findet ihn bestimmt,“ sagte die Mutter von Luis.
Am nächsten morgen klingelte es ganz früh an der Haustürklingel von Familie Freund. Als sie die Tür aufmachten staunten sie nicht schlecht. „ Wir kennen sie doch.“ „Woher?“ „Wir haben sie gestern in der Scheune schlafen gesehen.“ „Und wir kennen ihren Sohn?“ „ Woher?“ „ Schauen sie mal da ist ihr Sohn, wir haben ihn in der Scheune gefunden.“ Luis kam hinter dem Rücken von Lisa und Lukas hervor. Die Eltern fingen an zu weinen und nahmen Luis in die Arme. „ Du darfst nie wieder weglaufen, Luis. Wir haben uns solche Sorgen gemacht.“ „ Wir haben mit Luis gesprochen, und er hat gesagt, dass er nie wieder weglaufen will, aber er möchte nicht ausgeschimpft werden und kein Stubenarrest bekommen. Ich glaube das kann man doch einrichten,“ sagte Lukas. „ Aber na klar, lässt sich das einrichten. Ich bin so froh, dass wir unseren Luis wieder haben. Das verspreche ich. Wir.“
„ Dann ist alles wieder gut,“ fragte Luis. Und seine Eltern sagten: „Ja es ist alles wieder gut, Luis. Und mit den schlechten Noten in der Schule das kriegen wir auch noch hin.“

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