Der Nichtschwimmer
Alexander Freund ist an sich gerne im Wasser und auch im
Sommer immer öfter im Schwimmbad anzutreffen. Er fand es toll, wenn sich alles
im Freibad tummelte. Er und sein ältester Sohn fuhren jedes mal zusammen in die
Batze. Obwohl er nicht schwimmen konnte machte es ihm in der Badeanstalt viel
Spaß. Sein Sohn zog ihn gerne damit auf, das er nicht schwimmen konnte.
Deswegen wollte er auch das Schwimmen lernen. Er machte einen Schwimmkurs im
Freibad mit dem Bademeister. Aber obwohl er schon ein paar mal das Schwimmen
geübt hatte mit dem Bademeister, mehr als drei Züge im Wasser bekam er nicht
hin. Sein Sohn schämte sich so für seinen Vater, und er leugnete ihn sogar zu
kennen, als ein Mädchen ihn darauf
ansprach, wer der Nichtschwimmer da ist mit dem Bademeister. „ Den kenne ich
auch nicht,“ sagte Uwe.
Als die beiden auf dem Rasen im Freibad auf Decken lagen,
sagte Uwe zu seinem Vater: „ Papa du bist richtig peinlich. Demnächst fahre ich
alleine ins Freibad. Lerne endlich schwimmen.“ „Aber ich bin doch schon dabei
es zu lernen.“ „ Wenn du es kannst, dann fahre ich wieder mit dir mit zum
Schwimmen.“ Der Vater sagte nichts dazu, aber er war sehr traurig.
Das Freibad lag direkt an der Weser. Und eigentlich war es
verboten in der Weser zu schwimmen. Wer das machte, flog heraus aus dem
Schwimmbad. Aber es kam immer wieder vor, das ein paar Halbstarke sich nicht an
das verbot hielten. Heute, an diesem Tag sollte es wieder so sein. Ein junger
Mann wollte wohl seiner Freundin imponieren und ging in die Weser schwimmen.
Aber er war kaum drinnen da bekam er einen Wadenkrampf und er schrie um Hilfe. Es
rannten viele Menschen zum Weserufer und sahen wie der Mann in der Weser
Schwierigkeiten hatte, aber keiner traute sich in die Weser zu springen um ihn
heraus zu helfen. Plötzlich sprang Uwe´s Vater in die Weser. Uwe wollte ihn
noch aufhalten und sagte: „ Du kannst doch gar nicht schwimmen,“ aber sein
Vater war schon im Wasser und schwamm hinter dem jungen Mann her. Bald schon
hatte er ihn erreicht und schleppte ihn ab. Als die beiden wieder am Ufer im
Freibad waren, klatschten die anderen Leute. Und Alexander war der große Held.
Auch der Bademeister war stolz auf seinen Schwimmschüler. „ Dafür dass sie bis
gerade noch nicht schwimmen konnten, sind sie aber ein guter Retter gewesen.
Uwe du kannst stolz auf deinen Vater sein.“ Das war Uwe auch, aber er hatte
auch ein schlechtes Gewissen.
2
„ Papa, ich wollte
mich bei dir entschuldigen. Du bist ja total mutig. Ich hätte das nicht sagen
sollen vorhin. Natürlich gehe ich mit dir ins Freibad und auch sonst überall.
Und ich werde ab jetzt mit stolz sagen, seht her das ist mein Vater“ „ Ich habe
dich lieb Uwe.“
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