Zu
gut weggelegter Christbaumschmuck
Klaus Polka wollte wie jedes Jahr den Christbaum an Heilig
Abend schmücken.
Doch nachdem er alle Tannenbaumkugeln an den Baum gehängt
hatte, suchte er den Schmuck für die Christbaumspitze. Aber wo er auch suchte,
die Spitze für den Tannenbaum konnte er nicht finden. Er muss ihn verlegt
haben. Plötzlich wurde er richtig traurig, weil der Christbaum nicht
vollständig war ohne die Spitze. Seine Kinder Wolfgang und Karin hatten ihm den
Christbaumschmuck vor etlichen Jahren geschenkt zu Weihnachten. Es war ein sehr
teurer Christbaumschmuck. Der Schmuck war schon in die Jahre gekommen
und an der Spitze war
auch schon die Farbe ab, aber trotzdem wusste Klaus den Schmuck zu schätzen und
deshalb war er besonders traurig.
Eine Stunde später kamen seine Kinder zum Essen und auch die
Bescherung fand immer bei Klaus statt. Klaus und seine beiden erwachsenen
Kinder feierten schon lange den "Heiligen Abend" zusammen. Als
Wolfgang und Karin ihn begrüßten, wollte Klaus erst einmal nichts von dem
Fehlen der Christbaumspitze sagen. Es war ihm zu peinlich. Als sie beim Essen
waren, was sie immer in der Stube machten, dachte Klaus immer nur bei sich,
hoffentlich bemerken die beiden nicht, dass der Tannebaum ohne Spitze ist. Aber
die beiden schienen nichts bemerkt zu haben. Aber irgendwann musste er es ihnen
ja sagen. Bestimmt nach der Bescherung würde ihnen das Fehlen auffallen. Er
überlegte schon beim Essen wie er es ihnen sagen konnte. Sie würden bestimmt
schimpfen oder ärgerlich werden. Als er sein Geschenk von den Kindern bekam
wollte er es ihnen beichten. Aber als er sein Geschenk gedankenverloren
auspackte staunte er nicht schlecht. Da war seine Christbaumspitze. Er sah sie
mit eigenen Augen. Die Spitze war wie neu. Die Kinder mussten sie restauriert
haben lassen. " Da habt ihr mir aber einen großen Schrecken eingejagt,"
sagte Klaus zu seinen Kindern. " Tut uns leid Vater. Wir haben dir den
Schrecken beim Essen schon angesehen. Aber wir konnten doch nichts sagen. Wir
wollten dich doch überraschen." " Die Überraschung ist euch gelungen.
Aber denkt das nächste mal daran, dass die Nerven von eurem alten Vater nicht
mehr die besten sind." Über diese Weihnachtsgeschichte sprachen die drei
noch mehrere Jahre später. Und sie lachten jedes Jahr darüber. Das war eine
schöne Bescherung gewesen.
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