Freitag, 20. Dezember 2019

Ein unbekannter Gast zu " Heilig Abend"










                                       Ein unbekannter Gast zu „ Heilig Abend“

In irgendeinem Ort in Deutschland sitzt eine Familie nach der Bescherung am Stubentisch und isst wie jedes Jahr Kartoffelsalat und Schlesische Bratwürstchen.
Plötzlich klingelt es an der Haustür. „ Wer ist das denn zu so einer Zeit?“ fragte der Vater. Er ging an die Haustür und öffnete diese. Vor ihm stand ein 17jähriger junger Mann. Er schien Flüchtling zu sein. „ Ja, bitte?“ sagte der Vater zu dem jungen Mann. „ Entschuldigung. Könnte ich bei ihnen mal auf die Toilette gehen?“ Ich habe noch einen weiten Weg.“ Der Vater schaute auf die Uhr. Es war acht Uhr und es war schon lange dunkel draußen. Der Vater empfand Mitleid mit dem jungen Mann und sagte. „Natürlich können sie bei uns auf die Toilette gehen. Kommen sie mal mit.“ Der junge Mann ging dem Hausherren hinterher. Um auf die Toilette zu kommen mussten die beiden durch die Stube gehen Dort saß die ganze Familie. Alle guckten ganz groß als der Vater mit dem Flüchtling in die Stube kam. Der Vater sagte: „ Der Mann muss einmal auf die Toilette.“ Er ging zu der Toilette mit dem jungen Mann. Als der Mann auf Toilette war waren alle still. Gleich würde er wieder gehen, dachten Alle. „ Sehr nett von dir, Vater,“ sagte die Tochter Als der Mann wieder zurück in der Stube war, nachdem er den Toilettengang beendet hatte, fragte der Vater den Mann: „Müssen sie noch weit gehen bis sie zu Hause sind.“ „ Ich habe kein richtiges zu Hause! Ich gehe immer weiter, ich bin obdachlos.“ „ Aber wo wollen sie denn dann  jetzt hin?“ „ Ich werde mir eine Brücke oder eine Bushaltestelle aussuchen um dort zu schlafen.“ „Haben sie Hunger“, fragte die Tochter den Mann. Nun guckte die Mutter ihre Tochter an. Aber der Vater sagte: „ Mögen sie Kartoffelsalat und Bratwurst.“ „ Ich möchte nicht stören an so einem Abend. Vielen dank, dass ich bei Ihnen auf die Toilette gehen durfte.“ Doch nun sagte die Mutter: Bestimmt haben sie Hunger. Ich hole ihnen  einen Teller. Das geht schnell und macht keine Umstände.“  Der Vater fragte den jungen Mann: „ Wollen sie sich an unseren Tisch setzen?“ Der junge Mann genierte sich ein bisschen, aber schließlich nahm er am Tisch Platz. Die Mutter holte einen Teller und Messer und Gabel und sie füllte dem Mann etwas Kartoffelsalat auf und eine Bratwurst. Gemeinsam aßen sie ihr Essen auf. Als der Mann fertig gegessen hatte stand er auf und verabschiedete sich schnell und ging wieder. Aber vorher sagte er noch: „So etwas habe ich in den letzten Jahren noch nie erlebt und ich bin schon einige Jahre obdachlos. So eine Gastfreundschaft.
Ein viertel Jahr später als es mal wieder an der Haustür bei der Familie klingelte und der Vater aufmachte stand der Flüchtling vom „Heiligen Abend“ wieder vor ihm.


















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Der Vater war ganz erstaunt. „Sie haben bestimmt gedacht, sie sehen mich nicht wieder. Aber seit dem Abend ist etwas mit mir passiert. Und das habe ich nur Ihnen zu verdanken. Heute habe ich Arbeit und eine kleine Wohnung hier in der Nähe. Ich bringe Ihnen Kartoffelsalat und Bratwurst mit. Wollen wir das zusammen essen?“ „ Sehr gerne, sagte der Vater. Für die Mutter hatte der junge Flüchtling einen Blumenstrauß dabei. Als sie fertig mit essen waren bedankte sich die Familie bei dem Flüchtling für das Essen Der Flüchtling wurde von einem unbekannten Gast am „ Heiligen Abend“ zu einem Freund der Familie. Denn an diesem Abend  brachte Menschlichkeit, die Familie und den Flüchtling, zusammen. Und die Familie hatte einen Freund  dazu gewonnen. So einfach ist das manchmal.

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