Montag, 2. Juli 2018

Das blaue Band ( Abenteuergeschichte)









                                                        Das blaue Band


Es war einmal eine schöne junge Prinzessin. Die lebte in dem Schloss Ihrer Mutter, der Königin von Wesen, eine kleine Stadt Im Sonnenland. Geraldine, so hieß die junge Prinzessin, sollte in baldiger Zeit heiraten. Die Königin wollte es so. Sie selber wollte bald den Thron freigeben. Sie war schon sehr alt und es wurde Zeit, dass ein neuer König ans regieren kam in Wesen. Geraldine aber wollte nicht heiraten, wollte nicht nur die Frau eines Königs sein, sie wollte die Macht haben. Deshalb dachte sie sich einen Plan aus.
Das Sonnenland ist eigentlich ein schönes und freundliches Land. Aber es gab auch ein dunkles Gebiet im Sonnenland. Dieses Gebiet war für die wesener Bevölkerung tabu. Niemand durfte in dieses Waldgebiet, in dem nur Schatten und Tod regierte, hinein. Es traute sich auch niemand in dieses Gebiet von Sonnenland. Dort gab es Wölfe, viele Wölfe und Fledermäuse große dunkle Wildhunde und es gab den Waldgeist Achamed. Dieser regierte über das dunkle Gebiet was sich Schauderland nannte. Noch nie, hatte ein Mensch aus dem Sonnenland, das Schauderland betreten. Wie gesagt es war auch tabu für die Menschen. Vor vielen hundert Jahren soll einmal ein mutiger Mann aus Wesen dieses Schauderland betreten haben. Er kam nicht wieder. Seitdem hatte nie wieder ein Mensch einen Fuß in das Schauderland gesetzt.
Geraldine war nicht dumm. Sie schlug ihrer Mutter einen Deal vor. „Mutter ich werde heiraten, aber nur unter einer Bedingung. Du weißt doch, dass ich seit meiner Kindheit ein blaues Band besitze. Ich kriegte es einmal von Vater und seitdem habe ich es nie von meinem Fußgelenk entfernt. Ich schlage Dir nun folgendes vor. Du weißt eigentlich möchte ich nicht heiraten. Aber wenn ich heiraten soll, dann muss mein Bräutigam mein blaues Band, das ich irgendwo im Sonnenland verstecken darf, finden und es mir wiederbringen. Derjenige, der das blaue Band findet und es um mein Fußgelenk bindet, soll mein Mann werden. Den werde ich dann heiraten.“ Geraldine wusste dass es sehr schwer werden würde das blaue Band zu finden, deshalb hatte sie ihrer Mutter dies vorgeschlagen. In Wirklichkeit hoffte sie, das niemand ihr blaues band jemals wieder finden würde. Nur deshalb schlug sie diesen Deal vor. Sie hoffte dadurch nie heiraten zu müssen. „ Und Mutter noch eine Bedingung. Wenn das blaue Band nach einem Jahr noch nicht gefunden wurde, ist der Deal vorbei. Dann werde ich allein regieren und deine Thronfolge antreten, ohne König.“

















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Die Königin Sophia vom Sonnenland überlegte. So schwer kann es doch nicht sein ein blaues Band wieder zu finden, was meine Tochter versteckt hat und sagte: „Na gut. Aber du darfst es nur innerhalb unseres Landes verstecken. Wenn du dich daran hältst bin ich einverstanden.“
In der nächsten Nacht ritt die Prinzessin um 24 Uhr wie noch vorher abgesprochen in die Nacht hinein. Sie konnte gut reiten. Gut und schnell. 8 Tage hatte sie Zeit das blaue Band zu verstecken.  8 Tage später um 6 Uhr morgens sollte sie wieder im Schloss in Wesen sein. Das war auch noch so abgesprochen vorher. Reiter, die von der Königin den Auftrag gekriegt haben, der Prinzessin Geraldine nachzureiten, waren ihr auf den Fersen. Aber wie gesagt, die Prinzessin war nicht dumm. Sie ritt sehr schnell und kreuz und quer, bis sie die Reiter nicht mehr sehen und auch nicht mehr hören konnte. Sie blieb eine Weile auf der Stelle stehen und als sie sicher war, dass sie die Reiter abgehängt hatte ritt sie erst weiter. Niemand folgte ihr mehr.
Die ganze Nacht ritt sie durch das Land ihrer Mutter und am Morgen um Punkt 6 Uhr morgens, acht Tage später, war sie wieder am Schloss, wie besprochen. Die Mutter war sauer, weil ihre Reiter nichts gesehen hatte. Niemand, außer ihrer Tochter selber, wusste wo sie das blaue Band versteckt hatte. Aber die Königin war sich sicher, 1 Jahr war eine lange Zeit. Irgendjemand würde das blaue Band schon finden.
Schon am nächsten Tag verkündete die Königin Sophia an alle Sonnenländer Männer die Botschaft:
„ Meine Tochter hat letzte Woche ein blaues Band im Sonnenland versteckt. Ihr und auch mein Wille ist es, dass derjenige Mann, der das blaue Band findet, König von Sonnenland wird und meine Tochter heiratet. Meine Tochter möchte nicht heiraten, darum hat sie das blaue Band versteckt. Seht sie euch an. Jeder Mann würde froh sein, eine solch schöne Frau zum Altar zu führen. Und welcher Mann wäre nicht gern König von Sonnenland. Also macht euch auf, sucht das blaue Band, welches im gesamten Sonnenland versteckt sein kann. Ein Jahr habt ihr nur Zeit. Also sputet euch.“ Nachdem die Königin Sophia diese Verkündung gemacht hatte, machten sich alle Männer vom Sonnenland auf um das blaue Band zu finden.
Die ersten Tage wurde die ganze Gegend abgesucht, aber niemand fand ein blaues Band. Die Prinzessin hatte das blaue Band gut versteckt. Und plötzlich waren alle Männer im Sonnenland nur noch am Suchen. Jeder wollte das blaue Band finden und König werden.
Die Nachricht von der Suche nach dem blauen Band reichte bis zu dem Waldgeist Achamed. Der sah eine große Chance aus seinem dunklem Reich heraus zu kommen oder besser gesagt, er sah eine Chance das Sonnenland auch noch zu sein Eigen zu machen.

















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Er wollte auf jeden Fall König werden von Sonnenland. Er wollte das blaue Band finden. Aber auch er hatte keine Ahnung wo er das Band finden konnte. Wo er suchen sollte. Er würde jeden Stein zweimal umdrehen, um das blaue Band zu finden. Dann wäre er der Herrscher von Schauderland und Sonnenland. Und er hätte eine schöne Frau. Er selber sah scheußlich aus, wie man es sich vorstellen konnte bei einem der Waldgeist genannt wird. Er hieß nur Waldgeist in Wirklichkeit war er aber sehr lebendig. Er war ein ganz „normaler“ Mensch. Weil man ihn aber fast nie sah in seinem Reich, nannte man ihn einen Geist. Er hieß schon Jahr und Tag Waldgeist. Dabei lebte er auch einmal im Sonnenland. Bis der König, Achamed in das heutige Schauderland verwies, nachdem Achamed versucht hatte den König von seinem Thron zu stoßen. Er hatte versucht den König umzubringen. Aber der Thronsturz misslang und der König schickte Achamed in das größte Waldgebiet des Sonnenlandes. Und er durfte nie wieder zurück ins Sonnenland kommen. Achamed wurde so der Anführer des Schauderlandes.
Die Königin hatte für ihre Tochter natürlich schon einen Mann ausgewählt. Und deshalb stellte sie ein paar Männer aus ihrer Leibgarde zur Verfügung, damit er das blaue Band als erster fand. Die ganzen Männer aus dem Sonnenland waren unterwegs und es gab fast kein Fleck im Land der nicht belegt war mit einem Suchenden. Es bildeten sich Gruppen von Männern, die jeweils einen jungen Prinzen als Anführer dieser Gruppen hatten.
Magnus war einer dieser Prinzen. Er war ein kräftiger junger Mann, der mit seiner großen Gestalt gefährlich aussah. Er hatte einen kleinen Oberlippenbart, und sah sehr gut aus. Er war gescheit und bescheiden in seiner Art. Magnus wäre ein guter König für das Sonnenland Aber nur wenn er das blaue Band fand und es der Prinzessin, die er sehr mochte, um ihr Fußgelenk binden konnte dann würde er König werden.
Der von der Königin auserwählte Mann für ihre Tochter war Hector. „ Prinz Hector, du musst das Band zuerst finden. Ich stelle dir ein paar Männer aus meiner Garde zur Seite, die dir helfen sollen das blaue Band zu finden. Ich setze große Stücke auf dich. „Ich hoffe, dass du mein Nachfolger auf dem Thron wirst. Enttäusche mich nicht.“  Hector antwortete: „ Ich werde alles daran geben König zu werden, vor allem wenn du es dir so wünscht.“ „ Dann reite los mit meinen Männern und finde das Band. Ich wünsche Dir viel Glück.“ Hector gab seinem Pferd die Sporen und ritt von Wesen aus ins Sonnenland hinein.
An einer ganz anderen Stelle im Sonnenland ritt Magnus mit seinen Leuten los. Magnus war wild entschlossen das blaue Band zu finden. Und musste er auf seiner Reise um das blaue Band sterben, da war er auch zu bereit. „ Magnus wo sollen wir zuerst suchen?“ „ Ich weiß auch nicht so genau.







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 Wir müssen auf unserem Weg sehr aufmerksam sein und auch Glück haben. Ich glaube das brauchen wir, sonst findet ein anderer das blaue Band. Vielleicht Hector dieser Angeber und Lügner. Oder vielleicht sogar Achamed. Das wäre unser Ende. Wenn Achamed oder Hector das blaue Band finden würden, an die Folgen möchte ich gar nicht denken. Wenn wir wollen das das Sonnenland nicht den Bach runter geht, dann müssen wir die ersten sein, die das Band der Prinzessin finden.“
Magnus ritt mit seinen Anhängern los, aber einige der Männer im Land waren auch zu Fuß unterwegs. Magnus stellte sich das ganze Suchen sehr schwer vor. Erst einmal war das Sonnenland sehr groß und weitflächig und es gab im Sonnenland Seen, Flüsse und Bäche, aber auch sehr viele kleine Gebirge. Es gab sehr viele Dörfer und auch kleine Städte in Sonnenland und vor Allem gab es sehr viele Einwohner. Das Königinreich von Königin Sophia war sehr, sehr groß. Pferde waren das einzige Fortbewegungsmittel. Wer eine Kutsche hatte musste schon ganz schön viel Geld haben. Es gab nur Münzgeld. Für 40 Lener bekam man eine Kutsche. Magnus hatte kein Geld dafür. Er hatte sein Pferd „ Blitz“ und das reichte ihm. Und das Pferd hieß so, weil es sehr schnell war. Es war ein Pferd, welches er selber groß gebracht hat und ihm alles beigebracht hatte. Sein Pferd war bekannt im Sonnenland. Er hat schon einige Rennen mit „Blitz“ gewonnen. Und auch Magnus war wegen der Pferderennen sehr bekannt. Er war so etwas wie ein Pferdeflüsterer. Er mochte Tiere und die Tiere mochten ihn. Er war sich sicher, dass „Blitz“ ihn irgendwann zum blauen Band hinführen würde. „ Blitz“ war ein schlaues Pferd. Das Pferd witterte Gefahr und es spürte ob ein Mensch es gut oder schlecht mit ihm meinte. Seine Begleiter auf der Suche nach dem Band waren alles Anhänger ja fast Freunde von Magnus. Sie wollten ihn zum König machen. Ihm wollten sie helfen, das blaue Band zu finden und ihn unterstützen, wenn er dann hoffentlich König von Sonnenland war. Er hatte nicht viel Geld, aber er war ein Vorbild für die anderen Männer und sie bewunderten ihn.
Hector dagegen war genau das Gegenteil von Magnus. Er hatte keine Manieren, er quälte seine Pferde und war bei der Königin sehr beliebt. Deshalb schickte sie Hector auf die Suche nach dem blauen Band. Er lebte in dem Schloss in Wesen, dem Hauptsitz der Königin. Dort war er Rittmeister und führte die königlichen berittenen Soldaten der Königin an. Hector war sehr hart und streng in seinem beruf und auch privat. Das gefiel der Königin. Sie dachte sich: „ So muss ein zukünftiger König sein. Hart und streng. Mit Milde kam man nicht weit.“ Deshalb wäre die Königin Sophia erleichtert wenn Hector das blaue Band finden würde.

















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Sie wollte alles daran setzen, dass die Geschichte genau so geschrieben wurde.
Aber es gab ja auch noch Achamed, den Waldgeist. An den hatte die Königin noch gar nicht gedacht. Aber was ist, wenn niemand das blaue Band nach Ablauf eines Jahres findet. Dann würde ihre Tochter auf den Thron kommen. Das musste sie unbedingt verhindern. Sie stellte fast ihre ganzen Söldner, die von ihr bezahlt wurden ihrem Hector zur Seite. Prinzessin Geraldine, die das blaue Band versteckt hatte und dieses Treiben erst in Gang gesetzt hatte mochte Hector überhaupt nicht. Aber sie bewunderte Magnus. Den schnellen Reiter und Pferdeflüsterer. Sie sah ihn schon bei vielen Turnieren am Rande der Pferderennbahn. Und sie sah ihn fast immer gewinnen in unzähligen Rennen.
Nachdem die Suche im Gange war durften die Frauen die ganze Arbeit machen. Die Männer waren alle am suchen. Entweder waren sie mit Pferden unterwegs oder zu Fuß. Sie gingen den ganzen Tag um das blaue Band zu suchen und kamen abends wieder nach Hause. Nur die Männer, die mit Pferden unterwegs waren die stellten abends ihre Zelte auf und rasteten dort wo sie gerade waren. „ Hier bauen wir unsere Zelte auf, “ sagte Magnus zu seinen Begleitern. „ Magnus, weißt du eigentlich wie groß das Sonnenland ist, wie soll man da ein kleines blaues Band finden, das Band kann überall versteckt sein.“ „ Du musst Geduld haben, Edgar. Ja es wird schwierig, aber wenn wir das Band heute nicht gefunden haben, vielleicht finden wir es schon morgen. Wir haben ein Jahr Zeit und es kann vielleicht auch sehr lange dauern bis wir das Band finden, aber es ist nicht unmöglich.“ Jetzt, im Sommer konnte man gut zelten es war auch nachts sehr warm. So dass sie auf Decken im Zelt schliefen. „ Schlaf gut, Magnus. Wir müssen morgen wieder scharfe Augen haben, “ sagte Edgar. Kurz darauf waren alle am Schlafen. Sie alle waren müde und erschöpft vom Suchen. Sie sind den ganzen Tag geritten, und alle paar Meter blieben sie stehen und schauten nach dem Band.
„ Guten Morgen, “ sagte Edgar zu Magnus. Es ist 7 Uhr, wir müssen weiter und suchen. Magnus war noch fest am Schlafen. „ Wie spät haben wir es?“ fragte Magnus. „ 7 Uhr. Um diese Zeit drehe ich mich sonst noch drei Mal rum.“ Sonst geht es auch nicht um die Zukunft von Sonnenland, “ sagte Edgar. Magnus stand sofort auf. „ Du hast Recht, Edgar. Wir müssen weiter und das Blaue Band finden. Sonst findet es Hector noch vor uns. Das wäre eine Katastrophe und das Ende der schönen Zeit im Sonnenland.“ Edgar machte schnell eine Feuerstelle und setzte Wasser auf, damit sie Kaffee trinken konnten. Edgar war heute Morgen schon gut gelaunt. Magnus war kein Frühaufsteher. Bei ihm musste das Koffein in seinem Kaffee erst einmal Wirkung zeigen.

















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Magnus holte eine Karte von Sonnenland heraus und legte sie in die Mitte der Gruppe. „ Hier befinden wir uns jetzt. Ihr seht schon wie groß unser Sonnenland ist. Und ich schlage vor dass wir ab jetzt zu Fuß neben unseren Pferden hergehen. Wenn wir reiten, können wir nicht genug sehen auf dem Boden und wir könnten ein Band, das zwar Blau ist, leicht übersehen.“ Die anderen waren sofort einverstanden. Das leuchtete ihnen ein. „ Aber unsere Pferde behalten wir immer an der Leine. Sie können unser Gepäck tragen und sie sind sehr sensibel. Wenn Gefahr droht, warnen uns die Pferde.“ Besonders „Blitz“ ist sehr sensibel. Er wittert schon sehr früh, wenn zum Beispiel sich jemand ihm nähert. „Blitz“ ist besser als ein Wachhund. Nur in den hintern beißen, dass kann er nicht.“ Die anderen lachten. Sie tranken ihren Kaffee aus und schauten dann gemeinsam auf die Karte. „ Wir sind erst am Anfang unserer Reise. Wir müssen systematisch vorgehen. Jeden Tag müssen wir ein kleines Stück absuchen bis es dunkel wird. Heute müssen wir uns auch ein Reh oder einen Hirsch schießen. Als sie die Zelte abgebaut hatten und die Feuerstelle erkaltet war gingen sie ganz vorsichtig, aber die Augen immer auf den Boden gerichtet, los. Unter jeden Stein wurde geguckt. Edgar hatte schon Rückenschmerzen vom vielen Bücken. Es war hier sehr steinig, in höheren Lagen des Landes.
„ Das ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, “ sagte Edgar. „ Du musst Geduld haben, Edgar. Lass dir Zeit beim suchen. Nicht auszudenken wenn wir das blaue Band übersehen würden. Dann hätten wir im ganzen Land gesucht und könnten die ganze Strecke zurück noch einmal suchen. Dann ist ein Jahr zu kurz um das blaue Band zu finden, Edgar.“ „ Und dann würdest du kein König werden sondern Prinzessin Geraldine.“ „Das wäre ja noch nicht so schlimm, Edgar. Schlimm wäre es nur, wenn Hector oder der Waldgeist Achamed das blaue Band finden würden.“ „ Ja das wäre furchtbar, “ sagte Edgar. Wenn einer von den Beiden, König im Sonnenland werden würde, das wäre das Ende von Sonnenland.“
Hector sah das etwas anders. Und auch die Königin. Sie schickte Hector Hunde mit auf den Weg. Sie sollten beim Suchen helfen und außerdem hatte sie sich das Duftwasser von Prinzessin Geraldine gestohlen. Aber auch die Königin war nicht dumm. Sie hatte nur einen kleinen Teil des Duftwassers abgefüllt in ein kleines Röhrchen. Dieses kleine Röhrchen mit Duftwasser ihrer Tochter gab sie Hector auf den Weg mit. Die Hunde rochen alle an dem Duftwasser und dann ging die Suche los. „ Immer den Hunden hinterher, sagte Hector. Sie werden uns zum blauen Band führen. Sie haben den Duft der Prinzessin in der Nase und sie werden das band finden.“ Die ganze Meute Hunde lief los und Hector mit seinen Reitern hinterher.




7

Außerdem schickte Hector Söldner los die zu Fuß, „ auf Schusters Rappen“ unterwegs waren.
Hector hatte viel mehr Leute als Magnus sie hatte. Er hatte es leichter als Magnus. Aber Magnus und auch seine Begleiter waren für das Gute im Sonnenland unterwegs. Hector wollte nur an die Macht. Aber wenn Magnus König würde, dann hätten die Menschen im Sonnenland auf jeden Fall einen guten König. Und dafür kämpften Edgar und alle anderen Begleiter von Magnus, wenn es sein musste, bis zum Tod. Ja sie würden für Magnus sterben. Er war ihr Anführer. Aber genau so gut würde auch Magnus für jeden einzelnen seiner Begleiter sterben. Immer für die gute Sache.
Achamed, der Waldgeist, schaute in seine Zauberkugel und sah mit entsetzen, dass die Männer des Sonnenlandes alle auf dem Weg durch das ganze Land waren und das blaue Band suchten. Er musste sich irgendetwas ausdenken. Und er schickte schließlich seine hungrigen Wölfe los um einige seiner Konkurrenten um den Königsthron auf der Strecke zurück zu lassen. Und er hatte viele Wölfe, die nur ihm gehorchten.
Es wurde schon bald dunkel als die Mannen von Magnus endlich halt machten. „ Mensch bin ich fertig, “ sagte Edgar zu Magnus. „Schon gut. Edgar. Hier machen wir Rast und hier wollen wir auch übernachten. Baut die Zelte auf, Männer. Bindet die Pferde gut an den Bäumen an. Es wird bald Nacht. Man weiß nie was sich nachts immer so rum treibt hier in der Gegend. Die Männer holten Holz aus der näheren Umgebung und machten ein Lagerfeuer an. Als sie etwas später sich schon zum Schlafen gelegt hatten, sagte Magnus zu Edgar: „ Mein Pferd ist so komisch heute Abend. Es ist nervös, dass spüre ich.“ „ Das spürst du?“ „Ja, Edgar das spüre ich.“ Aber dein Pferd ist da hinten am Baum, wie kannst du das hier spüren.“ „ Glaube mir. „Blitz“ ist nervös. Da kommt irgendetwas auf uns zu. Plötzlich waren mehr als acht Wölfe um sie herum und knurrten und kläfften um die Wette. Magnus war als erster aufgestanden und hatte sich instinktiv einen brennenden Stamm aus dem Feuer geholt. Er schlug mit dem Feuerholz in die Luft und schlug in Richtung des Wolfes der ihm gegen über stand. Er schrie sehr laut. Aber die Wölfe schienen nicht beeindruckt zu sein. Schnell rief Magnus: „Männer nehmt euch alle so ein Holz aus dem Feuer, sonst sind wir gleich einen Kopf kürzer.“ Die Anderen nahmen sich schnell ein Stamm aus der Glut und schlugen nach den Wölfen. Nun sah die Sache schon anders aus, zwar fletschten die Wölfe immer noch die Zähne aber sie gingen ein ganzes Teil. „ Rückt den teil nach, “ sagte Magnus. Und es funktionierte. Je mehr die Männer mit ihren Fackeln auf die Wölfe zugingen, desto weiter zogen die sich zurück.

















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Magnus schrie noch einmal so laut er konnte, aber das brauchte er gar nicht mehr. Die Wölfe waren so wie sie plötzlich da waren, auch wieder plötzlich verschwunden. Sie standen alle etwas sprachlos da. „ Da haben wir ja noch einmal Glück gehabt, “ sagte Edgar. „Glück ja. Aber wir müssen von nun an eine Wache nachts aufstellen. Sonst werden uns die Wölfe eines Nachts zerfleischen, “ sagte Magnus. „ Wenn du nicht noch wach gewesen wärest dann wären wir jetzt alle tot, Magnus. Du hast uns allen das Leben gerettet. Wir begleiten dich bis ans Ende der Welt. Du bist unser Held. Jetzt erst recht. “ Magnus wurde etwas verlegen. „ Ach das hätte jeder von Euch auch gemacht, “ sagte er bescheiden. Edgar sagte leise zu Magnus: „ Ich weiß noch jemanden bei dem wir uns bedanken müssen.“ „ Bei „Blitz“, sagte Magnus zu Edgar. „Genau den meinte ich.“
Achamed hatte sich das Spektakel mit seinen Wölfen angeschaut und war entsetzt das Magnus und seine Männer noch lebten. Er rief seine Wölfe zurück ins Schauderland. „ Ihr seid auch für nichts zu gebrauchen. Nutzlose Diener. Jetzt sind sie gewarnt. So schnell kann ich euch nicht mehr losschicken. Macht, dass ihr wegkommt. Ich will euch erst einmal nicht mehr sehen.“ Die Wölfe duckten die Köpfe nach unten und gingen, betroffen und sich ungerecht behandelt fühlend, fort. 
Am nächsten Tag gingen die Männer von Magnus wieder zu Fuß weiter. Sie wollten heute nicht so lange Suchen, weil sie noch den Schrecken der Nacht in den Knochen sitzen hatten. Um ein Haar wäre ihre Suche abrupt beendet worden.
In einem anderen Teil des Landes ritt Hector mit seinen Leuten schnell durchs Land. Hector war sich sicher, dass das Duftwasser von Prinzessin Geraldine ihn direkt zum blauen Band führen würde Die Hunde ließ er immer wieder einmal an dem Duftröhrchen riechen. Achamed hatte natürlich auch das gesehen und dachte sich dass ihm  Hector noch nützlich sein konnte. Wenn das Duftwasser Hector auf die Spur bringt von dem blauen Band, dann wollte er Hector erst einmal in Ruhe lassen und ihn nur in seiner Zauberkugel den Weg von Hector verfolgen. Aber Magnus konnte Achamed früher oder später noch gefährlich werden. Deswegen wollte Achamed Magnus lieber tot als lebendig sehen.
Magnus kam am späten Abend in ein kleines Dorf in der Nähe des Moores. Nebelschwaden kamen ihnen entgegen und als sie in das Dorf kamen wurden sie von mehreren Kindern umlagert. Die meisten umlagerten aber Magnus.  Magnus ist fast im ganzen Sonnenland
Bekannt. Magnus kannten die Kinder von Bildern. Magnus gab jedem Kind die Hand. Und die Kinder waren froh und glücklich.

















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Viele Buben von den Kindern wollten später selber einmal Rennen mit einem Pferd machen. Und sie übten schon mit ihren Ponys. Magnus war ein Held für viele im Sonnenland. Und sein Pferd „Blitz“ war auch berühmt. Ein Junge fragte Magnus: „ Darf ich mal auf Blitz sitzen?“ Und Magnus sagte: „ Ausnahmsweise. Blitz ist ein liebes Pferd.“ Er hob den Jungen auf den Sattel von Blitz und der Junge strahlte über das ganze Gesicht. „ Das ist aber hoch hier oben im Sattel.“ „ Halt dich gut fest.“ Als Magnus den Jungen wieder vom Pferd half, wollte er erst gar nicht, so gut gefiel es ihm auf Blitz zu sitzen. Aber er bedankte sich bei Magnus höflich. Als die Männer durch das Dorf gingen um eine gute Unterkunft zu suchen wichen die Jungs den Männern nicht von der Seite. Magnus sagte: „ Hier ist ein Gasthaus. „ Moorhaus. Ein treffender Name für diese Gegend . Wollen wir hier einkehren?“ Die Männer waren alle einverstanden. Sie brachten ihre Pferde in eine nebenstehende Scheune hinein. Dort waren sie sicher, sie konnten etwas fressen, hatten ein Dach über den Kopf und sie hatten ihre Ruhe. Erst nachdem die Pferde versorgt waren, gingen die Männer, vorne weg Magnus, in das Gasthaus. Ein dunkles Gasthaus aber ein netter Wirt. Als Magnus nach einem Nachtlager fragte, sagte der Wirt: „ Wir haben hier Platz für Alle. Bei uns könnt ihr euch ausruhen. 1 Lener pro Person müsst ihr  aber schon aufbringen müssen. Dafür gibt es morgen Früh ein gutes Frühstück. Und am besten in Vorkasse. Man weiß ja nie.“ Also gut sagte Magnus. Abgemacht. Und hier sind die 12 Lener. 1 lener pro Person.“ „Vielen Dank, verehrter Herr. Aber sagen sie mal, kenne ich sie nicht von irgendwo her?“ „ Das kann sein dass sie mich mal auf einem Bild gesehen haben.“ „ Ach jetzt komme ich erst darauf. Sie sind der, der die Pferderennen immer gewinnt.“ „ Nein nicht immer.“ „ Aber fast immer, “ sagte der Wirt. „ Es ist eine Ehre für mich so eine Berühmtheit ein Nachtlager zu geben. Sie brauchen den 1 Lener nicht zu bezahlen.“ „ Oh doch. Ich zahle wie jeder andere auch. Ich bin nur ein bescheidener Mensch, und eine Berühmtheit bin ich auch nicht. Ich habe nur das Glück, das was ich am liebsten mache, zu meinem Beruf habe machen können. Das Reiten. Und ich bin überglücklich so ein treues Pferd wie Blitz zu haben.“ Wie teuer war er denn, “ fragte der Wirt?“ „ Guter Mann. Ich sagte treues Pferd, nicht teures Pferd.“ Oh Entschuldigung. Dann habe ich mich verhört.“ Magnus horchte auf. Ich glaube ich muss auf „Blitz“ heute Nacht aufpassen. Die Männer tranken ein paar Biere in der Gaststube. Magnus gönnte ihnen den Spaß. Nur er trank nie Alkohol. Er wollte immer her seiner Sinne sein und Sportler war er ja auch. Edgar sein treuester Begleiter und Freund trank auch kein Alkohol. Er war derselben Meinung wie Magnus.





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Einen Filmriss konnte er nicht gebrauchen. Und am nächsten Morgen hören was man alles angestellt und gesagt hatte, ohne zu wissen ob das stimmt was die anderen erzählten, weil man besoffen war, dass gefiel Magnus und auch Edgar nicht.
Die Männer tranken noch bis in die Nacht hinein. Als es 0 Uhr war hatten Edgar und Magnus genug und gingen auf ihr gemeinsames Zimmer zu schlafen. Edgar schlief sofort ein. Als er nachts wach wurde sah er zu Magnus Bett herüber, aber Magnus war nicht in dem Bett, das Bett war gar nicht angerührt worden. Sofort stand Edgar auf. Wo kann Magnus nur sein, so mitten in der Nacht?“ Plötzlich ging die Tür leise auf und Magnus kam herein. „ Warum schläfst du nicht Edgar?“ fragte er. „ Du bist gut Magnus wo warst du denn?“ „ Ich habe unsere Pferde gerettet. Der Wirt wollte gerade mit „Blitz“ und den anderen Pferden das weite suchen, als ich ihn dabei erwischte. Ich musste ihn leider vom Pferd stoßen und dann haben wir uns auf dem Scheunenboden geprügelt.“ „ Und jetzt.“ fragte Edgar. „ Jetzt sitzt der Wirt gefesselt an einem Balken in der Scheune.“
Am nächsten Morgen schnitt Magnus den Wirt vom Balken los. „Jetzt kannst du uns das Frühstück machen, du Pferdedieb. Und dann gibst du mir bestimmt die 12 Lener zurück, die wir für die Nacht bezahlt haben. Pferdediebe haben kein Geld verdient. Stimmt das, Herr Wirt.“ Ein kleinlautes Ja brachte der Wirt heraus. Bis die Männer wieder weg waren sagte er keinen Ton mehr. Und er gab Magnus die 12 Lener wieder zurück. Dann gingen die Männer um Magnus weiter. Der Wirt guckte ihnen nur noch hinterher.
Magnus musste mit seinen Leuten nun durch das Moor. Es gab keinen anderen Weg für sie. Es sind noch nicht viele durch das Moor gegangen. Die meisten trauten sich nicht dadurch. Magnus musste aber, wollte er das blaue Band finden, diesen riskanten Weg nehmen. Magnus ging vor, er hatte den besten Überblick und die meiste Erfahrung von Allen. Sie mussten sehr vorsichtig gehen, sonst könnte es sein dass sie einsacken in dem Moor. Die Pferde hielten sie an der kurzen Leine, nahe an ihrem Körper. Wie im Gänsemarsch gingen sie Magnus hinterher. Und er musste sich den weg ganz genau anschauen, weil nach ihm die anderen auch noch sicher weiter kommen mussten. Magnus schätzte, dass sie nun schon eine Stunde unterwegs waren. Es war eine sehr große Fläche Moor. Aber plötzlich sagte Magnus „ Ich kann das Ende des Moores sehen.“ Die anderen freuten sich so das sie es bald geschafft hatten, aber der letzte Mann dieser Gruppe war plötzlich nicht so aufmerksam und er sackte ein. Sofort rief er nach Magnus. Der blieb sofort stehen und ging ans Ende der Truppe und sah dass sein Begleiter schon im Moor tiefer rutschte und sein Pferd auch.

















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Zuerst musste natürlich das Leben des Mannes gerettet werden, denn Pferd und Reiter waren schon in dieser Gefahr. Magnus zog an dem Arm des Mannes, aber der steckte schon bis zum Bauch hin im Moor. Magnus musste alle Kraft aufbringen. Aber der Mann hatte Glück das Magnus so eine Kraft hatte. Stück für Stück zog er ihn aus dem Moor hinaus, bis er wieder ganz aus dem Moor gezogen war von Magnus. „ Mein Pferd; “ rief der Mann. Und wenn einer wusste wie sehr man an einem Pferd hängen konnte dann war das Magnus. Was wäre er ohne „Blitz“. Aber das Pferd stand schon ziemlich tief im Moor, so dass die anderen es schon aufgegeben haben. Aber Magnus hatte das Pferd noch lange nicht aufgegeben. Er zog an der Leine des Pferdes mit allem was ihm an kraft zur Verfügung stand. Aber es tat sich nicht viel. Das Pferd stand im Moor. Magnus zog mit letzter Kraft. Er sprach leise mit dem Pferd. Er war halt doch ein Pferdeflüsterer. Und auf einmal tat sich etwas. Als er zog, kam das Pferd etwas höher. Sofort rief er Edgar zu sich der ihm sofort beim ziehen des Seiles half. Das Pferd half den beiden in dem es sich ein bisschen hin und her bewegte. Immer wieder bewegte sich das Pferd mit Schwung nach oben. Und wenn es sich bewegte sagte Magnus zu Edgar: Zieh um dein Leben. Nachdem das Pferd immer mehr wieder nach oben kam zogen Edgar und Magnus mit Leibeskräften. Und plötzlich war das Pferd mit Schwung nach oben und einem kräftigen Zug an der Leine von Magnus und Edgar aus dem Moor wieder heraus. Die Anderen, die zugeschaut haben und mitgegangen sind mit den Dreien, waren sprachlos aber klatschen das konnten sie sofort. Und einer sagte: „Mensch Magnus. Hast du Kraft.“ Und der Reiter des Pferdes, welches gerade aus dem Moor gezogen wurde ging zu seinem Pferd und weinte. Er weinte, weil er froh war, dass sein Pferd noch lebte und aus der Lebensgefahr geholt wurde.
Danach ging Magnus wieder voran. Es war nur noch ein kleines Stück bis sie das Moor hinter sich gelassen hatten. Und Gott sei Dank schafften sie es unbeschadet aus dem Moor hinaus. Als sie wieder sicheren Boden unter den Füßen hatten, warf sich Magnus und auch Edgar ins Gras. Sie waren so fertig und erschöpft, dass sie sich erst einmal ausruhen mussten. Die anderen Männer waren einfach erleichtert, dass sie diese Hürde genommen haben. Sie gingen, nachdem sie sich ausgeruht hatten noch ein ganzes Stück weiter. Aber allzu weit gingen sie heute nicht mehr. Das Moor hatten sie überwunden und Magnus hatte viel Kraft gelassen, so dass sie schon nachmittags ihre Zelte aufbauten. Einige der Männer ritten in den nahe gelegenem Waldstück. Sie wollten jagen gehen. Und als sie von der Jagd wieder kamen, hatten sie auch Beute mitgebracht. Ein Wildschwein hatten sie erlegt. Und nun machte jemand ein Feuer an und das Schwein wurde auf einem Spieß über das Feuer gehängt.

















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Hunger hatten sie alle. Die letzten Tage hatten  sie kaum etwas zu Essen gekriegt. Es dauerte nicht lange, da war das Schwein durchgebraten, und alle schnitten sich mit ihren Messern am Spieß etwas ab. Sie aßen als ob sie eine Woche nichts mehr hatten. Und sie schlugen sich die Bäuche voll. Bis sie nicht mehr essen konnten. Dann legten sich alle etwas ins Gras hinein und ließen sich Sonne die jetzt noch schön am Himmel stand auf ihre Bäuche scheinen. Die meisten schliefen ein. Das  Moor und das viele Essen zeigten Wirkung. Magnus schlief auch ein. Edgar war zwar auch mit den Kräften am Ende konnte aber nicht einschlafen. Die meisten schliefen bis spät am Abend, wurden kurz wach und gingen dann direkt in ihre Zelte hinein um weiter zu schlafen.
Hector war mit seinen Leuten  auf einer ganz anderen Seite von Sonnenland. Sie brauchten nicht durch das Moorgebiet. Sie waren nach dem Moor in Wesen gestartet. Und immer noch liefen die Hunde vorweg um die Spur, beziehungsweise den Duft vom blauen Band von Prinzessin Geraldine aufzunehmen. Achamed würde den Männern  von Hector nichts tun, noch nicht. Erst sollte Hector und seine Meute das blaue Band finden. Und dann erst wollte Achamed, Hector das blaue Band, vor seiner Nase wegnehmen.
Am nächsten Morgen wurde Magnus als erstes wach, und er stand auf. Alle anderen waren noch am schlafen. Er kochte sich einen starken Kaffee und für die anderen gleich mit. Als der Kaffee fertig war, weckte er die Anderen. Sie tranken alle einen starken Kaffee. Und einer sagte: „ Der Kaffee ist fast genauso stark wie du es bist. Das haut den stärksten Bären um.“ Die Anderen mussten alle lachen und Magnus auch. So fing der Tag gleich gut an. „Habt ihr euch gut gestärkt, Männer. Das musstet ihr auch. Heute kommt wieder eine schwere Etappe auf der Suche nach dem blauen Band. Wir müssen durch ein Gebirge. Seht hier auf der Karte. Vielleicht sehr ihr schon einen kleinen Berg dahinten, dass wird aber noch viel steiler und bergiger.“ Die Männer schauten alle auf den Horizont und sie konnten den Berg schon sehen. Es sah von hier schon sehr hoch aus. „ Na kommt Männer. Wir wollen weiter.“ Magnus ging mit seinem Pferd wieder voran. Und seine Männer folgten ihm. Bis zu dem Berg waren es noch ein paar Kilometer, die sie zurücklegen mussten. Sie kamen vorher noch an Wesen vorbei, wo das Schloss der Königin lag. Als sie an dem Schloss vorbei kamen staunten sie nicht schlecht. Noch nie hatte einer von Ihnen das Schloss gesehen. Sie wohnten in einer ganz anderen Gegend. Außer Magnus und Edgar hatte keiner das Schloss je gesehen. Magnus war mit Edgar schon ein paar Mal da. Magnus wurde immer von der Königin eingeladen, wenn er ein Rennen gewonnen hatte.
 






13

 Es gab dann einen kleinen Umtrunk und für Magnus eine Medaille. Die Königin und auch Geraldine kannten den mutigen Pferderennsportler. Als sie am Eingang vorbei kamen ging auf einmal das große Schlosstor auf. Die Reiter um Magnus und auch er blieben mit ihren Pferden stehen. Die Königin kam mit Geraldine heraus. „ Wir hörten dass sie in der Nähe sind und wollten ihnen viel Glück wünschen auf der Suche nach dem blauen Band, “ sagte die Königin, mit Blick auf Magnus gerichtet. „Oh vielen Dank. Hoheit. Wäre denn die Prinzessin auch einverstanden, wenn wir das blaue band finden würden?“ „ Eigentlich wäre ich froh, wenn es keiner finden würde. Aber wenn es einer verdient hätte es zu finden dann sie Magnus.“ Die Prinzessin wurde etwas rot im Gesicht. „ Oh vielen Dank verehrte Prinzessin.“
Und die Königin sagte: „Na dann wollen wir sie nicht länger aufhalten, Magnus?  Ich wünsche ihnen viel Glück auf der Suche.“ Sprach sie und ging hinein. Die Prinzessin ging auf Magnus zu und gab ihm etwas. Edgar hatte es gesehen. Die Männer und auch Magnus ritten, als die Prinzessin auch wieder im Schloss verschwand, weiter. Einer von den Männern fragte: „ Was hast du denn gekriegt von der schönen Prinzessin, Magnus?“ Edgar sagte schnell: „ Eine rote Rose hat er gekriegt. Ja, ja.“ Magnus schaute seinen Freund böse an, weil er es gleich weiter erzählt hatte. Die Männer waren alle leicht am schmunzeln.
Aber gleich danach waren alle wieder konzentriert auf der Suche. Es wurde bergig. Schon ein ganzes Stück waren sie unterwegs und es ging immer etwas höher. Die Pferde aber auch die Reiter hatten Schwierigkeiten den steilen Aufstieg zu meistern. Und je höher sie kamen, desto dünner wurde die Luft. So dass einige Probleme mit der Puste bekamen. Als sie auf einem Felsvorsprung waren hielten sie an. „ Schaut euch mal um, “ sagte Magnus. Die Männer drehten ihren Kopf zurück und schauten ins Tal. „ Ui, so hoch sind wir schon. Hat man beim Aufstieg gar nicht so gemerkt, “ sagte Edgar. Und die anderen staunten nicht schlecht, als sie auch ins Tal schauten. „Seht euch mal richtig um. Man kann sehr viel sehen von  hier oben“: sagte Magnus zu seinen Männern. Sie schauten alle ins Tal. „ Wenn wir auf der Bergspitze sind können wir vielleicht, wenn wir Glück haben, Hector und seine Söldner sehen:“ erwähnte Magnus noch. Und Edgar sagte darauf: „ Und wenn ihr ganz viel Glück habt, dann seht ihr den blöden Hector nicht.“ Die anderen mussten alle lachen und Magnus lachte am meisten und sagte: „ Du bist und bleibst ein Witzbold, Edgar.“ Und während sie noch ins Tal schauten konnten sie die ganzen vielen Menschen als kleine Punkte sehen, wie sie alle auf der Suche nach dem blauen Band waren. „ So, wenn ihr wieder könnt, dann wollen wir den letzten  Aufstieg auf den Berg machen.“ „Wir können wieder: sagte Edgar. Oder Männer?“

















14

„ Jawohl, wir können wieder:“ sagten die Männer wie aus einem Mund gesprochen.
Es war sehr schwer diesen Berg hinauf zu gehen. Mit einem Pferd  zusammen war es noch schwieriger, dabei noch auf ein blaues Band zu achten machte die Sache nicht leichter.
Aber Magnus führt seine Männer vorne an. Sie waren alle sehr erschöpft aber sie schafften es alle zusammen auf die Bergspitze. Hier oben befand sich ein kleines Plateau. Hier wollten sie heute rasten. Es war etwas kühl hier oben und auch fehlte ihnen etwas die Luft. Auf diesem Plateau bauten sie ihre Zelte auf. Und heute Nacht brauchten sie dicke Decken. Es lag noch etwas Schnee auf der Bergspitze. In so einer großen Höhe befanden sie sich. „ Schaut herunter, vielleicht seht ihr ja Hector:“ sagte Magnus zu seinen Leuten. „ Wer will den schon sehen:“ sagte Edgar mit einem lachen im Gesicht. Er konnte diesen Rittmeister der Königin einfach nicht leiden. Die Männer von Magnus sahen ganz weit weg eine Truppe auf Pferden reiten und ganz klein sahen  sie sogar die Hunde davor herlaufend. „ Er wird auch alles darauf setzen das blaue Band zu finden:“ das wusste Magnus.
Es war ganz schön frisch hier oben auf dem Bergplateau. Sie holten wieder Holz zusammen von den Holzresten und Bäumen, die hier oben standen. Im Dunkeln saßen Alle um das Lagerfeuer herum. Die Sterne leuchteten und eine kühle Brise wehte zu ihnen herüber, so das  sie das Gefühl hatten, es wäre noch kälter als es eigentlich ist. Sie setzten sich etwas näher zusammen und ganz dicht ans Feuer. Sie hatten noch etwas von dem Schwein über, welches sie tags zuvor gejagt und über dem Lagerfeuer gegrillt hatten. „ Esst Männer. Die Muskeln brauchen Energie. Wenn wir morgen vom Berg wieder hinabsteigen, kommen wir in eine Gegend wo ein Fluss uns den ganzen Weg lang begleitet. Dann können wir uns ein paar Fische jagen.  Was glaubt ihr wird uns der Fisch wohl schmecken?“ „ Aber mit Sicherheit:“ sagte Alle zusammen. Ihnen lief in dem Moment das Wasser im Mund zusammen. Und mit diesen guten Aussichten schliefen sie selig ein. In der Nacht wurde es noch kälter hier oben. Einige von den Männern wurden zitternd wach. Sie bibberten am ganzen Körper. Einer ging zum Feuer und legte ein paar Holzstücke nach. Das Feuer wurde gleich größer und die Flammen stiegen höher Der Mann legte sich wieder hin und schlief wieder ein. Aber so richtig konnte niemand mehr schlafen, weil es einfach zu kalt war. Da nützten auch die dicken Decken nicht viel. Aber als am Morgen die Sonne aufging waren alle froh dass sie diese Nacht hinter sich gebracht hatten. Sie packten ihre sieben Sachen zusammen und Magnus ging wieder vorne an erster Stelle. Sie gingen den Berg langsam hinunter und schauten natürlich weiter nach etwas Blauen sich um.

















15

Aber alle freuten sich schon auf den Fisch, wenn sie das Tal erreichten.
Und als sie das Tal erreichten waren auf einmal alle froh und glücklich den Berg hinter sich gelassen zu haben. Hier an der Flussmündung stellten sie ihre Zelte auf. Hier am Wasser wollten sie zwei Tage campieren. Mühsam war die Wanderung bis jetzt und anstrengend. Hier wollten  sie Alle wieder Kraft schöpfen sich wieder fit machen für den weiteren weg. Es wusste ja wirklich keiner wo die Prinzessin das blaue Band versteckt hatte.
Als erstes wollten sie Fische fangen für Abends über dem Feuer. Einige der Männer gingen schwimmen im Fluss. Dann legten sie sich in die Sonne und ließen sich von ihr trocknen. Sie waren alle gut drauf und genossen die zwei freien Tage so zu sagen. Und am ersten Abend der Höhepunkt. Fisch so viel sie essen konnten, frisch gefangen und gebraten. Das schmeckte Allen.
„ Du, Magnus. Wenn wir das blaue Band nicht finden bevor das eine Jahr rum ist. Was Passiert denn dann?“ „Edgar, das will ich nicht hoffen. Das wäre aber nicht so schlimm, als wenn Hector oder gar Achamed es finden. Wenn niemand das blaue Band findet wird Prinzessin Geraldine Königin. Aber wir haben ja ein Jahr Zeit.“ „ Und wenn Hector mit seinen Spürhunden das blaue band vor uns findet?“ Dann müssen wir es ihm irgendwie wegnehmen, bevor er das Schloss erreicht und das blaue Band der Prinzessin an ihr Fußgelenk legen kann.“ „ Das wird aber nicht so einfach werden, weil Hector gut abgeschirmt wird von seinen Begleitern.“ „ Und genau deshalb müssen wir das blaue Band als erstes finden. Wenn wir es nicht als erstes finden, müssen wir es mit Gewalt Hector entwenden.“
Magnus und seine Truppe gingen den nächsten Tag weiter. Und Hector war ihnen weit voraus. Einige Tage später, als schon viele Ecken im Königreich Sonnenland abgesucht wurden, kam Magnus ein schrecklicher Gedanke. Er fragte Edgar: „Kann es sein, dass die Prinzessin ihr blaues Tuch im Schauderland versteckt hat, aus dem Grund, weil wir nie denken könnten, dass die Prinzessin sich ins Schauderland getraut hatte. Niemand war mehr im Schauderland seit damals ein Mann hinein ging und nie wieder gesehen wurde. Achamed treibt dort sein Unwesen. Vielleicht hat sie all ihren Mut aufgebracht um uns vor eine sehr schwierige Aufgabe zu stellen. Nämlich wir müssten ins Schauderland mit all seinen Gefahren, die das Land haben soll. Wir wissen ja nicht viel, nein wir wissen gar nichts über dieses Land. Vielleicht ist es aber auch nicht so schaurig.“ Edgar überlegte sehr lange und sagte dann zu Magnus: „ Ich folge dir überall hin auch ins Schauderland.“






16

„ Ich weiß:“ erwiderte Magnus. „ Aber begleiten mich die anderen auch und will ich das überhaupt.“
Hector hatte nun schon fast das ganze Land mit seinen Leuten und den Hunden abgesucht, aber ohne Erfolg. Nur im Schauderland hatte er noch nicht geguckt. Hector war sich sicher, das blaue Band kann nur im Schauderland versteckt worden sein. Aber er hatte nicht den richtigen Mut, deshalb wollte er sich hier mit seinen Leuten verstecken und warten bis Magnus mit seinen Leuten an der Grenze zum Schauderland ankam. Aber Magnus war schlauer. Er hatte den Braten gerochen. Er wusste, dass Hector ein Angsthase war, und deshalb ritten Magnus und seine Leute an eine andere Stelle der Grenze. Hector konnte sie nicht gesehen haben. Als sie vor der Grenze standen sagte Magnus zu seinen Leuten: „ Ich werde jetzt gleich in das Schauderland gehen mit meinem Pferd. Niemand braucht mir folgen, es ist zu gefährlich.“ Edgar aber sagte sofort: „ Das hast du dir so gedacht, ich folge dir, Magnus.“ Und die anderen 10 Männer sagten das gleiche. Magnus hatte wirklich starke Männer bei sich. Jeder einzelne. „ Das ehrt euch sehr, Männer. Na gut. Wenn ihr meint.“ Und Edgar sagte: „ Bis in den Tod folge ich dir, Magnus.“ Und die Anderen wiederholten den Satz. „ Also gut. Männer. Aus Liebe zum Sonnenland.“ „ Aus Liebe zum Sonnenland:“ sagten sie aus einem Mund. 
Magnus ging als erster über die Grenze. Als er ein paar Schritte in das Schauderland gemacht hatte, war es hier stockdunkel. Die anderen folgten ihm langsam. Hier gab es nur Dunkelheit und kalt war es auch. Als sie mitten in dem Waldstück waren, bewegten sich plötzlich die Bäume. Magnus kriegte zuerst eine Backpfeife von einem Ast eines kleinen Baumes. Er flog ein Meter auf den Boden. Nun fingen auch die anderen Bäume an die anderen zu schlagen. Die Bäume schienen lebendig zu sein, oder geworden zu sein. Ein Zaubertrick von Achamed? Auf jeden fall holte Magnus ein langes Schwert hervor und kämpfte mit dem Baum, der ihn geschlagen hatte. Er schlug mehrfach auf die Äste ein, die zu bluten anfingen. Aber so einfach war der Baum nicht zu besiegen. Es gab einen heftigen Kampf. Aber als Magnus mit seinem Schwert in den Baumstamm stieß, fiel der zu Boden. Er hatte mit seinem Schwert den Baum besiegt. Und er sagte zu den anderen: „Habt ihr es gesehen. Macht es so wie ich, dann hat der Baum keine Chance. Sie kämpften alle bis zum Umfallen. Ein paar Bäume lagen schon tot auf dem Boden. Und nachdem einige Bäume besiegt waren, flüchteten die anderen Bäume weit, weit nach hinten. Die erste Gefahr hatten sie überstanden. Die anderen Bäume sahen, dass sie keine Chance hatten gegen die Schwerter und Männer und die Bäume gingen ihnen aus dem Weg. Zu viele Bäume waren schon tot. Es tat sich eine Lichtung auf.
















17

Die Männer gingen über diese Lichtung hinüber. Aber als sie mitten in dieser Lichtung standen griffen sie auf einmal fliegende Drachen an, die Feuer spuckten. Magnus hielt sein Schild hoch, so dass die Flammen auf dem Schirm zurück prallten und an die Seite weg.
Schnell liefen sie von der Lichtung weg und sie stellten sich hinter einen großen Hügel aus Matsch und Steinen. Dort blieben sie erst einmal stehen. Es fing plötzlich an zu regnen. Und der Matsch rutschte von den Steinen ab. Magnus staunte nicht schlecht, als ein blaues Band zum Vorschein kam. Er hob den Stein auf wo das blaue Band drunter lag und steckte es in die Hosentasche. „ Männer ich habe es gefunden:“ sagte Magnus leise. Die Anderen wussten sofort wovon er sprach. „ Lasst uns auf dem schnellstem Weg zurück reiten nach Wesen zum Schloss der Königin. Ich möchte das blaue Band der Prinzessin um ihr Fußgelenk binden.“ Sie ritten wie von einer Tarantel gestochen los. Auf dem Weg zurück durch das Schauderland, wurden sie von den Drachen verfolgt aber sie waren schneller mit ihren Pferden. Die Drachen ließen auch schon bald von den Reitern ab. Hector stand noch immer vor dem Schauderland und hatte keine Ahnung dass Magnus mit seinen Leuten schon auf dem Weg zum Schloss war. Als sie die Anderen Männer in der Weite sahen, war es schon zu spät. Aber Hector versuchte trotzdem noch die Reiter um Magnus einzuholen. Als Magnus und seine Männer kurz vor Wesen waren und Hector doch noch näher kam, sagte Edgar zu Magnus:“ Reite du vorweg mit „ Blitz“. Mit Magnus der schon so viele Rennen geritten war, kam niemand mehr mit. Er ritt in den Hof des Schlosses und rannte zum Zimmer der Prinzessin. Und die war, obwohl sie ja eigentlich nicht heiraten wollte, froh dass Magnus es war, der ihr das blaue Band wieder brachte. Als er ihr das blaue Band um ihr Fußgelenk gemacht hatte, umarmte sie ihn schon als er wieder oben bei ihr war. Und dann küssten sie sich. Die Königin kam herein und lächelte und sagte: „ Jetzt heiratest du wohl doch noch, oder?“ „ Was für eine Frage Mutter. Siehst du nicht wie verliebt ich bin.“ „ Doch ich kenne deinen Gesichtsausdruck und dein Lachen, wenn du glücklich bist.“
14 Tage später wurde geheiratet und Sonnenland bekam endlich wieder eine feste Hand von einem überglücklichen König und einer noch glücklicheren Königin. Und das war das Abenteuermärchen von dem blauen Band. 
 
 

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