Dienstag, 1. Mai 2018

Ein verhängnisvoller Zaubertrick










                                                 Ein verhängnisvoller Zaubertrick



Peter Ruben ist von Beruf Magier und Zauberer. Er und seine Frau Gudrun besitzen ein eigenes Variete, wo Peter Ruben jeden Abend vor Zuschauern auftritt. Seit einiger Zeit ist das Variete immer ausverkauft. Er hat einen neuen Zaubertrick eingeübt. Er begibt sich in ein menschengroßes Aquarium, in das er anschließend, mit Ketten gefesselt, hinein steigt. Wenn er im Wasser ist wird das Aquarium mit einem Deckel verschlossen, so dass er nicht mehr hinaus kann. Nur, wenn er die Ketten von seinen Füssen und Händen abbekommt, kommt er aus dem Aquarium wieder hinaus. Die Zuschauer sehen nicht wie er die Fesseln, die mit einem Schloss abgeschlossen wurden, wieder aufkriegt. Aber bis jetzt hat der Zaubertrick immer funktioniert und der Beifall ist immer riesig. Einige Zuschauer waren schon öfter in seinen Vorstellungen, nur wegen der Nummer mit dem Aquarium. Seit einiger Zeit hatten Herr und Frau Ruben, weil die Nachfrage so groß war, eine Assistentin eingestellt. Zum Leidwesen von Gudrun Ruben war diese Assistentin auch noch sehr, sehr hübsch. Und es dauerte nicht lange, da hatte sie auch schon ihrem Mann Peter schöne Augen gemacht und hatte ihm den Kopf verdreht. Gudrun war eifersüchtig auf Bärbel. Aber als sie mit eigenen Augen gesehen hatte dass da mehr läuft zwischen Bärbel und ihrem Mann. schmiedete sie einen tödlichen Plan.
Sie hatte mit gehört als ihr Mann zu Bärbel sagte: „ Bärbel lass uns hier abhauen. Wir bauen uns ein eigenes Variete weit weg von hier auf. Ich möchte nur noch mit Dir zusammen sein, Bärbel.“ Als Gudrun das gehört hatte sagte sie zu sich selbst: „ Peter, das wirst du bereuen.“
Eines Abends mitten im Varieteprogramm von Peter kam der Höhepunkt jeder seiner Shows. Das Aquarium. Er war schon fest gekettet worden und stieg gerade in das Aquarium und Bärbel legte wie immer den Deckel darauf, und den man nur von innen öffnen konnte. Die zwei Minuten liefen wie immer auf einer Sanduhr hinunter. Etwas schneller als diese zwei Minuten war Peter meistens schon wieder aus dem Aquarium hinaus und ließ sich feiern. Doch heute dauerte es wohl etwas länger. Die Zuschauer, die den Trick schon öfter gesehen hatten, wurden schon unruhig, Bärbel merkte sofort, dass da etwas nicht stimmen konnte. Nun liefen Peters Frau und Bärbel gleichzeitig zum Aquarium, denn die Zeit für den Trick war schon längst abgelaufen. Peter war zu der Zeit schon ertrunken.


















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 Er hatte es dieses Mal nicht geschafft die Fesseln auf zuschließen um dann das Schloss vom Deckel zu öffnen und aus dem Aquarium wieder auszusteigen. Als alle, auch der letzte Zuschauer gemerkt hatte dass der Zauberer Tod war, schickte die Polizei, die inzwischen  eingetroffen war, alle Leute nach Hause. Die Polizisten ließen sich als erstes den Zaubertrick erklären. Sie bekamen von Gudrun zur Antwort: „ Bärbel gibt meinem Mann immer einen Schlüssel, den er in den  Mund steckt, vor dem Trick. Wenn dann der schwarze Vorhang das ganze Aquarium verhüllt, und die Zuschauer nicht sehen können das mein Mann den Schlüssel aus dem Mund ins Wasser spuckt um ihn dann wieder aufzuheben und dann damit die Schlösser zu öffnen und danach aus dem Aquarium ausstieg, waren die Zuschauer wie immer tosend am Klatschen.“ „ Warum klappte es dieses Mal nicht?“ fragte der Hauptkommissar. „ Ich kann es mir nicht denken, Herr Kommissar, “ sagte Gudrun unschuldig.
Nachdem Peter von der Polizei, etwas später wie eine Wasserlaiche tot aus dem Aquarium herausgeholt hatten und zur Gerichtsmedizin brachten, staunten die Polizisten nicht schlecht als sie den kleinen Schlüssel zum Öffnen der Schlösser im Aquarium fanden.
Als sie den Schlüssel an den Schlössern ausprobierten passte der Schlüssel in keines der Schlösser. Der Schlüssel sah ganz normal aus, aber als die Polizei in der Garderobe von Gudrun auf dem Boden Metallspäne fand etwas später, wussten sie was passiert war.
Sie nahmen Gudrun wegen Mordes an ihrem Mann in Untersuchungshaft. Später gab sie alles in der Polizeistation zu. Dass sie den Schlüssel mit einer Eisenpfeile bearbeitet hatte und dadurch konnte ihr Mann kein Schloss öffnen und sie wusste genau dass er ertrinken würde.
Das war ganz klar ein Mord mit Vorsatz und etwas später wurde sie zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilt.   


                                               



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