Gefährliche Tablette
Magnus Weingut ist ein Mann mittleren Alters. Mit seinen 45
Jahren war er aber auch schon sehr krank. Sein Magen machte nicht mehr so
richtig mit. Er hatte die Refluxkrankheit, die fast keiner kannte. Besser
bekannt ist diese Erkrankung unter Sodbrennkrankheit. Das heißt, der
Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen schloss nicht mehr richtig. So
dass man öfter mit Sodbrennen zu tun hatte. Er war schon seit mehreren Jahren
verheiratet. Seine Frau Lisa und er verstanden sich aber schon länger nicht
mehr so richtig. Lisa war mit ihrem Mann schon lange nicht mehr glücklich. Und
sie hatte auch schon jemand anderes. Magnus war sehr wohlhabend und hatte viel
Geld. Und Lisa wollte an dieses Geld heran, um mit ihrem „ Neuen“ leben zu
können. So kam sie eines Tages auf einen fast mörderischen Plan.
Ihr „neuer“ Lover war Apotheker. Und mit ihm zusammen wollte
sie ihren Mann, der schon sehr krank war, noch weiter schwächen und sie
hofften, dass ihr Mann noch kranker wurde und vielleicht bald sterben würde.
Die Tabletten, die er jeden Tag für seinen Magen einnahm, tauschte seine Frau
zu Hause mit Placebotabletten aus, die keinerlei Wirkung zeigten. Die Tabletten
sahen genau so aus wie die Magentabletten und die Placebotabletten tat Lisa in
die Verpackung der Magentabletten. Und weil Magnus erst keinen Verdacht
schöpfte, nahm er jeden Tag die für ihn „gefährliche Tablette“ ein. Gefährlich
deswegen, weil sein Magen wieder übersäuerte und er schon nach zwei Tagen, seit
er die Placebos schluckte, sich übergeben musste. Die Magentablette fehlte
seinem Magen natürlich. Und jeden Tag, wo er die „ gefährliche Tablette“
einnahm, wurde es schlechter mit seinem Magen. Bis er sich fast drei Mal am Tag
übergeben musste. Und es ging ihm so schlecht, dass sein Hausarzt, der keine
Erklärung für diese gesundheitliche Verschlechterung seines Patienten finden
konnte, ihn ins Krankenhaus überwies. Drei Wochen lang hatte er nun schon die
Placebos eingenommen. An Gewicht hatte er auch verloren und es sah tatsächlich
nicht gut aus für ihn. Seine Frau und der Apotheker hofften, dass er es nicht
mehr schaffen würde. Aber im Krankenhaus erholte sich Magnus sehr schnell
wieder, weil er wieder seine Magentabletten kriegte, und konnte schon bald
wieder entlassen werden.
Als er wieder nach Hause kam war seine Frau sehr überrascht,
weil zwei Männer ihn begleiteten. Sie dachte, dass sind bestimmt zwei Pfleger
aus dem Krankenhaus, die ihren Mann nach Hause begleiteten.
2
Als sie die drei
Männer ins Haus ließ, war sie umso mehr überrascht, als sie von dem einen Mann
Handschellen angelegt bekam. „ Was soll das?“ fragte sie erstaunt. „ Sie sind
verhaftet Frau Weingut. Wir wissen alles.“ Sagte der Polizist. „ Da staunst du, was Lisa. Die Ärzte hatten
mir gleich Blut abgenommen im Krankenhaus und haben festgestellt, dass ich seit
längerer Zeit keine Spuren von der Magentablette mehr im Blut hatte. Da habe
ich zwei und zwei zusammen gezählt. Übrigens dein „ Apotheker“ wird in diesem
Moment auch festgenommen.“
„ Kommen sie mit, Frau Weingut. Sie werden wegen versuchten
Mordes, aber mindestens wegen Körperverletzung an ihren Mann sich vor einem
Gericht verantworten müssen, “ sagte der Polizist und ging mit Frau Weingut aus
dem Haus.
So wäre Magnus Weingut, wegen einer für ihn „ gefährlichen“
Placebotablette, fast gestorben. Aber Gott sei Dank nimmt diese
Krankengeschichte von Magnus Weingut ein gutes Ende.
Seine Frau und der Apotheker kamen in den Knast und Magnus
ließ sich scheiden von seiner Frau. Und ein paar Jahre später fand er auch noch
eine nette Frau, die es mit ihm ernst meinte und ihn liebte. Er lebte noch sehr
lange mit seiner Krankheit glücklich und zufrieden mit seiner neuen Frau.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen