Montag, 30. April 2018

Gefährliche Tablette







                                                              Gefährliche Tablette


Magnus Weingut ist ein Mann mittleren Alters. Mit seinen 45 Jahren war er aber auch schon sehr krank. Sein Magen machte nicht mehr so richtig mit. Er hatte die Refluxkrankheit, die fast keiner kannte. Besser bekannt ist diese Erkrankung unter Sodbrennkrankheit. Das heißt, der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen schloss nicht mehr richtig. So dass man öfter mit Sodbrennen zu tun hatte. Er war schon seit mehreren Jahren verheiratet. Seine Frau Lisa und er verstanden sich aber schon länger nicht mehr so richtig. Lisa war mit ihrem Mann schon lange nicht mehr glücklich. Und sie hatte auch schon jemand anderes. Magnus war sehr wohlhabend und hatte viel Geld. Und Lisa wollte an dieses Geld heran, um mit ihrem „ Neuen“ leben zu können. So kam sie eines Tages auf einen fast mörderischen Plan.
Ihr „neuer“ Lover war Apotheker. Und mit ihm zusammen wollte sie ihren Mann, der schon sehr krank war, noch weiter schwächen und sie hofften, dass ihr Mann noch kranker wurde und vielleicht bald sterben würde. Die Tabletten, die er jeden Tag für seinen Magen einnahm, tauschte seine Frau zu Hause mit Placebotabletten aus, die keinerlei Wirkung zeigten. Die Tabletten sahen genau so aus wie die Magentabletten und die Placebotabletten tat Lisa in die Verpackung der Magentabletten. Und weil Magnus erst keinen Verdacht schöpfte, nahm er jeden Tag die für ihn „gefährliche Tablette“ ein. Gefährlich deswegen, weil sein Magen wieder übersäuerte und er schon nach zwei Tagen, seit er die Placebos schluckte, sich übergeben musste. Die Magentablette fehlte seinem Magen natürlich. Und jeden Tag, wo er die „ gefährliche Tablette“ einnahm, wurde es schlechter mit seinem Magen. Bis er sich fast drei Mal am Tag übergeben musste. Und es ging ihm so schlecht, dass sein Hausarzt, der keine Erklärung für diese gesundheitliche Verschlechterung seines Patienten finden konnte, ihn ins Krankenhaus überwies. Drei Wochen lang hatte er nun schon die Placebos eingenommen. An Gewicht hatte er auch verloren und es sah tatsächlich nicht gut aus für ihn. Seine Frau und der Apotheker hofften, dass er es nicht mehr schaffen würde. Aber im Krankenhaus erholte sich Magnus sehr schnell wieder, weil er wieder seine Magentabletten kriegte, und konnte schon bald wieder entlassen werden.
Als er wieder nach Hause kam war seine Frau sehr überrascht, weil zwei Männer ihn begleiteten. Sie dachte, dass sind bestimmt zwei Pfleger aus dem Krankenhaus, die ihren Mann nach Hause begleiteten.

















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 Als sie die drei Männer ins Haus ließ, war sie umso mehr überrascht, als sie von dem einen Mann Handschellen angelegt bekam. „ Was soll das?“ fragte sie erstaunt. „ Sie sind verhaftet Frau Weingut. Wir wissen alles.“ Sagte der Polizist.  „ Da staunst du, was Lisa. Die Ärzte hatten mir gleich Blut abgenommen im Krankenhaus und haben festgestellt, dass ich seit längerer Zeit keine Spuren von der Magentablette mehr im Blut hatte. Da habe ich zwei und zwei zusammen gezählt. Übrigens dein „ Apotheker“ wird in diesem Moment auch festgenommen.“
„ Kommen sie mit, Frau Weingut. Sie werden wegen versuchten Mordes, aber mindestens wegen Körperverletzung an ihren Mann sich vor einem Gericht verantworten müssen, “ sagte der Polizist und ging mit Frau Weingut aus dem Haus.
So wäre Magnus Weingut, wegen einer für ihn „ gefährlichen“ Placebotablette, fast gestorben. Aber Gott sei Dank nimmt diese Krankengeschichte von Magnus Weingut ein gutes Ende.
Seine Frau und der Apotheker kamen in den Knast und Magnus ließ sich scheiden von seiner Frau. Und ein paar Jahre später fand er auch noch eine nette Frau, die es mit ihm ernst meinte und ihn liebte. Er lebte noch sehr lange mit seiner Krankheit glücklich und zufrieden mit seiner neuen Frau.

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