Der hilfsbereite Maurer !
Ingo Gäbel ist schon seit einigen Jahren bei einer Baufirma
als Maurer angestellt. Die Firma hatte ihren Sitz auf dem Dorf, wo Ingo Gäbel
auch wohnte. Als der eigene Chef an dessen eigenem Haus die Außenwände abdämmen
lassen wollte, sollte auch Ingo da mit arbeiten. Natürlich kannte Ingo auch die
Nachbarn von seinem Chef, sie wollten die Arbeiten in Eigenleistung erbringen.
Eines Morgens, als Ingo am Giebel des Hauses seines Chefs am arbeiten war, kam
die Nachbarin eilig nach draußen gelaufen. „ Hallo, Ingo. Mein kleiner Sohn hat
sich ins Badezimmer eingeschlossen und jetzt kommt er nicht mehr heraus.“ „
Ganz ruhig bleiben, Petra. Wo liegt denn das Badezimmer bei eurem Haus?“ „Gleich
hier vorne am Giebel.“ Ingo stellte die Aluleiter an den Giebel des
Nachbarhauses und stieg die Leiter empor, bis zu dem Fenster, wo das Badezimmer
dahinter war. Das Fenster war verschlossen, Als er hinein guckte, sah er den
kleinen Thomas, wie er im Badezimmer stand und weinte. Er versuchte den
Schlüssel zu drehen aber er kriegte die Tür nicht alleine auf. Ingo Gäbel
klopfte vorsichtig an das Fenster und der Junge schaute ihn an. „ Kannst du das
Fenster öffnen, Thomas?“ Der Junge schaute traurig, aber er wusste erst nicht
was er tun sollte. Der Maurer zeigte auf den Griff des Fensters und sagte: „
Thomas, du musst diesen Griff einmal nach rechts drehen, dann geht das Fenster
auf.“ Ingo zeigte immer auf den Griff des Fensters und drehte in der Luft seine
Hand und sagte immer wieder dabei: „ Thomas dreh den Griff nach rechts.“ Der
Junge schien ihn nicht zu verstehen, er war noch zu klein. Aber weil Ingo nicht
aufhörte auf den griff zu zeigen, nahm der Junge auf einmal den Griff des
Fensters in die Hand. Ingo zeigte dann mit der Hand an, wie Thomas den Griff
drehen sollte. Und der Junge hatte kapiert, was er machen sollte. Er drehte am
Griff und Ingo konnte das Fenster Gott sei dank öffnen. Er ging zu dem Jungen
durch das Fenster ins Badezimmer hinein und öffnete die Badezimmertür. Petra
war überglücklich, dass ihr Sohn so schnell und unbeschadet aus dem Badezimmer
wieder heraus war, so das sie den Bauarbeiter umarmte und zu ihm sagt: „ Vielen
herzlichen Dank. Ich hatte so eine Angst um meinen Sohn.“ Die anderen
Bauarbeiter, die unten am Gerüst standen klatschten vor Freude in die Hände.
Und Ingo wurde zum Held des Tages.
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