Samstag, 8. Juli 2017

Polizei -und Blindenhund Luke








                                  Polizei- und Blindenhund Luke


Luke ist ein Schäferhund. Sein Herrchen ist sehr froh, dass er ihn hat. Luke war früher bei der Polizei gewesen und Frank Ludwig ein blinder, 20 Jahre alter Mann, hat Luke von der Polizei bekommen. Luke ist zwei Jahre alt und ein wirklich lieber Hund. Frank Ludwig braucht den Hund bei seinen Einkäufen und wenn er zum Arzt oder andere Sachen erledigen muss. Zwei Wochen hat er jetzt Luke bei sich zu Hause. Und er ist sehr froh darüber. Aber die Polizei brauchte Luke auch noch ab und zu mal bei bestimmten Einsätzen. Weil Luke ist ein so genannter Drogenhund. Und mit Frank ist es abgesprochen, dass er den Hund haben kann, aber wenn die Polizei ihn bei einem Einsatz benötigt, muss Luke Dienst bei der Polizei schieben. Denn Luke gehört immer noch der Polizei. Der Bruder von Frank, Holger, arbeitet bei der Drogenfahndung und er hat Luke auch ausgebildet. Die Kosten für Luke teilen sich die Polizei und Frank. Seit Frank erblindet ist, durch einen Unfall, haben die Polizei und Frank dieses Abkommen getroffen.
Luke wedelte mit seinem Schwanz, als er mit Frank zum Einkaufen ging. Frank kam schon gut mit Luke zurecht. Als Frank mit Luke zusammen wieder zu Hause war, rief plötzlich sein Bruder an. „ Du, Frank. Wir brauchen Luke jetzt schon für einen Einsatz. Ich weiß, du hast ihn noch nicht lange, aber Du kennst unsere Vereinbarung.“ „ Ja, ich weiß. Wie lange braucht ihr Luke denn. Ich muss Morgen zum Arzt.“ „ Du ich weiß noch nicht wie oft wir Luke brauchen, aber abends und auch zwischendurch kannst Du ihn ja zu hause behalten. Zuerst brauchen wir ihn nur Stundenweise und auf Abruf.“ „ Ich bin gespannt wie Luke das gefällt?“ Frank streichelte das Fell von Luke. „ Ich hole ihn gleich bei Dir ab, Frank. Und wenn Du irgendetwas hast, womit Du nicht zu Recht kommst, du hast ja meine Dienstnummer. Du kannst mich jederzeit anrufen.“
Eine viertel Stunde später war Holger am Haus seines Bruders und drückte auf die Haustürklingel. Sofort hörte er Luke sein Bellen, der zur Haustür gelaufen kam. Frank machte seinem Bruder Holger die Haustür auf. „ Guten Morgen, Frank, “ sagte Holger freundlich. „ Wie geht es Dir, Frank?“ „ Ach ganz gut. Ich habe mich nur noch nicht an diese ewige Dunkelheit gewöhnt.“ „ Ich weiß. Frank. Du gehst wirklich sehr tapfer mit deiner plötzlichen Erblindung um. Ich bin immer für Dich da; Frank. Dass weißt Du.“ „Ich weiß, Holger.“ „ Und seit kurzer Zeit hast Du ja auch Luke als deinen Begleiter. Nicht wahr Luke.“ Luke bellte zweimal kräftig. „ Manchmal denke ich Luke kann verstehen was wir sagen, Frank.“
















2

„ Ja, Holger. Luke ist ein schlaues Tier. Vielen Dank noch mal, dass Du mit deinem Chef bei der Polizei gesprochen hast. Ich bin froh, dass Luke mir hilft im Alltag.“ „ Gern geschehen. Aber nun muss ich ihn das erste Mal entführen, Frank. Ich hoffe ich muss das nicht allzu oft tun, aber wir sind da an einem Fall dran. Ich darf noch nicht allzu viel verraten, aber es geht um Drogen, um was sonst. Und mein Chef verspricht sich viel von Luke. Er hat uns schon einmal geholfen in einem Fall. Damals hat Luke den Löwenanteil gekriegt an der Lösung des Falles. Du musst wissen, Luke hat ein feines und geschultes Näschen.“ „ Na Holger, wenn ihr ihn so dringend braucht. Nimm ihn ruhig mit. Wann bringst du ihn wieder?“ „ Heute Abend, Frank. Wie gesagt, wenn was sein sollte, ruf mich einfach an.“ Frank streichelte Luke noch einmal liebevoll bevor Holger ihn mit in sein Polizeiauto nahm und wegfuhr.
Als Holger mit Schäferhund Luke im Präsidium an kam und die Autotür aufmachte lief Luke gleich in das Präsidium hinein. Schließlich war das ja fast ein Jahr wie sein zu Hause. Luke begrüßte mit dem Schanz wedelnd jeden einzelnen Polizisten und sozusagen seine Kollegen. Und die Kollegen freuten sich tierisch Luke wieder zu sehen. Schließlich war Luke ein gut erzogener und immer gut aufgelegter Hund.
Bevor Holger mit Luke zum Einsatz fuhr, stellte Holgers Chef ihm einen neuen Hund vor. „ Der andere Hund soll Luke einmal ersetzen, “ sagte Holgers Chef. „ Und was wird aus Luke?“ fragte Holger. „ Der wird demnächst woanders gebraucht, Holger.“
Holger wurde danach mit Luke auf den Einsatz geschickt. Holger war nicht gut zumute bei dem Gedanken, dass Luke woanders eingesetzt werden würde. Was würde aus Frank werden, schließlich war er auf einen Blindenhund angewiesen. Als er von seinem Einsatz wieder in das Präsidium kam war Holger ganz durcheinander. Traurig fuhr er zu Frank und wollte ihm die traurige Neuigkeit schonend beibringen.
Als er an Frank seiner Türklingel klingelte hörte er zu seiner Überraschung ein bellen vom Flur. Und als die Tür aufgemacht wurde fiel Holger wie aus allen Wolken. Da stand Frank mit Luke und seinem Chef im Hintergrund. Holgers Chef sagte: „ Da staunst Du, was Holger. Wir von der Polizei haben uns überlegt, dass Frank, Luke mehr braucht als wir Luke brauchen. Und was wäre das geworden. Wir denken da nur an das Wohl des Hundes. Luke soll von nun an Frank gehören.“
Holger war überglücklich über diese Entscheidung seines Chefs. „ Vielen Dank. Chef. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll.“ „Ist schon O.K. Holger. Eines musst Du mir versprechen. Dass du den neuen Hund genau so gut ausbildest wie unseren Luke.“ „ Das kann ich gerne versprechen. Das will ich gerne machen.“ Holger nahm seinen Bruder Frank in den Arm und sagte: „ Ich freue mich so für Dich, Frank.“ Und Luke wedelte mit dem Schwanz.

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