Polizei- und
Blindenhund Luke
Luke ist ein Schäferhund. Sein Herrchen ist sehr froh, dass
er ihn hat. Luke war früher bei der Polizei gewesen und Frank Ludwig ein
blinder, 20 Jahre alter Mann, hat Luke von der Polizei bekommen. Luke ist zwei
Jahre alt und ein wirklich lieber Hund. Frank Ludwig braucht den Hund bei
seinen Einkäufen und wenn er zum Arzt oder andere Sachen erledigen muss. Zwei
Wochen hat er jetzt Luke bei sich zu Hause. Und er ist sehr froh darüber. Aber
die Polizei brauchte Luke auch noch ab und zu mal bei bestimmten Einsätzen.
Weil Luke ist ein so genannter Drogenhund. Und mit Frank ist es abgesprochen,
dass er den Hund haben kann, aber wenn die Polizei ihn bei einem Einsatz
benötigt, muss Luke Dienst bei der Polizei schieben. Denn Luke gehört immer
noch der Polizei. Der Bruder von Frank, Holger, arbeitet bei der Drogenfahndung
und er hat Luke auch ausgebildet. Die Kosten für Luke teilen sich die Polizei
und Frank. Seit Frank erblindet ist, durch einen Unfall, haben die Polizei und
Frank dieses Abkommen getroffen.
Luke wedelte mit seinem Schwanz, als er mit Frank zum
Einkaufen ging. Frank kam schon gut mit Luke zurecht. Als Frank mit Luke
zusammen wieder zu Hause war, rief plötzlich sein Bruder an. „ Du, Frank. Wir
brauchen Luke jetzt schon für einen Einsatz. Ich weiß, du hast ihn noch nicht
lange, aber Du kennst unsere Vereinbarung.“ „ Ja, ich weiß. Wie lange braucht
ihr Luke denn. Ich muss Morgen zum Arzt.“ „ Du ich weiß noch nicht wie oft wir
Luke brauchen, aber abends und auch zwischendurch kannst Du ihn ja zu hause
behalten. Zuerst brauchen wir ihn nur Stundenweise und auf Abruf.“ „ Ich bin
gespannt wie Luke das gefällt?“ Frank streichelte das Fell von Luke. „ Ich hole
ihn gleich bei Dir ab, Frank. Und wenn Du irgendetwas hast, womit Du nicht zu
Recht kommst, du hast ja meine Dienstnummer. Du kannst mich jederzeit anrufen.“
Eine viertel Stunde später war Holger am Haus seines Bruders
und drückte auf die Haustürklingel. Sofort hörte er Luke sein Bellen, der zur
Haustür gelaufen kam. Frank machte seinem Bruder Holger die Haustür auf. „
Guten Morgen, Frank, “ sagte Holger freundlich. „ Wie geht es Dir, Frank?“ „
Ach ganz gut. Ich habe mich nur noch nicht an diese ewige Dunkelheit gewöhnt.“
„ Ich weiß. Frank. Du gehst wirklich sehr tapfer mit deiner plötzlichen
Erblindung um. Ich bin immer für Dich da; Frank. Dass weißt Du.“ „Ich weiß,
Holger.“ „ Und seit kurzer Zeit hast Du ja auch Luke als deinen Begleiter.
Nicht wahr Luke.“ Luke bellte zweimal kräftig. „ Manchmal denke ich Luke kann
verstehen was wir sagen, Frank.“
2
„ Ja, Holger. Luke ist ein schlaues Tier. Vielen Dank noch
mal, dass Du mit deinem Chef bei der Polizei gesprochen hast. Ich bin froh,
dass Luke mir hilft im Alltag.“ „ Gern geschehen. Aber nun muss ich ihn das
erste Mal entführen, Frank. Ich hoffe ich muss das nicht allzu oft tun, aber
wir sind da an einem Fall dran. Ich darf noch nicht allzu viel verraten, aber
es geht um Drogen, um was sonst. Und mein Chef verspricht sich viel von Luke.
Er hat uns schon einmal geholfen in einem Fall. Damals hat Luke den Löwenanteil
gekriegt an der Lösung des Falles. Du musst wissen, Luke hat ein feines und
geschultes Näschen.“ „ Na Holger, wenn ihr ihn so dringend braucht. Nimm ihn ruhig
mit. Wann bringst du ihn wieder?“ „ Heute Abend, Frank. Wie gesagt, wenn was
sein sollte, ruf mich einfach an.“ Frank streichelte Luke noch einmal liebevoll
bevor Holger ihn mit in sein Polizeiauto nahm und wegfuhr.
Als Holger mit Schäferhund Luke im Präsidium an kam und die
Autotür aufmachte lief Luke gleich in das Präsidium hinein. Schließlich war das
ja fast ein Jahr wie sein zu Hause. Luke begrüßte mit dem Schanz wedelnd jeden
einzelnen Polizisten und sozusagen seine Kollegen. Und die Kollegen freuten
sich tierisch Luke wieder zu sehen. Schließlich war Luke ein gut erzogener und
immer gut aufgelegter Hund.
Bevor Holger mit Luke zum Einsatz fuhr, stellte Holgers Chef
ihm einen neuen Hund vor. „ Der andere Hund soll Luke einmal ersetzen, “ sagte
Holgers Chef. „ Und was wird aus Luke?“ fragte Holger. „ Der wird demnächst
woanders gebraucht, Holger.“
Holger wurde danach mit Luke auf den Einsatz geschickt.
Holger war nicht gut zumute bei dem Gedanken, dass Luke woanders eingesetzt
werden würde. Was würde aus Frank werden, schließlich war er auf einen
Blindenhund angewiesen. Als er von seinem Einsatz wieder in das Präsidium kam war
Holger ganz durcheinander. Traurig fuhr er zu Frank und wollte ihm die traurige
Neuigkeit schonend beibringen.
Als er an Frank seiner Türklingel klingelte hörte er zu
seiner Überraschung ein bellen vom Flur. Und als die Tür aufgemacht wurde fiel
Holger wie aus allen Wolken. Da stand Frank mit Luke und seinem Chef im
Hintergrund. Holgers Chef sagte: „ Da staunst Du, was Holger. Wir von der
Polizei haben uns überlegt, dass Frank, Luke mehr braucht als wir Luke brauchen.
Und was wäre das geworden. Wir denken da nur an das Wohl des Hundes. Luke soll
von nun an Frank gehören.“
Holger war überglücklich über diese Entscheidung seines
Chefs. „ Vielen Dank. Chef. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll.“ „Ist schon
O.K. Holger. Eines musst Du mir versprechen. Dass du den neuen Hund genau so
gut ausbildest wie unseren Luke.“ „ Das kann ich gerne versprechen. Das will
ich gerne machen.“ Holger nahm seinen Bruder Frank in den Arm und sagte: „ Ich
freue mich so für Dich, Frank.“ Und Luke wedelte mit dem Schwanz.
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