Montag, 2. Juli 2018

Das blaue Band ( Abenteuergeschichte)









                                                        Das blaue Band


Es war einmal eine schöne junge Prinzessin. Die lebte in dem Schloss Ihrer Mutter, der Königin von Wesen, eine kleine Stadt Im Sonnenland. Geraldine, so hieß die junge Prinzessin, sollte in baldiger Zeit heiraten. Die Königin wollte es so. Sie selber wollte bald den Thron freigeben. Sie war schon sehr alt und es wurde Zeit, dass ein neuer König ans regieren kam in Wesen. Geraldine aber wollte nicht heiraten, wollte nicht nur die Frau eines Königs sein, sie wollte die Macht haben. Deshalb dachte sie sich einen Plan aus.
Das Sonnenland ist eigentlich ein schönes und freundliches Land. Aber es gab auch ein dunkles Gebiet im Sonnenland. Dieses Gebiet war für die wesener Bevölkerung tabu. Niemand durfte in dieses Waldgebiet, in dem nur Schatten und Tod regierte, hinein. Es traute sich auch niemand in dieses Gebiet von Sonnenland. Dort gab es Wölfe, viele Wölfe und Fledermäuse große dunkle Wildhunde und es gab den Waldgeist Achamed. Dieser regierte über das dunkle Gebiet was sich Schauderland nannte. Noch nie, hatte ein Mensch aus dem Sonnenland, das Schauderland betreten. Wie gesagt es war auch tabu für die Menschen. Vor vielen hundert Jahren soll einmal ein mutiger Mann aus Wesen dieses Schauderland betreten haben. Er kam nicht wieder. Seitdem hatte nie wieder ein Mensch einen Fuß in das Schauderland gesetzt.
Geraldine war nicht dumm. Sie schlug ihrer Mutter einen Deal vor. „Mutter ich werde heiraten, aber nur unter einer Bedingung. Du weißt doch, dass ich seit meiner Kindheit ein blaues Band besitze. Ich kriegte es einmal von Vater und seitdem habe ich es nie von meinem Fußgelenk entfernt. Ich schlage Dir nun folgendes vor. Du weißt eigentlich möchte ich nicht heiraten. Aber wenn ich heiraten soll, dann muss mein Bräutigam mein blaues Band, das ich irgendwo im Sonnenland verstecken darf, finden und es mir wiederbringen. Derjenige, der das blaue Band findet und es um mein Fußgelenk bindet, soll mein Mann werden. Den werde ich dann heiraten.“ Geraldine wusste dass es sehr schwer werden würde das blaue Band zu finden, deshalb hatte sie ihrer Mutter dies vorgeschlagen. In Wirklichkeit hoffte sie, das niemand ihr blaues band jemals wieder finden würde. Nur deshalb schlug sie diesen Deal vor. Sie hoffte dadurch nie heiraten zu müssen. „ Und Mutter noch eine Bedingung. Wenn das blaue Band nach einem Jahr noch nicht gefunden wurde, ist der Deal vorbei. Dann werde ich allein regieren und deine Thronfolge antreten, ohne König.“

















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Die Königin Sophia vom Sonnenland überlegte. So schwer kann es doch nicht sein ein blaues Band wieder zu finden, was meine Tochter versteckt hat und sagte: „Na gut. Aber du darfst es nur innerhalb unseres Landes verstecken. Wenn du dich daran hältst bin ich einverstanden.“
In der nächsten Nacht ritt die Prinzessin um 24 Uhr wie noch vorher abgesprochen in die Nacht hinein. Sie konnte gut reiten. Gut und schnell. 8 Tage hatte sie Zeit das blaue Band zu verstecken.  8 Tage später um 6 Uhr morgens sollte sie wieder im Schloss in Wesen sein. Das war auch noch so abgesprochen vorher. Reiter, die von der Königin den Auftrag gekriegt haben, der Prinzessin Geraldine nachzureiten, waren ihr auf den Fersen. Aber wie gesagt, die Prinzessin war nicht dumm. Sie ritt sehr schnell und kreuz und quer, bis sie die Reiter nicht mehr sehen und auch nicht mehr hören konnte. Sie blieb eine Weile auf der Stelle stehen und als sie sicher war, dass sie die Reiter abgehängt hatte ritt sie erst weiter. Niemand folgte ihr mehr.
Die ganze Nacht ritt sie durch das Land ihrer Mutter und am Morgen um Punkt 6 Uhr morgens, acht Tage später, war sie wieder am Schloss, wie besprochen. Die Mutter war sauer, weil ihre Reiter nichts gesehen hatte. Niemand, außer ihrer Tochter selber, wusste wo sie das blaue Band versteckt hatte. Aber die Königin war sich sicher, 1 Jahr war eine lange Zeit. Irgendjemand würde das blaue Band schon finden.
Schon am nächsten Tag verkündete die Königin Sophia an alle Sonnenländer Männer die Botschaft:
„ Meine Tochter hat letzte Woche ein blaues Band im Sonnenland versteckt. Ihr und auch mein Wille ist es, dass derjenige Mann, der das blaue Band findet, König von Sonnenland wird und meine Tochter heiratet. Meine Tochter möchte nicht heiraten, darum hat sie das blaue Band versteckt. Seht sie euch an. Jeder Mann würde froh sein, eine solch schöne Frau zum Altar zu führen. Und welcher Mann wäre nicht gern König von Sonnenland. Also macht euch auf, sucht das blaue Band, welches im gesamten Sonnenland versteckt sein kann. Ein Jahr habt ihr nur Zeit. Also sputet euch.“ Nachdem die Königin Sophia diese Verkündung gemacht hatte, machten sich alle Männer vom Sonnenland auf um das blaue Band zu finden.
Die ersten Tage wurde die ganze Gegend abgesucht, aber niemand fand ein blaues Band. Die Prinzessin hatte das blaue Band gut versteckt. Und plötzlich waren alle Männer im Sonnenland nur noch am Suchen. Jeder wollte das blaue Band finden und König werden.
Die Nachricht von der Suche nach dem blauen Band reichte bis zu dem Waldgeist Achamed. Der sah eine große Chance aus seinem dunklem Reich heraus zu kommen oder besser gesagt, er sah eine Chance das Sonnenland auch noch zu sein Eigen zu machen.

















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Er wollte auf jeden Fall König werden von Sonnenland. Er wollte das blaue Band finden. Aber auch er hatte keine Ahnung wo er das Band finden konnte. Wo er suchen sollte. Er würde jeden Stein zweimal umdrehen, um das blaue Band zu finden. Dann wäre er der Herrscher von Schauderland und Sonnenland. Und er hätte eine schöne Frau. Er selber sah scheußlich aus, wie man es sich vorstellen konnte bei einem der Waldgeist genannt wird. Er hieß nur Waldgeist in Wirklichkeit war er aber sehr lebendig. Er war ein ganz „normaler“ Mensch. Weil man ihn aber fast nie sah in seinem Reich, nannte man ihn einen Geist. Er hieß schon Jahr und Tag Waldgeist. Dabei lebte er auch einmal im Sonnenland. Bis der König, Achamed in das heutige Schauderland verwies, nachdem Achamed versucht hatte den König von seinem Thron zu stoßen. Er hatte versucht den König umzubringen. Aber der Thronsturz misslang und der König schickte Achamed in das größte Waldgebiet des Sonnenlandes. Und er durfte nie wieder zurück ins Sonnenland kommen. Achamed wurde so der Anführer des Schauderlandes.
Die Königin hatte für ihre Tochter natürlich schon einen Mann ausgewählt. Und deshalb stellte sie ein paar Männer aus ihrer Leibgarde zur Verfügung, damit er das blaue Band als erster fand. Die ganzen Männer aus dem Sonnenland waren unterwegs und es gab fast kein Fleck im Land der nicht belegt war mit einem Suchenden. Es bildeten sich Gruppen von Männern, die jeweils einen jungen Prinzen als Anführer dieser Gruppen hatten.
Magnus war einer dieser Prinzen. Er war ein kräftiger junger Mann, der mit seiner großen Gestalt gefährlich aussah. Er hatte einen kleinen Oberlippenbart, und sah sehr gut aus. Er war gescheit und bescheiden in seiner Art. Magnus wäre ein guter König für das Sonnenland Aber nur wenn er das blaue Band fand und es der Prinzessin, die er sehr mochte, um ihr Fußgelenk binden konnte dann würde er König werden.
Der von der Königin auserwählte Mann für ihre Tochter war Hector. „ Prinz Hector, du musst das Band zuerst finden. Ich stelle dir ein paar Männer aus meiner Garde zur Seite, die dir helfen sollen das blaue Band zu finden. Ich setze große Stücke auf dich. „Ich hoffe, dass du mein Nachfolger auf dem Thron wirst. Enttäusche mich nicht.“  Hector antwortete: „ Ich werde alles daran geben König zu werden, vor allem wenn du es dir so wünscht.“ „ Dann reite los mit meinen Männern und finde das Band. Ich wünsche Dir viel Glück.“ Hector gab seinem Pferd die Sporen und ritt von Wesen aus ins Sonnenland hinein.
An einer ganz anderen Stelle im Sonnenland ritt Magnus mit seinen Leuten los. Magnus war wild entschlossen das blaue Band zu finden. Und musste er auf seiner Reise um das blaue Band sterben, da war er auch zu bereit. „ Magnus wo sollen wir zuerst suchen?“ „ Ich weiß auch nicht so genau.







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 Wir müssen auf unserem Weg sehr aufmerksam sein und auch Glück haben. Ich glaube das brauchen wir, sonst findet ein anderer das blaue Band. Vielleicht Hector dieser Angeber und Lügner. Oder vielleicht sogar Achamed. Das wäre unser Ende. Wenn Achamed oder Hector das blaue Band finden würden, an die Folgen möchte ich gar nicht denken. Wenn wir wollen das das Sonnenland nicht den Bach runter geht, dann müssen wir die ersten sein, die das Band der Prinzessin finden.“
Magnus ritt mit seinen Anhängern los, aber einige der Männer im Land waren auch zu Fuß unterwegs. Magnus stellte sich das ganze Suchen sehr schwer vor. Erst einmal war das Sonnenland sehr groß und weitflächig und es gab im Sonnenland Seen, Flüsse und Bäche, aber auch sehr viele kleine Gebirge. Es gab sehr viele Dörfer und auch kleine Städte in Sonnenland und vor Allem gab es sehr viele Einwohner. Das Königinreich von Königin Sophia war sehr, sehr groß. Pferde waren das einzige Fortbewegungsmittel. Wer eine Kutsche hatte musste schon ganz schön viel Geld haben. Es gab nur Münzgeld. Für 40 Lener bekam man eine Kutsche. Magnus hatte kein Geld dafür. Er hatte sein Pferd „ Blitz“ und das reichte ihm. Und das Pferd hieß so, weil es sehr schnell war. Es war ein Pferd, welches er selber groß gebracht hat und ihm alles beigebracht hatte. Sein Pferd war bekannt im Sonnenland. Er hat schon einige Rennen mit „Blitz“ gewonnen. Und auch Magnus war wegen der Pferderennen sehr bekannt. Er war so etwas wie ein Pferdeflüsterer. Er mochte Tiere und die Tiere mochten ihn. Er war sich sicher, dass „Blitz“ ihn irgendwann zum blauen Band hinführen würde. „ Blitz“ war ein schlaues Pferd. Das Pferd witterte Gefahr und es spürte ob ein Mensch es gut oder schlecht mit ihm meinte. Seine Begleiter auf der Suche nach dem Band waren alles Anhänger ja fast Freunde von Magnus. Sie wollten ihn zum König machen. Ihm wollten sie helfen, das blaue Band zu finden und ihn unterstützen, wenn er dann hoffentlich König von Sonnenland war. Er hatte nicht viel Geld, aber er war ein Vorbild für die anderen Männer und sie bewunderten ihn.
Hector dagegen war genau das Gegenteil von Magnus. Er hatte keine Manieren, er quälte seine Pferde und war bei der Königin sehr beliebt. Deshalb schickte sie Hector auf die Suche nach dem blauen Band. Er lebte in dem Schloss in Wesen, dem Hauptsitz der Königin. Dort war er Rittmeister und führte die königlichen berittenen Soldaten der Königin an. Hector war sehr hart und streng in seinem beruf und auch privat. Das gefiel der Königin. Sie dachte sich: „ So muss ein zukünftiger König sein. Hart und streng. Mit Milde kam man nicht weit.“ Deshalb wäre die Königin Sophia erleichtert wenn Hector das blaue Band finden würde.

















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Sie wollte alles daran setzen, dass die Geschichte genau so geschrieben wurde.
Aber es gab ja auch noch Achamed, den Waldgeist. An den hatte die Königin noch gar nicht gedacht. Aber was ist, wenn niemand das blaue Band nach Ablauf eines Jahres findet. Dann würde ihre Tochter auf den Thron kommen. Das musste sie unbedingt verhindern. Sie stellte fast ihre ganzen Söldner, die von ihr bezahlt wurden ihrem Hector zur Seite. Prinzessin Geraldine, die das blaue Band versteckt hatte und dieses Treiben erst in Gang gesetzt hatte mochte Hector überhaupt nicht. Aber sie bewunderte Magnus. Den schnellen Reiter und Pferdeflüsterer. Sie sah ihn schon bei vielen Turnieren am Rande der Pferderennbahn. Und sie sah ihn fast immer gewinnen in unzähligen Rennen.
Nachdem die Suche im Gange war durften die Frauen die ganze Arbeit machen. Die Männer waren alle am suchen. Entweder waren sie mit Pferden unterwegs oder zu Fuß. Sie gingen den ganzen Tag um das blaue Band zu suchen und kamen abends wieder nach Hause. Nur die Männer, die mit Pferden unterwegs waren die stellten abends ihre Zelte auf und rasteten dort wo sie gerade waren. „ Hier bauen wir unsere Zelte auf, “ sagte Magnus zu seinen Begleitern. „ Magnus, weißt du eigentlich wie groß das Sonnenland ist, wie soll man da ein kleines blaues Band finden, das Band kann überall versteckt sein.“ „ Du musst Geduld haben, Edgar. Ja es wird schwierig, aber wenn wir das Band heute nicht gefunden haben, vielleicht finden wir es schon morgen. Wir haben ein Jahr Zeit und es kann vielleicht auch sehr lange dauern bis wir das Band finden, aber es ist nicht unmöglich.“ Jetzt, im Sommer konnte man gut zelten es war auch nachts sehr warm. So dass sie auf Decken im Zelt schliefen. „ Schlaf gut, Magnus. Wir müssen morgen wieder scharfe Augen haben, “ sagte Edgar. Kurz darauf waren alle am Schlafen. Sie alle waren müde und erschöpft vom Suchen. Sie sind den ganzen Tag geritten, und alle paar Meter blieben sie stehen und schauten nach dem Band.
„ Guten Morgen, “ sagte Edgar zu Magnus. Es ist 7 Uhr, wir müssen weiter und suchen. Magnus war noch fest am Schlafen. „ Wie spät haben wir es?“ fragte Magnus. „ 7 Uhr. Um diese Zeit drehe ich mich sonst noch drei Mal rum.“ Sonst geht es auch nicht um die Zukunft von Sonnenland, “ sagte Edgar. Magnus stand sofort auf. „ Du hast Recht, Edgar. Wir müssen weiter und das Blaue Band finden. Sonst findet es Hector noch vor uns. Das wäre eine Katastrophe und das Ende der schönen Zeit im Sonnenland.“ Edgar machte schnell eine Feuerstelle und setzte Wasser auf, damit sie Kaffee trinken konnten. Edgar war heute Morgen schon gut gelaunt. Magnus war kein Frühaufsteher. Bei ihm musste das Koffein in seinem Kaffee erst einmal Wirkung zeigen.

















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Magnus holte eine Karte von Sonnenland heraus und legte sie in die Mitte der Gruppe. „ Hier befinden wir uns jetzt. Ihr seht schon wie groß unser Sonnenland ist. Und ich schlage vor dass wir ab jetzt zu Fuß neben unseren Pferden hergehen. Wenn wir reiten, können wir nicht genug sehen auf dem Boden und wir könnten ein Band, das zwar Blau ist, leicht übersehen.“ Die anderen waren sofort einverstanden. Das leuchtete ihnen ein. „ Aber unsere Pferde behalten wir immer an der Leine. Sie können unser Gepäck tragen und sie sind sehr sensibel. Wenn Gefahr droht, warnen uns die Pferde.“ Besonders „Blitz“ ist sehr sensibel. Er wittert schon sehr früh, wenn zum Beispiel sich jemand ihm nähert. „Blitz“ ist besser als ein Wachhund. Nur in den hintern beißen, dass kann er nicht.“ Die anderen lachten. Sie tranken ihren Kaffee aus und schauten dann gemeinsam auf die Karte. „ Wir sind erst am Anfang unserer Reise. Wir müssen systematisch vorgehen. Jeden Tag müssen wir ein kleines Stück absuchen bis es dunkel wird. Heute müssen wir uns auch ein Reh oder einen Hirsch schießen. Als sie die Zelte abgebaut hatten und die Feuerstelle erkaltet war gingen sie ganz vorsichtig, aber die Augen immer auf den Boden gerichtet, los. Unter jeden Stein wurde geguckt. Edgar hatte schon Rückenschmerzen vom vielen Bücken. Es war hier sehr steinig, in höheren Lagen des Landes.
„ Das ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, “ sagte Edgar. „ Du musst Geduld haben, Edgar. Lass dir Zeit beim suchen. Nicht auszudenken wenn wir das blaue Band übersehen würden. Dann hätten wir im ganzen Land gesucht und könnten die ganze Strecke zurück noch einmal suchen. Dann ist ein Jahr zu kurz um das blaue Band zu finden, Edgar.“ „ Und dann würdest du kein König werden sondern Prinzessin Geraldine.“ „Das wäre ja noch nicht so schlimm, Edgar. Schlimm wäre es nur, wenn Hector oder der Waldgeist Achamed das blaue Band finden würden.“ „ Ja das wäre furchtbar, “ sagte Edgar. Wenn einer von den Beiden, König im Sonnenland werden würde, das wäre das Ende von Sonnenland.“
Hector sah das etwas anders. Und auch die Königin. Sie schickte Hector Hunde mit auf den Weg. Sie sollten beim Suchen helfen und außerdem hatte sie sich das Duftwasser von Prinzessin Geraldine gestohlen. Aber auch die Königin war nicht dumm. Sie hatte nur einen kleinen Teil des Duftwassers abgefüllt in ein kleines Röhrchen. Dieses kleine Röhrchen mit Duftwasser ihrer Tochter gab sie Hector auf den Weg mit. Die Hunde rochen alle an dem Duftwasser und dann ging die Suche los. „ Immer den Hunden hinterher, sagte Hector. Sie werden uns zum blauen Band führen. Sie haben den Duft der Prinzessin in der Nase und sie werden das band finden.“ Die ganze Meute Hunde lief los und Hector mit seinen Reitern hinterher.




7

Außerdem schickte Hector Söldner los die zu Fuß, „ auf Schusters Rappen“ unterwegs waren.
Hector hatte viel mehr Leute als Magnus sie hatte. Er hatte es leichter als Magnus. Aber Magnus und auch seine Begleiter waren für das Gute im Sonnenland unterwegs. Hector wollte nur an die Macht. Aber wenn Magnus König würde, dann hätten die Menschen im Sonnenland auf jeden Fall einen guten König. Und dafür kämpften Edgar und alle anderen Begleiter von Magnus, wenn es sein musste, bis zum Tod. Ja sie würden für Magnus sterben. Er war ihr Anführer. Aber genau so gut würde auch Magnus für jeden einzelnen seiner Begleiter sterben. Immer für die gute Sache.
Achamed, der Waldgeist, schaute in seine Zauberkugel und sah mit entsetzen, dass die Männer des Sonnenlandes alle auf dem Weg durch das ganze Land waren und das blaue Band suchten. Er musste sich irgendetwas ausdenken. Und er schickte schließlich seine hungrigen Wölfe los um einige seiner Konkurrenten um den Königsthron auf der Strecke zurück zu lassen. Und er hatte viele Wölfe, die nur ihm gehorchten.
Es wurde schon bald dunkel als die Mannen von Magnus endlich halt machten. „ Mensch bin ich fertig, “ sagte Edgar zu Magnus. „Schon gut. Edgar. Hier machen wir Rast und hier wollen wir auch übernachten. Baut die Zelte auf, Männer. Bindet die Pferde gut an den Bäumen an. Es wird bald Nacht. Man weiß nie was sich nachts immer so rum treibt hier in der Gegend. Die Männer holten Holz aus der näheren Umgebung und machten ein Lagerfeuer an. Als sie etwas später sich schon zum Schlafen gelegt hatten, sagte Magnus zu Edgar: „ Mein Pferd ist so komisch heute Abend. Es ist nervös, dass spüre ich.“ „ Das spürst du?“ „Ja, Edgar das spüre ich.“ Aber dein Pferd ist da hinten am Baum, wie kannst du das hier spüren.“ „ Glaube mir. „Blitz“ ist nervös. Da kommt irgendetwas auf uns zu. Plötzlich waren mehr als acht Wölfe um sie herum und knurrten und kläfften um die Wette. Magnus war als erster aufgestanden und hatte sich instinktiv einen brennenden Stamm aus dem Feuer geholt. Er schlug mit dem Feuerholz in die Luft und schlug in Richtung des Wolfes der ihm gegen über stand. Er schrie sehr laut. Aber die Wölfe schienen nicht beeindruckt zu sein. Schnell rief Magnus: „Männer nehmt euch alle so ein Holz aus dem Feuer, sonst sind wir gleich einen Kopf kürzer.“ Die Anderen nahmen sich schnell ein Stamm aus der Glut und schlugen nach den Wölfen. Nun sah die Sache schon anders aus, zwar fletschten die Wölfe immer noch die Zähne aber sie gingen ein ganzes Teil. „ Rückt den teil nach, “ sagte Magnus. Und es funktionierte. Je mehr die Männer mit ihren Fackeln auf die Wölfe zugingen, desto weiter zogen die sich zurück.

















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Magnus schrie noch einmal so laut er konnte, aber das brauchte er gar nicht mehr. Die Wölfe waren so wie sie plötzlich da waren, auch wieder plötzlich verschwunden. Sie standen alle etwas sprachlos da. „ Da haben wir ja noch einmal Glück gehabt, “ sagte Edgar. „Glück ja. Aber wir müssen von nun an eine Wache nachts aufstellen. Sonst werden uns die Wölfe eines Nachts zerfleischen, “ sagte Magnus. „ Wenn du nicht noch wach gewesen wärest dann wären wir jetzt alle tot, Magnus. Du hast uns allen das Leben gerettet. Wir begleiten dich bis ans Ende der Welt. Du bist unser Held. Jetzt erst recht. “ Magnus wurde etwas verlegen. „ Ach das hätte jeder von Euch auch gemacht, “ sagte er bescheiden. Edgar sagte leise zu Magnus: „ Ich weiß noch jemanden bei dem wir uns bedanken müssen.“ „ Bei „Blitz“, sagte Magnus zu Edgar. „Genau den meinte ich.“
Achamed hatte sich das Spektakel mit seinen Wölfen angeschaut und war entsetzt das Magnus und seine Männer noch lebten. Er rief seine Wölfe zurück ins Schauderland. „ Ihr seid auch für nichts zu gebrauchen. Nutzlose Diener. Jetzt sind sie gewarnt. So schnell kann ich euch nicht mehr losschicken. Macht, dass ihr wegkommt. Ich will euch erst einmal nicht mehr sehen.“ Die Wölfe duckten die Köpfe nach unten und gingen, betroffen und sich ungerecht behandelt fühlend, fort. 
Am nächsten Tag gingen die Männer von Magnus wieder zu Fuß weiter. Sie wollten heute nicht so lange Suchen, weil sie noch den Schrecken der Nacht in den Knochen sitzen hatten. Um ein Haar wäre ihre Suche abrupt beendet worden.
In einem anderen Teil des Landes ritt Hector mit seinen Leuten schnell durchs Land. Hector war sich sicher, dass das Duftwasser von Prinzessin Geraldine ihn direkt zum blauen Band führen würde Die Hunde ließ er immer wieder einmal an dem Duftröhrchen riechen. Achamed hatte natürlich auch das gesehen und dachte sich dass ihm  Hector noch nützlich sein konnte. Wenn das Duftwasser Hector auf die Spur bringt von dem blauen Band, dann wollte er Hector erst einmal in Ruhe lassen und ihn nur in seiner Zauberkugel den Weg von Hector verfolgen. Aber Magnus konnte Achamed früher oder später noch gefährlich werden. Deswegen wollte Achamed Magnus lieber tot als lebendig sehen.
Magnus kam am späten Abend in ein kleines Dorf in der Nähe des Moores. Nebelschwaden kamen ihnen entgegen und als sie in das Dorf kamen wurden sie von mehreren Kindern umlagert. Die meisten umlagerten aber Magnus.  Magnus ist fast im ganzen Sonnenland
Bekannt. Magnus kannten die Kinder von Bildern. Magnus gab jedem Kind die Hand. Und die Kinder waren froh und glücklich.

















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Viele Buben von den Kindern wollten später selber einmal Rennen mit einem Pferd machen. Und sie übten schon mit ihren Ponys. Magnus war ein Held für viele im Sonnenland. Und sein Pferd „Blitz“ war auch berühmt. Ein Junge fragte Magnus: „ Darf ich mal auf Blitz sitzen?“ Und Magnus sagte: „ Ausnahmsweise. Blitz ist ein liebes Pferd.“ Er hob den Jungen auf den Sattel von Blitz und der Junge strahlte über das ganze Gesicht. „ Das ist aber hoch hier oben im Sattel.“ „ Halt dich gut fest.“ Als Magnus den Jungen wieder vom Pferd half, wollte er erst gar nicht, so gut gefiel es ihm auf Blitz zu sitzen. Aber er bedankte sich bei Magnus höflich. Als die Männer durch das Dorf gingen um eine gute Unterkunft zu suchen wichen die Jungs den Männern nicht von der Seite. Magnus sagte: „ Hier ist ein Gasthaus. „ Moorhaus. Ein treffender Name für diese Gegend . Wollen wir hier einkehren?“ Die Männer waren alle einverstanden. Sie brachten ihre Pferde in eine nebenstehende Scheune hinein. Dort waren sie sicher, sie konnten etwas fressen, hatten ein Dach über den Kopf und sie hatten ihre Ruhe. Erst nachdem die Pferde versorgt waren, gingen die Männer, vorne weg Magnus, in das Gasthaus. Ein dunkles Gasthaus aber ein netter Wirt. Als Magnus nach einem Nachtlager fragte, sagte der Wirt: „ Wir haben hier Platz für Alle. Bei uns könnt ihr euch ausruhen. 1 Lener pro Person müsst ihr  aber schon aufbringen müssen. Dafür gibt es morgen Früh ein gutes Frühstück. Und am besten in Vorkasse. Man weiß ja nie.“ Also gut sagte Magnus. Abgemacht. Und hier sind die 12 Lener. 1 lener pro Person.“ „Vielen Dank, verehrter Herr. Aber sagen sie mal, kenne ich sie nicht von irgendwo her?“ „ Das kann sein dass sie mich mal auf einem Bild gesehen haben.“ „ Ach jetzt komme ich erst darauf. Sie sind der, der die Pferderennen immer gewinnt.“ „ Nein nicht immer.“ „ Aber fast immer, “ sagte der Wirt. „ Es ist eine Ehre für mich so eine Berühmtheit ein Nachtlager zu geben. Sie brauchen den 1 Lener nicht zu bezahlen.“ „ Oh doch. Ich zahle wie jeder andere auch. Ich bin nur ein bescheidener Mensch, und eine Berühmtheit bin ich auch nicht. Ich habe nur das Glück, das was ich am liebsten mache, zu meinem Beruf habe machen können. Das Reiten. Und ich bin überglücklich so ein treues Pferd wie Blitz zu haben.“ Wie teuer war er denn, “ fragte der Wirt?“ „ Guter Mann. Ich sagte treues Pferd, nicht teures Pferd.“ Oh Entschuldigung. Dann habe ich mich verhört.“ Magnus horchte auf. Ich glaube ich muss auf „Blitz“ heute Nacht aufpassen. Die Männer tranken ein paar Biere in der Gaststube. Magnus gönnte ihnen den Spaß. Nur er trank nie Alkohol. Er wollte immer her seiner Sinne sein und Sportler war er ja auch. Edgar sein treuester Begleiter und Freund trank auch kein Alkohol. Er war derselben Meinung wie Magnus.





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Einen Filmriss konnte er nicht gebrauchen. Und am nächsten Morgen hören was man alles angestellt und gesagt hatte, ohne zu wissen ob das stimmt was die anderen erzählten, weil man besoffen war, dass gefiel Magnus und auch Edgar nicht.
Die Männer tranken noch bis in die Nacht hinein. Als es 0 Uhr war hatten Edgar und Magnus genug und gingen auf ihr gemeinsames Zimmer zu schlafen. Edgar schlief sofort ein. Als er nachts wach wurde sah er zu Magnus Bett herüber, aber Magnus war nicht in dem Bett, das Bett war gar nicht angerührt worden. Sofort stand Edgar auf. Wo kann Magnus nur sein, so mitten in der Nacht?“ Plötzlich ging die Tür leise auf und Magnus kam herein. „ Warum schläfst du nicht Edgar?“ fragte er. „ Du bist gut Magnus wo warst du denn?“ „ Ich habe unsere Pferde gerettet. Der Wirt wollte gerade mit „Blitz“ und den anderen Pferden das weite suchen, als ich ihn dabei erwischte. Ich musste ihn leider vom Pferd stoßen und dann haben wir uns auf dem Scheunenboden geprügelt.“ „ Und jetzt.“ fragte Edgar. „ Jetzt sitzt der Wirt gefesselt an einem Balken in der Scheune.“
Am nächsten Morgen schnitt Magnus den Wirt vom Balken los. „Jetzt kannst du uns das Frühstück machen, du Pferdedieb. Und dann gibst du mir bestimmt die 12 Lener zurück, die wir für die Nacht bezahlt haben. Pferdediebe haben kein Geld verdient. Stimmt das, Herr Wirt.“ Ein kleinlautes Ja brachte der Wirt heraus. Bis die Männer wieder weg waren sagte er keinen Ton mehr. Und er gab Magnus die 12 Lener wieder zurück. Dann gingen die Männer um Magnus weiter. Der Wirt guckte ihnen nur noch hinterher.
Magnus musste mit seinen Leuten nun durch das Moor. Es gab keinen anderen Weg für sie. Es sind noch nicht viele durch das Moor gegangen. Die meisten trauten sich nicht dadurch. Magnus musste aber, wollte er das blaue Band finden, diesen riskanten Weg nehmen. Magnus ging vor, er hatte den besten Überblick und die meiste Erfahrung von Allen. Sie mussten sehr vorsichtig gehen, sonst könnte es sein dass sie einsacken in dem Moor. Die Pferde hielten sie an der kurzen Leine, nahe an ihrem Körper. Wie im Gänsemarsch gingen sie Magnus hinterher. Und er musste sich den weg ganz genau anschauen, weil nach ihm die anderen auch noch sicher weiter kommen mussten. Magnus schätzte, dass sie nun schon eine Stunde unterwegs waren. Es war eine sehr große Fläche Moor. Aber plötzlich sagte Magnus „ Ich kann das Ende des Moores sehen.“ Die anderen freuten sich so das sie es bald geschafft hatten, aber der letzte Mann dieser Gruppe war plötzlich nicht so aufmerksam und er sackte ein. Sofort rief er nach Magnus. Der blieb sofort stehen und ging ans Ende der Truppe und sah dass sein Begleiter schon im Moor tiefer rutschte und sein Pferd auch.

















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Zuerst musste natürlich das Leben des Mannes gerettet werden, denn Pferd und Reiter waren schon in dieser Gefahr. Magnus zog an dem Arm des Mannes, aber der steckte schon bis zum Bauch hin im Moor. Magnus musste alle Kraft aufbringen. Aber der Mann hatte Glück das Magnus so eine Kraft hatte. Stück für Stück zog er ihn aus dem Moor hinaus, bis er wieder ganz aus dem Moor gezogen war von Magnus. „ Mein Pferd; “ rief der Mann. Und wenn einer wusste wie sehr man an einem Pferd hängen konnte dann war das Magnus. Was wäre er ohne „Blitz“. Aber das Pferd stand schon ziemlich tief im Moor, so dass die anderen es schon aufgegeben haben. Aber Magnus hatte das Pferd noch lange nicht aufgegeben. Er zog an der Leine des Pferdes mit allem was ihm an kraft zur Verfügung stand. Aber es tat sich nicht viel. Das Pferd stand im Moor. Magnus zog mit letzter Kraft. Er sprach leise mit dem Pferd. Er war halt doch ein Pferdeflüsterer. Und auf einmal tat sich etwas. Als er zog, kam das Pferd etwas höher. Sofort rief er Edgar zu sich der ihm sofort beim ziehen des Seiles half. Das Pferd half den beiden in dem es sich ein bisschen hin und her bewegte. Immer wieder bewegte sich das Pferd mit Schwung nach oben. Und wenn es sich bewegte sagte Magnus zu Edgar: Zieh um dein Leben. Nachdem das Pferd immer mehr wieder nach oben kam zogen Edgar und Magnus mit Leibeskräften. Und plötzlich war das Pferd mit Schwung nach oben und einem kräftigen Zug an der Leine von Magnus und Edgar aus dem Moor wieder heraus. Die Anderen, die zugeschaut haben und mitgegangen sind mit den Dreien, waren sprachlos aber klatschen das konnten sie sofort. Und einer sagte: „Mensch Magnus. Hast du Kraft.“ Und der Reiter des Pferdes, welches gerade aus dem Moor gezogen wurde ging zu seinem Pferd und weinte. Er weinte, weil er froh war, dass sein Pferd noch lebte und aus der Lebensgefahr geholt wurde.
Danach ging Magnus wieder voran. Es war nur noch ein kleines Stück bis sie das Moor hinter sich gelassen hatten. Und Gott sei Dank schafften sie es unbeschadet aus dem Moor hinaus. Als sie wieder sicheren Boden unter den Füßen hatten, warf sich Magnus und auch Edgar ins Gras. Sie waren so fertig und erschöpft, dass sie sich erst einmal ausruhen mussten. Die anderen Männer waren einfach erleichtert, dass sie diese Hürde genommen haben. Sie gingen, nachdem sie sich ausgeruht hatten noch ein ganzes Stück weiter. Aber allzu weit gingen sie heute nicht mehr. Das Moor hatten sie überwunden und Magnus hatte viel Kraft gelassen, so dass sie schon nachmittags ihre Zelte aufbauten. Einige der Männer ritten in den nahe gelegenem Waldstück. Sie wollten jagen gehen. Und als sie von der Jagd wieder kamen, hatten sie auch Beute mitgebracht. Ein Wildschwein hatten sie erlegt. Und nun machte jemand ein Feuer an und das Schwein wurde auf einem Spieß über das Feuer gehängt.

















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Hunger hatten sie alle. Die letzten Tage hatten  sie kaum etwas zu Essen gekriegt. Es dauerte nicht lange, da war das Schwein durchgebraten, und alle schnitten sich mit ihren Messern am Spieß etwas ab. Sie aßen als ob sie eine Woche nichts mehr hatten. Und sie schlugen sich die Bäuche voll. Bis sie nicht mehr essen konnten. Dann legten sich alle etwas ins Gras hinein und ließen sich Sonne die jetzt noch schön am Himmel stand auf ihre Bäuche scheinen. Die meisten schliefen ein. Das  Moor und das viele Essen zeigten Wirkung. Magnus schlief auch ein. Edgar war zwar auch mit den Kräften am Ende konnte aber nicht einschlafen. Die meisten schliefen bis spät am Abend, wurden kurz wach und gingen dann direkt in ihre Zelte hinein um weiter zu schlafen.
Hector war mit seinen Leuten  auf einer ganz anderen Seite von Sonnenland. Sie brauchten nicht durch das Moorgebiet. Sie waren nach dem Moor in Wesen gestartet. Und immer noch liefen die Hunde vorweg um die Spur, beziehungsweise den Duft vom blauen Band von Prinzessin Geraldine aufzunehmen. Achamed würde den Männern  von Hector nichts tun, noch nicht. Erst sollte Hector und seine Meute das blaue Band finden. Und dann erst wollte Achamed, Hector das blaue Band, vor seiner Nase wegnehmen.
Am nächsten Morgen wurde Magnus als erstes wach, und er stand auf. Alle anderen waren noch am schlafen. Er kochte sich einen starken Kaffee und für die anderen gleich mit. Als der Kaffee fertig war, weckte er die Anderen. Sie tranken alle einen starken Kaffee. Und einer sagte: „ Der Kaffee ist fast genauso stark wie du es bist. Das haut den stärksten Bären um.“ Die Anderen mussten alle lachen und Magnus auch. So fing der Tag gleich gut an. „Habt ihr euch gut gestärkt, Männer. Das musstet ihr auch. Heute kommt wieder eine schwere Etappe auf der Suche nach dem blauen Band. Wir müssen durch ein Gebirge. Seht hier auf der Karte. Vielleicht sehr ihr schon einen kleinen Berg dahinten, dass wird aber noch viel steiler und bergiger.“ Die Männer schauten alle auf den Horizont und sie konnten den Berg schon sehen. Es sah von hier schon sehr hoch aus. „ Na kommt Männer. Wir wollen weiter.“ Magnus ging mit seinem Pferd wieder voran. Und seine Männer folgten ihm. Bis zu dem Berg waren es noch ein paar Kilometer, die sie zurücklegen mussten. Sie kamen vorher noch an Wesen vorbei, wo das Schloss der Königin lag. Als sie an dem Schloss vorbei kamen staunten sie nicht schlecht. Noch nie hatte einer von Ihnen das Schloss gesehen. Sie wohnten in einer ganz anderen Gegend. Außer Magnus und Edgar hatte keiner das Schloss je gesehen. Magnus war mit Edgar schon ein paar Mal da. Magnus wurde immer von der Königin eingeladen, wenn er ein Rennen gewonnen hatte.
 






13

 Es gab dann einen kleinen Umtrunk und für Magnus eine Medaille. Die Königin und auch Geraldine kannten den mutigen Pferderennsportler. Als sie am Eingang vorbei kamen ging auf einmal das große Schlosstor auf. Die Reiter um Magnus und auch er blieben mit ihren Pferden stehen. Die Königin kam mit Geraldine heraus. „ Wir hörten dass sie in der Nähe sind und wollten ihnen viel Glück wünschen auf der Suche nach dem blauen Band, “ sagte die Königin, mit Blick auf Magnus gerichtet. „Oh vielen Dank. Hoheit. Wäre denn die Prinzessin auch einverstanden, wenn wir das blaue band finden würden?“ „ Eigentlich wäre ich froh, wenn es keiner finden würde. Aber wenn es einer verdient hätte es zu finden dann sie Magnus.“ Die Prinzessin wurde etwas rot im Gesicht. „ Oh vielen Dank verehrte Prinzessin.“
Und die Königin sagte: „Na dann wollen wir sie nicht länger aufhalten, Magnus?  Ich wünsche ihnen viel Glück auf der Suche.“ Sprach sie und ging hinein. Die Prinzessin ging auf Magnus zu und gab ihm etwas. Edgar hatte es gesehen. Die Männer und auch Magnus ritten, als die Prinzessin auch wieder im Schloss verschwand, weiter. Einer von den Männern fragte: „ Was hast du denn gekriegt von der schönen Prinzessin, Magnus?“ Edgar sagte schnell: „ Eine rote Rose hat er gekriegt. Ja, ja.“ Magnus schaute seinen Freund böse an, weil er es gleich weiter erzählt hatte. Die Männer waren alle leicht am schmunzeln.
Aber gleich danach waren alle wieder konzentriert auf der Suche. Es wurde bergig. Schon ein ganzes Stück waren sie unterwegs und es ging immer etwas höher. Die Pferde aber auch die Reiter hatten Schwierigkeiten den steilen Aufstieg zu meistern. Und je höher sie kamen, desto dünner wurde die Luft. So dass einige Probleme mit der Puste bekamen. Als sie auf einem Felsvorsprung waren hielten sie an. „ Schaut euch mal um, “ sagte Magnus. Die Männer drehten ihren Kopf zurück und schauten ins Tal. „ Ui, so hoch sind wir schon. Hat man beim Aufstieg gar nicht so gemerkt, “ sagte Edgar. Und die anderen staunten nicht schlecht, als sie auch ins Tal schauten. „Seht euch mal richtig um. Man kann sehr viel sehen von  hier oben“: sagte Magnus zu seinen Männern. Sie schauten alle ins Tal. „ Wenn wir auf der Bergspitze sind können wir vielleicht, wenn wir Glück haben, Hector und seine Söldner sehen:“ erwähnte Magnus noch. Und Edgar sagte darauf: „ Und wenn ihr ganz viel Glück habt, dann seht ihr den blöden Hector nicht.“ Die anderen mussten alle lachen und Magnus lachte am meisten und sagte: „ Du bist und bleibst ein Witzbold, Edgar.“ Und während sie noch ins Tal schauten konnten sie die ganzen vielen Menschen als kleine Punkte sehen, wie sie alle auf der Suche nach dem blauen Band waren. „ So, wenn ihr wieder könnt, dann wollen wir den letzten  Aufstieg auf den Berg machen.“ „Wir können wieder: sagte Edgar. Oder Männer?“

















14

„ Jawohl, wir können wieder:“ sagten die Männer wie aus einem Mund gesprochen.
Es war sehr schwer diesen Berg hinauf zu gehen. Mit einem Pferd  zusammen war es noch schwieriger, dabei noch auf ein blaues Band zu achten machte die Sache nicht leichter.
Aber Magnus führt seine Männer vorne an. Sie waren alle sehr erschöpft aber sie schafften es alle zusammen auf die Bergspitze. Hier oben befand sich ein kleines Plateau. Hier wollten sie heute rasten. Es war etwas kühl hier oben und auch fehlte ihnen etwas die Luft. Auf diesem Plateau bauten sie ihre Zelte auf. Und heute Nacht brauchten sie dicke Decken. Es lag noch etwas Schnee auf der Bergspitze. In so einer großen Höhe befanden sie sich. „ Schaut herunter, vielleicht seht ihr ja Hector:“ sagte Magnus zu seinen Leuten. „ Wer will den schon sehen:“ sagte Edgar mit einem lachen im Gesicht. Er konnte diesen Rittmeister der Königin einfach nicht leiden. Die Männer von Magnus sahen ganz weit weg eine Truppe auf Pferden reiten und ganz klein sahen  sie sogar die Hunde davor herlaufend. „ Er wird auch alles darauf setzen das blaue Band zu finden:“ das wusste Magnus.
Es war ganz schön frisch hier oben auf dem Bergplateau. Sie holten wieder Holz zusammen von den Holzresten und Bäumen, die hier oben standen. Im Dunkeln saßen Alle um das Lagerfeuer herum. Die Sterne leuchteten und eine kühle Brise wehte zu ihnen herüber, so das  sie das Gefühl hatten, es wäre noch kälter als es eigentlich ist. Sie setzten sich etwas näher zusammen und ganz dicht ans Feuer. Sie hatten noch etwas von dem Schwein über, welches sie tags zuvor gejagt und über dem Lagerfeuer gegrillt hatten. „ Esst Männer. Die Muskeln brauchen Energie. Wenn wir morgen vom Berg wieder hinabsteigen, kommen wir in eine Gegend wo ein Fluss uns den ganzen Weg lang begleitet. Dann können wir uns ein paar Fische jagen.  Was glaubt ihr wird uns der Fisch wohl schmecken?“ „ Aber mit Sicherheit:“ sagte Alle zusammen. Ihnen lief in dem Moment das Wasser im Mund zusammen. Und mit diesen guten Aussichten schliefen sie selig ein. In der Nacht wurde es noch kälter hier oben. Einige von den Männern wurden zitternd wach. Sie bibberten am ganzen Körper. Einer ging zum Feuer und legte ein paar Holzstücke nach. Das Feuer wurde gleich größer und die Flammen stiegen höher Der Mann legte sich wieder hin und schlief wieder ein. Aber so richtig konnte niemand mehr schlafen, weil es einfach zu kalt war. Da nützten auch die dicken Decken nicht viel. Aber als am Morgen die Sonne aufging waren alle froh dass sie diese Nacht hinter sich gebracht hatten. Sie packten ihre sieben Sachen zusammen und Magnus ging wieder vorne an erster Stelle. Sie gingen den Berg langsam hinunter und schauten natürlich weiter nach etwas Blauen sich um.

















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Aber alle freuten sich schon auf den Fisch, wenn sie das Tal erreichten.
Und als sie das Tal erreichten waren auf einmal alle froh und glücklich den Berg hinter sich gelassen zu haben. Hier an der Flussmündung stellten sie ihre Zelte auf. Hier am Wasser wollten sie zwei Tage campieren. Mühsam war die Wanderung bis jetzt und anstrengend. Hier wollten  sie Alle wieder Kraft schöpfen sich wieder fit machen für den weiteren weg. Es wusste ja wirklich keiner wo die Prinzessin das blaue Band versteckt hatte.
Als erstes wollten sie Fische fangen für Abends über dem Feuer. Einige der Männer gingen schwimmen im Fluss. Dann legten sie sich in die Sonne und ließen sich von ihr trocknen. Sie waren alle gut drauf und genossen die zwei freien Tage so zu sagen. Und am ersten Abend der Höhepunkt. Fisch so viel sie essen konnten, frisch gefangen und gebraten. Das schmeckte Allen.
„ Du, Magnus. Wenn wir das blaue Band nicht finden bevor das eine Jahr rum ist. Was Passiert denn dann?“ „Edgar, das will ich nicht hoffen. Das wäre aber nicht so schlimm, als wenn Hector oder gar Achamed es finden. Wenn niemand das blaue Band findet wird Prinzessin Geraldine Königin. Aber wir haben ja ein Jahr Zeit.“ „ Und wenn Hector mit seinen Spürhunden das blaue band vor uns findet?“ Dann müssen wir es ihm irgendwie wegnehmen, bevor er das Schloss erreicht und das blaue Band der Prinzessin an ihr Fußgelenk legen kann.“ „ Das wird aber nicht so einfach werden, weil Hector gut abgeschirmt wird von seinen Begleitern.“ „ Und genau deshalb müssen wir das blaue Band als erstes finden. Wenn wir es nicht als erstes finden, müssen wir es mit Gewalt Hector entwenden.“
Magnus und seine Truppe gingen den nächsten Tag weiter. Und Hector war ihnen weit voraus. Einige Tage später, als schon viele Ecken im Königreich Sonnenland abgesucht wurden, kam Magnus ein schrecklicher Gedanke. Er fragte Edgar: „Kann es sein, dass die Prinzessin ihr blaues Tuch im Schauderland versteckt hat, aus dem Grund, weil wir nie denken könnten, dass die Prinzessin sich ins Schauderland getraut hatte. Niemand war mehr im Schauderland seit damals ein Mann hinein ging und nie wieder gesehen wurde. Achamed treibt dort sein Unwesen. Vielleicht hat sie all ihren Mut aufgebracht um uns vor eine sehr schwierige Aufgabe zu stellen. Nämlich wir müssten ins Schauderland mit all seinen Gefahren, die das Land haben soll. Wir wissen ja nicht viel, nein wir wissen gar nichts über dieses Land. Vielleicht ist es aber auch nicht so schaurig.“ Edgar überlegte sehr lange und sagte dann zu Magnus: „ Ich folge dir überall hin auch ins Schauderland.“






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„ Ich weiß:“ erwiderte Magnus. „ Aber begleiten mich die anderen auch und will ich das überhaupt.“
Hector hatte nun schon fast das ganze Land mit seinen Leuten und den Hunden abgesucht, aber ohne Erfolg. Nur im Schauderland hatte er noch nicht geguckt. Hector war sich sicher, das blaue Band kann nur im Schauderland versteckt worden sein. Aber er hatte nicht den richtigen Mut, deshalb wollte er sich hier mit seinen Leuten verstecken und warten bis Magnus mit seinen Leuten an der Grenze zum Schauderland ankam. Aber Magnus war schlauer. Er hatte den Braten gerochen. Er wusste, dass Hector ein Angsthase war, und deshalb ritten Magnus und seine Leute an eine andere Stelle der Grenze. Hector konnte sie nicht gesehen haben. Als sie vor der Grenze standen sagte Magnus zu seinen Leuten: „ Ich werde jetzt gleich in das Schauderland gehen mit meinem Pferd. Niemand braucht mir folgen, es ist zu gefährlich.“ Edgar aber sagte sofort: „ Das hast du dir so gedacht, ich folge dir, Magnus.“ Und die anderen 10 Männer sagten das gleiche. Magnus hatte wirklich starke Männer bei sich. Jeder einzelne. „ Das ehrt euch sehr, Männer. Na gut. Wenn ihr meint.“ Und Edgar sagte: „ Bis in den Tod folge ich dir, Magnus.“ Und die Anderen wiederholten den Satz. „ Also gut. Männer. Aus Liebe zum Sonnenland.“ „ Aus Liebe zum Sonnenland:“ sagten sie aus einem Mund. 
Magnus ging als erster über die Grenze. Als er ein paar Schritte in das Schauderland gemacht hatte, war es hier stockdunkel. Die anderen folgten ihm langsam. Hier gab es nur Dunkelheit und kalt war es auch. Als sie mitten in dem Waldstück waren, bewegten sich plötzlich die Bäume. Magnus kriegte zuerst eine Backpfeife von einem Ast eines kleinen Baumes. Er flog ein Meter auf den Boden. Nun fingen auch die anderen Bäume an die anderen zu schlagen. Die Bäume schienen lebendig zu sein, oder geworden zu sein. Ein Zaubertrick von Achamed? Auf jeden fall holte Magnus ein langes Schwert hervor und kämpfte mit dem Baum, der ihn geschlagen hatte. Er schlug mehrfach auf die Äste ein, die zu bluten anfingen. Aber so einfach war der Baum nicht zu besiegen. Es gab einen heftigen Kampf. Aber als Magnus mit seinem Schwert in den Baumstamm stieß, fiel der zu Boden. Er hatte mit seinem Schwert den Baum besiegt. Und er sagte zu den anderen: „Habt ihr es gesehen. Macht es so wie ich, dann hat der Baum keine Chance. Sie kämpften alle bis zum Umfallen. Ein paar Bäume lagen schon tot auf dem Boden. Und nachdem einige Bäume besiegt waren, flüchteten die anderen Bäume weit, weit nach hinten. Die erste Gefahr hatten sie überstanden. Die anderen Bäume sahen, dass sie keine Chance hatten gegen die Schwerter und Männer und die Bäume gingen ihnen aus dem Weg. Zu viele Bäume waren schon tot. Es tat sich eine Lichtung auf.
















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Die Männer gingen über diese Lichtung hinüber. Aber als sie mitten in dieser Lichtung standen griffen sie auf einmal fliegende Drachen an, die Feuer spuckten. Magnus hielt sein Schild hoch, so dass die Flammen auf dem Schirm zurück prallten und an die Seite weg.
Schnell liefen sie von der Lichtung weg und sie stellten sich hinter einen großen Hügel aus Matsch und Steinen. Dort blieben sie erst einmal stehen. Es fing plötzlich an zu regnen. Und der Matsch rutschte von den Steinen ab. Magnus staunte nicht schlecht, als ein blaues Band zum Vorschein kam. Er hob den Stein auf wo das blaue Band drunter lag und steckte es in die Hosentasche. „ Männer ich habe es gefunden:“ sagte Magnus leise. Die Anderen wussten sofort wovon er sprach. „ Lasst uns auf dem schnellstem Weg zurück reiten nach Wesen zum Schloss der Königin. Ich möchte das blaue Band der Prinzessin um ihr Fußgelenk binden.“ Sie ritten wie von einer Tarantel gestochen los. Auf dem Weg zurück durch das Schauderland, wurden sie von den Drachen verfolgt aber sie waren schneller mit ihren Pferden. Die Drachen ließen auch schon bald von den Reitern ab. Hector stand noch immer vor dem Schauderland und hatte keine Ahnung dass Magnus mit seinen Leuten schon auf dem Weg zum Schloss war. Als sie die Anderen Männer in der Weite sahen, war es schon zu spät. Aber Hector versuchte trotzdem noch die Reiter um Magnus einzuholen. Als Magnus und seine Männer kurz vor Wesen waren und Hector doch noch näher kam, sagte Edgar zu Magnus:“ Reite du vorweg mit „ Blitz“. Mit Magnus der schon so viele Rennen geritten war, kam niemand mehr mit. Er ritt in den Hof des Schlosses und rannte zum Zimmer der Prinzessin. Und die war, obwohl sie ja eigentlich nicht heiraten wollte, froh dass Magnus es war, der ihr das blaue Band wieder brachte. Als er ihr das blaue Band um ihr Fußgelenk gemacht hatte, umarmte sie ihn schon als er wieder oben bei ihr war. Und dann küssten sie sich. Die Königin kam herein und lächelte und sagte: „ Jetzt heiratest du wohl doch noch, oder?“ „ Was für eine Frage Mutter. Siehst du nicht wie verliebt ich bin.“ „ Doch ich kenne deinen Gesichtsausdruck und dein Lachen, wenn du glücklich bist.“
14 Tage später wurde geheiratet und Sonnenland bekam endlich wieder eine feste Hand von einem überglücklichen König und einer noch glücklicheren Königin. Und das war das Abenteuermärchen von dem blauen Band. 
 
 

Sonntag, 1. Juli 2018

Flug in ein neues Leben








                                                      Flug in ein neues Leben


Robert ist sehr krank. Er liegt schon längere Zeit im Krankenhaus und er wartet auf eine  Knochenmarkspende. Robert, der gerade erst 12 Jahre alt geworden ist, ist ein großer Fan von Flugzeugen. Besonders kleine Sportflugzeuge haben es ihm angetan. Und weil er in der Nähe von einem kleinen Flugplatz wohnt, war er fast jeden Tag dort und schaute zu wie die Flieger starteten und landeten. Er wollte später auch einmal ein Flugzeug fliegen können. Er wollte Pilot werden. Im Krankenhaus fehlten ihm die Flugzeuge, so dass er immer wieder Flugzeuge in seinen Malblock malte. Als Robert mal wieder in seinem Malblock ein Flugzug in sein Malbuch zeichnete kam Schwester Annette in das Zimmer. Er verstand sich mit Schwester Annette am besten hier im Krankenhaus. Sie sprach mit ihm und fragte ob er schon einmal geflogen sei. Was er verneinte. Aber er wollte Pilot werden erzählte er der Schwester. Nun wusste Schwester Petra, dass die Menschen die sich haben typisieren lassen alle nicht als Knochenmarkspender für Robert in Frage kommen. Wie sehr würde sie sich wünschen, dass Robert wieder gesund wird. Aber sie konnte ihm auch nicht helfen. Annette war sehr traurig darüber. Aber plötzlich hatte sie eine Idee. Sie war seit kurzem mit Arndt zusammen und der konnte fliegen und der besaß auch ein eigenes Flugzeug. Ihr neuer Freund Arndt war sofort damit einverstanden dem kleinen Robert eine letzte große Freude zu machen.
Zwei Tage später saß Robert mit Arndt in einem kleinen Sportflieger und flog über das Krankenhaus hinüber. Und Robert lachte seit langer Zeit wieder einmal. Als sie wieder im Krankenhaus waren sprach Robert nur noch über den Flug. „ Vielen Dank, Annette und Arndt. Das habe ich mir schon immer gewünscht. Arndt besuchte Robert jeden Tag im Krankenhaus und war sichtlich bewegt über das Schicksal des kleinen Jungen. Arndt wollte etwas tun für Robert. Er ließ sich im Krankenhaus auch typisieren. Und wie ein Wunder war er der geeignete Knochenmarkspender für Robert. Und wie selbstverständlich half er dem kleinen Robert durch seine Knochenmarkspende. Und schon ein paar Monate später nach dieser OP war der kleine Robert auf dem Weg der Besserung. Und somit konnte Schwester Annette dem kleinen Robert doch helfen. Und eines Sonntags flogen die drei gemeinsam über das Krankenhaus hinweg und für Robert war das ein Flug in ein neues Leben.

Pedros Abenteuer 5 ( Ersatzmama)








                                                       Pedros Abenteuer Teil V

Ersatzmama

Pedro, der kleine Zirkusjunge war richtig nervös in letzter Zeit, denn Lara die Bärenmama war trächtig. Er freute sich zusammen mit seiner Freundin Annabella auf die Niederkunft sprich die Geburt des kleinen Bären. In ein paar Tagen sollte es soweit sein. Pedro konnte es kaum abwarten. Eines Abends war es dann so weit. Lara brachte einen kleinen Braunbären zur Welt. Leider gab es ganz große Schwierigkeiten bei der Geburt und Lara verstarb während sie ihren Sohn gebar. Es waren alle sehr traurig über Laras Tod und sie begruben sie direkt in der Nähe vom Zirkus. Aber noch trauriger war es, das der kleine Bär, den Pedro Sam nannte, ohne Mama aufwachsen würde. Einerseits waren Pedro und Annabella traurig, andererseits freuten sie sich über diesen niedlichen kleinen Bären. Aber das größte Problem war, keiner wusste wie Sam groß werden sollte wenn die Mama ihn nicht mehr säugen konnte. Er brauchte die Milch von seiner Mama. Nun war sie Tod. Pedro und Annabella versuchten es mit einer Trinkflasche, aber der kleine Bär wollte einfach nicht trinken. Die Bärenmama fehlte ihm. Zur gleichen Zeit als Lara Sam gebar brachte auch die Zirkushündin Trixi kleine Hunde zur Welt. Vier kleine Hundewelpen hatte Trixi bei ihrem Wurf gehabt. Alle vier kleinen Hunde und die  Mutter waren gesund. Pedro und Annabella versuchten jeden Tag den kleinen Bären Sam mit der Flasche Milch zu füttern, aber es war nichts zu machen, er wollte einfach nicht trinken. „ Papa, was machen wir denn bloß? Wenn Sam bald nicht trinkt stirb er.“ „ Ja; Pedro. Ich weiß. Aber leider weiß ich auch nicht was wir tun können, Pedro.
Ich weiß es wirklich nicht.“ Pedro war sehr traurig, irgendetwas musste er doch tun können.“
Er suchte Annabella und fand sie bei den Hundewelpen. Pedro sagte zu Annabella: Die kleinen Hunde haben es gut hier, die Mama lebt und sie können Milch säugen.“ Als  Pedro den Hunden  beim Säugen zu sah, fiel ihm auf das noch Zitzen frei waren und das brachte ihn auf eine gute Idee, wie er selber fand. Er lief ganz schnell zu seinem Vater und sagte ihm, was ihm eingefallen ist. „ Papa, die Trixi hat noch ein paar Zitzen frei. Kann Sam nicht von ihr gesäugt werden?“ „ Du, Pedro du bist einfach spitze. Wenn wir Glück haben könnte das klappen.“ Sofort legte Salvatore Zappo, Pedros Papa, den kleinen Bären Sam zu den kleinen Hundewelpen dazu. Als die Welpen wieder Hunger hatten gingen sie wieder bei der Mutter säugen, und tatsächlich folgte Sam den kleinen Hunden und ging an eine freie Zitze von Trixi.
Und Trixi stört das überhaupt nicht.
















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Pedro zusammen mit Annabella weinten vor Glück, als sie das sahen. Und auch Pedros Papa, der Zirkusdirektor, war sichtlich gerührt. Durch die Bernhardinerhündin, die zuließ, das Sam, der Bär bei ihr säugen durfte musste Sam nicht mehr sterben und wurde mit der Zeit immer größer. Und alle im Zirkus freuten sich bärig darüber.

Pedros Abenteuer 3 ( Das kaputte Fahrrad)









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                                                      Pedros Abenteuer Teil 3
Das kaputte Fahrrad

Pedro, der kleine Zirkusjunge findet die Papageien ganz toll. Frau Lehmann, die die Nummer mit den Papageien in dem Programm des Zirkus eingebaut hat ist sehr erfolgreich damit. Pedro und Anabella standen oft vor den Käfigen der wunderschönen Vögel. Die Papageien machten ganz tolle Kunststückchen vor, wie zum Beispiel auf einem kleinen Fahrrad fahren, eine Kutsche schieben oder über ein kleines Seil gehen. Eines Tages bemerkte Frau Lehmann, dass das Fahrrad für die Papageien nicht mehr da war. Sofort hatte sie Pedro in verdacht. Der gab auch gleich zu, dass er sich das Fahrrad zum Spielen ausgeliehen hatte. Sofort lief er los um das Fahrrad zu holen. Aber als er wieder kam, was musste Frau Lehmann da sehen. „ Das Fahrrad ist ja kaputt. Damit können die Papageien unmöglich fahren. Das geht doch gar nicht. Pedro, das musst du mir wieder reparieren.“ „ Ich will es versuchen Frau Lehmann. Aber versprechen kann ich nichts.“ „ Dann musst du mir ein neues Fahrrad kaufen von deinem Taschengeld.“ Da hatte Pedro die Bescherung. Das Geld würde nie reichen. Also musste er wohl oder übel das Fahrrad reparieren. Aber wie. Er musste wohl seinen Vater, den Zirkusdirektor Salvatore Zappo, fragen. „ Was hast du denn da wieder angestellt, Pedro?“ fragte sein Vater als er das kaputte Fahrrad von den Papageien sah. „ Papa, bitte. Reparierst du mir das Fahrrad, die Frau Lehmann war ganz schön ärgerlich. Wenn ich das Fahrrad nicht reparieren kann, muss ich ihr ein neues kaufen. Kannst du es reparieren Papa. Bitte.“ „ Wenn du mich so nett bittest, Pedro, dann kann ich ja nicht anders.“ „ Danke Papa.“ „ Noch ist es nicht heile, Pedro. Bedank dich erst, wenn es wieder ganz ist.“ Pedro hoffte nun, dass sein Vater das Fahrrad wieder reparieren konnte. Aber Gott sei Dank, am nächsten Tag kam sein Vater mit dem Fahrrad auf Pedro und Anabella zu und sagte: „ Bitte schön, Pedro. Das Fahrrad ist wieder heile. Aber ich glaube du könntest es einmal streichen. Das bist du Frau Lehmann schuldig. Schaffst du das? Du kannst ja Anabella fragen, ob sie dir hilft dabei.. Hier hast du ein kleinen Topf mit roter Farbe und zwei Pinsel.“ Sofort machten sich Pedro und Anabella daran das Fahrrad zu streichen. Nachdem sie es gestrichen hatten stellten sie es zum trocknen an die frische Luft. Etwas später war es schon trocken und die beiden übergaben es der Frau Lehmann. „ Wir wollten ihnen ihr Fahrrad zurückgeben. Ich hoffe ihnen gefällt es.“ „ Aber Pedro. Das ist ja wunderschön geworden. Danke schön.“ Pedro wurde so rot wie die Farbe des Fahrrades. „Bitte schön. Frau Lehmann. Ich hoffe sie sind nicht mehr ärgerlich auf mich?“ Nein Pedro im Gegenteil. So ein schönes Fahrrad.“

















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Als Frau Lehmann die Nummer mit den Papageien vorführte leuchtete das Fahrrad bis in die letzte Reihe hinein. Das Publikum klatschte laut und lange, als Frau Lehmann mit der Nummer fertig war. Und Pedro war froh, das alles wieder in Ordnung war.

Pedros Abenteuer 2 ( Der falsche Hund )







                                                         Pedros Abenteuer Teil 2


Der falsche Hund

Pedro, der kleine Zirkusjunge ist ganz begeistert von der Pudelnummer im Zirkus.
Sein Vater Salvatore Zappo hat für diese Saison Claudia Klein mit ihren weißen Pudeln
Engagiert. Pedro und seine  Freundin Anabella sind ganz verliebt in die Pudel. Eines Tages fragte Pedro die Frau Klein: „ Können wir ihre Pudel nicht einmal ausführen, Anabella und ich?“ „ Alle Pudel wären wohl etwas viel für euch, aber mit Kimmi könntet ihr einmal Gassi gehen. Morgen.“ Pedro und Anabella freuten sich sehr darauf mit Kimmi Gassi zu gehen.
Am Nachmittag guckten sie den Pudeln staunend zu, aber wer von den Pudeln war Kimmi. Pedro und auch Anabella konnten sich das nicht merken. Sie sahen alle gleich aus, alle waren sie weiß. Ich glaube nur Frau Klein konnte das auseinander halten.
Am nächsten Tag übergab Claudia Klein, dem kleinen Pedro mit Freundin Anabella, ihre Pudeldame Kimmi. „ Pedro lass aber die Hundeleine nie los, Kimmi ist meine beste Hündin.“ „Ich passe schon auf, Frau Klein. Keine Angst.“ Und schon gingen Pedro und Anabella mit Kimmi vom Zirkusplatz herunter. Als die drei in einem Wohnviertel ankamen ließ Pedro die Hundeleine etwas lockerer, als in dem Moment eine Katze über die Straße läuft. So schnell konnte Pedro gar nicht gucken, wie sich Kimmi von der Leine losgerissen hatte und hinter der Katze her lief. Pedro und Anabella sahen Kimmi nur noch so gerade in einen Garten laufen. Als Pedro an dem Gartenstück ankam sah er Kimmi in dem Garten sitzen und ging schnell zu ihm hin. „ Wo hast du denn deine Leine gelassen, Kimmi?“ Aber das war jetzt auch egal, Hauptsache er hatte Kimmi wieder eingefangen.
Schnell gingen die drei wieder zurück zum Zirkus und Pedro und Anabella übergaben die Pudeldame Kimmi ihrem Frauchen Frau Klein zurück. Die war schon ganz außer sich. „ Wo bleibt ihr denn. Ich habe gleich einen Auftritt mit meinen Pudeln. Gib mir schnell Kimmi wieder. Aber wo ist denn die Leine von Kimmi? Egal ich muss zu unserem Auftritt. Komm Kimmi.“ Claudia Klein lief schnell in die Manege und wollte ihre Pudelnummer vorführen, aber aus dem Zirkuszelt hörte man nur schallendes Gelächter. Plötzlich kam Frau Klein aus dem Zelt  gelaufen und schrie „ Pedro, wo ist Kimmi. Das ist nicht Kimmi.“ Pedro ahnte etwas.

















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Schnell lief er zu dem Garten wo er den falschen Hund her hatte. Und tatsächlich, als sie an dem Garten ankamen, da saß Kimmi in dem Garten: Die Besitzer dachten, es war ihr eigener Hund den sie dort an der Leine hatten. Als sich alles aufgeklärt hatte waren alle wieder zufrieden, besonders Pedro. Und am nächsten Tag klappte die Pudelnummer auch wieder so wie immer. 

Pedros Abenteuer ( Der Löwe ist los )









                      Die Abenteuer des kleinen Zirkusjungen Pedro

Der Löwe ist los

Pedro, der kleine Zirkusjunge spielt Gitarre und seine Spielkameradin Anabella
singt dazu. Pedros Vater, der Zirkusdirektor Salvatore Zappo, machte in Paderborn mit seinem Zirkus halt. Alles wurde in Ruhe aufgebaut, zuerst einmal das Zirkuszelt. Henri Valentin, der Papa von Anabella, ist ein Löwendompteur. Die Löwen gefielen Pedro am besten. Wie oft hatte sein Vater ihm gesagt, dass die Tiere sehr gefährlich sind. Aber Pedro hatte keine vor den Löwen, Anabella erging es da schon anders. Pedro wollte seiner Freundin zeigen, dass er keine Angst vor den Löwen hatte. „ Komm mit, Anabella. Ich zeige dir jetzt, dass mir die Löwen nichts tun. Ich bin schon oft an den Löwenkäfigen vorbei gegangen, aber niemals hatte ich Angst.“ „ Ja, weil die Löwen im Käfig sind, darum hast du keine Angst, Pedro.“ Was sagte Anabella da, dachte sich Pedro. Das hätte sie nicht sagen dürfen. Pedro ging zu den Löwenkäfigen  und blieb davor stehen. „ Anabella, jetzt zeige ich dir, dass ich keine Angst habe, “ rief Pedro über den Zirkusplatz. Als er den Käfig von einem Löwen aufmachte sah sein Vater das gerade und rief: „ Pedro, nein. Mach das nicht. Um Gottes Willen.“ Aber es war schon zu spät. Der Löwe kam mit einem großen Brüllen heraus gesprungen und Pedro fiel auf den Boden vor Schrecken. Der Löwe rannte mit lautem Brüllen davon. Pedros Vater rief sofort die Polizei an und meldete die Katastrophe. Jetzt mussten alle hoffen dass niemandem etwas passierte. In der Nähe des Zirkus befand sich eine Schule, aber Gott sei Dank waren Ferien. Die Polizei veranlasste, dass durch das Radio die Leute gewarnt wurden. In der ganzen Stadt herrschte Alarmbereitschaft. Pedros Vater hatte mit Pedro geschimpft  und ihn mit Anabella in einen Zirkuswagen gebracht, wo Anabellas Vater auf die beiden Helden aufpasste. Pedro hatte schon längst gemerkt was er da angestellt hatte, aber jetzt war alles zu spät. Die Bundeswehr war auch schon eingeschaltet. Und sie befuhren die Strassen um nach dem Löwen Ausschau zu halten. Aber der war spurlos verschwunden.
Aber dann, wie ein Wunder lief er auf dem Schulhof herum. Der Zirkusdirektor sprach mit dem Polizisten. „ Wollen wir ihn in die Turnhalle der Schule locken?“ „ Tolle Idee,“ sagte der Einsatzleiter. Pedros Vater ging Vorsichtig zur Sporthalle, machte die Tür auf und legte einen Brocken Fleisch etwas weiter hinten in den Eingang der Halle.


















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Der Löwe angelockt durch den Fleischgeruch, ging tatsächlich zum Eingang und als er ganz drinnen war, machte Salvatore Zappo die Turnhallentür zu und schloss sie ab. Der Löwe war gefangen. Salvatore war erleichtert dass nichts passiert war. Aber das war ein Schrecken gewesen. Ein Tierarzt schoss einen Pfeil in den Körper des Löwen und betäubte ihn damit. Als der Löwe schlief brachten sie ihn zurück zum Zirkus in seinen Käfig.
Etwas später standen Salvatore mit Pedro und Anabella vor dem Käfig. „ Das sind ganz gefährliche Tiere. Deswegen sind sie ja im Käfig, Pedro. Mach das nie wieder, versprich mir das.“ „ Ja, das verspreche ich dir, Papa.“    

Der Fußballer










                                                Der Fußballer

Jens Lange spielt in der ersten Mannschaft von Osnabrück. Jens spielt im Tor und er ist ein guter Torwart, der nicht so schnell nach hinten ins Netz greifen muss um den Ball dort heraus zu holen. Man kann auch sagen, er hält die Kiste sauber. Für Jens fängt die erste Saison bald an bei Osnabrück. Er hat erst seit kurzen einen Vertrag mit dem Manager von Osnabrück unterschrieben.
Bis jetzt hat er bei einem Verein gespielt, der in der Regionalliga West, also der vierten Liga angesiedelt war. Osnabrück spielt in der dritten Liga. Weil sich der Torwart so schwer verletzt hatte bei Osnabrück, dass er vielleicht nie mehr spielen konnte, hatten die Verantwortlichen vom Vfl Osnabrück Jens angesprochen, ob er nicht bei Osnabrück im Tor spielen wollte.
Erich Kramer, der Manager von Osnabrück ließ Jens Lange einen Vertrag unterschreiben, der erst einmal für eine Saison gilt. Jens war richtig stolz, das er es in die dritte Liga geschafft hatte. Jens ist zwanzig Jahre alt und wenn er so weiter macht, dann könnte er es noch weit bringen, sagte der Manager Erich Kramer. Das Ziel des Vereins in diesem Jahr soll der Klassenerhalt sein, sprich sie wollen in der dritten Liga bleiben und auf keinen Fall absteigen.
Jens Lange ist etwas mulmig zu Mute. Heute, da er das erste mal beim Training bei dem VFL Osnabrück teilnimmt. Heute lernt er erst einmal die Spieler, den Torwarttrainer und natürlich den Trainer kennen. Als er in die Umkleidekabine geht, waren die Kollegen schon sich am umziehen fürs Training. Sie blödelten so herum, manche guckten komisch und einer gab ihm die hand und stellte sich vor. „ Hallo Jens, ich heiße Bernd Fleischer und bin der Trainer hier. Herzlich Willkommen in unserer Fußballmannschaft.“ „ Danke Trainer. Ich freue mich schon auf das erste Training und bin schon heiß auf das erste Punktspiel in der 3 Liga.“ „ Die 3 Liga ist etwas anderes als die Regionalliga, aber wir haben einen guten Torwarttrainer. Der wird dich schon fit machen und ich dich auch. Und die Jungs sowieso. Ah da kommt er ja gerade, der Torwarttrainer. Darf ich dir vorstellen Jens, das ist unser Trainer für das Tor, Helmut Kringel.“  „ Hallo Jens,“ sagte Helmut zu seinem neuen Spieler. „ Wir werden uns schon bald näher kennen lernen und ich hoffe wir kommen gut miteinander aus.“ „Ach das werden wir bestimmt schaffen,“ antwortete Jens seinem Torwarttrainer. Auf einmal sorgte der Trainer für Ruhe in der Kabine. „ Hört mal zu Jungs. Das ist unser neuer Torhüter Jens,“ und zog Jens zu sich heran. Die Kollegen klatschten und sagten fast wie aus einem Mund: „ Herzlich Willkommen Jens“ „ Danke, ich hoffe wir können oft sagen wir haben ohne einen Gegentreffer gewonnen. Auf viele 3er und eine Platzierung am Ende der Saison im oberen Bereich der Tabelle.“

















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Der Trainer und der Rest der Mannschaft waren sehr erfreut über die Worte die Jens gesprochen hatte.
Aber nun ging es endlich auf den Rasen des neuen Vereines von Jens Lange. „ So nun bin ich endlich offiziell in der 3 Liga angekommen. Aber erst so richtig, wenn der erste Spieltag ist, und der Ball zum ersten Spiel angestoßen wurde.“
Als erstes machte die Mannschaft Lauftraining und dann etwas Gymnastik auf dem Rasen. Die Feldspieler trainierten noch ein wenig mit dem Ball und machten Schießübungen, aber Jens machte schon seit einer viertel Stunde Torwarttraining. Helmut warf ein paar Bälle auf das Tor und Jens versuchte sie zu halten. Und zwar warf Helmut Kringel die Bälle in die linke Ecke des Tores und dann gleich danach in die Rechte. Jens flog von der einen Ecke in die andere und hielt fast alle Bälle, die ihm zugeworfen wurden. Jens und der Torwarttrainer verstanden sich schon ganz gut. „ Du hältst die Bälle wirklich sehr gut, Jens. Du bist für deine zwanzig Jahre schon sehr gut im Tor.“ „ Danke, ich gebe immer alles, was ich kann.“
Nach dem Training fuhr  Jens nach Hause und er erholte sich erst einmal. Er legte sich auf sein Sofa und versuchte zur Ruhe zu kommen. Das erste Training war doch anstrengender als er gedacht hatte und er war sehr geschafft.
Am nächsten Morgen fuhr er erst ins Büro in eine Elektrofirma in Osnabrück. Dort arbeitete er als Bürokaufmann. Denn sein Geld vom Fußball reicht nicht aus um über die Runden zu kommen finanziell. In der 3. Liga konnte man von dem Gehalt was man vom Fußball spielen verdiente alleine nicht leben. Er verdiente als Bürokaufmann sein Geld dazu und seine Kollegen verdienten sich ebenfalls durch andere Berufe ihr Geld. Und nach Feierabend dann ging es zum Fußballtraining. Ein bis zwei Stunden jeden Tag. Und dann noch in die Muckibude jeden zweiten Tag mindestens. Wer Sport macht, muss seine Muskeln trainieren, vor allem um Verletzungen vorzubeugen. Aber auch um seine Leistungskraft zu steigern und um schneller zu werden.
Jens trainierte die ganze restliche Woche sehr viel. Schließlich wollte er in Topform sein, wenn das erste Spiel der Saison gegen den 1. FC Saarbrücken im Stadion in Osnabrück ausgetragen wird. Der Rest der Woche ging schnell herum. .
Es ist Samstagnachmittag und Jens steht im Tor im Osnabrücker Stadion und wird warm geschossen. Die Zuschauer sind schon alle da. Das Spiel ist ausverkauft.
Dann der Anstoß von Saarbrücken. Nun ist Jens offiziell in der 3 Liga angekommen. Das Spiel bestimmt Osnabrück, Saarbrücken hat nur wenige Chancen.

















3

 Jens braucht nur zwei Mal zu zeigen, dass er ein guter Schlussmann ist, und pariert super. Das Spiel gewinnt Osnabrück mit 2:0. Ein guter Start in die Saison.
Nach dem Spiel wird ein bisschen gefeiert. Auch Jens trinkt zwei Flaschen Bier zum gelungenen Einstand.
Die Mannschaft feierte noch ein wenig weiter. Jens ging zu Fuß nach Hause. Er wollte nach Hause zu seiner Freundin Julia, die mit dem kleinen Nils, ihrem gemeinsamen Sohn, zu Hause auf Papa Jens wartete. Nils hatte heute Geburtstag, er wurde heute 1 Jahr alt. Als Jens in die Wohnung ging saßen Julia und ihr Sohn Nils zusammen auf dem Sofa. Jens gab Julia einen Kuss und Nils nahm er in den Arm und hielt ihn hoch. Und er sang leise „ Happy Birthday“.
Julia hatte einen Apfelkuchen gebacken und die drei warteten auf Oma und Opa. Etwas später klingelte es an der Haustür und Hermann und Sophie Lange kamen in die Wohnung. Julias Eltern lebten nicht mehr. So das Nils nur einen Opa und eine Oma hatte.
Sie setzten sich an den Stubentisch und fingen an Kuchen zu Essen und Kaffee zu trinken. Schnell kamen die Eltern mit ihrem Sohn Jens und ihrer Schwiegertochter in spe ins Gespräch, so das der Nachmittag schnell vorbei ging. Hermann lobte seinen Sohn für den gelungenen Einstand in der 3.Liga. Er und seine Frau hatten das Spiel im Stadion gesehen.
So gegen Abend fuhren die Eltern wieder nach Hause. Sie wohnten schon lange in Osnabrück mit ihrem einzigen Sohn Jens. Julia schlief immer bei ihrem Jens, aber seit kurzer zeit wohnten die beiden in einer eigenen Wohnung in Osnabrück. Und seit Nils da ist, ist es auch besser, dass die jungen Eltern eine eigene Wohnung haben.
Jens und Julia machten sich noch einen netten Abend. Am nächsten Morgen fuhr Jens zur Arbeit. Er hatte noch einen Kollegen im Büro, der Hans Vogt heißt. Sie verstanden sich ganz gut. Aber privat hatten sie nicht so den Draht zueinander. Hans Vogt war ein Sportmuffel und Fußball interessierte ihn überhaupt nicht. Er konnte Jens nicht verstehen, warum er seine freie Zeit nicht besser nutzte. Er selber hatte allerdings gar kein Hobby. Er ist Junggeselle und nach Feierabend schaute er immer Fernsehen. Jens war das alles egal. Hauptsache die beiden kamen auf der Arbeit miteinander zurecht, und das taten sie.
Jeder ging nach Feierabend seiner Wege. Jens ging zum Fußballtraining und das machte er aus Leidenschaft und Spaß. Er war ja auch noch jung, aber vielleicht schon zu Alt um Profifußballer zu werden. Obwohl ein Torwart meistens länger spielen konnte bis er in „ Rente“ ging. Für seine zwanzig Jahre war er jedoch schon sehr stabil und kräftig gebaut.
Das kam von den vielen Trainingseinheiten die er in dem Fitnessraum verbrachte.







4

Er trainierte unheimlich gerne mit Gewichten, und das sah man auch. Mit 1,96 Meter Körpergröße hatte er genau die Ausmaße, die ein Torwart haben sollte. Und mit einem Gewicht von 95KG hat er Traummaße für einen Torhüter.
Nach ein paar Wochen hatte sich Jens sehr gut eingelebt in Osnabrück. Der VfL Osnabrück
Stand auf einem guten 8. Platz in der Tabelle. Und da hatte Jens einen guten Beitrag zu geleistet. Nach 6 Spieltagen haben sie 2 Spiele gewonnen, 2 Unentschieden und 2 verloren, also 8 PKT. Jens hat in sechs Spielen 8 Tore kassiert. Das ist noch   Verbesserungsfähig. Aber er ist ja auch noch sehr jung und die Abwehr hat auch noch Schwächen, so dass Jens nicht alle Treffer angelastet werden konnten. Einen richtigen groben Torwartfehler, wobei ihm ein Tor ganz alleine angelastet werden könnte, hat er noch nicht gemacht. Also ein ganz guter Saisonbeginn für den jungen Torhüter.
Nach dem 6. Spiel hatte Jens Julia versprochen mit ihr und Nils in den Zoo zu gehen.
Als er nach Hause kam warteten die  beiden schon auf Jens. Jens packte Nils in den Kindersitz ins Auto und Julia setzte sich nach hinten neben ihren Sohn. Jens fuhr mit den beiden zum Osnabrücker Zoo. Dort angekommen setzte er Nils in den Kinderwagen. Er
kaufte sich zwei Eintrittskarten und Julia und Jens gingen in den Zoo hinein.
Julia schob den Kinderwagen und Jens ging stolz neben dem Kinderwagen her. Es war ein wunderschöner Sonntag mit viel Sonne. Nils schien es ganz gut zu gehen und Jens nahm ihn aus dem Kinderwagen heraus und zeigte ihm ein paar Tiere im Zoo,  besonders angetan war er von den Erdmännchen. Als Nils diese putzigen kleinen Kerle sah, fing er sofort an zu lächeln. Auch Jens und Julia mussten lächeln. „ Unser Nils hat einen guten Geschmack, ich finde die Erdmännchen auch ganz putzig,“ sagte Julia zu ihrem Jens und gab ihm einen Kuss. „ Das will ich meinen, sagte Jens, schließlich habe ich ja auch einen guten Geschmack bewiesen als ich Dich kennen und lieben gelernt habe. Es ist schön hier im Zoo mit Euch beiden, Julia.“ „ Das finde ich auch, das sollten wir auf jeden fall noch einmal wiederholen.“ „In ein paar Wochen, vielleicht,“ sagte Jens zu Julia. „ Sehr gerne.“ Den ganzen Nachmittag
Schlenderten die beiden mit Nils im Kinderwagen durch den Zoo.
Zum Abendbrot sind die drei wieder in ihrem zu Hause. Julia und Jens lassen den Sonntag auf dem Sofa beim Fernsehgucken ausklingen. Die beiden gingen relativ früh ins Bett. Jens musste früh aufstehen, denn er musste wieder in die Arbeit. Um 9 Uhr fing seine Arbeitszeit an, und um 15.30 Uhr hatte er Feierabend. Denn um 16 Uhr jeden Tag fängt das Fußballtraining für ihn an.
So gehen die Wochen dahin. Doch etwas  muss sich geändert haben bei Jens. Er hielt nicht mehr so gut wie früher. Er machte Fehler, die auf seine Kappe gingen. Der Trainer war schon sauer und der Manager wollte ein Gespräch mit Jens führen.
Das Gespräch sollte sofort nach dem Training stattfinden. Der Manager wollte klare Worte finden, die er Jens sagen wollte.
















5

„ Jens, komm herein. Setz dich.“ Jens nahm auf einem Stuhl am Bürotisch des Managers platz. „ Was ist eigentlich los mit Dir Jens. Du hast doch so gut gehalten die erste Zeit. Wenn du weiter so schlecht spielst müssen wir den Vertrag mit dir kündigen. So leid es mir tut, Jens. Hast du private Probleme oder sonst irgendetwas nicht in Ordnung?“ „ Nein, Herr Kramer. Es ist alles in Ordnung. Ich weiß auch nicht warum der eine oder andere Fehler unterläuft.“ „ Hast du den Kopf nicht frei, belastet dich irgendetwas? Ist egal was, du kannst es mir ruhig sagen, Jens.“ „ Nein, alles in Ordnung, Herr Kramer.“ „ Na ja, gut. Ich glaube das du mir nicht alles sagen willst. Das du irgendein Problem hast, aber wenn du mir nichts sagst, dann bleibt es dabei, wenn du nicht bald wieder besser hältst, dann müssen wir uns nach einem 
Jens erzählte seiner Julia nichts von dem Gespräch als er wieder zu Hause war. Auch sie hatte schon bemerkt, dass Jens anders war als sonst. Er war ruhiger als sonst. Sie hatte aber keine Ahnung warum, sie wollte ihn aber noch nicht danach fragen. Sie hoffte, dass er wieder „normaler“ wurde.
Eines Abends als Julia Jens zu fällig am Handy reden hörte auf ihrem Flur, bekam sie etwas mit. Sie hörte wie Jens sagte, ich mache nicht mehr mit, mir reicht es. Dann ging er wohl in die Küche und machte die Tür zu. Julia fragte sich mit wem Jens wohl sprach.
Jens blieb noch einige Zeit in der Küche, kam dann wieder ins Wohnzimmer und ließ sich nichts anmerken.
Bernd Fleischer schnappte sich Jens und sprach ebenfalls mit ihm. „ Jens, beim Training hältst du super und im Spiel unterlaufen dir  so viele Fehler. Wie kann das sein? Bist du nervös wegen den Zuschauern oder was ist es?“ „ Nein, ich weiß es nicht, Trainer. Ich bin topfit.  Ich kann es mir nicht erklären.“
Jens fuhr nach dem Training zu seinen Eltern. Er hatte sich schon länger nicht mehr zu Hause blicken lassen. Er aß zusammen mit seinen Eltern zum Abendbrot. Das hat er schon ewig nicht mehr gemacht. Jens fühlte sich richtig wohl zu Hause und er unterhielt sich viel mit seinen Eltern. Über alles wurde gesprochen, auch über Fußball. Während des Gesprächs kam heraus, das Jens sein Vater auch schon aufgefallen war, das Jens nicht mehr so gut hielt wie früher. Auch er fragte Jens ob irgendetwas los sei. Aber Jens verneinte. Er sagte noch selber das alles bestens sei. Dann wechselte er das Thema.
Sein Vater hatte das allerdings bemerkt, sagte aber nichts weiter in der Richtung.
Jens blieb noch bis 20 Uhr etwa und fuhr dann wieder zu seiner eigenen kleinen Familie nach Hause.

















6

Julia machte ihm die Haustür auf. Sie hatte ihn schon die Einfahrt mit dem Auto hochfahren sehen. Sie küsste ihn und er hielt sie eine ganze Weile fest. „ Was hältst du davon, wenn wir morgen Abend essen gehen?“ „ Und was machen wir mit Nils?“ „ Wir bringen ihn zu meinen Eltern. Ich rufe sie sofort an. Bestimmt nehmen sie ihren Enkel gerne für zwei Stunden.“ „ O.K. Wenn Nils bei deinen Eltern bleiben kann, dann gerne.“
Am nächsten Abend gingen Jens und Julia in ein deutsches Restaurant in der Innenstadt von Osnabrück. Jens und Julia aßen nämlich für ihr Leben gerne Rumpsteak. Als sie in das Restaurant kommen, begrüßt sie der Besitzer sehr freundlich und zeigt ihnen einen Tisch der etwas an der Seite liegt in dem Restaurant. Genau was die beiden bevorzugen. Eine ruhige Ecke zum Essen. Sie setzten sich und bestellten beim Ober etwas zu trinken. Julia ein Wasser und Jens bestellte sich eine Cola. Während sie auf das Essen warteten, flirteten die beiden ein wenig miteinander. Es dauerte nicht lange, da kam das Essen. Julia hatte sich dann doch für Medaillons vom Schwein mit Kroketten und einen Salatteller bestellt, und Jens ein Rumpsteak mit Pfeffersauce und Pommes und ebenfalls einen Salatteller.
Den beiden schmeckte es unwahrscheinlich gut, und sie ließen sich so richtig Zeit beim Essen. Nach dem Hauptgang bestellten sich beide als  Nachtisch ein Cup Dänemark Vanilleeis mit Schokosauce mit Krokantsplitter. Ein Gedicht für beide. Nachdem sie bezahlt hatten gingen sie zufrieden aus dem Restaurant hinaus und fuhren direkt zu ihren Eltern und holten Nils ab und nachdem sie sich bei ihren Eltern bedankt hatten fuhren sie zusammen mit Nils direkt nach Hause. Nils schlief schon, als sie ihn wieder abgeholt hatten und wurde auch nicht bei der Autofahrt wach. Sie legten ihn in sein Kinderbett und er wurde immer noch nicht wach.
Am nächsten Morgen war Nils aber wieder putzmunter. Jens fuhr auf 9 Uhr wieder ins Büro.
Er erzählte seinem Kollegen das er in einem super Restaurant mit seiner Freundin war. Der Kollege kannte das Restaurant auch und er sagte, dass man dort wirklich gut essen konnte.
„ Ich war wie immer zu hause und habe das ganze Wochenende Fernsehen geguckt.“ „ Was kam denn in der glotze?“ „Sie haben „ E.T.“ gezeigt am Sonntagabend. Den kann ich immer wieder gucken.“ Na ja, dachte Jens, das ist wohl Geschmackssache.





7

Die Spieler feierten ihren Torwart und alles war erst einmal wieder im Lot. Was ein Sieg so alles ausmacht. Auch die nächsten drei Spiele kassierte Jens nur ein Tor und Osnabrück bekamen die vollen 9 Punkte die man bei drei Spielen  erreichen konnte, gut geschrieben.
Aber den nächsten Spieltag verloren die Osnabrücker wieder und zwar gegen den zu der zeit Tabellenletzten Wacker Burghausen mit 2:0. Und Jens war wieder Schuld an den zwei Treffern. Die Schüsse von den Spielern von Burghausen waren haltbar.
Und wieder war die Torwartdiskussion im Gange. Jens musste sich eine ganz schöne Standpauke von dem Trainer und Manager von seinem Verein anhören. Er war froh, als er wieder zu Hause bei Freundin und Kind war. Sein Vater rief ihn an und fragte was denn wieder los gewesen war, das er so schlecht gehalten hatte. Aber Jens sagte nur, das man schon mal einen schlechten Tag haben könnte. Etwas später ging das Handy bei Jens und Julia wunderte sich, das Jens dabei aus dem Wohnzimmer ging. Sie hörte die Küchentür zufallen, und als Jens wieder in die Stube kam war er wie abwesend. Aber er hatte sich schnell wieder unter Kontrolle, und schäkerte mit Nils herum.
Aber gleich der nächste Samstag war wieder schlimm, Jens ließ einen Ball der haltbar war wieder ins Netz rollen. Dieses Mal war der Trainer fuchsteufelswild. Er sprach sehr laut mit Jens und sagte ihm, wenn das nächste Spiel ihm wieder ein Fehler unterlaufen würde, egal ob daraus ein Tor wird oder nicht, dann sitzt er ab dann auf der Bank und der Ersatztorwart spielt für ihn.
Die nächsten drei Spiele überzeugte Jens aber hundertprozentig und ließ kein Tor zu.
Alle waren wieder zufrieden, auch der Trainer. Es gab nur Lob von allen Seiten.
Als Jens wieder zu Hause war ging sein Handy wieder und dieses Mal lauschte Julia an der Küchentür. Sie hörte etwas, was sie beunruhigte und dieses mal rief sie ihren Schwiegervater an und erzählte was sie gehört hatte. Der Schwiegervater bedankte sich bei Julia und er wusste schon was zu tun war.  Er wartete das nächste Spiel ab und als Jens wieder einen Ball durchließ und Osnabrück wieder verlor mit 1:0, wusste er was er machen  musste.
Hermann Lange sprach mit dem Trainer von Osnabrück, mit Bernd Fleischer und als der sich alles angehört hatte rief er Jens an und lud ihn zu einem Gespräch ein.
Am nächsten Tag fuhr Jens zu seinem Trainer nach Hause und rechnete damit dass er ihm sagen wollte, das er nicht mehr im Tor spielen durfte. Der Trainer hatte ja schon so etwas angekündigt. Aber zu seiner Überraschung fing der Trainer ganz andere Töne an.
„ Jens ich kenne nun dein Problem. Julia hat mit deinem Vater gesprochen. Sie hat dich belauscht als du in der Küche telefoniert hast.
















8

Nun erzähl einmal die ganze Wahrheit, Jens.“ Jens fing an zu reden und brach erst einmal in Tränen aus. Dann erzählte er dem Trainer, dass er erpresst wird. Seit Anfang der Saison bedrohte ihn ein Mann am Telefon. Er sagte, wenn ich nicht das täte was er verlangt würde er Nils entführen. „ Ich hatte so eine Angst, das ich immer, wenn er es verlangte extra Tore zu ließ, das Osnabrück verlor und keine Punkte kriegte. Er sagte er hatte hohe Summen darauf gewettet das Osnabrück verliert, und wenn ich nicht mit machte, er Nils etwas antun würde. Er drohte immer mit Entführung. Er sagte er würde alles beobachten. Und immer wenn ich mit ihnen sprach, Trainer, fragte der Erpresser mich auch ob Herr Fleischer mit Rausschmiss gedroht hätte. Und als sie mir sagten dass ich demnächst auf der Bank sitzen würde, wenn ich nicht besser halten würde, dann sagte der Erpresser mir ich solle wieder normal spielen und meine normale Leistung bringen. Jetzt können sie vielleicht verstehen, dass ich mal gut und mal schlecht gehalten habe.“ „ Jetzt geht mir ein Licht auf, Jens. Pass auf. Ich schlage folgendes vor. Wenn du einverstanden bist sagst du dem Erpresser dass du nicht mehr mitmachst. Du hältst so gut du kannst und wir schalten die Polizei ein.“
Der Erpresser meldete sich noch mehrmals. Aber Jens sagte ihm, dass er sich nicht mehr erpressen lassen würde. Die nächsten spiele gewannen die Osnabrücker immer. Obwohl der Erpresser von Jens verlangt hatte, das er wieder Tore verschulden sollte.
Eines Abends, als Julia mit Nils spazieren ging lief auf einmal ein Mann auf den Kinderwagen zu und schnappte sich diesen. Julia schrie und bevor der Mann mit Nils abhauen konnte, brachten Kripobeamte den Mann zu fall und einer der Polizisten griff nach dem Kinderwagen damit Nils nichts passieren konnte. Die Polizei hatte die Wohnung von Jens und Julia beobachtet, denn sie hatten mit der Entführung schon gerechnet. Jens und Julia bedankten sich bei der Polizei. Nach ein paar Wochen war alles wieder in Ordnung. Jens konnte ohne Druck Fußball spielen und  der Osnabrück hatte einen eins A Torhüter.
Der Erpresser von Jens gab bei der Polizei alles zu. Als Grund für die Erpressung nannte er Geldsorgen.  Er hatte hohe Summen gesetzt auf die Spiele von Osnabrück und durch die Erpressung auch gewonnen. Aber nun wird er sehr lange im Gefängnis sitzen.
Jens spielte eine super Saison zu Ende und schaffte den Klassenerhalt mit seiner Mannschaft
in Osnabrück. Und er wurde von den Fans zum besten Spieler von Osnabrück gewählt.
Jens war wieder ganz der Alte und war überglücklich mit seiner Julia und Nils.
 
Als er nachmittags um  16 Uhr beim Training war merkte er, dass der eine oder andere sauer waren. Die Spieler waren sauer auf Jens, das er so viele leichte Fehler machte.
Am Samstag mussten die Osnabrücker zu Hause gegen RW Erfurt spielen. Das Spiel ging 3:0 für Osnabrück aus. Jens hatte zwei Glanzparaden gezeigt, er hatte einfach das ganze Spiel lang super gehalten.