Jesus ging verloren !
Familie Stern bekam vor zwei Jahren mal wieder Nachwuchs. Drei Söhne haben die Sterne nun. Und es ist eine sehr glückliche Familie. Vater Torsten sagte zu seiner Frau: " Wie wäre es, wenn wir dieses Jahr zu Weihnachten wieder mal die Krippe aufstellen würden, für die Kinder." " Eine gute Idee" sagte Irene Stern. "Dann sollen die Kinder aber auch mit dabei sein und dir zur Hand gehen." Sehr gut ", sagte Vater Torsten.
Zwei Tage vor dem heiligen Abend bauten der Vater mit den drei Söhnen, wie geplant die große Krippe auf. Alle vier " Männer" hatten richtig Spaß dabei. Die beiden großen Jungs machten mehr Blödsinn als das sie halfen, aber der kleinste Junge, Martin half dem Vater die Figuren und die Krippe aufzubauen. Als es plötzlich beiden Sternen das Telefon klingelte. Torsten verließ die Stube und ging auf den Flur, wo das Telefon stand. Am anderen Ende war sein Bruder Stefan, der ihm schon einmal " Frohe Feiertage" wünschen wollte.
Sie telefonierten eine ganze Weile, so dass Torsten erst wieder nach 10 Minuten wieder in der Stube war. Die beiden älteren Brüder waren noch immer am Blödsinn machen. Aber der kleine Martin hatte die Krippe weiter aufgebaut. Als aber der Vater so weit war und die Krippe fertig hatte und zum Schluss das Jesuskind in die Krippe legen wollte, war die Figur wie vom Erdboden verschluckt. " Na" sagte der Vater, " wer von Euch Dreien hat die Figur versteckt?" Aber die beiden großen Jungs waren ganz erstaunt und beteuerten ihrem Vater, das sie damit nichts zu tun hätten. Und er glaubte ihnen sofort. Denn er kannte seine Jungs genau. Ehrlich waren die Kinder schon immer gewesen. Den kleinen Martin hatte er nicht in Verdacht. Aber er schaute wenigsten in Martins Hosentaschen hinein. Aber da war nichts. Traurig ging er zu seiner Frau, die in der Küche Weihnachtsplätzchen backte, und sagte zu Ihr" Leider ist die Jesusfigur nicht aufzufinden. Sie muss verloren gegangen sein. Schade. Ein Weihnachten ohne Jesus in der Krippe ist doch kein richtiges Weihnachtsfest." " Da hast du recht," sagte Irene. Und sie sah wie traurig ihr Mann guckte.
Der heilige Abend kam und die Jesusfigur war immer noch nicht aufgetaucht, obwohl Torsten Stern danach jeden Tag gesucht hatte. Aber trotzdem ging " Heiligabend" wie immer vor sich bei den Sternen. Erst sangen sie mehrere Weihnachtslieder und dann kam die Bescherung und anschließend aßen sie Bockwürstchen mit Kartoffelsalat. Etwas später wollte der kleine Martin etwas spielen und der Vater holte ihm seinen Spielzeugkasten her. Und als der kleine Junge die Autos und Indianer aus dem Spielkasten auf den Boden legte, glaubte Torsten seinen Augen nicht. Zwischen den Spielsachen lag die Jesusfigur auf einmal auf dem Boden.
" Der kleine Martin hatte die Jesusfigur gehabt. Das hätte ich nie gedacht." Er hatte die Jesusfigur, als der Vater mit seinem Bruder telefoniert hatte, in seine Spielzeugkiste getan.
Torsten legte die Figur in die Krippe und streichelte behutsam den Kopf des kleinen Martin.
Er sagte:" Nun ist doch noch Weihnachten für mich geworden." Und so gingen bei der Familie Stern doch noch die Sterne auf über der Krippe.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen