"Schlammschlacht"
Eines morgens als wir meine Lebensgefährtin zum Bahnhof
bringen wollten, gingen wir aus dem Haus und trauten unseren Augen kaum. Um das
ganze Haus herum lag dicker Schlamm. Wir konnten nicht das Auto erreichen, weil
überall Schlamm herum lag. Meine Lebensgefährtin blieb deshalb den Tag zu
Hause. In der Nacht war so viel Regen in kürzester Zeit gefallen., dass der
ganze Schlamm von einem großen Acker in unsere Straße hinein geflossen war.
Unser Gully schaffte die Wassermenge, die bei uns die Straße hinunter lief,
nicht mehr. So konnte das dreckige Wasser bei uns die Straße und um das Haus
hinunter laufen. Mein Vater und ich gingen uns umziehen um den Schlamm "an
den Kragen" zu gehen. Wir schaufelten zuerst die Straße vor dem Haus frei
und schoben die vollen Schubkarren mit Schlamm auf eine Grünfläche am
Straßenrand. Das machten übrigens die Nachbarn auch Alle. Sie hatten auch den
ganzen Schlamm ums Haus liegen, genau wie wir auch. Auf der ganzen Straße waren
also alle am Schlammschüppen. Den ganzen Vormittag haben mein Vater und ich die
Straße versucht sauber zu kriegen. Um 13 Uhr war die Straße wieder einigermaßen
sauber. Da hatten wir schon etliche Schubkarren voll weg gefahren. Wir gingen
kaputt von der Arbeit, ins Haus und machten zusammen Mittagessen. Wir hatten
großen Appetit. Nach dem Mittagessen legten wir uns ein bisschen hin. Aber nur
eine halbe Stunde. Dann mussten wir wieder nach draußen um den Schlamm weiter
weg zu machen. Wir legten einen Wasserschlauch bis vorne zur Straße und
versuchten mit einem scharfen Besen den restlichen Schlamm von der Straße zu
kriegen. Das dauerte auch eine ganze Zeit. Dann gingen wir neben das Haus und
schaufelten erst einmal wieder Schlamm in die Schubkarre und brachten diese am
Ende der Straße an den Straßenrand. Danach nahmen wir wieder den Wasserschlauch
und einen Besen bis der Hof wieder sauber war. Aber nun waren wir noch nicht
fertig. Fertig waren wir schon. Aber nicht mit dem Schüppen. Denn der Schlamm
ist bis auf den Innenhof gelaufen. Dort machten wir wieder das gleiche
Prozedere wie an der Straße und auf dem Hof. Es war nun schon 18 Uhr als wir
den Innenhof sauber hatten. Erschöpft gingen wir wieder ins Haus. Damit hatten
wir die " Schlammschlacht" gewonnen. Am Nächsten morgen machten mein
Bruder und mein Vater die Garage wieder sauber, denn auch dort hatte der
Schlamm keinen halt gemacht. Aber dann war endlich wieder alles sauber.
Wir waren froh dass wir es geschafft hatten, an dem Tag
alles wieder sauber zu kriegen, aber so eine " Schlammschlacht"
werden wir so schnell nicht wieder vergessen.
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