Der Handtaschendieb
Gregor Tischler ist ein junger aufgeweckter Mann. Er hat
schon als kleiner Junge gerne Streiche gemacht, aber was er in letzter Zeit
machte, dass hatte mit einem dummen Jungen Streich nichts mehr zu tun.
Die Polizei suchte ihn schon. Er klaute nämlich Handtaschen.
Und zwar auf so dreiste Art und Weise, wie man es nicht für Möglich halten
würde.
Mitten auf dem Gehweg beklaute er Fußgängerinnen, in dem er
mit seinem Fahrrad von hinten dicht an die Frauen vorbei fuhr und die Handtasche
mit einer Hand, den Frauen von der Schulter riss, und dann schnell mit dem
Fahrrad weg fuhr. Die Polizei war schon lange hinter ihm her, aber bis jetzt
hatte immer Glück gehabt. Auch heute Morgen hat es wieder geklappt. Er konnte
wieder einer Frau die Handtasche klauen mit seinem Fahrrad.
Und dieses Mal hat es sich wirklich gelohnt für Gregor. 2000
Euro waren in der Handtasche. Er freute sich, aber im nächsten Moment, nämlich
als er den Personalausweis sieht, kriegt er einen riesigen Schrecken.
Der Personalausweis, den er in der Handtasche fand, war auf
Susanne Wut ausgestellt. Susanne Wut ist die Freundin seines Vaters. Was sollte
er jetzt nur machen? Er sah seine Opfer nie, weil er ja mit seinem Fahrrad
schnell an ihnen vorbei fuhr. Als er nach Hause kam, war die Freundin seines
Vaters schon da und sie erzählte seinem Vater was passiert war. Gregor sagte
nichts dazu sondern ging in sein Zimmer ohne sich um die Beiden zu kümmern.
Er wusste aber auch warum Susanne Wut so viel Geld mit hatte
in ihrer Handtasche. Sein Vater und seine Freundin sprachen in letzter Zeit
fast nur noch darüber. Sie wollten in den Urlaub fahren. Das Geld hatte Susanne
aus der Bank geholt um im Reisebüro den Urlaub davon zu bezahlen. Nun konnten
die beiden ihren ersten gemeinsamen Urlaub abhaken.
In den nächsten Tagen waren Susanne und sein Vater sehr
traurig. Sie hatte eine Anzeige auf Unbekannt gemacht. Aber sie glaubte nicht ,
dass es etwas nützen würde. Sie musste sich wohl damit abfinden, dass das Geld
weg war und der Urlaub ausfallen musste.
Gregor hatte ein schlechtes Gewissen. Bei den anderen Taten
war das anders, aber jetzt hatte er die Freundin seines Vaters beklaut und die
konnten nun nicht in den Urlaub fahren.
Was sollte er nun machen. Er könnte Susanne das Geld nicht
geben, ohne aufzufliegen. Oder doch?
Er redete mit seinem Vater und der war entsetzt, dass sein
Sohn der Handtaschendieb ist, den die Polizei sucht. Aber Gregor tat ihm leid.
Er würde eine saftige Strafe bekommen von einem Gericht, wenn er sich der
Polizei stellen würde. Der Vater dachte nach und fragte Gregor: „ Hast du das
Geld noch, Gregor?“ Und er hatte die 2000 Euro noch. „Dann gib sie Susanne
zurück. Wenn sie einverstanden ist, dann regeln wir die Sache unter uns Dreien.
2
Und Gregor hatte Glück. Susanne wollte ihn nicht anzeigen,
aber sein Vater und auch Susanne wollten, dass er damit aufhörte und den
anderen Opfern auch das Geld zurück
gab. Natürlich war Gregor damit einverstanden.
Er schickte an Alle Frauen, die er beklaut hatte das Geld
mit der Post zurück.
Und Gregor hatte großes Glück. Seine Taten blieben
unentdeckt.
Immer würde er seinem Vater und Susanne dankbar sein für das
Schweigen seiner Taten. Susanne und von Gregor der Vater konnten in den Urlaub
fahren.
Und Jahre später machte
Gregor eine Ausbildung als Automechaniker und hat nie mehr etwas geklaut.
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