Sonntag, 1. Juli 2018

Der Fußballer










                                                Der Fußballer

Jens Lange spielt in der ersten Mannschaft von Osnabrück. Jens spielt im Tor und er ist ein guter Torwart, der nicht so schnell nach hinten ins Netz greifen muss um den Ball dort heraus zu holen. Man kann auch sagen, er hält die Kiste sauber. Für Jens fängt die erste Saison bald an bei Osnabrück. Er hat erst seit kurzen einen Vertrag mit dem Manager von Osnabrück unterschrieben.
Bis jetzt hat er bei einem Verein gespielt, der in der Regionalliga West, also der vierten Liga angesiedelt war. Osnabrück spielt in der dritten Liga. Weil sich der Torwart so schwer verletzt hatte bei Osnabrück, dass er vielleicht nie mehr spielen konnte, hatten die Verantwortlichen vom Vfl Osnabrück Jens angesprochen, ob er nicht bei Osnabrück im Tor spielen wollte.
Erich Kramer, der Manager von Osnabrück ließ Jens Lange einen Vertrag unterschreiben, der erst einmal für eine Saison gilt. Jens war richtig stolz, das er es in die dritte Liga geschafft hatte. Jens ist zwanzig Jahre alt und wenn er so weiter macht, dann könnte er es noch weit bringen, sagte der Manager Erich Kramer. Das Ziel des Vereins in diesem Jahr soll der Klassenerhalt sein, sprich sie wollen in der dritten Liga bleiben und auf keinen Fall absteigen.
Jens Lange ist etwas mulmig zu Mute. Heute, da er das erste mal beim Training bei dem VFL Osnabrück teilnimmt. Heute lernt er erst einmal die Spieler, den Torwarttrainer und natürlich den Trainer kennen. Als er in die Umkleidekabine geht, waren die Kollegen schon sich am umziehen fürs Training. Sie blödelten so herum, manche guckten komisch und einer gab ihm die hand und stellte sich vor. „ Hallo Jens, ich heiße Bernd Fleischer und bin der Trainer hier. Herzlich Willkommen in unserer Fußballmannschaft.“ „ Danke Trainer. Ich freue mich schon auf das erste Training und bin schon heiß auf das erste Punktspiel in der 3 Liga.“ „ Die 3 Liga ist etwas anderes als die Regionalliga, aber wir haben einen guten Torwarttrainer. Der wird dich schon fit machen und ich dich auch. Und die Jungs sowieso. Ah da kommt er ja gerade, der Torwarttrainer. Darf ich dir vorstellen Jens, das ist unser Trainer für das Tor, Helmut Kringel.“  „ Hallo Jens,“ sagte Helmut zu seinem neuen Spieler. „ Wir werden uns schon bald näher kennen lernen und ich hoffe wir kommen gut miteinander aus.“ „Ach das werden wir bestimmt schaffen,“ antwortete Jens seinem Torwarttrainer. Auf einmal sorgte der Trainer für Ruhe in der Kabine. „ Hört mal zu Jungs. Das ist unser neuer Torhüter Jens,“ und zog Jens zu sich heran. Die Kollegen klatschten und sagten fast wie aus einem Mund: „ Herzlich Willkommen Jens“ „ Danke, ich hoffe wir können oft sagen wir haben ohne einen Gegentreffer gewonnen. Auf viele 3er und eine Platzierung am Ende der Saison im oberen Bereich der Tabelle.“

















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Der Trainer und der Rest der Mannschaft waren sehr erfreut über die Worte die Jens gesprochen hatte.
Aber nun ging es endlich auf den Rasen des neuen Vereines von Jens Lange. „ So nun bin ich endlich offiziell in der 3 Liga angekommen. Aber erst so richtig, wenn der erste Spieltag ist, und der Ball zum ersten Spiel angestoßen wurde.“
Als erstes machte die Mannschaft Lauftraining und dann etwas Gymnastik auf dem Rasen. Die Feldspieler trainierten noch ein wenig mit dem Ball und machten Schießübungen, aber Jens machte schon seit einer viertel Stunde Torwarttraining. Helmut warf ein paar Bälle auf das Tor und Jens versuchte sie zu halten. Und zwar warf Helmut Kringel die Bälle in die linke Ecke des Tores und dann gleich danach in die Rechte. Jens flog von der einen Ecke in die andere und hielt fast alle Bälle, die ihm zugeworfen wurden. Jens und der Torwarttrainer verstanden sich schon ganz gut. „ Du hältst die Bälle wirklich sehr gut, Jens. Du bist für deine zwanzig Jahre schon sehr gut im Tor.“ „ Danke, ich gebe immer alles, was ich kann.“
Nach dem Training fuhr  Jens nach Hause und er erholte sich erst einmal. Er legte sich auf sein Sofa und versuchte zur Ruhe zu kommen. Das erste Training war doch anstrengender als er gedacht hatte und er war sehr geschafft.
Am nächsten Morgen fuhr er erst ins Büro in eine Elektrofirma in Osnabrück. Dort arbeitete er als Bürokaufmann. Denn sein Geld vom Fußball reicht nicht aus um über die Runden zu kommen finanziell. In der 3. Liga konnte man von dem Gehalt was man vom Fußball spielen verdiente alleine nicht leben. Er verdiente als Bürokaufmann sein Geld dazu und seine Kollegen verdienten sich ebenfalls durch andere Berufe ihr Geld. Und nach Feierabend dann ging es zum Fußballtraining. Ein bis zwei Stunden jeden Tag. Und dann noch in die Muckibude jeden zweiten Tag mindestens. Wer Sport macht, muss seine Muskeln trainieren, vor allem um Verletzungen vorzubeugen. Aber auch um seine Leistungskraft zu steigern und um schneller zu werden.
Jens trainierte die ganze restliche Woche sehr viel. Schließlich wollte er in Topform sein, wenn das erste Spiel der Saison gegen den 1. FC Saarbrücken im Stadion in Osnabrück ausgetragen wird. Der Rest der Woche ging schnell herum. .
Es ist Samstagnachmittag und Jens steht im Tor im Osnabrücker Stadion und wird warm geschossen. Die Zuschauer sind schon alle da. Das Spiel ist ausverkauft.
Dann der Anstoß von Saarbrücken. Nun ist Jens offiziell in der 3 Liga angekommen. Das Spiel bestimmt Osnabrück, Saarbrücken hat nur wenige Chancen.

















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 Jens braucht nur zwei Mal zu zeigen, dass er ein guter Schlussmann ist, und pariert super. Das Spiel gewinnt Osnabrück mit 2:0. Ein guter Start in die Saison.
Nach dem Spiel wird ein bisschen gefeiert. Auch Jens trinkt zwei Flaschen Bier zum gelungenen Einstand.
Die Mannschaft feierte noch ein wenig weiter. Jens ging zu Fuß nach Hause. Er wollte nach Hause zu seiner Freundin Julia, die mit dem kleinen Nils, ihrem gemeinsamen Sohn, zu Hause auf Papa Jens wartete. Nils hatte heute Geburtstag, er wurde heute 1 Jahr alt. Als Jens in die Wohnung ging saßen Julia und ihr Sohn Nils zusammen auf dem Sofa. Jens gab Julia einen Kuss und Nils nahm er in den Arm und hielt ihn hoch. Und er sang leise „ Happy Birthday“.
Julia hatte einen Apfelkuchen gebacken und die drei warteten auf Oma und Opa. Etwas später klingelte es an der Haustür und Hermann und Sophie Lange kamen in die Wohnung. Julias Eltern lebten nicht mehr. So das Nils nur einen Opa und eine Oma hatte.
Sie setzten sich an den Stubentisch und fingen an Kuchen zu Essen und Kaffee zu trinken. Schnell kamen die Eltern mit ihrem Sohn Jens und ihrer Schwiegertochter in spe ins Gespräch, so das der Nachmittag schnell vorbei ging. Hermann lobte seinen Sohn für den gelungenen Einstand in der 3.Liga. Er und seine Frau hatten das Spiel im Stadion gesehen.
So gegen Abend fuhren die Eltern wieder nach Hause. Sie wohnten schon lange in Osnabrück mit ihrem einzigen Sohn Jens. Julia schlief immer bei ihrem Jens, aber seit kurzer zeit wohnten die beiden in einer eigenen Wohnung in Osnabrück. Und seit Nils da ist, ist es auch besser, dass die jungen Eltern eine eigene Wohnung haben.
Jens und Julia machten sich noch einen netten Abend. Am nächsten Morgen fuhr Jens zur Arbeit. Er hatte noch einen Kollegen im Büro, der Hans Vogt heißt. Sie verstanden sich ganz gut. Aber privat hatten sie nicht so den Draht zueinander. Hans Vogt war ein Sportmuffel und Fußball interessierte ihn überhaupt nicht. Er konnte Jens nicht verstehen, warum er seine freie Zeit nicht besser nutzte. Er selber hatte allerdings gar kein Hobby. Er ist Junggeselle und nach Feierabend schaute er immer Fernsehen. Jens war das alles egal. Hauptsache die beiden kamen auf der Arbeit miteinander zurecht, und das taten sie.
Jeder ging nach Feierabend seiner Wege. Jens ging zum Fußballtraining und das machte er aus Leidenschaft und Spaß. Er war ja auch noch jung, aber vielleicht schon zu Alt um Profifußballer zu werden. Obwohl ein Torwart meistens länger spielen konnte bis er in „ Rente“ ging. Für seine zwanzig Jahre war er jedoch schon sehr stabil und kräftig gebaut.
Das kam von den vielen Trainingseinheiten die er in dem Fitnessraum verbrachte.







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Er trainierte unheimlich gerne mit Gewichten, und das sah man auch. Mit 1,96 Meter Körpergröße hatte er genau die Ausmaße, die ein Torwart haben sollte. Und mit einem Gewicht von 95KG hat er Traummaße für einen Torhüter.
Nach ein paar Wochen hatte sich Jens sehr gut eingelebt in Osnabrück. Der VfL Osnabrück
Stand auf einem guten 8. Platz in der Tabelle. Und da hatte Jens einen guten Beitrag zu geleistet. Nach 6 Spieltagen haben sie 2 Spiele gewonnen, 2 Unentschieden und 2 verloren, also 8 PKT. Jens hat in sechs Spielen 8 Tore kassiert. Das ist noch   Verbesserungsfähig. Aber er ist ja auch noch sehr jung und die Abwehr hat auch noch Schwächen, so dass Jens nicht alle Treffer angelastet werden konnten. Einen richtigen groben Torwartfehler, wobei ihm ein Tor ganz alleine angelastet werden könnte, hat er noch nicht gemacht. Also ein ganz guter Saisonbeginn für den jungen Torhüter.
Nach dem 6. Spiel hatte Jens Julia versprochen mit ihr und Nils in den Zoo zu gehen.
Als er nach Hause kam warteten die  beiden schon auf Jens. Jens packte Nils in den Kindersitz ins Auto und Julia setzte sich nach hinten neben ihren Sohn. Jens fuhr mit den beiden zum Osnabrücker Zoo. Dort angekommen setzte er Nils in den Kinderwagen. Er
kaufte sich zwei Eintrittskarten und Julia und Jens gingen in den Zoo hinein.
Julia schob den Kinderwagen und Jens ging stolz neben dem Kinderwagen her. Es war ein wunderschöner Sonntag mit viel Sonne. Nils schien es ganz gut zu gehen und Jens nahm ihn aus dem Kinderwagen heraus und zeigte ihm ein paar Tiere im Zoo,  besonders angetan war er von den Erdmännchen. Als Nils diese putzigen kleinen Kerle sah, fing er sofort an zu lächeln. Auch Jens und Julia mussten lächeln. „ Unser Nils hat einen guten Geschmack, ich finde die Erdmännchen auch ganz putzig,“ sagte Julia zu ihrem Jens und gab ihm einen Kuss. „ Das will ich meinen, sagte Jens, schließlich habe ich ja auch einen guten Geschmack bewiesen als ich Dich kennen und lieben gelernt habe. Es ist schön hier im Zoo mit Euch beiden, Julia.“ „ Das finde ich auch, das sollten wir auf jeden fall noch einmal wiederholen.“ „In ein paar Wochen, vielleicht,“ sagte Jens zu Julia. „ Sehr gerne.“ Den ganzen Nachmittag
Schlenderten die beiden mit Nils im Kinderwagen durch den Zoo.
Zum Abendbrot sind die drei wieder in ihrem zu Hause. Julia und Jens lassen den Sonntag auf dem Sofa beim Fernsehgucken ausklingen. Die beiden gingen relativ früh ins Bett. Jens musste früh aufstehen, denn er musste wieder in die Arbeit. Um 9 Uhr fing seine Arbeitszeit an, und um 15.30 Uhr hatte er Feierabend. Denn um 16 Uhr jeden Tag fängt das Fußballtraining für ihn an.
So gehen die Wochen dahin. Doch etwas  muss sich geändert haben bei Jens. Er hielt nicht mehr so gut wie früher. Er machte Fehler, die auf seine Kappe gingen. Der Trainer war schon sauer und der Manager wollte ein Gespräch mit Jens führen.
Das Gespräch sollte sofort nach dem Training stattfinden. Der Manager wollte klare Worte finden, die er Jens sagen wollte.
















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„ Jens, komm herein. Setz dich.“ Jens nahm auf einem Stuhl am Bürotisch des Managers platz. „ Was ist eigentlich los mit Dir Jens. Du hast doch so gut gehalten die erste Zeit. Wenn du weiter so schlecht spielst müssen wir den Vertrag mit dir kündigen. So leid es mir tut, Jens. Hast du private Probleme oder sonst irgendetwas nicht in Ordnung?“ „ Nein, Herr Kramer. Es ist alles in Ordnung. Ich weiß auch nicht warum der eine oder andere Fehler unterläuft.“ „ Hast du den Kopf nicht frei, belastet dich irgendetwas? Ist egal was, du kannst es mir ruhig sagen, Jens.“ „ Nein, alles in Ordnung, Herr Kramer.“ „ Na ja, gut. Ich glaube das du mir nicht alles sagen willst. Das du irgendein Problem hast, aber wenn du mir nichts sagst, dann bleibt es dabei, wenn du nicht bald wieder besser hältst, dann müssen wir uns nach einem 
Jens erzählte seiner Julia nichts von dem Gespräch als er wieder zu Hause war. Auch sie hatte schon bemerkt, dass Jens anders war als sonst. Er war ruhiger als sonst. Sie hatte aber keine Ahnung warum, sie wollte ihn aber noch nicht danach fragen. Sie hoffte, dass er wieder „normaler“ wurde.
Eines Abends als Julia Jens zu fällig am Handy reden hörte auf ihrem Flur, bekam sie etwas mit. Sie hörte wie Jens sagte, ich mache nicht mehr mit, mir reicht es. Dann ging er wohl in die Küche und machte die Tür zu. Julia fragte sich mit wem Jens wohl sprach.
Jens blieb noch einige Zeit in der Küche, kam dann wieder ins Wohnzimmer und ließ sich nichts anmerken.
Bernd Fleischer schnappte sich Jens und sprach ebenfalls mit ihm. „ Jens, beim Training hältst du super und im Spiel unterlaufen dir  so viele Fehler. Wie kann das sein? Bist du nervös wegen den Zuschauern oder was ist es?“ „ Nein, ich weiß es nicht, Trainer. Ich bin topfit.  Ich kann es mir nicht erklären.“
Jens fuhr nach dem Training zu seinen Eltern. Er hatte sich schon länger nicht mehr zu Hause blicken lassen. Er aß zusammen mit seinen Eltern zum Abendbrot. Das hat er schon ewig nicht mehr gemacht. Jens fühlte sich richtig wohl zu Hause und er unterhielt sich viel mit seinen Eltern. Über alles wurde gesprochen, auch über Fußball. Während des Gesprächs kam heraus, das Jens sein Vater auch schon aufgefallen war, das Jens nicht mehr so gut hielt wie früher. Auch er fragte Jens ob irgendetwas los sei. Aber Jens verneinte. Er sagte noch selber das alles bestens sei. Dann wechselte er das Thema.
Sein Vater hatte das allerdings bemerkt, sagte aber nichts weiter in der Richtung.
Jens blieb noch bis 20 Uhr etwa und fuhr dann wieder zu seiner eigenen kleinen Familie nach Hause.

















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Julia machte ihm die Haustür auf. Sie hatte ihn schon die Einfahrt mit dem Auto hochfahren sehen. Sie küsste ihn und er hielt sie eine ganze Weile fest. „ Was hältst du davon, wenn wir morgen Abend essen gehen?“ „ Und was machen wir mit Nils?“ „ Wir bringen ihn zu meinen Eltern. Ich rufe sie sofort an. Bestimmt nehmen sie ihren Enkel gerne für zwei Stunden.“ „ O.K. Wenn Nils bei deinen Eltern bleiben kann, dann gerne.“
Am nächsten Abend gingen Jens und Julia in ein deutsches Restaurant in der Innenstadt von Osnabrück. Jens und Julia aßen nämlich für ihr Leben gerne Rumpsteak. Als sie in das Restaurant kommen, begrüßt sie der Besitzer sehr freundlich und zeigt ihnen einen Tisch der etwas an der Seite liegt in dem Restaurant. Genau was die beiden bevorzugen. Eine ruhige Ecke zum Essen. Sie setzten sich und bestellten beim Ober etwas zu trinken. Julia ein Wasser und Jens bestellte sich eine Cola. Während sie auf das Essen warteten, flirteten die beiden ein wenig miteinander. Es dauerte nicht lange, da kam das Essen. Julia hatte sich dann doch für Medaillons vom Schwein mit Kroketten und einen Salatteller bestellt, und Jens ein Rumpsteak mit Pfeffersauce und Pommes und ebenfalls einen Salatteller.
Den beiden schmeckte es unwahrscheinlich gut, und sie ließen sich so richtig Zeit beim Essen. Nach dem Hauptgang bestellten sich beide als  Nachtisch ein Cup Dänemark Vanilleeis mit Schokosauce mit Krokantsplitter. Ein Gedicht für beide. Nachdem sie bezahlt hatten gingen sie zufrieden aus dem Restaurant hinaus und fuhren direkt zu ihren Eltern und holten Nils ab und nachdem sie sich bei ihren Eltern bedankt hatten fuhren sie zusammen mit Nils direkt nach Hause. Nils schlief schon, als sie ihn wieder abgeholt hatten und wurde auch nicht bei der Autofahrt wach. Sie legten ihn in sein Kinderbett und er wurde immer noch nicht wach.
Am nächsten Morgen war Nils aber wieder putzmunter. Jens fuhr auf 9 Uhr wieder ins Büro.
Er erzählte seinem Kollegen das er in einem super Restaurant mit seiner Freundin war. Der Kollege kannte das Restaurant auch und er sagte, dass man dort wirklich gut essen konnte.
„ Ich war wie immer zu hause und habe das ganze Wochenende Fernsehen geguckt.“ „ Was kam denn in der glotze?“ „Sie haben „ E.T.“ gezeigt am Sonntagabend. Den kann ich immer wieder gucken.“ Na ja, dachte Jens, das ist wohl Geschmackssache.





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Die Spieler feierten ihren Torwart und alles war erst einmal wieder im Lot. Was ein Sieg so alles ausmacht. Auch die nächsten drei Spiele kassierte Jens nur ein Tor und Osnabrück bekamen die vollen 9 Punkte die man bei drei Spielen  erreichen konnte, gut geschrieben.
Aber den nächsten Spieltag verloren die Osnabrücker wieder und zwar gegen den zu der zeit Tabellenletzten Wacker Burghausen mit 2:0. Und Jens war wieder Schuld an den zwei Treffern. Die Schüsse von den Spielern von Burghausen waren haltbar.
Und wieder war die Torwartdiskussion im Gange. Jens musste sich eine ganz schöne Standpauke von dem Trainer und Manager von seinem Verein anhören. Er war froh, als er wieder zu Hause bei Freundin und Kind war. Sein Vater rief ihn an und fragte was denn wieder los gewesen war, das er so schlecht gehalten hatte. Aber Jens sagte nur, das man schon mal einen schlechten Tag haben könnte. Etwas später ging das Handy bei Jens und Julia wunderte sich, das Jens dabei aus dem Wohnzimmer ging. Sie hörte die Küchentür zufallen, und als Jens wieder in die Stube kam war er wie abwesend. Aber er hatte sich schnell wieder unter Kontrolle, und schäkerte mit Nils herum.
Aber gleich der nächste Samstag war wieder schlimm, Jens ließ einen Ball der haltbar war wieder ins Netz rollen. Dieses Mal war der Trainer fuchsteufelswild. Er sprach sehr laut mit Jens und sagte ihm, wenn das nächste Spiel ihm wieder ein Fehler unterlaufen würde, egal ob daraus ein Tor wird oder nicht, dann sitzt er ab dann auf der Bank und der Ersatztorwart spielt für ihn.
Die nächsten drei Spiele überzeugte Jens aber hundertprozentig und ließ kein Tor zu.
Alle waren wieder zufrieden, auch der Trainer. Es gab nur Lob von allen Seiten.
Als Jens wieder zu Hause war ging sein Handy wieder und dieses Mal lauschte Julia an der Küchentür. Sie hörte etwas, was sie beunruhigte und dieses mal rief sie ihren Schwiegervater an und erzählte was sie gehört hatte. Der Schwiegervater bedankte sich bei Julia und er wusste schon was zu tun war.  Er wartete das nächste Spiel ab und als Jens wieder einen Ball durchließ und Osnabrück wieder verlor mit 1:0, wusste er was er machen  musste.
Hermann Lange sprach mit dem Trainer von Osnabrück, mit Bernd Fleischer und als der sich alles angehört hatte rief er Jens an und lud ihn zu einem Gespräch ein.
Am nächsten Tag fuhr Jens zu seinem Trainer nach Hause und rechnete damit dass er ihm sagen wollte, das er nicht mehr im Tor spielen durfte. Der Trainer hatte ja schon so etwas angekündigt. Aber zu seiner Überraschung fing der Trainer ganz andere Töne an.
„ Jens ich kenne nun dein Problem. Julia hat mit deinem Vater gesprochen. Sie hat dich belauscht als du in der Küche telefoniert hast.
















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Nun erzähl einmal die ganze Wahrheit, Jens.“ Jens fing an zu reden und brach erst einmal in Tränen aus. Dann erzählte er dem Trainer, dass er erpresst wird. Seit Anfang der Saison bedrohte ihn ein Mann am Telefon. Er sagte, wenn ich nicht das täte was er verlangt würde er Nils entführen. „ Ich hatte so eine Angst, das ich immer, wenn er es verlangte extra Tore zu ließ, das Osnabrück verlor und keine Punkte kriegte. Er sagte er hatte hohe Summen darauf gewettet das Osnabrück verliert, und wenn ich nicht mit machte, er Nils etwas antun würde. Er drohte immer mit Entführung. Er sagte er würde alles beobachten. Und immer wenn ich mit ihnen sprach, Trainer, fragte der Erpresser mich auch ob Herr Fleischer mit Rausschmiss gedroht hätte. Und als sie mir sagten dass ich demnächst auf der Bank sitzen würde, wenn ich nicht besser halten würde, dann sagte der Erpresser mir ich solle wieder normal spielen und meine normale Leistung bringen. Jetzt können sie vielleicht verstehen, dass ich mal gut und mal schlecht gehalten habe.“ „ Jetzt geht mir ein Licht auf, Jens. Pass auf. Ich schlage folgendes vor. Wenn du einverstanden bist sagst du dem Erpresser dass du nicht mehr mitmachst. Du hältst so gut du kannst und wir schalten die Polizei ein.“
Der Erpresser meldete sich noch mehrmals. Aber Jens sagte ihm, dass er sich nicht mehr erpressen lassen würde. Die nächsten spiele gewannen die Osnabrücker immer. Obwohl der Erpresser von Jens verlangt hatte, das er wieder Tore verschulden sollte.
Eines Abends, als Julia mit Nils spazieren ging lief auf einmal ein Mann auf den Kinderwagen zu und schnappte sich diesen. Julia schrie und bevor der Mann mit Nils abhauen konnte, brachten Kripobeamte den Mann zu fall und einer der Polizisten griff nach dem Kinderwagen damit Nils nichts passieren konnte. Die Polizei hatte die Wohnung von Jens und Julia beobachtet, denn sie hatten mit der Entführung schon gerechnet. Jens und Julia bedankten sich bei der Polizei. Nach ein paar Wochen war alles wieder in Ordnung. Jens konnte ohne Druck Fußball spielen und  der Osnabrück hatte einen eins A Torhüter.
Der Erpresser von Jens gab bei der Polizei alles zu. Als Grund für die Erpressung nannte er Geldsorgen.  Er hatte hohe Summen gesetzt auf die Spiele von Osnabrück und durch die Erpressung auch gewonnen. Aber nun wird er sehr lange im Gefängnis sitzen.
Jens spielte eine super Saison zu Ende und schaffte den Klassenerhalt mit seiner Mannschaft
in Osnabrück. Und er wurde von den Fans zum besten Spieler von Osnabrück gewählt.
Jens war wieder ganz der Alte und war überglücklich mit seiner Julia und Nils.
 
Als er nachmittags um  16 Uhr beim Training war merkte er, dass der eine oder andere sauer waren. Die Spieler waren sauer auf Jens, das er so viele leichte Fehler machte.
Am Samstag mussten die Osnabrücker zu Hause gegen RW Erfurt spielen. Das Spiel ging 3:0 für Osnabrück aus. Jens hatte zwei Glanzparaden gezeigt, er hatte einfach das ganze Spiel lang super gehalten.
 

Samstag, 30. Juni 2018

Holgers Traum ( Alaska )









                                                 Holgers Traum

Holger Wolf war es satt, jeden Tag zu Hause alleine, keine Arbeit. Wie oft ist er schon umgezogen, aber nirgendwo fühlte er sich richtig wohl, oder daheim. Er war reif für die Insel so zu sagen. Er spielte schon lange mit dem Gedanken Deutschland zu verlassen. Sein großer Traum war es einmal mit einem Hundeschlitten durch Alaska zu reisen. Hunde mochte er schon immer und am besten gefielen ihm Huskys. Seit ein paar Jahren besaß er einen eigenen Husky. Er kümmerte sich liebevoll um seinen Hund. Vor allem sah er zu, dass er genügend Auslauf hatte. Holger ging selber gerne spazieren oder joggen und immer hatte er seinen Hund dabei. Den Winter mögen Holger und sein Hund besonders gerne. Ihm gefiel es, wenn alles weiß zugedeckt war auf dem Boden, die Bäume im Wald alle mit der weißen Pulverschicht zugeschneit waren. Für Holger konnte es das ganze Jahr Schnee liegen. Die Kälte machte ihm nichts aus. Den Sommer fand er langweilig. Wenn es Herbst wurde dann blühte er richtig auf, um dann im Winter auf Hochtouren zu sein. Schneewanderungen mit seinem Hund Asta waren für ihn ein Vergnügen ganz besonderer Art. Dann konnte es schon einmal sein, dass er ein oder zwei Stunden unterwegs war mit Asta.
Holger ist ein typischer Einzelgänger, er kannte zwar viele Leute durch seine Ausflüge mit Asta, aber er hatte keinen Freund oder so etwas. Ihn störte dass auch nicht, manchmal war er sogar gerne alleine unterwegs. Nur sein Husky, der war immer dabei. Sein Ein und Alles. Holger hatte schon einige Male in den vielen Stunden, die er alleine zu Hause war, darüber nachgedacht und auch schon sich Gedanken gemacht, ja sogar durchgespielt wie es wohl wäre in Alaska. In diesem weitem, weißen Land. Und die Gedanken waren sehr positiv, wenn er sich überlegte, wie schön es sein könnte mit ein paar Huskys und einem Hundeschlitten über den schneebedeckten Boden zu gleiten. Er ist ein richtiger Naturbursche.
Als er noch gearbeitet hatte, hat er sich eine ganze Menge Geld zusammen gespart.
Alles für seinen Traum Alaska und alles was dazu gehörte. Das Geld würde reichen sich noch ein paar Huskys zu kaufen und den Hundeschlitten. Er wollte erst einmal durch das Land reisen und vielleicht irgendwann ein Holzhaus dort bauen, um von da aus seine Touren mit den Hunden zu machen.
Aber er hatte auch viele Zweifel, ob alles klappen würde, aber er dachte sich, dass ein bisschen Risiko zum Leben dazu gehörte. Wer nicht wagt der nicht gewinnt. Was hatte er schon zu verlieren. Er hatte hier in Deutschland nichts was ihn halten konnte. Er hatte keine Eltern, keine Tanten keine Onkel, er hatte keine eigenen Kinder.

















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Von seiner Verwandtschaft lebte niemand mehr. Er Hatte keine Geschwister. Nichts war da was ihn unbedingt an Deutschland binden konnte. Er war nun 45 Jahre alt, er wusste, wenn nicht jetzt, dann ist es vielleicht zu spät. Jetzt war er noch in einem Alter, wo es sich lohnte noch etwas Neues im Leben zu beginnen. Er war sehr sportlich und schlank, ja fast schon durchtrainiert. Er fühlte sich stark und hatte auch Mut so ein Abenteuer einzugehen. Eigentlich stand schon fest für ihn, dass er nach Alaska gehen wird, nur wann, dass hatte er noch nicht festgelegt. Dann dachte er auf einmal: „ Worauf warte ich eigentlich?“ Und er beschloss noch in diesem Jahr auszuwandern. Er der Jahrgang 1968 ist, wollte er im Winter 2013 auswandern. Ein großer Schritt für ihn. Aber er wusste auch, dass noch einiges auf ihn zukommt. Er musste erst einmal einen Antrag stellen in Alaska, ob er überhaupt einwandern durfte. Und gleichzeitig wollte er einen Auswanderungsantrag in Deutschland bei der Behörde stellen. Aber diese zwei Sachen wollte er als erstes in Angriff nehmen. Wenn diese Anträge durch sind, dann kann er sich um alles andere kümmern.
Sein Haus, das er von den Eltern geerbt hatte, wollte er verkaufen. Aber bevor die Formalitäten nicht gemacht wurden, brauchte er erst gar nichts anderes beginnen. Denn als Erstes musste er wissen, ob er einwandern durfte. Wenn da keine positive Antwort bei ihm einging, brauchte er gar nicht weitermachen, und dann wäre der Traum schon ganz am Anfang geplatzt.
Um seinen Traum verwirklichen zu können, brauchte er erst einmal sehr viel Geduld, denn es konnte dauern bis die Einwanderungsbehörde sich meldete. Aber geduldig, das ist Holger. Und wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann zog er dass auch durch und diesen Schritt hatte er sich schon länger überlegt, doch jetzt, sobald es ging sollte es auch in die tat umgesetzt werden. Er hatte sich schon innerlich darauf vorbereitet, an ihm sollte es nicht scheitern. Den Verkauf seines Wohnhauses hat er einem Makler anvertraut. Da hatte er keine Ahnung von. Aber mit Hunden kannte er sich ganz gut aus und speziell mit Huskys. Als Vorbereitung auf Alaska kaufte er sich ein Buch über das Land und den Menschen, die dort wohnten. Er wollte nicht in ein Land, das er nur vom Weltatlas kannte, einwandern. Besonders freute er sich auf den Schnee, auf die Kälte und das herum reisen mit einem Hundeschlitten, bestückt vielleicht mit sechs Huskys, Asta mit inbegriffen. Ein  Buch über Hundeschlitten und den Umgang mit den Hunden wollte er sich auch noch beschaffen. Er hatte ja jetzt genug Zeit, bis die Bestätigung von der Behörde kam. Trotzdem wusste er, dass es auch ein kleines Abenteuer war, was er da geplant hat. Aber er mochte auch Abenteuer. Also auch kein Problem für ihn.

















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Sein Abenteuer hieß Alaska, der nördlichste Staat der USA, mit ca. 683 000 Einwohnern. 16 % der Einwohner sind Eskimos und Indianer. Die Hauptstadt Alaska heißt Juneau. Alaska hat eine eingeschlossene Hochfläche ( Yukon), die meistens bewaldet ist und wo es viel Wild gibt. Die Hochfläche ist von vergletscherten Kettengebirgszügen umgeben. Der höchste Berg ist der Mount McKinley mit 6193 Metern. All das hatte Holger aus einem Buch erfahren, was er sich gekauft hat, von dem er schon die ersten paar Seiten gelesen hatte. Es hörte sich tatsächlich wie ein Abenteuer an, aber ein schönes Abenteuer.
Holger war richtig glücklich, wenn er an die Zeit denkt die vor ihm liegt. Auch Asta merkte dass irgendetwas mit seinem Herrchen passiert ist. Holger hatte richtig Vorfreude.
Jeden tag guckte er mit Spannung in den Briefkasten, ob schon etwas von Alaska dabei war. Er wartete auf die Einwanderungsbestätigung. Es wurde Herbst in Deutschland, drei Wochen
War der Antrag nun schon abgeschickt und noch keine Antwort. Holger Wolf bereitete sich aber schon vor, für das große Abenteuer Alaska. Er trainierte jeden Tag mit seinem Husky, er war viel draußen mit Asta. Asta war nun drei Jahre alt. Ein schöner, junger Hund, den er da hatte. Am liebsten gefielen Holger die eisblauen Augen von Asta. Aber insgesamt gesehen fand Holger seinen Hund einfach toll. Auch sein Hund war durchtrainiert, durch die vielen Spaziergänge, die er mit seinem Herrchen immer machte. Und die vielen Waldläufe. Jeden tag gingen die beiden in die Natur, um sich so richtig auszutoben. Stöckchen holen, ins Wasser springen, Hindernisse überwinden. Das alles machten die beiden gemeinsam. Und Holger machte das auch sehr gerne. Aber die beiden mussten sich auch vorbereiten auf das Land, dass sie beide Holger und Asta nicht so richtig kannten. Ja gar nicht kannten. Holger konnte sich ein wenig vorbereiten durch das Buch indem er gerade las. Aber wie waren die Menschen wirklich. Das konnte Holger wahrscheinlich erst dann erfahren, wenn er in Alaska war. Holger der wirklich sportlich schon aussah, nahm in der Zeit, in denen er auf die Einreise wartete, fast 8 Kilogramm bis jetzt ab. Er legte sich aber auch richtig ins Zeug und Zeit, die hatte er sowieso genug. Er konnte nicht viel machen, bis die Bestätigung bei ihm einging. Allerdings konnte er sich schon einmal umhören, wo er noch fünf weitere Huskys kaufen konnte. Als erstes versuchte er es bei dem Huskyzüchter, bei dem er schon Asta gekauft hatte. Die Hunde sollten ungefähr das Alter von Asta haben. So ca. 3 Jahre alt. „ Hallo, Herr Atlas, wie geht es ihnen?“ „ Mir geht es gut. Und ihnen Herr Wolf?“ „ Mir geht es auch gut. Weswegen ich hier bin, Herr Atlas. Ich möchte bei ihnen fünf Huskys kaufen. Wenn es geht sollen die Hunde im Alter von 2 – 4 Jahre sein. Nicht älter.“ „ Gleich fünf Huskys. Was haben sie vor? Wollen sie Hundeschlittenrennen fahren.“







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„ Mehr noch, ich möchte nach Alaska auswandern.“ „ Was das wollen sie sich trauen? Haben sie keine Angst davor?“ „ Nein. Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt auszuwandern. Ich habe keine Angst.“ „ Also ich hätte Angst, Herr Wolf. Alles hier stehen und liegen zu lassen, das könnte ich nicht.“ „ Es ist halt ein Abenteuer, aber ich lasse mich gerne darauf ein. Es ist halt ein Kindheitstraum für mich, und der wird sich hoffentlich bald erfüllen.“ „ Sie haben ja Mut, Herr Wolf. Aber sie haben Glück, ich habe noch genug Huskys die zwischen 2 und 4 Jahre alt sind.“ „ Das ist ja super. Ich freue mich, Herr Atlas. Kann ich mir die Tiere schon einmal ansehen?“ Herr Atlas zeigte Herrn Wolf die fünf Huskys, die nicht in einen Käfig, sondern in einer eingezäunten Wiese hinter dem Haus herumtollten. „ So stell ich mir das vor. Glückliche Hunde, die nicht in einem engen Käfig behaust sind, sondern fast in der Freiheit. Hier haben sie genug Auslauf. So muss dass sein.“ Und wie gefallen ihnen die Huskys?“ „ Sehr gut. Sehen alle gesund aus und kräftig dazu. Ich glaube wir kommen ins Geschäft, das sind wirklich schöne Tiere. Und ich kann mir die fünf Huskys selber aussuchen?“ „ Aber selbstverständlich. Die Hunde sind ja dann in Alaska ihre ständigen Begleiter. Lassen sie sich ruhig Zeit bei der Auswahl der Hunde. So ein Tier muss mit dem Menschen auch gut zusammen passen. Am Besten sie gehen in das Gehege und beschnuppern erst einmal die Hunde ein wenig. Sie werden merken, welche zu ihnen passen. Hören sie auf ihr Herz, dass ist in allen Lebenslagen sehr wichtig. Hunde haben  auch ein gutes Gespür dafür, ob ein Mensch es gut mit ihnen meint oder nicht.“
Holger Wolf geht auf die Wiese wo alle Hunde waren, und er ging auf einen zu, streichelte den Hund auf den Rücken, und griff vorsichtig ins Gesicht.
Der Hund knurrte nicht, er war nicht nervös. Er freute sich und wedelte mit dem Schwanz. Holger war auch sehr erfreut über dieses schöne Tier. „ Wie heißt der Hund?“ „ Kira. Eine schöne Hündin. Da haben sie eine gute Wahl getroffen.“ „ Ja, ich glaube Kira möchte ich kaufen. Sie gefiel mir schon, als ich sie vorhin das erste Mal sah. Können die Hunde, die ich einmal später bei ihnen kaufen werde, so lange hier bei ihnen bleiben bis ich die Ausreise antrete? Dann hole ich mir die Hunde kurzfristig.“ „ Natürlich können die Hunde solange hier bleiben. Sie haben ja auch kein Platz in ihrem Haus. Das verstehe ich doch. Wie wollen sie denn die Tiere mit rüber nach Alaska nehmen?“ „ Entweder mit einem Schiff zur USA rüber und den Rest mit dem Auto, oder mit dem Flugzeug.“ „ Das geht schon?“ „ Ich hoffe es Mal. Bis es so weit ist, findet sich schon eine Lösung.“ „ Dann kommt aber noch viel auf sie zu, Herr Wolf.“ „Ja, jetzt möchte ich mir erst einmal die vier weiteren Hunde ansehen, für die ich mich entscheide. Wo sind denn die Hunde, die für mich in Betracht kommen?“
















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„ Ich zeige sie ihnen, dann können sie ihre Auswahl treffen.“ Etwa eine halbe Stunde blieb Holger Wolf bei dem Huskyzüchter und schließlich fand er vier weitere Hunde, die er später mit nach Alaska nehmen wollte. „ Also Herr Wolf, jetzt erzähle ich ihnen erst einmal wie die Tiere im einzelnen heißen, die sie sich ausgesucht haben. Kira war ja ihre erste Wahl, dann haben wir noch Senta, Zora, Lala und last but not least, Zoro. Sie haben einen Rüden der Zoro heißt, und vier Huskyhündinnen. Mit ihrem Asta dabei, haben sie dann zwei Rüden unter ihren sechs Hunden.“ „ Könnte das ein Problem werden mit den zwei Rüden, Herr Atlas?“ „ Nein, Das glaube ich nicht. Die Hunde sind alle sterilisiert, so dass keine Rangelei oder es irgendetwas anderes entstehen könnte.“ „ Gut zu wissen, Herr Atlas.“ Holger, der Asta mitgebracht hatte, zu Herrn Atlas, freute sich, dass auch Asta sich über die anderen Hunde freute, denn er wedelte die ganze Zeit schon mit der Rute. Als sich Holger Wolf und Asta von Herrn Atlas verabschiedet hatten, fuhren sie wieder nach Hause.
Holger freute sich, dass er mit Herrn Atlas so gut zu Recht gekommen ist und war froh, dass er sich schon die Tiere ausgesucht hatte, die er mit nach Alaska mitnehmen wollte.
Es sind wirklich schöne Tiere und das wichtigste ist, dass sie alle gesund sind.
Für Herrn Wolf ist das wirklich wichtig, dass er gesunde Hunde kriegt. Immerhin sollten die Hunde ihn ein kleines Stückchen seines Lebensweges begleiten. Die Hunde würden so etwas wie seine kleine Familie sein. Er würde ja mit den Hunden die meiste Zeit alleine sein. Dann musste das Gespann gut zusammen arbeiten. Holger musste sich mit den Hunden einfach verstehen. Die Chemie musste einfach stimmen zwischen Hund und Mensch. Und Holger war sich sicher, dass die Chemie stimmte. Die Hunde hatten es auch richtig gut bei Herrn Atlas.
Das war ein Glücksfall für die Hunde. Darum brauchte sich Holger nicht mehr kümmern, die Hunde waren in guten Händen bei Atlas. Das wichtigste ist wohl, dass die Hunde alle gesund bleiben. Und Herr Atlas hatte Holger versprochen, dass er mit den Hunden auch etwas trainiert, damit sie in Form bleiben.
3 Monate später, als er mit Asta von einem Spaziergang  zurück kommt und in den Briefkasten guckt findet er einen Brief von Alaska da drin. Langsam macht er den Brief in der Küche auf  In dem Brief stand dass es möglich sei von Deutschland nach Alaska auszureisen, aber er müsste einer Arbeit nachgehen, wenn er in Alaska sei. Zum Beispiel als Waldarbeiter.
Holger hatte einen Bekannten in Alaska, den er vor ein paar Jahren auf der Arbeit kennen gelernt hatte und er war mit ihm noch im schriftlichen Kontakt. Er wollte ihm schreiben und ihn fragen, ob er eine Arbeit für ihn hat. John Miller, so heißt der Bekannte aus Alaska, würde ihm sicher bald zurück schreiben.
















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Er wird Holger bestimmt einen Arbeitsplatz beschaffen, und wenn es nur per forma sei, denn schließlich will Holger ja durch Alaska mit dem Schlitten fahren. Wenn es nicht anders ging, dann will er gerne einen Arbeitgeber angeben, aber zum Arbeiten will er nicht nach Alaska er möchte was erleben in der Natur. Er möchte ein Abenteuer in Alaska mit seinen Hunden. Holger musste nun wieder warten, auf den Brief von seinem Bekannten, John Miller. Aber es kam nicht so genau darauf an, wie lange es dauerte. Hauptsache er konnte dieses Jahr noch nach Alaska auswandern. Er überlegte ob er sich noch einmal durchchecken lassen sollte bei seinem Hausarzt, bevor er nach Alaska ging.
Einen Tag später saß er in dem Wartezimmer von seinem Hausarzt. Noch ein Patient war vor ihm dran, dann würde er aufgerufen und konnte ins Sprechzimmer zu seinem Hausarzt hinein gehen. „ Herr Wolf, bitte“, sagte die Sprechstundenhilfe. Holger ging ins Zimmer vom Arzt. „ Setzen sie sich, Herr Wolf. Was kann ich für sie tun?“ „ Also es ist so, Herr Doktor. Ich möchte auswandern aus Deutschland. Und wenn es geht noch dieses Jahr. Und ich möchte mit meinen Huskys und einem Hundeschlitten eine ganze Zeit durch Alaska fahren. Ich möchte mich der Natur stellen. Und deswegen möchte ich mich bei ihnen gesundheitlich durchchecken lassen. Ich möchte von ihnen wissen, wenn sie mich untersucht haben, ob ich dafür geeignet bin für so ein Abenteuer. Wenn sie etwas feststellen oder sie meinen es ist zu schwer für mich, dann würde ich mir ihre Argumente dafür anhören und wenn ich nicht gesund sein sollte würde ich mich beugen und alles wieder abblasen.“ „ Das sind klare Worte, Herr Wolf. Ich checke sie natürlich durch, wenn sie wollen. Aber wenn dann auf Herz und Nieren, wie man so schön sagt. Aber sie müssten einige Untersuchungen über sich ergehen lassen.“ Der Arzt nahm Holger Blut ab, er musste ein EKG, ein Belastungs-EKG, EEG machen und er wurde auf Krebs und Diabetes untersucht. „ Herr Wolf, nun haben wir schon viele Untersuchungen gemacht, aber bis wir alle Ergebnisse haben, dass dauert noch zwei Tage. Wenn sie in drei Tagen wieder kommen, dann besprechen wir die Ergebnisse der Untersuchungen. Ist das in Ordnung?“ „ Das hört sich gut an Doktor.“ Holger Wolf ist froh, dass er zum Arzt gegangen ist, denn wenn es ihm auch gut ging, es konnte immer mal eine Krankheit versteckt sitzen im Körper. Aber er hatte keine Angst vor den Ergebnissen, so wie es kommt so ist es. Als er nach drei Tagen wieder im Sprechzimmer beim Arzt saß sagte der zu Holger: „ Sie sind gut in Form. Es sind keine Anzeichen für eine Krankheit vorhanden. Sie sind kerngesund, Herr Wolf. Also von ärztlicher Sicht steht ihrem Abenteuer in Alaska nichts im Weg. Ihre Psyche ist auch stabil. Sie müssen mir nur versprechen, dass sie gut auf sich aufpassen in Alaska.“
 



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„ Das will ich ihnen gern versprechen, Herr Doktor.“ Machen sie es gut. Vielleicht sehen wir uns ja doch noch einmal wieder, wenn nicht, wünsche ich ihnen alles Gute.“ „ Das wünsche ich ihnen auch, Herr Doktor.
Holger war überglücklich, dass er ganz gesund ist, und dass seine Hunde auch gesund sind, darüber freute er sich noch mehr. Denn er wollte mit seinen Hunden viele schöne Jahre in Alaska verbringen. Die Hunde würden am meisten leisten in Alaska, wenn sie den Hundeschlitten ziehen müssen. Auf dem schneebedeckten eingeschlossenen Hochfläche zwischen vergletscherten Kettengebirgszügen. Die Hochebene wird vom Yukon, der Fluss der sich durch die Landschaft Alaskas schlängelt, geprägt. Durch diese  Landschaft möchte Holger bald mit seinen Schlittenhunden fahren. Das Schlitten fahren musste er auch noch üben, aber das wollte er in Alaska machen, wenn er im Schnee stand, mit den Hunden und dem Schlitten. Das wird sich alles noch erlernen, dachte er sich. Sein Haus, das hatte er gerade durch seinen Wohnungsmakler verkauft. Er kriegte eine gute Summe für sein ehemaliges Zu Hause. Jedoch der Makler hatte mit dem zukünftigen Besitzer des Hauses ausgemacht, wie mit Holger besprochen, dass der Hausbesitzer Holger noch in dem Haus wohnen bleiben konnte, bis es nach Alaska für ihn ging. Die späteren Hauseigentümer von Holgers Haus waren damit einverstanden. Also alles in Ordnung, dachte sich Holger. In den nächsten Tagen machte er ein paar Behördengänge. Es sollte ja alles geregelt sein, wenn er Deutschland verließ. Er ging zum Einwohnermeldeamt und zum Arbeitsamt. Und bei der Post, seine Anschrift abmelden und das Telefon, das wollte er zu aller letzt machen. Seine Möbel würde er zu Hause lassen, denn die Käufer des Hauses haben  die Möbel mitgekauft. In Alaska brauchte er auch keine Möbel, denn er wollte ja schließlich immer unterwegs sein. Mit dem Hundeschlitten in Alaska, er und seine Huskys gegen die Natur, wer würde stärker sein. Er freute sich auf diese Herausforderung. Mit seinen 45 Jahren, die er auf seinem Buckel hatte, war er noch Abenteuerlustig. Er wollte nicht einfach so mal eine reise machen, nein er wollte alt werden in Alaska. Er wollte dort sterben, aber nicht so früh, er wollte schon ein stolzes Alter erreichen. Seinen Hunden wünschte er das gleiche, obwohl, wenn er wirklich sehr alt werden würde, dann könnten ihn seine Hunde nur ein paar Jahre begleiten. Wenn die Hunde eines Tages nicht mehr wären, dann weiß er auch noch nicht wie es weitergehen soll, aber das würde er auch noch sehen. Er hoffte zuerst einmal, dass sie ihn mehrere Jahre begleiten würden. Er wollte eine Herauforderung, heute stand er dazu und später würde er auch noch dazu stehen. Wenn er sich einmal etwas vorgenommen hatte, dann blieb er auch dabei.
















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Die Idee nach Alaska auszuwandern, ist ja nicht erst gestern gekommen, die hatte er ja schon viel länger.
Nach zwei weiteren Wochen bekam er endlich Post von seinem Bekannten John Miller. Der schrieb ihm unter anderem, dass er auf jeden Fall, bei ihm arbeiten konnte als Waldarbeiter. Weil John wusste, was Holger vorhat, schrieb er noch dazu: „ Es ist egal wie viele Tage du im Jahr fehlst bei der Arbeit, du hast so zu sagen Gleitzeit. Wenn du da bist, bist du da. Wenn nicht dann nicht. Ich bezahle dir nur die Tage, die du auch da bist auf der Arbeit. Aber Geld spielt für dich ja keine Rolle. Weil ich weiß, dass du den Highway von Dawson Creek( Kanada) bis nach Fairbanks(Alaska) fahren willst, sehen wir uns dort in meiner Firma. Bis dann, lieber Holger.“ Jetzt kam langsam aber sicher dass Ende in Deutschland für Holger Wolf. Aber erst musste er wieder warten. Er schrieb der Einwanderungsbehörde in Alaska, dass er bei John Miller in Fair Banks eine Stelle als Waldarbeiter hat, und nun doch gerne einreisen möchte, wenn dem nichts mehr im Wege steht. Seine Hunde würden bis nach Kanada mit dem Flugzeug transportiert werden und von Dawson Creek aus bis nach Fairbanks mit einem speziellen Tiertransporter gebracht werden. Er selber wollte auch bis Kanada fliegen und dann den Highway bis Fairbanks entlang fahren. Aber erst musste er wieder warten auf die Einreisebestätigung. Aber jetzt musste er, dass es nicht mehr lange dauern würde. Und tatsächlich zehn  Tage später, als er seinen Briefkasten leert, findet er einen Brief von der Einwanderungsbehörde aus Alaska. Sie schreiben:
                                                                                    Sehr geehrter Herr Wolf

Ihren Antrag auf Einwanderung in Alaska haben wir genehmigt. Sie haben die notwendigen Vorraussetzungen selber geschaffen. Ihr Arbeitgeber in Alaska wird John Miller in Fairbanks sein, bei dem sie als Waldarbeiter beschäftigt sein werden. Diese Bestätigung hat uns Herr Miller selber schriftlich bei uns eingesandt. Die Auswanderung aus Deutschland ist ebenfalls stattgegeben worden, und zwar durch die Auswanderungsbehörde, die uns die Auswanderung von ihnen selber schriftlich bei uns eingereicht hat.
Die Auswanderung erfolgt demnach 14 Tage nach Eingang dieses Briefes und nach dem Datum dieses Poststempels. Wir wünschen  eine gute Einreise und eine schöne Zeit in Alaska. 

                                      Nils Lewis

Unterschrift: Vertreter der Einwanderungsbehörde
















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Als Holger diesen Brief sah leuchteten seine Augen. Er war überglücklich, endlich konnte sein Abenteuer beginnen. Und es war eine Reise ins Ungewisse, natürlich hatte er auch große Zweifel ob es ihm immer gut gehen würde und seinen Huskys, aber er wollte diesen großen Schritt wagen, und in ein fremdes kaltes Land einreisen und sich den Naturgewalten und den Gefahren durch wilde Tiere stellen.
14 Tage nach Erhalt des Briefes startete Holger seinen Flug bis zum Flughafen in Kanada in Dawson Creek und dann mit dem Auto 2450 KM bis nach Fairbanks in Alaska. Als er in Dawson Creek landete stieg er in ein Auto um nach Fairbanks zu fahren. Eine Strecke, die dreimal so lang ist, wie die Strecke von Hamburg nach München. Die ersten Kilometer verliefen auch sehr gut. Aber nach vierzig Kilometer Fahrt passierte es. Holger hörte einen Knall und musste gegenlenken, weil der rechte Vorderreifen geplatzt war. Er Hatte noch Glück dabei, weil er den Wagen auf der Straße halten konnte. Sofort stieg Holger aus und holte das Reserverad unter der Bodenklappe vom Kofferraum heraus. Schnell hatte er die rechte vordere  Seite hochgebockt und nahm den kaputten Reifen von seinem Wagen ab. Er legte ihn unter die Klappe vom Kofferraum. Dann brachte er das Reserverad an dem Wagen an. Nachdem die Schrauben alle angezogen waren und das Auto wieder runter gebockt war konnte er weiter fahren. Er hatte noch eine lange Strecke vor sich, so dass er mindestens noch eine Pause machen wollte. Auf der Hälfte der Strecke hielt er in einem kleinen Ort an und übernachtete dort. Er schlief sofort ein, müde von den Strapazen der Autofahrt und des Fluges und wachte erst den nächsten Tag wieder auf. Frisch ausgeschlafen ging er von seinem Zimmer aus in die Essecke des Restaurants und frühstückte erst einmal. Er aß zwei Brötchen mit Aprikosenmarmelade. Dazu trank er zwei Becher Kaffee. Er las etwas in der Zeitung, die auf dem Tisch lag, um später dann seine Übernachtung und das Frühstück bei den Wirtsleuten zu bezahlen. Gut gestärkt und mit neuem Elan fuhr er die zweite Hälfte der Strecke weiter. Als er dann wieder erschöpft nach der Autofahrt in Fairbanks ankam blieb er erst einmal im Auto sitzen. Die ganze Fahrt lang war er schon begeistert von der Landschaft. Als er sich ein bisschen erholt hatte, ging er zu allererst einmal nach seinen Hunden. Er wollte sich überzeugen, dass sie die Überfahrt bzw. Flug gut überstanden haben. Als er in die Tierhalle kam, wo die Hunde gehalten wurden, freuten sich Holger und auch die Hunde riesig über das Wiedersehen. Das Schwanzwedeln der Hunde signalisierte Holger, dass es ihnen gut ergangen ist. Er ging in die Halle und begrüßte jeden einzelnen Hund in dem er ihnen über das Fell streichelte. Er war froh, dass alles so gut geklappt hat mit der Anfahrt nach Alaska. Ein riesiger Stein ist ihm da vom Herzen gefallen.





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Nachdem Holger sich von seinen Hunden erst einmal verabschiedet hatte, ging er zu John Miller um sich anzumelden bei seiner Arbeitsstelle.
„ Guten Morgen John“, sagte Holger zu seinem alten Kollegen. „ Mensch Holger. Wie lange ist es he, dass wir uns das letzte Mal gesehen haben?“ „ Frag mich nicht. Jahre. Viel zu lange.“ „ So und du willst bei mir arbeiten, Holger“, sagte John mit einem zwinkernden Auge. „ Du weißt ja was ich vorhabe, ich hatte dir ja geschrieben.“ „ Alles klar, Holger. Du brauchst dich nur in der Arbeiterliste eintragen und dann kannst du dein Abenteuer antreten. Und wenn du mal wieder hier bist und willst wirklich bei mir arbeiten, auch kein Problem. Du bist bei mir als beschäftigter eingetragen und du kannst jeder Zeit bei mir arbeiten.“ „ Vielen Dank. John.“ „ Aber Holger weißt du auch genau worauf du dich da einlässt. Durch Alaska mit einem Hundeschlitten, wie früher. Und das ganz alleine. Willst du nicht einen erfahrenen Trackführer engagieren, der sich hier auskennt?“ „ Ja, vielleicht hast du Recht, John. Aber ich möchte es gerne alleine schaffen. Das ist für mich fast so wie eine Prüfung. Wie eine Herausforderung für mich. Es dauert ja auch noch ein bisschen bis ich losfahren will. Ich muss mich erst noch erkundigen, was ich alles brauche und muss diese Sachen ja auch erst einmal besorgen. Bevor ich losfahre komme ich bei dir noch einmal vorbei.“ „ Das ist gut, Holger. Dann weiß ich wenigstens wann du los bist.“ „ Jetzt muss ich aber erst einmal eine Unterkunft suchen für mich. Die Hunde können in der Halle bleiben bis es losgeht. Tschüß, John. Bis bald.“ „ Tschüß Holger. Wir sehen uns“
Holger ging noch einmal zurück und fragte John: „ Oder weißt du vielleicht wo ich eine Unterkunft hier finde. Es werden bestimmt nur zwei Wochen sein, dann möchte ich mit der Fahrt beginnen.“ „ Weißt du was Holger. Du kannst bei uns wohnen für zwei Wochen.“ „ Ja, wirklich. Das ist ja super, John.“ „ Komm her ich fahre dich eben zu uns nach Hause. Meine Frau rufe ich vorher an, und dann können wir los.“ John fuhr Holger bis vor die Haustür in der die Frau von John schon stand und auf Holger und John wartete. John stellte Holger  seine Frau vor und fuhr dann gleich wieder auf die Arbeit. Sie bat Holger herein und zeigte ihm sein Zimmer. Das reichte für zwei Wochen. Hauptsache ein Bett zum Schlafen, dachte Holger. Aber das Zimmer war auch sehr groß, und sogar mit einem Fernseher.  Für abends.
Aber Holger hatte ganz andere Sachen zu regeln. Als erstes wollte er sich einen Hundeschlitten kaufen. Das konnte er vor Ort erledigen. Martha, die Frau von John fuhr ihn in die Stadt zurück, wo Holger so einiges besorgen wollte.

















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Zuerst guckte er in eine Halle wo Hundeschlitten ausgestellt waren. In dieser Halle standen zehn verschiedene Modelle von Schlitten. Die Waldarbeiter benutzten diese Dinger viel um an ihre Arbeitstellen zu kommen. Und es gab hier viel Wald und auch viel Waldarbeiter. Gut dass er gleich diesen Laden gefunden hatte. Er schaute sich eine ganze Zeit die Schlitten an. Sechs Huskys hatte er, die er vor den Schlitten spannen konnte. Asta würde ganz vorne laufen. Er wird der erste Hund des Schlittens. Der Hund, der die anderen antreiben sollte. Der Schlitten sollte nicht zu schwer sein für die Hunde, aber auch nicht zu klein für ihn selber, denn schließlich musste er selber und viel Gepäck darauf passen. Er suchte sich schließlich einen mittelgroßen Hundeschlitten, für ihn groß genug und wie er meinte, für seine Hunde nicht zu schwer. Er wurde eine Menge Geld los, aber er fand dass er auch einen guten Schlitten gekauft hatte für dieses Geld.
Danach ging er in ein Zeuggeschäft wo es warme Sachen zu kaufen gab. Er kaufte sich eine braune, dicke Wildlederjacke, die mit einem Fell innen gefüttert war und mehrere dicke Pullover. Und eine Thermohose für ganz kalte Zeiten, die bald mit Sicherheit auf ihn zu kommen werden. An diesem November morgen hatten sie hier – 6°.Celsius.
Er kaufte sich so eine Art Campinggeschirr. Eine gusseiserne Pfanne, Blechtöpfe, Blechtassen und einige Thermoskannen, die für eine niedrige Temperatur draußen, gut geeignet waren und zum Beispiel Getränke oder Essen schön warm halten würden.
Als  er schon so drei Sunden in der Stadt war und alles besorgt hatte, rief er von einer Telefonzelle aus Martha an, damit sie ihn wieder abholen sollte. Martha kam nach wenigen Minuten zum vereinbarten Treffpunkt und sie fuhr Holger wieder zu sich nach Hause, wo er sich auf sein Zimmer zurück zog und wo er sich erst einmal auf sein Bett legte und dann auch schon bald einschlief.
Am nächsten morgen fuhr Martha, Holger noch einmal in die Stadt. Er wollte sich einen Thermoschlafsack kaufen, welcher viel Kälte abweisen konnte und im Innern eine angenehme Wärme erzeugte. Solch ein Schlafsack war speziell gefertigt und kostete dementsprechend viel. Außerdem kaufte er sich noch ein Zelt, welches ebenfalls hohe Kältegrade durch eine Thermoschicht abweisen konnte. Schließlich wollte er ja nicht erfrieren. Danach kaufte er sich noch ein paar Werkzeuge, die er meinte gut gebrauchen konnte für seine Reise durch die Wildnis. Er kaufte sich einen Fuchsschwanz, eine Axt, Petroleumlampen und Lampenöl, Feuerzeuge und Streichhölzer, ganz wichtig einen Dosenöffner und ein Fahrtenmesser. Und für alle Fälle musste er sich ein Jagdgewehr zulegen mit den passenden Patronen.


















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 Wenn es eben ging wollte er das Gewehr nicht benutzen, höchstens wenn er sich ein Tier schoss zum Braten über dem Feuer. So langsam, als er die ganzen Sachen einkaufte, merkte er nun doch auf was er sich da eingelassen hat. Aber ihm kamen keine Zweifel für sein Vorhaben. Er wollte es immer noch. Er wollte sich und seine Kraft messen mit der Natur.
Am nächsten  Tag kaufte er Unmengen von Lebensmitteln für sich und seine Hunde. Er hatte gleich zwei Einkaufswagen voll mit Dosen. Dosen für sich und auch Dosen mit Hundefutter. Getränke kaufte er keine. Nur Kaffe- und Teepackungen. Als er so weit alles eingekauft hatte für seine Reise in die Wildnis, verabschiedete er sich bei John und bei Johns Gattin Martha. „ Vielen Dank. Martha und John. Dann geht das Abenteuer jetzt wohl los. Mein Traum wird wahr.“ Das ist es was sich Holger immer gewünscht und erträumt hatte. Mit dem Hundschlitten durch Alaska. Wie lange das war ihm egal. Aber er wollte einmal quer durch Alaska fahren und vielleicht gefiel es ihm so gut, dass er lange in der Wildnis bleiben wollte. „ Hier, Holger. Ein Funkgerät. Das wollte ich dir noch mitgeben. Wenn du Mal in Gefahr sein solltest, oder du einfach aufgeben willst, oder wenn dich der Mut verlässt . Du kannst mich jederzeit anfunken. Ich werde am anderen Ende sein. Und wenn du wieder zurück bist vergiss nicht bei uns reinzuschauen. Du bist immer herzlich willkommen. Und wenn du mal einsam oder verzweifelt sein solltest, glaub mir wir denken jeden Tag an dich.“ „ Vielen Dank John. Du bist ein echter Freund.“ Holger nahm das Funkgerät von John entgegen und fuhr los mit seinen sechs Huskys an seinem Schlitten. Die Strassen in Fairbanks waren schon alle zugeschneit, so dass er ohne Probleme durch die Stadt fahren konnte. Einige Autofahrer guckten blöd, aber das störte Holger nicht im Geringsten.
Als er ca. zwei Stunden unterwegs war,  wurde es immer leerer, kaum noch Häuser und Menschen und zwanzig Minuten im freien Feld so zu sagen, da wusste er hier fängt sein Abenteuer an.
Überall lag Schnee, Holger schaute in den weißen Schnee und es sollte die bestimmende Farbe für die nächste Zeit bleiben. Seine Hunde zogen den Schlitten so gut, als ob sie das schon immer gemacht haben. Und schnell waren sie, noch. Es war der erste Tag in der Wildnis und Holger sah eine atemberaubende Landschaft. Hohe Berge und bis dahin aber weites Land. So weit man gucken konnte war eine flache weiße Platte zu sehen. Das mussten hunderte von Kilometern sein, die von hier aus zu sehen war. Holger merkte die Kälte ziemlich stark auf seinem Schlitten: Die Hunde liefen, die froren bestimmt nicht, dachte er. Aber anstrengend war es für die Hunde ganz bestimmt.





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Er wusste nicht genau wie weit seine Hunde den ersten Tag laufen konnten. Er dachte sich, dass er das merken würde wenn sie langsamer würden. Dann spätestens wollte er eine Pause einlegen. Es kam darauf an wie spät es dann sein würde. Aber erst einmal lief der Hundeschlitten sehr gut. Und Holger machte es richtigen Spaß. So hatte er sich das immer vorgestellt. Aber er war ja auch noch nicht lange unterwegs. Am Rande der weißen Landschaft war viel Wald zu sehen, wo bestimmt auch viele Tiere drin versteckt waren. Aber er hatte noch kein Tier gesehen auf seiner Strecke. Es war aber auch ein weites Schneefeld auf dem er fuhr. Er hatte natürlich einen Kompass dabei und für die Zeit und die Himmelsrichtung zu ermitteln reichte die Sonne am Himmel. Er musste nun so wie so mehr instinktiv machen. Er musste seine eigenen Instinkte wecken. Und er musste auf der Hut sein. Wenn eine Gefahr drohte wie zum Beispiel angriffslustige Wölfe, musste er hellwach sein. Es ging hier in der Wildnis um Leben und Tod. Die Natur war manchmal brutal hier. Und bei seinem Vorhaben wusste er ganz genau, er musste stark sein, sonst könnte es ihm selber an den Kragen gehen. Und er wollte nicht in der Wildnis umkommen, er wollte eines Tages wieder in Fairbanks ankommen und erzählen, was er alles erlebt hatte.
Der Schlitten mit Holger und seinen sechs Huskys, Asta vorne weg, machte viele Kilometer.
Holger fühlte sich noch fit und stark, so dass er eine Weile weiter fahren wollte. Immer wieder schaute er vom Schlitten aus auf die Huskys, die langsam anfingen müde zu werden. Es fehlte die Ausdauer, das Trainieren. Aber mit der Zeit würden sich die Hunde schon einlaufen. Aber nun als der Schlitten immer langsamer wurde hielt er den Schlitten an um eine kurze Rast einzulegen. Er hielt den Schlitten am Waldrand an, damit er und die Tiere etwas windgeschützt waren. Außerdem konnte er auch etwas Holz holen, um ein Feuer zu machen. Die Tiere hatten Durst und Hunger. Er machte ein Feuer an um Schnee zu schmelzen damit die Tiere erst einmal etwas Wasser zum Trinken hatten. Und er wollte sich einen Kaffee machen mit dem Wasser. Nachdem der Schnee über dem Feuer in einem Topf geschmolzen war, tat er den einen Teil Wasser in den Napf für die Huskys. Den Anderen, geringeren Teil des Wassers benutzte er um sich einen Kaffee zu machen. Er hatte sogar Dosenmilch und Zucker dabei. Und ihm tat der heiße Kaffee so richtig gut. Etwas warmes, das brauchte er nun gerade. Und er schaute sich um. Guckte am Horizont entlang der Berge und am Boden an den Flüssen entlang. Es war überwältigend, wie er fand. So ein weites weißes Land. Und nirgendwo eine Menschenseele anzutreffen.


















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Noch kam er sich nicht verlassen vor, oder einsam. Er war ja noch nicht lange unterwegs, aber das würde bestimmt noch kommen. Seine Huskys legten sich auf die Seite um sich auszuruhen. Er saß am Feuer und wärmte sich etwas auf. Nachdem sie sich etwas erholt hatten machte er das Feuer wieder aus. Er legte die Sachen, die er gebraucht hatte wieder beim Gepäck und als alle wieder startklar waren, ging die Fahrt, von Asta angeführt, weiter.
Es wurde stürmischer und Schneefall setzte ein. Es wurde kälter und der Boden ruppiger. Sie waren nun schon einige Kilometer wieder unterwegs. Die Hunde konnten das Tempo, was sie eingeschlagen hatten, halten. Aber der Schnee war ein Problem. Es war ein richtiger Schneesturm mit Sichtbehinderungen für die Hunde und Holger. Das Schneetreiben wurde so stark, dass Holger den Schlitten stoppen musste. Und abermals suchte er Schutz an einem Waldrand. Es schneite sich regelrecht ein. So dass er nach einer halben Stunde beschloss, wo er nun mit dem Schlitten stand auch zu übernachten. Es war sowieso schon etwas später und er wollte die Hunde für den nächsten Tag schonen. Er schlug sein Zelt auf, legte seinen Schlafsack hinein und kümmerte sich erst einmal um die Hunde. Es gelang ihm trotz des vielen Schneefalls und des scharfen Windes ein Feuer an zu machen. Denn nicht nur seine Hunde waren hungrig, sondern er auch. Zuerst aber brachte er etwas Schnee zum Schmelzen für die Hunde und für sich. Er wollte sich einen Tee aufbrühen. Schwarzen Tee. Den mochte er so gerne. Er machte die Hunde vom Schlitten los und kettete sie an. Alle ein bisschen auseinander, damit sie genug Freiraum hatten.
Holger machte sechs Dosen Hundefutter auf und jedes Tier bekam seinen Napf voll. Die Hunde hatten großen Hunger und auch Durst. Holger machte sich auch eine Dose auf. Erbseneintopf mit Würstchenstücke drin. Er schüttete den Inhalt der Dose in einen Topf, der über dem Feuer hing. Er tat ein bisschen Wasser dazu und rührte ab und zu um. Nach einer kurzen Zeit war der Eintopf warm und er konnte essen. Die Hunde hatten schnell alles aus dem Napf verputzt. Sie legten sich hin um auszuruhen. Holger legte sich in sein Zelt um etwas zu entspannen. Es dauerte nicht lange da war er eingeschlafen. Eine ganze Zeit schlief Holger so vor sich hin, bis er auf einmal durch plötzliches Hundegebell mit einem schrecken aufwachte. Sofort stand er auf lief aus dem Zelt und kriegte große Augen. Da waren fünf Wölfe um sein zelt herum und fletschten die Zähne. Holger kriegte mit der Angst zu tun, aber im nächsten Moment handelte er völlig richtig. Er nahm sich ein Stück Holz von der Feuerstelle und schlug mit dieser brennenden Keule in Richtung eines Wolfes.


















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Der zog sich sofort zurück. Doch der Alphawolf dieser Meute, ein großer schwarzer Wolf griff die Huskys an. Sofort lief Holger zu dem Unruhestifter und fackelte nicht lange. Er schlug nach dem  schwarzen Wolf und er traf ihn am Fell, das etwas zu brennen anfing. Der Wolf drehte sich ein paar Mal im Schnee und griff Holger nun an. Der schlug erneut mit seiner Fackel nach dem Wolf. Und er traf ihn erneut. Dieses Mal an der Pfote. Der schwarze Wolf heulte auf und lief erst einmal ein ganzes Stück zurück. Er wollte wohl noch einmal angreifen, aber er zog sich dann Gott sei dank zurück. Und die anderen Wölfe folgten ihm. Der Duft von der Erbsensuppe hatte sie wohl angelockt. Holger schaute sofort nach seinen Huskys, nachdem die Wölfe weg waren. Seine Huskys hatten von dem Angriff nichts abgekriegt, nur einen großen Schrecken, so wie er auch.
Die Wölfe waren sehr schnell weg, aber sie kommen bestimmt noch einmal wieder, dachte sich Holger. Er legte sich wieder ins Zelt, aber richtig schlafen konnte er nicht mehr. Ganz früh morgens stand er auf und beruhigte seine Tiere ein bisschen. Sie bekamen zu essen und zu trinken. Der Schneesturm hatte sich gelegt. Und er trank zwei große Tassen Kaffee. Er dachte auch noch über den nächtlichen Angriff der Wölfe nach. Gut dass er so schnell mit der brennenden Fackel sich zur Wehr gesetzt hatte. Sonst wären die Wölfe über sie hergefallen und Holgers Traum wäre schnell beendet gewesen.
Nachdem sie sich alle gestärkt hatten, die Huskys und auch Holger, ging die Reise weiter. Die Huskys waren sehr schnell. Und das alles ohne Training. Und ausdauernd waren sie auch schon ganz gut. Hoffentlich hielten die Knochen, denn der Boden war schon sehr hart. Aber die Hunde waren gesund und munter und Holger auch. Er hatte auch sehr warme Sachen an. Das brauchte er auch bei diesen Temperaturen. Es waren ungefähr 20 ° Minus. Aber Holger kam es noch kälter vor. Und es wehte ein scharfer Wind auf dem Schlitten. Die Hunde froren bestimmt auch, dachte er, aber die waren ja in Bewegung. So ging es mehrere Tage gut weiter. Sie kamen immer tiefer in die Wildnis. Sie hatten schon zahlreiche  Karibuherden gesehen auf ihrer Strecke. Elche, Polarfüchse und viele Vögel. Büffel und Schneeziegen, Rentiere und Erdhörnchen. Adler flogen durch die Lüfte. Pumas und Wölfe sahen sie bald jeden Tag.
Es wurde immer kälter jetzt im September. Es war fast den ganzen Tag dunkel. Die Braunbären und ihre Kollegen waren schon lange im Winterschlaf. Schon im Oktober haben sie sich zurückgezogen, zum Schlafen.





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Holger sah Wasserfälle die zwischen Felsgestein zur Eissäule erstarrt den Berg herunter hingen. Hohe Berge ringsherum, die oben am Gipfel, das ganze Jahr schneebedeckt waren. Schnee und Eis. 1000 Flüsse waren nun zugefroren. Auf dem Yukon der sich durch das ganze Land zog konnte man gut vorankommen.
Er sah nun Eisbären die über das Packeis gingen, denn das arktische Meer war über fast 50 Kilometer zugefroren. Die Temperaturen waren nun bis auf – 60° C auf dem Tiefstand. Der Winter dauert in Alaska 6 Monate lang. Holger hatte sich die schlimmste Jahreszeit in Alaska ausgesucht. Kraniche flogen nun in den Süden aus Alaska nach Mexiko. Als Holger die Kraniche beobachtete, sah er dass plötzlich alle landeten. Es war ein scharfer Wind aufgekommen und es war zu schneien angefangen. Die Kraniche konnten einfach nicht weiterfliegen, wegen der Sicht und dem Schnee. Sie saßen auf dem freien Feld und warteten, dass sie weiter fliegen konnten. Es waren viele Jungtiere dabei, die noch sehr schwach waren. Ein junger Kranich wurde von einem Seeadler überrascht. Der Seeadler aß den Kranich gleich an Ort und Stelle. Die anderen Kraniche sahen zu. So brutal war die Natur. Etwas später konnten die Kraniche weiterfliegen. Die flogen nun in höheren, wärmeren Luftschichten und schafften es da, den Flug fortzusetzen. Sie hatten es geschafft. Holger war sichtlich beeindruckt von diesem Schauspiel. Je mehr Holger nach Norden kam, desto kälter wurde es und das Land wurde rauer. Alaska erstarrte unter der Kälte. Über dem Wasser bildeten sich Eiskristalle. Sie sahen aus wie Blumen, Eisblumen eben. 50 Kilometer schaffte Holger nun jeden Tag über die zugefrorenen Flüsse und Seen mit den seinen Huskys. Huskys sind wahre Dauerläufer. Und in dieser Jahreszeit konnte man sich am besten über das Land bewegen mit den Schlittenhunden. Nun war die Zeit gekommen wo es sehr dunkel war. Es konnte sein, dass es 65 Tage kein Tageslicht gab. Holger fuhr immer weiter Richtung Norden. Quasi in den Winter hinein. An die Kälte hatte er sich schon etwas gewöhnt. Der schwarze Wolf verfolgte übrigens mit seinem Wolfsrudel, die ganze Zeit lang Holger und seinen Schlitten. Da schien der schwarze Wolf noch eine Rechnung mit Holger offen zu haben. Der schwarze Wolf konnte einfach nicht vergessen wer ihn angekokelt und verbrannt hatte am Rücken und an seiner Pfote. Aber das Rudel Wölfe verfolgte Holger nur. Der schwarze Wolf wartete wohl auf den richtigen Moment für seine Rache.
Es waren die ersten Tage im Dezember vergangen. Mitten im Winter kam Holger mit seinem Hundeschlitten gut voran. Der Schnee war sehr hoch. Es hat viel geschneit die letzte Zeit.



















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Immer wieder hörte Holger knacken und krachen. Die Geräusche kamen vom Meer, wenn neue Eisschollen vom Meer her an die feste Eisschicht ankamen und sich dort festsetzten.
Im Dezember sind die Nächte am längsten. Ab und zu abends hörte Holger Kojoten keifen und Wölfe heulen. Schneeeulen sah er im Waldrand sitzen. Holger kam bis jetzt mit seinen Vorräten gut aus und Hundefutter hatte er auch noch genug. Es war ein bisschen eintönig, das Fahren mit dem Schlitten, aber die Landschaft und die Tiere die er jeden Tag sah entschädigten alles. Es war ein Wintertraum, der für ihn in Erfüllung gegangen ist. So hatte er sich das vorgestellt. Und es war noch viel besser als in seinen Träumen. Es war atemberaubend schön in Alaska. Er hätte gar nicht gedacht, dass er einmal so ein Naturbursche werden würde, aber es machte ihm richtig Spaß. Er war jeden Tag in einem weißen Winterwunderland mit den vielen wilden Tieren und den wirklich besten Naturschauspielen. Er war begeistert. Und das tägliche Schlitten fahren gefiel ihm auch sehr.
Holger ist schon ein paar Monate mit dem Schlitten unterwegs. Es war schon Anfang Februar und in diesem Monat war der Tiefstand erreicht auf dem Thermometer. – 60° C.
Holger konnte beobachten auf seiner Fahrt, dass Eisbären nach Seehunden tauchten auf dem zugefrorenen Meer. Kleine Bären mussten gefüttert werden und auch die Elternbären wollten auch noch satt werden. Sie stemmten sich mit dem ganzen Gewicht auf das Eis mit beiden Vorderbeinen. Das wiederholten sie immer wieder, indem sie die Vorderbeine nach oben nahmen und dann mit Schwung nach unten mit den Beiden Vorderpfoten auf das Eis schlugen. Bis das Eis brach und sie tauchen konnten nach den Seehunden im Eiswasser. Klitschnass tauchten sie wieder auf und schüttelten sich das Wasser vom Pelz. Der Seehund wurde sich mit den Bärenkindern geteilt. So etwas hatte er nur schon einmal im Fernsehen gesehen, aber hier vielleicht ein paar Hundert Meter entfernt vom Geschehen. Das war ein richtiges Naturerlebnis und Spektakel. Er staunte was er alles erlebte auf seiner Reise.
Und er wusste jetzt schon, ob wohl es gefährlich und verrückt war, er würde es immer wieder tun. So gut gefiel ihm dieses Abenteuer.
Etwas fortgeschritten im Jahr, so Anfang März beobachtete er dann komische Lichter am Himmel. Grüne und blaue Lichtschimmer durchzogen den Nachthimmel. Das mussten die berühmten Nordlichter oder auch Polarlichter sein, auch Aurora genannt. Er hatte vor seiner Reise darüber gelesen in einem Buch. Es war ein wunderschönes Lichtspiel. Er war ganz begeistert davon. Er saß am Abend in seinem Zelt und beobachtete die Lichter am Himmel.


















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Und diese Vorboten des Frühlings, die Polarlichter, kündigten das Frühjahr an. Es wurde wieder heller und die Sonne brachte Wärme und es setzte so langsam Tauwetter ein. Auch die Menschen in Alaska warten auf den Frühling. Dann endlich im April ist es endlich soweit. Der Frühling ist da. Die Phase der Eisschmelze. Die Sonne belebt die Kraft Alaskas. Das Eis auf den Flüssen schmilzt. Das Moorschneehuhn legt sein Winterkleid ab. Die ersten Blumen blühen und die Bewohner Alaskas werden wieder aktiv. Holger hat sich eine Bleibe gesucht. In einer Trapperhütte lebt er nun. Den Winter haben er und seine Huskys überstanden.
Nun kommen auch die Bären aus ihrem Winterschlaf zurück. Junge Schwarzbären trauen sich aus dem Bau. Die Bären klettern die Bäume rauf und herunter. Man war so nah am Polarkreis hier, dass ein paar raue Winde den Winter schnell wieder zurück bringen könnte in Alaska. Seeotter schützen ihre Jungen vor der Kälte. Alaska hat viele fischreiche Gewässer. Holger schloss sich den Fischern an. Die Fischer, überhaupt die Menschen, warten auf die Schneeschmelze. Endlich ist es so weit. Die Fischer bereiten die Boote für die Fischsaison vor. Hier in dieser Ecke Alaskas wird viel Kabeljau gefischt. Bis zu 800 Meter tief werden die Leinen heruntergelassen. Danach können die Fischer nur warten. Holger war ganz gespannt auf die Ausbeute. Er hatte gehört, man könnte mit einem Fang viel verdienen. Aber was sah Holger auf einmal. „ Seht her da sind Wale.“ Holger hatte noch keine aus der Nähe in freier Natur gesehen. Auch diese Bilder kannte er nur aus dem Fernsehen. Es sah fantastisch aus, ja fast majestätisch aus, wenn man den Walen zusah. Die Fischer waren nicht begeistert. Holger verstand nicht warum. „ Die Wale klauen uns die ganzen Fische aus den Netzen. Das kennen wir schon. Sie haben unser Boot umzingelt und warten nur auf uns. Denn wenn wir die Netze einholen, werden die leer sein.“ Holger glaubte das nicht. Doch es war so. Als die Fischer die Netze einzogen waren diese leer. Die Wale bedienten sich an den vielen Fischen, die in den Netzen hangen. Für die Fischer blieb nichts übrig. Holger staunte nicht schlecht. „ Ach das passiert uns ab und zu. Die Wale sind in der Beziehung sehr schlau. Wir haben  keine Chance dagegen. Wir werden noch einmal heraus fahren müssen, am Besten Morgen gleich. Am nächsten Tag hatten die Fischer Glück. Als sie die Netze einzogen war kein Wal zu sehen. Und der Ertrag der Fische war sehr groß. Und Holger bekam seinen Lohn. „ Das hat sich aber gelohnt für mich, sagte Holger als er die Scheine in der hand hielt. Er bedankte sich bei den Fischern für die Kurzanstellung. „ Vielleicht mache ich nächstes Jahr wieder mit. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.“ Es war eine harte Arbeit, aber sie wurde auch gut bezahlt.
 
 



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Und ein paar Eimer Fische nahm er auch noch mit für seine Huskys und für sich selber. In seiner Trapperhütte, in der er lebte machte er sich einen köstlichen Fisch über der Feuerstelle warm. Gerade gefangen, frisch auf den Tisch. Der schmeckte ihm besonders gut. „ Hm, lecker.“ Und seine Huskys freuten sich auch über etwas Frisches. Und Fisch war eine Delikatesse für die Hunde. Sie schlemmten richtig, wenn man das bei Hunden sagen konnte. Und Holger schmeckte der Fisch so gut dass er alle zehn Finger nach dem Essen ableckte. Er hatte genug Fisch für eine Woche. Und er konnte sich auch noch welchen kaufen wenn er wollte mit dem Geld, was er auf dem Boot der Fischer verdient hatte. Er ließ es sich erst einmal gut gehen. Den ganzen Winter lang war er durch Alaska gereist mit seinen Huskys und seinem Schlitten. Nun wollte er sich und seine Hunde ausruhen lassen.
Die Tundra ist nun grün. Die Tage werden länger und der Boden wärmer. Gletscher bewegen sich langsam talwärts und das blaue Eis der Gletscher schmilzt. Aus Gletschern werden Bäche und daraus Ströme. Am Gletscherrand stürzen die Bäche talwärts. Viele Mineralien, die sich in den Gletschern befanden fließen nun ins Meer. Und diese Mineralien holen sich die Heringe. Ganze Fischschwärme von Heringen  tummeln sich im Wasser. Seelöwen und Delphine werden angelockt und fressen in Küstennähe die Heringe. Boote warten schon auf die Heringe Die Fischer verdienen sich mit 1000 Tonnen Heringsfisch an einem Tag ein ganzes Jahresgehalt. Millionen Dollar werden jedes Jahr mit den Heringen verdient. Aber an dem einen, bestimmten Tag müssen die Fischer da sein sonst ziehen die Heringe weiter. Sie kommen nur einen Moment durch das Gebiet wo die Fischer sind. Danach fressen die Buckelwale an anderer Stelle die Heringe. Holger machte auch dieses Geschäft mit den Heringen mit. Das Meer und das Land sorgen für die Menschen. Die Sonne hat den Winter vertrieben, es ist Sommer in Alaska  Tauwetter ist im Gange im ganzen Land. Die Flüsse werden aktiv. Holger ist glücklich. Er fühlt sich so frei. Der Zimtkolibri ist der erste Sonnenbote. Der Sommer beginnt in der südöstlichen Ecke Alaskas.
Winterliche Bergbewohner ziehen ins Tal hinunter in die Tundra. Große Bären, Grizzlybären.
Sie finden im Schlick Muscheln, davon kann ein Bär aber nicht allein von satt werden. Die Bären warten auf etwas ganz besonderes. Etwas was zu Alaska dazu gehört, wie Salz in der Suppe. Sie warten auf die Lachse. Und wenn die Lachse dann kommen dann gibt es kein Halten mehr für Mensch und Tieren. Fischer warten auf bis zu 1500 Booten auf die Lachse.
Pro Saison werden 30 Millionen Lachse gefangen.


















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Und auch Holger möchte ein paar Lachse für seine Hunde fischen. Was er aber nicht wusste, dass an der Stelle, wo er sich ein paar Lachse fangen wollte, viel Grizzlybären hinkamen. Und die waren auch hungrig. Als die ersten Bären kamen, wo Holger am Yukon stand dachten sie Holger wollte ihnen den Platz und damit auch ihren Fisch streitig machen. Ein Grizzly kam gefährlich auf ihn zu. Doch Holger bemerkte ihn früh genug und lief zwischen ein paar Bäume um sich vor einen Angriff von dem Grizzlybären zu schützen. Als er hinter den Bäumen stand machte sich der Grizzlybär hoch. Jetzt sah Holger die ganze Größe dieses Bären. Er ging lieber noch ein paar große schritte rückwärts. Der Riese von Bär sah wohl, dass Holger aufgab und ihm den Platz nicht mehr streitig machen wollte. Und er ging wieder nach unten mit seinem riesigen Körper. Holger hätte sich fast vor Angst in die Hose gemacht bei der Aktion. Er suchte sich eine andere Stelle um für die Huskys und für sich ein paar Lachse zu fangen. Er kriegte auch einen Eimer voll. Den brachte er erst einmal in seine Trapperhütte.
Er brachte jedem Husky zwei große Lachse. Die ließen sich den Fisch schmecken und putzten alles weg. Und Holger machte sich eine Fischsuppe als Vorspeise. Dann brät er sich ein großes Stück Lachs in der Pfanne. Und den aß er dann mit frischem Brot mit Butter darauf. Es schmeckte einfach köstlich. Und die Reste von dem Lachs aß er abends kalt, noch Mal auf Brot. Abends ging Holger meist noch etwas spazieren. Da konnte er auch viele Tiere beobachten. Von Anfang Mai bis Ende August ging nun die Sonne nicht mehr unter. Er sah Schneeeulen brüten hier in der Tundra. Lemminge sah er auch hier herumlaufen. Und er sah dass die Schneeeulen die Lemminge für ihre jungen Eulen erbeuteten. Die Temperaturen konnten nun bis zu + 30 ° C ansteigen. Die Karibuherden kehrten nun zurück in die Tundra.
Die Tundra war ein baumloses Land. Es waren sehr viele Karibus auf Wanderschaft das ganze Jahr über. Es gibt 750 000 Karibus, mehr als Menschen in Alaska. Holger fand das gut. Er war gerne für sich allein und in der Natur. Beides war für ihn eine perfekte Symbiose. Er liebte Tiere wie auch die Natur. Und hier waren für ihn alle Tiere frei. Die Wildnis, entweder man mochte sie, oder man konnte sich überhaupt nicht damit arrangieren Für Holger stimmte hier einfach so viel für ihn. Er war verliebt in diese Weiten, in diese vielen Wunder der Natur.
Hier gab es kein Luxus oder Kaufhäuser, wo man Shopen gehen konnte. Nicht so viele Menschen. Man war hier auf sich ganz allein gestellt. Man musste sich mit der Natur im Einklang befinden Entweder man ging in ihr auf oder man ging in ihr unter.



















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 Und Holger ging in ihr auf. Er liebte dieses Land schon jetzt mehr in dem halben Jahr, als Deutschland in der ganzen anderen Zeit. Er war sich nun sicher, dass er das richtige getan hat und nach Alaska ausgewandert ist.
Im Herzen Alaskas brechen immer wieder Brände aus im Sommer. Es gab extra bei der Feuerwehr Feuerspringer. Es waren Feuerwehrleute aus ganz USA die die Brände wieder löschten. Nach den Bränden kommt wieder neues Leben auf dem verbrannten Boden. Die Sonne sinkt nun wieder tiefer an. Es war nun Ende August. 100 Tage Sonne lag nun zurück.
Im Oktober ziehen sich die Bären wieder zurück zum Winterschlaf. Nun haben auch die Elche ihre Zeit. Die Brunft beginnt bei den Elchen. Sie dauert 2 Wochen an.
Im Winter leben die Menschen von den Fischen ( Lachse etc.), die sie im Sommer gefangen haben. Aber bevor der Winter wieder richtig zurückkam, fuhr Holger zu John und Martha nach Fairbanks. Die Freude war groß, als Holger vor der Tür von Martha und John stand. Sie nahmen sich in den Arm und Holger blieb zwei Nächte. Er hatte ja auch viel zu erzählen. Viel hatte er gesehen und erlebt. Es war wie im Traum, sagte Holger immer wieder. Nur das mein Traum Wirklichkeit geworden ist. Als Holger bei Martha und John mit seinem Schlitten mit seinen Hunden wieder los fuhr fragte John: „ Was willst du nun machen?“ Und Holger antwortete: „ Am Besten alles noch mal wie in diesem ersten Jahr in Alaska. Ich möchte alles noch einmal machen.“
Und so vergingen Jahre um Jahre und Holger war immer noch in Alaska. Er machte sich im Winter immer als Führer für Hundeschlitten bereit und verdiente so etwas Geld. Im Sommer war er bei dem Fischfang dabei. Und Holger blieb für den Rest seines Lebens in Alaska. Holgers Traum ist wahr geworden. Und wovon träumst Du?
 

Montag, 4. Juni 2018

Verspätete Goldhochzeitsfeier








Verspätete  Goldhochzeitsfeier


Ralf und Ursula Kern freuen sich schon ein ganzes Jahr auf diesen Tag. Denn heute wollen sie ihre Goldene Hochzeit feiern mit ihren Freunden, Nachbarn und Bekannten. Als sie am Morgen aufwachten waren sie ziemlich nervös wegen der Feier, ob auch alles klappte an diesem Tag. Es lief auch alles ganz gut an. Nur als der Goldhochzeiter den Kuchen aus einem anderen Ort für die Feier holen wollte, fand er seinen Autoschlüssel nicht mehr. Er suchte wie verrückt nach dem Schlüssel, aber er fand ihn einfach nicht mehr. " Wo kann nur der verdammte Schlüssel sein?" fragte er sich selbst und auch seine Frau ein paar Mal. Aber wo er auch suchte es war kein Autoschlüssel zu finden. Die Suche dauerte so lange, dass seine Frau in der Zwischenzeit mit ihrem Schwager im Auto zum Hotel, wo die Feier stattfinden sollte fuhr und dort die Gäste, die schon alle auf das Goldhochzeitspaar warteten begrüßte und ihren Mann entschuldigte. Mein Mann kommt bald. Er hat seinen Autoschlüssel verloren. Viele wunderten sich warum nicht auch er mit seinem Schwager mitgefahren war zur Feier, aber wenn Ralf mal etwas verloren hatte, dann suchte er so lange bis er es wieder hatte. Mittlerweile war der Gatte überfällig, denn die Feier sollte um 12 Uhr beginnen. aber in der Zwischenzeit war es schon 13 Uhr geworden. Deshalb sagte Ursula, sauer auf den Gatten: " Wir fangen jetzt ohne meinem Mann an zu speisen, wer weiß wann der an Land kommt?"
Alle gingen in den Festsaal und fingen an zu essen. Zuerst gab es Suppe.
Zu Hause dachte der Gatte endlich daran, dass er ja noch einen Zweitschlüssel hatte, der in der Garage versteckt war. Aber den Erstschlüssel von seinem Wagen hatte er immer noch nicht gefunden. Mit dem zweiten Schlüssel fuhr er dann endlich mit seinem Auto zum Bäcker und holte den Kuchen, den er extra ein paar Orte weiter bestellt hatte, weil ihm der immer so gut schmeckte. Er stellte den Kuchen in den Kofferraum und fuhr schnell in die Richtung des Hotels wo alle auf ihn warteten aber schon satt waren. Nämlich als er endlich da war, wo er Mittags die Feier mit seiner Frau und den Gästen genießen wollte war es schon 14.30 Uhr.
Er entschuldigte sich bei den Gästen und wollte als Entschädigung ihnen seinen Kuchen zeigen, den Alle später essen wollten. Als er aber den Kofferraum seines Wagens aufmachte, sah er mit Tränen in den Augen, dass der Kuchen im ganzen Kofferraum verteilt und zermatscht da lag. Als er in den Saal trat zu seinen Gästen da fing er an zu weinen. Entschuldigung, aber das Kaffee trinken muss ausfallen weil mir der Kuchen durcheinander gewirbelt ist im Auto. Da hatten sie alle Mitleid mit ihm und versuchten ihn zu trösten, sogar seine Frau tröstete ihn , die bis dato immer noch sauer war. Aber da konnte auch sie nicht mehr und tröstete ihn.

  

 




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 Die Goldhochzeitsfeier war hin. Erst war der Gatte nicht da und dann noch das Malheur noch  mit dem Kuchen. Alle waren ein bisschen traurig. Aber den Autoschlüssel hatte Ralf bis heute noch nicht wieder gefunden.  

Mittwoch, 2. Mai 2018

Wie der Eifelturm in ein kleines Krankenhaus passte !










                                   Wie der Eifelturm in ein kleines Krankenhaus passte!

Olaf Düse, ein 10 jähriger junger Mann war sehr krank. Er lag schon eine ganze Zeit im Krankenhaus. Er bekam eine Chemotherapie, weil er Blutkrebs also Leukämie hatte. Luise, eine sehr nette Krankenschwester, kümmerte sich von der ersten Minute an um Olaf. Sie machte ihm immer wieder Mut. Olaf wartete auf eine Knochenmarkspende. Aber es war gar nicht so einfach einen geeigneten Knochenmarkspender zu finden. Luise mochte Olaf sehr gerne und der kleine Olaf tat ihr leid. Luise erzählte dem kleinen Olaf dass sie sehr gerne mal nach Paris fahren würde und den Eifelturm sich angucken möchte. Und zufällig fand der kleine Olaf auch den Eifelturm sehr interessant. „ Ich weiß nur nicht ob ich mir meinen Traum noch erfüllen kann. Vielleicht muss ich ja bald sterben, Luise.“ „ Nein, du schaffst dass, Olaf. Wir finden bald einen Knochenmarkspender für dich. Da glaube ich ganz fest dran. Gib nicht auf.“ Der kleine Junge war sehr tapfer, aber es fand sich einfach kein geeigneter Knochenmarkspender. Aber eines Tages kam die lebensnotwendige Nachricht für Olaf, dass sich ein Knochenmarkspender gefunden hat, der geeignet ist. Luise sagte: „ Ich wusste, dass sich noch ein Mensch findet, der dir sein Knochenmark spenden kann. Ich freue mich so für dich Olaf.“ „ Jetzt kann ich mir ja vielleicht doch noch den Eifelturm anschauen.“ „ Ja, “ sagte Luise glücklich. Am Tag der Operation waren beide sehr aufgeregt. Aber was Olaf nicht wusste, dass es Luise war die sich typisieren lassen hat und sie die geeignete Knochenmarkspenderin war für ihn. Und Luise spendete ihr Knochenmark für Olaf und die Operation verlief positiv. Alle beide waren nach der Operation wohl auf.
Und nach kurzer Zeit war das Blut des kleinen Olaf wieder in Ordnung und er war wieder ganz gesund.
Eines Tages kam Luise in das Krankenzimmer von Olaf und war sichtlich überrascht, weil Olafs Eltern neben dem Bett standen und auf dem Tisch von Olaf stand ein Eifelturm aus Streichhölzern gebaut. „ Den Eifelturm habe ich für dich gebaut, Luise.“ „ Danke Olaf, der ist aber schön.“ Und die Eltern von Olaf, die herausgefunden hatten, dass Luise der Knochenmarkspender war, sagten zu Luise: „ Sie haben unserem Jungen das Leben gerettet und er hat uns erzählt, dass sie einmal nach Paris zum Eifelturm möchten. Und genau dass wollten wir ihnen schenken, weil sie unserem Jungen so geholfen haben. Sie fliegen, wenn sie wollen mit uns und Olaf nach Paris und sie gucken sich den Eifelturm mit uns an. Das ist unser Danke Schön für Sie.“

















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„ Vielen Dank.“ Manchmal braucht es eben Wunder im Leben. Genau wie der Eifelturm in das kleine Krankenhaus passt, natürlich nur symbolisch auf dem Tisch von Olaf, genau so ist es ein Wunder dass Olaf wieder ganz gesund wurde.

Liebesbrief








Liebesbrief

Immer, wenn ich Dir meine Liebe gestehen will,
werde ich plötzlich still.

Mir fallen nicht die richtigen Worte ein,
und dann lass ich es wieder sein.

Drum lasse ich das Reden lieber bleiben,
und versuche es Dir aufzuschreiben.

Nun sitze ich vor einem leeren Blatt Papier,
und weiß nicht wie ich es soll sagen Dir.

Dass ich Dich richtig mag,
dass ich an Dich denke jeden Tag.

Dass ich nur noch mit Dir will leben,
und mein Herz möchte Dir geben.

Ich möchte mein Leben mit Dir teilen,
nur Du kannst meine Sehnsucht heilen.

Wenn du dieselben Gefühle hast wie ich,
und du liest dieses kleine Gedicht.

Hoffe ich schwer dass wir beide gemeinsam gehen,
und immer zueinander stehen.

Nun wo ich Dir es aufgeschrieben,
wünsche ich mir, dass wir zwei uns von nun an lieben.

Und unsere Liebe hält ein Leben lang,
denn sonst werde ich noch Liebeskrank.

Stilles Wasser








Stilles Wasser


Ein Gast in einer Kneipe bestellt ein stilles Wasser. Aber er macht nicht eine normale Bestellung, sondern will einen Spruch loswerden. "Bringen sie mir bitte ein Wasser das nicht redet" " Wie bitte, sagte der Wirt." Na ich meine ein stilles Wasser." Der Wirt musste schmunzeln. Er brachte dem Gast sein stilles Wasser und sagte dabei:" Ich habe extra ein halbes Liter Glas genommen für ihr stilles Wasser." "Aber ich wollte doch nur ein kleines Glas Wasser, Herr Wirt." Aber ich habe mich auch an einen Spruch erinnert der besagt: Stille Wasser sind tief. Uns deshalb habe ich ein großes Glas genommen Macht 4Euro." Da haben sie mich aber ganz schön herein gelegt, Herr Wirt" " Da fällt mir auch noch ein Spruch zu ein, " sagte der Wirt. " Wie du mir so ich dir."

Dienstag, 1. Mai 2018

Eine Schifffahrt, die ich nie vergessen habe










                                                      Eine Schifffahrt, die ich nie vergessen habe!


Es war im September 1994. Ich machte Urlaub, mit meiner damaligen Freundin auf Fehmarn. Wir wohnten in einem ganz kleinen Dorf in einer Ferienwohnung. Eines Tages fuhren wir mit dem Schiff, ich glaube von Burg aus, unter der Fehmarn-Sundbrücke durch, Richtung Dänemark auf der Ostsee. Es war kein schönes Wetter, den Tag, aber es war wenigstens trocken.  Mit uns zusammen auf dem Schiff war eine Frauengruppe, die eine gute Stimmung auf dem Schiff verbreitete. Sie sangen Lieder und lachten dabei viel. Sie hatten richtig gute Laune. Und vor allem sahen wir, dass die Frauen viel Schnaps tranken. Es war eine lustige Runde. Das Schiff fuhr weiter Richtung Dänemark. Wir, meine Freundin und ich hatten richtig Spaß mit dieser Frauengruppe. Wir tranken aber keinen Alkohol. Und plötzlich aß diese Frauengruppe auch noch richtig gut zu Mittag. Und sie waren alle richtig fröhlich. Auf einmal schlug das Wetter um auf hoher See. Zuerst donnerte es richtig laut und es fing an zu regnen. Es kam ein böiger Wind auf. Und auf einmal schwankte das ganze Schiff und der Bug des Schiffes stieg hoch an und senkte sich ganz tief auf der Wasseroberfläche. Es war ein richtiger Sturm auf einmal. Wir hatten Alle eine riesige Angst, dass das Schiff kenterte. Ich schätze wir hatten Windstärke 8 oder 9. Die Frauengruppe war auf einmal ganz ruhig geworden. Die meisten waren kreidebleich und einige von ihnen schaukelten sich zur Toilette, weil ihnen übel war. Als ich auch einmal auf Toilette musste, sah ich, wie einige Leute sich übergeben mussten. Das Schiff schaukelte hin und her und wir hofften alle, dass das Wetter und die See sich bald wieder beruhigten. Das Unwetter dauerte aber ca. eine viertel Stunde. Auf dem ganzen Schiff war es danach, als sich der Sturm so langsam legte, total ruhig. Und keiner sagte ein Wort. Alle an Bord waren froh, dass der Sturm vorbei war. Als die Leute und wir, meine damalige Freundin und ich, wieder von Bord gingen waren wir heilfroh, dass nichts passiert war. Ich bin danach auch wieder Schiff gefahren, aber die Schifffahrt auf der Ostsee mit dem Sturm werde ich wohl nie in meinem Leben wieder vergessen!